
Welcher Regenbogen kann das auch? Die Ausläufer des Wirbelsturms „Florence“ zogen 2018 über die Küste von New Jersey in den USA. Dann brach die Sonne hervor. In der Gegenrichtung entstand eine ungewöhnliche Erscheinung: ein Saal aus Regenbögen.
Sehr zur Freude des Fotografen und seiner Tochter folgte eine Schau, die eine halbe Stunde dauerte. Lebhaft leuchteten überzählige Regenbögen auf und verschwanden wieder. Allein dieses Einzelbild zeigt ganze fünf Regenbögen.
Überzählige Regenbögen entstehen nur, wenn bei Regen alle fallenden Tröpfchen ungefähr gleich groß sind. Der Durchmesser ist außerdem kleiner als ein Millimeter. Das Sonnenlicht wird im Inneren des Regentropfens durch die Strahlenoptik reflektiert. Doch es kommt zusätzlich zu Interferenzen. Dieses Wellenphänomen ist ähnlich, wie sich Wellen auf einem Teich kräuseln, wenn man einen Stein hineinwirft.
Überzählige Regenbögen kann man sogar nur mit der Welleneigenschaft des Lichts erklären. Sie wurden erstmals um 1800 beschrieben. Das gilt als früher Beleg für die Wellennatur des Lichts.
Himmlische Überraschung: Was zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)