Zwei Welten, eine Sonne

Die Sonne scheint auf zwei Welten - dem blauen Planeten Erde und dem Roten Planeten Mars.

Linkes Bild – Credit und Bildrechte: Damia Bouic; Credit rechtes Bild: NASA, JPL-Caltech, MSSS; Digitale Bearbeitung: Damia Bouic

Beschreibung: Wie sehr unterscheidet sich ein Sonnenuntergang auf dem Mars von einem auf der Erde? Zum Vergleich wurden zwei Bilder unseres gemeinsamen Sterns bei Sonnenuntergang fotografiert, eines auf der Erde und eines auf dem Mars.

Die beiden nebeneinander dargestellten Bilder wurden skaliert, sodass sie die gleiche Winkelbreite haben. Eine schnelle Betrachtung zeigt, dass man die Sonne auf dem Mars etwas kleiner sieht als auf der Erde. Das ist einleuchtend, weil der Mars zirka 50 Prozent weiter von der Sonne entfernt als die Erde.

Noch auffälliger ist, dass der Sonnenuntergang auf dem Mars in der Nähe der Sonne deutlich bläulicher erscheint, anders als die typischen orangefarbenen Töne auf der Erde in der Nähe der untergehenden Sonne. Der Grund für die blauen Farbtöne vom Mars ist nicht gänzlich erklärbar, aber wahrscheinlich hängt er mit der den vorwärts streuenden Eigenschaften des Marsstaubes zusammen.

Der irdische Sonnenuntergang wurde im März 2012 in Marseille (Frankreich) fotografiert, während der Sonnenuntergang auf dem Mars2015 vom Roboter-Rover Curiosity der NASA im Krater Gale auf dem Mars fotografiert wurde. Letzte Woche startete ein neuer Rover mit einer Helikopterdrohne an Bord von Mars 2020 zum Roten Planeten.

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Komet NEOWISE von der ISS

Komet NEOWISE, Venus und Plejaden, fotografiert von der Internationalen Raumstation.

Bildcredit: NASA ISS

Beschreibung: Komet NEOWISE (C/2020 F3) hellte am Morgenhimmel des Planeten Erde vor der Dämmerung auf. Am 3. Juli umrundete er die Sonne und ist nun unterwegs ins äußere Sonnensystem.

Im niedrigen Erdorbit geht er ebenfalls vor der Sonne auf. Dieser Schnappschuss aus der Internationalen Raumstation vom 5. Juli zeigt ihn über dem näherrückenden Leuchten am östlichen Horizont. Auf der Erde leuchtet die Venus derzeit als Morgenstern, sie ist das gleißende Himmelslicht rechts im Bild. Über der Venus schimmern die Schwestersterne des kompakten Sternhaufens der Plejaden.

Himmelsbeobachter auf der Erde können den Kometen NEOWISE mit bloßem Auge erkennen, doch mit Fernglas ist der Anblick atemberaubend.

Komet NEOWISE auf der Erdoberfläche: Interessante Bilder, die bei APOD eingereicht wurden
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Finsternis unter der ISS

Eine Kamera an der Außenseite der Internationalen Raumstation ISS dokumentiert die Sonnenfinsternis vom Weltraum aus.

Bildcredit: NASA ISS Expedition 63

Beschreibung: Der dunkle Schatten des Neumondes berührte am 21. Juni den Planeten Erde. Eine hochauflösende Kamera an der Außenseite der Internationalen Raumstation ISS dokumentierte seinen Durchgang auf diesem Schnappschuss, der im niedrigen Erdorbit nahe der Grenze von Kasachstan und China fotografiert wurde. Die Menschen unten auf dem Pfad des Zentralschattens des Mondes konnten natürlich die mit Spannung erwartete ringförmige Sonnenfinsternis beobachten.

Im Vordergrund ist ein Frachtraumschiff an den Außenposten im Orbit gedockt. Es ist das H-2-Versorgungsraumschiff 9 von JAXA, der japanischen Behörde für Luftfahrt- und Weltraumforschung.

Galerie: Interessante Bilder der Finsternis vom Juni 2020, die bei APOD eingereicht wurden
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Fröhliche Menschen tanzen auf dem Planeten Erde


Videocredit: Matt Harding und Melissa Nixon; Musik: Praan (Sängerin: Palbasha Siddique) von Gary Schyman

Beschreibung: Was tun diese Menschen? Sie tanzen. Viele Menschen auf der Erde zeigen, wenn sie glücklich sind, und Tanzen ist eine Möglichkeit, um Fröhlichkeit zu zeigen. Fröhlichkeit und Tanz überschreiten nationale Grenzen, man findet sie in praktisch jeder menschlichen Gesellschaft.

Matt Harding besuchte viele Nationen der Erde, plante zu tanzen und filmte das Ergebnis. Dieses Video gehört zu einer Serie ähnlicher Videos, es ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass sich Menschen auf dem ganzen Planeten Erde als Teil einer Spezies verbunden fühlen.

Fröhlichkeit wirkt häufig ansteckend – nur wenige Menschen können dieses Video sehen, ohne zu lächeln.

APOD in Weltsprachen: arabisch, chinesisch (Peking), chinesisch (Taiwan), deutsch, Farsi, französisch, französisch, hebräisch, indonesisch, japanisch, katalanischkoreanisch, kroatisch, montenegrinisch, niederländisch, polnisch, russisch, serbisch, slowenisch, spanisch, tschechisch und ukrainisch

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Start von SpaceX Demo-2

Am 30. Mai startete erstmals nach Einstellung des Raumfährenprogramms 2011 ein besatztes Raumfahrzeug - eine Crew Dragon - von der Startanlage 39 zur Internationalen Raumstation.

Bildcredit: NASA/Joel Kowsky

Beschreibung: Die Wolken sind weiß, aber der Himmel auf diesem Schnappschuss von der Startanlage 39A am Kennedy-Raumfahrtzentrum ist dunkel. Der Tageshimmel wirkt dramatisch, weil das Schwarz-Weiß-Foto mit einer Digitalkamera in Wellenlängen des nahen Infrarotlichtes aufgenommen wurde.

Auch der Start am Samstag, dem 30. Mai, um 3:22 p.m. EDT war ziemlich dramatisch – eine Falcon 9-Rakete brachte eine Crew Dragon-Raumkapsel in den niedrigen Erdorbit. An Bord waren die Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley. Es war die erste Besatzung, die seit 2011 nach dem Ende des Raumfährenprogramms von einem Raumfahrtzentrum in den Vereinigten Staaten startete.

Wenige Minuten nach dem Start kehrte die Unterstufe der Falcon 9 zurück und landete auf Of Course I Still Love You (das ist eine autonome schwimmende Landeplattform…) und wartete geduldig vor der Küste von Florida. Die beiden Astronauten lenkten ihr Raumfahrzeug zu einem erfolgreichen Andockmanöver am Sonntag, dem 31. Mai, um 10:16 a.m. EDT am Modul Harmony der Internationalen Raumstation.

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Der Tanz von Venus und Erde


Video- und Textcredit: James O’Donoghue (JAXA); Daten: NASA, New Horizons; h/t: Josef Chlachula

Beschreibung: Jedes Mal, wenn die Venus an der Erde vorbeizieht, sehen wir sie von der gleichen Seite. Diese faszinierende Tatsache ist erst seit etwa 50 Jahren bekannt – seit damals können Radioteleskope hinter die dicken Wolken der Venus spähen und ihre langsam rotierende Oberfläche verfolgen.

So eine untere Konjunktion – wenn Venus der Erde am nächsten kommt – tritt heute auf. Diese Animation zeigt die Positionen von Sonne, Venus und Erde von 2010-2023, basierend auf Daten der NASA. An der Venusoberfläche wurde ein gelber Pseudo-Arm angebracht, der ihre Rotation anzeigt. Der Grund für diese ungewöhnliche 1,6-jährige Resonanz ist der gravitative Einfluss, den die Erde auf die Venus ausübt, und der überraschenderweise den Gezeiteneinfluss der Sone übertrifft.

Wenn man heute die Venus hinter dem grellen Licht der Sonne sehen könnte, wäre sie nur ein sehr schmaler Teil einer Sichel. Obwohl die Venus bisher am Abendhimmel sichtbar war, erscheint sie ab morgen am Morgenhimmel – von der Erde aus gesehen auf der anderen Seite der Sonne.

Expertendiskussion: Wie entdeckt die Menschheit erstmals außerirdisches Leben?
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Erde und Mond hinter den Saturnringen

2017 fotografierte die Raumsonde Cassini beim Blick durch die Ringe den Planeten Erde und ihren Mond.

Bildcredit: NASA, ESA, JPL-Caltech, SSI, Cassini Imaging Team; Bearbeitung und Lizenz: Kevin M. Gill

Beschreibung: Was sind diese Punkte zwischen den Saturnringen? Unsere Erde und ihr Mond.

Vor etwas mehr als drei Jahren, als der Planet Saturn vorübergehend die Sonne abdeckte, konnte die Roboter-Raumsonde Cassini ins innere Sonnensystem blicken. Dort erspähte sie Erde und Mond als winzige Nadelstiche aus Licht in einer Entfernung von etwa 1,4 Milliarden Kilometern.

Rechts im Bild liegt Saturns ARing, ganz rechts die breite Encke-Teilung, in der Mitte die schmälere Keeler-Teilung. Ganz links ist Saturns sich ständig verändernder F-Ring zu sehen. Aus dieser Perspektive wurde das Licht der Saturnringe großteils  nach vorne gestreut, daher erscheinen sie von hinten beleuchtet.

Nach mehr als einem Jahrzehnt der Forschung und Entdeckung ging 2017 der Treibstoff der Raumsonde Cassini zur Neige, daher wurde sie in die  Saturnatmosphäre gelenkt, wo sie sicherlich aufschmolz.

Galerie: Bilder der Venus-Merkur-Konjunktion 2020, die bei APOD eingereicht wurden
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Vorbeiflug der Raumsonde BepiColombo an der Erde


Bildcredit und Lizenz: ESA, BepiColombo, MTM

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man sich der Erde nähert? Ein solches Szenario wurde letzten Monat visuell detailreich von der Roboter-Raumsonde BepiColombo von ESA und JAXA aufgenommen, als sie auf ihrer Reise zum Planeten Merkur wieder an der Erde vorbeiflog.

Dieses fast 10-stündige Zeitraffervideo zeigt, wie die rotierende Erde hinter der Hochleistungsantenne der Raumsonde auftaucht und näher kommt. Die Erde ist so hell, dass man im Hintergrund keine Sterne sieht.

Die Robotersonde BepiColombo, die 2018 gestartet war, nützte die Gravitation der Erde, um ihren Kurs anzupassen. Es war der erste von neun planetaren Vorbeiflügen, die für die nächsten sieben Jahre geplant sind, aber der einzige Vorbeiflug an der Erde.

BepiColombo soll 2025 in den Merkurorbit eintreten und Bilder und Daten der Oberfläche und des Magnetfeldes aufnehmen, um die frühe Entwicklung des Sonnensystems und seines innersten Planeten besser zu verstehen.

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Der Planet Erde in der Dämmerung

Der Übergang vom Tag zur Nacht, auch Terminator genannt, ist ein verschwommener Bereich, den wir als Dämmerung wahrnehmen; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Besatzung der ISS-Expedition 2, Gateway to Astronaut Photography of Earth, NASA

Beschreibung: Auf dieser prächtigen Ansicht mit Ozeanen und den Wolken über unserem schönen Planeten Erde gibt es keine scharfe Grenze, die den Übergang vom Tag zur Nacht markiert. Vielmehr ist die Schattenlinie, die auch als Terminator bezeichnet wird, diffus und zeigt den allmählichen Übergang zur Dunkelheit, den wir als Dämmerung wahrnehmen.

Die Sonne beleuchtet die Szene von rechts, die Wolkenoberflächen reflektieren das sanft gerötete Sonnenlicht, das durch die staubhaltige Troposphäre gefiltert wird – das ist die niedrigste Schicht der schützenden Atmosphäre unseres Planeten. Die klar erkennbare Schicht in großer Höhe am oberen Rand der Tagseite streut blaues Sonnenlicht und geht in die Schwärze des Weltraums über. Dieses Bild wurde im Juni 2001 auf der Internationalen Raumstation ISS fotografiert. Die Umlaufbahn der ISS befindet sich in einer Höhe von etwa 390 Kilometern. Natürlich können Sie jetzt die Erde von zu Hause aus beobachten.

Feiern Sie mit: Heute ist der Tag der Erde
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Nur ein weiterer Tag auf der Aerosol-Erde

Karte der weltweiten Verteilungen von Aerosolen in der Atmosphäre; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit für die Visualisierung des Modells: NASA Earth Observatory, GEOS FP, Joshua Stevens

Beschreibung: Es war nur ein weiterer Tag auf der Aerosol-Erde. Diese eindrucksvolle Visualisierung zeigt die Erfassung und weltweite Verteilung von Aerosolen am 23. August 2018 in der Erdatmosphäre. Aerosole sind winzige feste Teilchen und Flüssigkeitströpfchen.

Das in Echtzeit erstellte Modell des Goddard Earth Observing System Forward Processing (GEOS FP) beruht auf einer Kombination aus Daten von Erdbeobachtungssatelliten und bodenbasierenden Daten, um das Vorhandensein und die Arten von Aerosolen zu berechnen, während sie über dem ganzen Planeten zirkulieren.

Dieses Modell vom 23. August zeigt schwarze Kohlenstoffteilchen von Verbrennungsprozessen in Rot, die sich über große Landstriche von Nordamerika und Afrika verteilen – zum Beispiel den Rauch der Feuer in den Vereinigten Staaten und Kanada. Meersalz-Aerosole sind blau dargestellt und wirbeln über bedrohlichen Wirbelstürmen in der Nähe von Südkorea und Japan sowie in dem Wirbelsturm, der vor Hawaii anbahnt. Der Staub, der über afrikanischen und asiatischen Wüsten geweht wird, ist in violetten Farbtönen abgebildet. Die Lage von Städten ist an der Konzentration von Lichtern erkennbar, die auf Satellitenbilddaten der Erde bei Nacht basieren.

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Strom der Zeit

Panorama mit Nachthimmel, blauer Stunde und Sonnenaufgang über dem Tal des Rio Grande in New Mexico; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Paul Schmit

Beschreibung: Dieses surreale Zeitraffer-Landschaftspanorama zeigt den Himmel vor der Dämmerung, in der blaue Stunde und bei Sonnenaufgang. Etwa zu Frühlingsbeginn auf der Nordhalbkugel des Planeten Erde wurde dieser Zeitablauf zwischen 4:30 und 7:00 Uhr an einem Ort mit Blick über das Tal des Rio Grande im Norden von New Mexico fotografiert.

Auf den nachgeführten Bildern des Nachthimmels kurz vor Beginn der Dämmerung verläuft die Milchstraße über dem südlichen (rechten) Panoramarand. Im Osten bildet eine Reihe kurz und lang belichteter Aufnahmen die Helligkeitsänderung ab, während über den fernen Gipfeln der Sangre de Cristo die Sonne aufgeht. Die dazwischen fotografierten Bildern der faszinierenden Blauen Stunde dieses Frühlingsmorgens verschmelzen den Nachthimmel mit dem Sonnenaufgang über der Hochgebirgslandschaft.

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