Video einer totalen Mondfinsternis


Videocredit und -rechte: Jun Ho Oh (KAIST, HuboLab), Kwon O Chul (TWAN), Jeong ByoungJun (RainbowAstro)

Beschreibung: Heute Nacht wird der helle Vollmond rot. Der Mond ist heute Nacht besonders hell, weil er seine voll beleuchtete Phase erreicht, wenn er auf seiner elliptischen Bahn der Erde relativ nahe kommt. Anhand einiger Messungen von Größe und Helligkeit wird der heutige Vollmond als Supermond bezeichnet, doch das „Super“ ist wohl übertrieben, weil er nur wenige Prozent größer und heller ist als der durchschnittliche Vollmond.

Wie auch immer, jedenfalls verblasst unser Mond zu einem schwachen Rot, weil auch eine totale Mondfinsternis stattfindet – dabei taucht der Mond vollständig in den Erdschatten ein. Die matte rote Farbe entsteht, weil blaues Sonnenlicht von der Erdatmosphäre stärker gestreut wird. Ein Januar-Vollmond wie der von heute Nacht wird in manchen Kulturen als Wolfsmond bezeichnet. Die heutige totale Supermondfinsternis dauert länger als eine Stunde und ist in Nord– und Südamerika am besten nach Sonnenuntergang sichtbar. Dieses Zeitraffervideo zeigt die letzte totale Mondfinsternis, diese fand im Juli 2018 statt. Die nächste totale Mondfinsternis ereignet sich erst im Mai 2021.

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HESS-Teleskope erforschen den Hochenergiehimmel


Videocredit und -rechte: Vikas Chander, H.E.S.S.-Arbeitsgemeinschaft; Musik: Emotive Piano von Immersive Music

Beschreibung: Sie sehen aus wie moderne mechanische Dinosaurier, doch sie sind gewaltige schwenkbare Augen, die den Himmel beobachten. Das Observatorium High Energy Stereoscopic System (H.E.S.S.) besteht aus vier 12-Meter-Spiegelteleskopen, die ein größeres Teleskop mit einem 28-Meter-Spiegel umgeben. Sie wurden entwickelt, um seltsames Flackern aus blauem Licht – Tscherenkowstrahlung zu erkennen. Diese wird abgestrahlt, wenn geladene Teilchen sich etwas schneller bewegen, als die Lichtgeschwindigkeit in der Luft beträgt. Das Licht wird ausgesendet, wenn ein Gammastrahl von einer fernen Quelle ein Molekül in der Erdatmosphäre trifft und einen Schauer geladener Teilchen auslöst.

H.E.S.S. ist empfindlich für manche der energiereichsten Photonen (TeV), die das Universum durchkreuzen. H.E.S.S. ist seit 2003 in Namibia in Betrieb, suchte nach Dunkler Materie und entdeckte mehr als 50 Quellen, die energiereiche Strahlung abstrahlen, darunter Supernovaüberreste und die Zentren von Galaxien, die sehr massereiche Schwarze Löcher enthalten. Die H.E.S.S.-Teleskope wurden letzten September in Zeitrafferabläufen fotografiert. Während sie schwenkten und starrten, zischten gelegentlich Satelliten in der Erdumlaufbahn vor unserer Milchstraße und den Magellanschen Wolken vorbei.

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Erdaufgang: Eine Videorekonstruktion


Bildcredit: NASA, SVS, Besatzung Apollo 8; Leitanimator: Ernie Wright; (USRA); Musik: Präludium in C-Dur von Johann Sebastian Bach

Beschreibung: Ungefähr 12 Sekunden nach Beginn dieses Video geschieht etwas Ungewöhnliches. Die Erde geht auf. Noch nie hatten Menschen das gesehen. Der Erdaufgang über dem Mondrand ereignete sich morgen vor 50 Jahren, er überraschte und erstaunte die Besatzung von Apollo 8. Alle sammelten sich sofort, um Standbilder der atemberaubenden Aussicht zu fotografieren, welche ihnen die Bahn von Apollo 8 um den Mond bot.

Dieses Video ist eine moderne Rekonstruktion des Ereignisses, es zeigt, was man gesehen hätte, wenn es mit einer modernen Kamera gefilmt worden wäre. Die farbenprächtige Kugel unserer Erde ragt als vertrautes Bild auf, während sie über einer fernen, fremdartigen Mondlandschaft aufgeht. Die Szenerie ist von der Idee her die Umkehrung eines von der Erde aus beobachteten, alltäglichen Mondaufganges. Viele sahen in der Szene auch ein Symbol der gesamten Menschheit: Diese große blaue Murmel – das sind wir – wir alle leben dort.

Das Zwei-Minuten-Video ist keine Zeitrafferanimation – es zeigt, wie die Erde im Fenster von Apollo 8 in Echtzeit aufgeht. Sieben Monate und drei Missionen später würden die Astronauten von Apollo 11 nicht nur um den Erdmond kreisen, sondern darauf landen.

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Schwimmen auf Jupiter

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Brian Swift, Sean Doran

Beschreibung: Am 29. Oktober tauchte die Raumsonde Juno wieder einmal an Jupiters turbulente Wolkenoberflächen heran. Ihre 16. größte Bahnannäherung, der Perijovium-Durchgang, führte Juno 3500 Kilometer an die größte Planetenatmosphäre des Sonnensystems heran.

Diese Bilder wurden mit der JunoCam aufgenommen, als die Raumsonde 20 – 50.000 Kilometer über den mittleren südlichen Breiten des Planeten flog, sie scheinen einem Wolkenwirbel zu folgen, der auffällig einem Delfin ähnelt. Dieser Delfin schwimmt Jupiters dunklerem gemäßigten südsüdlichen Gürtel entlang und ist selbst so groß wie ein Planet – er ist einige Tausend Kilometer lang.

Junos nächste Perijoviumspassage findet am 21. Dezember statt.

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Kleiner Planet in Zeitraffer


Videocredit und –rechte: Brian HaidetMusikcredit: Space Walk – Silent Partner

Beschreibung: Auf diesem kleinen Planeten ist in 30 Sekunden eine Menge Himmelsbeobachtung untergebracht. Der Zeitrafferfilm wurde als 360-Grad-Vollkugelvideo aufgenommen – natürlich auf dem Planeten Erde am Grande-Pines-Observatorium außerhalb von Pinehurst in North Carolina. Es wurde Anfang September mit einer Kamera und einem kugelförmigen Fischaugenobjektiv gedreht, dazu wurde ein Zeitraum von 24 Stunden mit nach oben gerichteter Kamera und Linse digital mit einer Aufnahme kombiniert, bei der Kamera und Linse nach unten gerichtet waren. Die Ergebnisbilddaten wurden bearbeitet und auf ein flaches Bild projiziert, das auf den Nadir zentriert ist – das ist der Punkt unter der Kamera.

Beobachten Sie, wie Wolken vorbeiziehen, Schatten kriechen, der Himmel von Tag zu Nacht kreist und Sterne um den Horizont wirbeln. Schauen Sie weiter. Im zweiten Abschnitt ist das Zentrum auf den Himmelssüdpol gerichtet, die Rotationsachse des Planeten Erde liegt unter dem Horizont des kleinen Planeten. Die Sterne sind fixiert und der Horizont dreht sich, während der kleine Planet um das Bild rotiert, der halbe Himmel ist Tag und Nacht verborgen.

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Massereiche Schwarze Löcher auf einer Spiralbahn


Videocredit: NASA’s Goddard Space Flight Center; Musik: In der Halle des Bergkönigs von Edvard Grieg

Beschreibung: Leuchten Schwarze Löcher, wenn sie kollidieren? Wenn sie verschmelzen, strahlen umeinander kreisende Schwarze Löcher mit Sicherheit eine Menge ungewöhnlicher Gravitationswellen ab. Strahlen sie aber schon viel früher Licht ab, wenn sie von Gas umgeben sind?

Um das herauszufinden, entwickelten Astrophysiker eine komplexe Computersimulation. Die Simulation und dieses Ergebnisvideo zeigen sehr detailreich zwei sehr massereiche Schwarze Löcher zusammen mit dem Einfluss von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie auf das umgebende Gas und Licht.

Das Video zeigt das System zuerst von oben, danach von der Seite, dabei sind ungewöhnliche Gravitationslinsenverzerrungen augenfälliger. Rechnerische Ergebnisse lassen vermuten, dass Gravitations- und Magnetkräfte das Gas aufheizen, sodass es sehr energiereiches Licht vom Ultraviolett– bis zum Röntgenbereich abstrahlt. Solche Lichtemissionen ermöglichen der Menschheit vielleicht, Paare sehr massereicher Schwarzer Löcher lange vor ihrem Verschmelzen auf spiralförmigen Bahnen aufzuspüren und zu untersuchen.

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Raketenstart, beobachtet von der Raumstation


Videocredit: ISAA, NASA, Besatzung Expedition 57 (ISS); Bearbeitung: Riccardo Rossi (ISAA, AstronautiCAST); Musik: Inspiring Adventure Cinematic Background von Maryna

Beschreibung: Haben Sie schon einmal einen Raketenstart gesehen – vom All aus? Wenn man dieses Zeitraffervideo genau betrachtet, sieht man von der Internationalen Raumstation (ISS) aus eine Rakete in den Erdorbit aufsteigen. Die russische Sojus-FG -Rakete wurde vor zehn Tagen im Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet, die Nutzlast war ein Progress MS-10-Modul (auch 71P), um benötigte Versorgungen zur ISS zu transportieren.

Im 90-Sekunden-Video (das etwa 15 Minuten zusammenfasst) sieht man Stadtlichter und Wolken, die auf der Erde links unten sichtbar sind, blaue und goldene Bänder atmosphärischen Luftleuchtens, die diagonal über die Mitte verlaufen, und rechts oben ferne Sterne, die hinter der Erde untergehen.

Außerdem ist zu sehen, wie eine Unterstufe zur Erde zurückfällt, während das robotische Versorgungsschiff seine Schubdüsen zündet für die Annäherung an die ISS, ein Weltraumlabor, das diesen Monat seinen 20. Jahrestag feiert. Derzeit leben drei Astronauten an Bord der ISS im Erdorbit. Sie leiten neben praktischeren Aufgaben zahlreiche Wissenschaftsexperimente, die das Wissen der Menschheit erweitern und künftige kommerzielle Industrie im niedrigen Erdorbit ermöglichen.

Aktuell: Insight landet heute auf dem Mars

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Die unerwartete Flugbahn des interstellaren Asteroiden 'Oumuamua


Videocredit: NASA, JPL, Caltech

Beschreibung: Warum weicht 'Oumuamua von seiner erwarteten Flugbahn ab? Letztes Jahr wurde 1I/2017 U1 'Oumuamua zum ersten uns bekannten Asteroiden aus dem interstellaren Raum, der unser Sonnensystem passierte. Vor etwas mehr als einem Jahr zog dieser taumelnde interstellare Gesteinsbrocken sogar recht nahe an der Erde vorbei.

Die weitere Bahn des Asteroiden hätte mithilfe der Standardgravitation leicht berechenbar sein sollen, doch 'Oumuamuas Bahn wich leicht davon ab. Diese Animation zeigt, wie sich 'Oumuamua der Umgebung der Sonne nähert und sie wieder verlässt. Beide Bahnen – die anhand der Gravitation erwartete sowie die beobachtete – sind beschriftet. Die führende natürliche Hypothese führt diese unerwartete Abweichung auf interne Gasströme zurück, die auf dem von der Sonne erwärmten Asteroiden aktiv wurden – doch es werden weiterhin Vermutungen angestellt und Computersimulationen durchgeführt.

'Oumuamua kehrt nie zurück, doch heutige Himmelsüberwachungen werden voraussichtlich innerhalb der nächsten Jahre ähnliche interstellare Asteroiden finden und verfolgen.

Radiotipp:

Ö1-SendungSternderl schauen – dem Himmel so nah“ – online nachhören!

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Der rotierende Asteroid Bennu von OSIRIS-REx


Bildcredit: NASA, GSFC, U. Arizona

Beschreibung: Kann dieser nahe Asteroid jemals die Erde treffen? Vielleicht – aber das Zeitfenster dafür ist vermutlich nicht sehr groß, auch wenn der Asteroid im nächsten Jahrhundert voraussichtlich innerhalb der Mondbahn vorbeizieht. Um die Natur und Bahnen aller erdnahen Asteroiden besser zu verstehen, startete die NASA die Robotersonde Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security, Regolith Explorer (OSIRIS-REx), die einen davon erforschen soll: den 500 Meter großen Asteroiden 101955 Bennu.

OSIRIS-REx startete 2016 und nähert sich nun Bennu. Als Erstes soll sie die raue Oberfläche des Kleinplaneten kartieren. Dieses Zeitraffervideo wurde zu Beginn des Monats aufgenommen und komprimiert Bennus 4,25-Stunden-Rotation auf etwa 7 Sekunden. Bennus diamantartige Erscheinung ähnelt dem Asteroiden Ryugu, der aktuell von der japanischen Raumsonde Hayabusa2 besucht wird.

Bennus exakte künftige Bahn ist etwas unsicher. Der Grund dafür sind die nahen Begegnungen mit der Erde sowie der Jarkowski-Effekt: eine geringe Kraft, die durch das asymmetrische infrarote Leuchten entsteht, das durch die Rotation eines Objekts hervorgerufen wird.

Wenn alles nach Plan läuft, landet OSIRIS-REx im Jahr 2020 sogar auf dem Asteroiden, um Bodenproben zu sammeln und diese 2023 zur genauen Analyse zur Erde zu bringen.

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Hayabusa2 steigt vom Asteroiden Ryugu auf


Bildcredit: JAXA, U. Tokyo, Kochi U., Rikkyo U., Nagoya U., Chiba Tech., Meiji U., U. Aizu, AIST

Beschreibung: Kann die Raumsonde Hayabusa2 sicher auf dem Asteroiden Ryugu landen? Seit ihrer Ankunft im Juni zeigen Bilder, dass die Oberfläche des etwa einen Kilometer großen Ryugu von Felsen übersät ist, sodass die Suche eines ausreichend flachen Bereichs, auf dem die Raumsonde landen kann, eine ziemliche Herausforderung ist.

Dieses Video zeigt den Schatten der japanischen Robotersonde Hayabusa2 nur 20 Meter über der Oberfläche, als sie nach einer Probelandung letzte Woche von Ryugus zerklüfteter Oberfläche aufstieg. Zuvor legten kleine wurfscheibengroße Landesonden von Hayabusa2 ab, traten in Kontakt mit der Oberfläche des diamantförmigen Asteroiden und begannen darauf herumzuhüpfen.

Die Erforschung von Ryugu kann der Menschheit Details zur Oberfläche und das Innere des Kleinplaneten verraten, aber auch, welche Materialien im frühen Sonnensystem für die Entwicklung von Leben vorhanden waren. Die Landung des Mutterschiffs von Hayabusa2 ist für Anfang nächsten Jahres vorgesehen, danach soll sie Bodenproben sammeln und diese zur Erde bringen.

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Sonnentanz


Videocredit: NASA, SDO; Bearbeitung: Alan Watson via Helioviewer

Beschreibung: Manchmal scheint die Oberfläche unserer Sonne zu tanzen. Mitte 2012 zum Beispiel filmte die Raumsonde Solar Dynamic Observatory der NASA im Sonnenorbit eine eindrucksvolle Protuberanz, die scheinbar wie eine akrobatische Tänzerin eine Hechtrolle machte.

Dieses Zeitraffervideo fasst drei Stunden zusammen und dokumentierte die dramatische Explosion in Ultraviolettlicht. Eine Magnetfeldschleife lenkte den Fluss des heißen Plasmas auf der Sonne. Die Größe der tanzenden Protuberanz ist gewaltig – die ganze Erde würde leicht unter den fließenden Bogen aus heißem Gas passen.

Eine ruhige Protuberanz bleibt normalerweise ungefähr einen Monat bestehen und kann dann bei einem koronalen Massenauswurf (KMA) heißes Gas ins Sonnensystem hinausschleudern. Der Energiemechanismus, der eine Sonnenprotuberanz bildet, wird weiterhin aktiv erforscht. Anders als 2012 ist dieses Jahr die Sonnenoberfläche deutlich ruhiger und weist weniger tanzende Protuberanzen auf, da sie sich nahe dem Minimum ihres 11-jährigen magnetischen Zyklus befindet.

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