In Bewegung: Uranus und Monde


Videocredit: David Campbell (U. Hertfordshire), Bayfordbury-Observatorium

Beschreibung: Was bewegt sich hier am Himmel? Ein Planet, der etwas zu blass ist, um ihn mit bloßem Auge zu sehen: Uranus. Der Gasriese außerhalb von Saturn wurde zu Beginn dieses Monats nahe seiner Opposition beobachtet, als er der Erde am nächsten war und seine größte Helligkeit erreicht hatte.

Dieses Video wurde am BayfordburyObservatorium in Hertfordshire in GB fotografiert. Es ist ein Zeitraffervideo von vier Stunden und zeigt Uranus mit seinen vier größten Monden im Schlepptau: Titania, Oberon, Umbriel und Ariel. Die scheinbare Bewegung von Uranus vor den Hintergrundsternen wird großteils durch die Bahnbewegung der Erde um unsere Sonne hervorgerufen.

Das Kreuz um Uranus sind Beugungsspitzen, sie entstehen durch Licht, das an den vier Armen gebeugt wird, an denen einer der Teleskopspiegel befestigt ist. Die Rotation der Beugungsspitzen entstehen nicht durch die Rotation von Uranus, sondern im Wesentlichen durch die Rotation der Erde. In den nächsten Monaten seht ihr Uranus mit einem Fernglas, aber für die Monde braucht ihr – wie immer – ein Teleskop.

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Video eines grünen Blitzes


Videocredit und -rechte: Paolo Lazzarotti

Beschreibung: Viele halten ihn für einen Mythos. Andere denken, er ist echt, aber seine Ursache wäre unbekannt. Abenteurerinnen sind stolz darauf, wenn sie einen gesehen haben. Es ist ein grüner Blitz von der Sonne. Tatsache ist, dass es den grünen Blitz gibt und seine Ursache gut bekannt ist.

Kurz bevor die untergehende Sonne ganz verschwindet, leuchtet ein letzter Schimmer auf, der auffallend grellgrün ist. Der Effekt ist meist nur an Orten mit einem niedrigen, weit entfernten Horizont sichtbar und dauert nur wenige Sekunden. Ein grüner Blitz ist auch bei Sonnenaufgang sichtbar, aber man muss die Zeit besser planen, um ihn zu erspähen.

Letzten Monat wurde ein dramatischer grüner Blitz auf Video gefilmt, als die Sonne hinter dem Ligurischen Meer in der Toskana in Italien unterging. Der zweite Ablauf im Video zeigt den grünen Blitz in Echtzeit, der erste läuft schneller und der letzte in Zeitlupe. Die Sonne selbst wird nicht teilweise grün – der Effekt entsteht durch die Schichten der Erdatmosphäre, die sich wie ein Prisma verhält.

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Ein Filament schießt aus der Sonne


Videocredit und -rechte: Stéphane Poirier

Beschreibung: Warum entweicht manchmal ein Teil der Sonnenatmosphäre ins All? Der Grund dafür liegt in den veränderlichen Magnetfeldern, die durch die Sonnenoberfläche verlaufen. In Regionen mit starkem Oberflächenmagnetismus, sogenannten aktiven Regionen, sind häufig dunkle Sonnenflecken anzutreffen.

Aktive Regionen können geladenes Gas entlang von gewölbten oder ausladenden Magnetfeldern kanalisieren. Dieses Gas fällt manchmal zurück, manchmal entweicht es, und manchmal trifft es sogar unsere Erde.

Dieses Zeitraffervideo zeigt die Entwicklung im Laufe einer Stunde, es wurde mit einem kleinen Teleskop in Frankreich aufgenommen und zeigt ein ausbrechendes Filament, das Ende letzten Monats von der Sonne aufstieg. Dieses Filament ist riesig: Zum Vergleich ist links oben die Größe der Erde abgebildet.

Kurz nachdem das Filament aufstieg, stieß die Sonne eine mächtige Fackel der X-Klasse aus, während ein gewaltiger Sonnen-Tsunami die Oberfläche erschütterte. Das Ergebnis war eine Wolke geladener Teilchen, die durch unser Sonnensystem rasten, unsere Erde aber großteils verfehlten – zumindest diesmal. Dennoch traf eine ausreichende Menge Sonnenplasma auf das Erdmagnetfeld, um ein paar blasse Polarlichter hervorzurufen.

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Jupiter rotiert


Videocredit und -rechte: JL Dauvergne; Musik: Oro Aqua (Benoit Reeves)

Beschreibung: Beobachtet die eleganten Wirbel des größten Planeten im Sonnensystem. Das Video zeigt viele interessante Details in Jupiters rätselhafter Atmosphäre, etwa dunkle Gürtel und helle Zonen. Bei genauer Betrachtung seht ihr, dass die Wolken unterschiedlich schnell rotieren.

Der berühmte Rote Fleck ist anfangs nicht sichtbar, rotiert aber bald ins Blickfeld. Gelegentlich tauchen auch kleinere Sturmsysteme auf. Obwohl Jupiter so groß ist, braucht er nur 10 Stunden für eine Umdrehung. Unsere kleine Erde braucht im Vergleich dazu 24 Stunden für eine Rotation.

Dieses hoch aufgelöste Zeitraffervideo wurde Anfang des Monats in fünf Nächten auf dem Balkon einer Wohnung in Paris in Frankreich mit einem mittelgroßen Teleskop aufgenommen. Ein Großteil von Jupiters ausgedehnter Atmosphäre besteht aus den farblosen Elementen Wasserstoff und Helium, daher wird weiterhin erforscht, welche Spurenelemente die beobachteten Farben in Jupiters Wolken erzeugt.

Forschung + Öffentlichkeitsarbeit: Doktoranden-Forschungsstelle für APOD ausgeschrieben
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Junos Vorbeiflug an Ganymed und Jupiter


Videocredit: Bilder: NASA, JPL-Caltech, SWRI, MSSS; Animation: Koji Kuramura, Gerald Eichstädt, Mike Stetson; Musik: Vangelis

Beschreibung: Wie wäre es, über den größten Mond im Sonnensystem zu fliegen? Im Juni flog die Roboter-Raumsonde Juno am riesigen Jupitermond Ganymed vorbei und fotografierte Bilder, die digital zu einem detailreichen Überflug-Video kombiniert wurden.

Zu Beginn des Videos schwebt Juno  über die zweifarbig getönte Oberfläche des 2000 Kilometer großen Mondes und zeigt eine eisige Landschaft voller Rillen und Krater. Die Rillen entstanden wahrscheinlich durch die Verschiebung von Oberflächenplatten, während die Krater durch gewaltige Einschläge verursacht wurden.

Danach flog Juno zum 34. Mal dicht an Jupiters Wolken vorbei. Das digital erstellte Video zeigt zahlreiche wirbelnde Wolken im Norden und in der Mitte farbenprächtige, den Planeten umspannende Zonen und Bänder mit mehreren weißen ovalen Wolken der Perlenkette. Im Süden befinden sich noch mehr wirbelnde Wolken.

Nächsten September soll Juno nahe an einem weiteren großen Jupitermond vorbeifliegen: Europa.

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Vollmondsilhouetten


Videocredit und -rechte: Mark Gee; Musik: Tenderness (Dan Phillipson)

Beschreibung: Habt ihr schon einmal beobachtet, wie der Mond aufgeht? Wenn der fast volle Mond langsam über dem klaren Horizont aufgeht, kann das sehr beeindruckend sein.

Anfang 2013 wurde über dem Mount Victoria Aussichtspunkt in Wellington in Neuseeland ein eindrucksvoller Mondaufgang gefilmt. Nach sorgfältiger Planung platzierte ein fleißiger Astrofotograf seine Kamera etwa zwei Kilometer entfernt und richtete sie zum Aussichtspunkt, wo sicherlich bald der Mond sein nächtliches Debüt geben würde.

Diese Videoaufnahme ist unbearbeitet und in Echtzeit zu sehen – es ist keine Zeitrafferaufnahme. Die Menschen auf dem Mount Victoria Aussichtspunkt sind als Silhouetten zu sehen und bewundern ihrerseits den Aufgang des größten Erdsatelliten.

Es ist nicht schwierig, selbst einen Mondaufgang zu sehen – das passiert jeden Tag, wenn auch nur die Hälfte der Zeit bei Nacht. Jeden Tag geht der Mond ungefähr fünfzig Minuten später auf als am Vortag, wobei der Vollmond immer bei Sonnenuntergang aufgeht.

Nächsten Samstag am 16. Oktober ist die internationale Mondbeobachtungsnacht, bei der ihr zusammen mit anderen Mondfreundinnen und -freunden beobachten könnt, wie der Halbmond aufgeht.

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Riesiger Strahlenblitz über Puerto Rico


Videocredit und -rechte: Frankie Lucena

Beschreibung: Habt ihr schon einmal einen riesigen Strahlenblitz gesehen? Sie sind extrem selten, aber ungeheuer stark. Riesige Strahlenblitze sind eine Blitzentladung, die erst dieses Jahrhundert entdeckt wurde, sie tritt zwischen manchen Gewittern und der Ionosphäre der Erde hoch darüber auf.

Das Video zeigt so einen Strahl, der letzte Woche in Puerto Rico in den USA von einer Blitz- und Meteorkamera aufgezeichnet wurde. Der Strahl wurde in Schwarz-Weiß aufgezeichnet und hier in Falschfarben abgebildet. Er legte in etwa einer Sekunde 70 Kilometer zurück.

Riesige Strahlenblitze unterscheiden sich stark von gewöhnlichen Blitzen, die von Wolke zu Wolke oder von Wolke zu Boden verlaufen. Die Unterseiten von riesigen Strahlenblitzen haben eine ähnliche Erscheinung wie eine andere Art von Blitzen, die von Wolken aufwärts verlaufen und als Blaue Strahlen bezeichnet werden. Ihre Oberseiten sehen ähnlich aus wie Rote Kobolde in der oberen Atmosphäre.

Der Mechanismus und die Auslöser riesiger Strahlenblitze werden weiterhin erforscht, doch es ist bereits bekannt, dass die Strahlenblitze Ladungsunterschiede zwischen verschiedenen Teilen der Erdatmosphäre ausgleichen. Wenn man nach riesigen Strahlenblitzen sucht, empfiehlt es sich, ein mächtiges, aber weit entferntes Gewitter an einem Ort mit klarer Sicht zu beobachten.

Almost Hyperspace: Random APOD Generator
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Die Nacht der Perseïden


Videocredit und -rechte: Vikas Chander und Dorje Angchuk; Musik: Tea Time via PremiumBeat

Beschreibung: Habt ihr schon einmel einen Meteorschauer erlebt? Um das Naturschauspiel zu dokumentieren, entstand zum Höhepunkts des jüngsten PerseÏden-Meteorstroms über dem Indischen Astronomischen Observatorium in Hanle in Indien, hoch oben im Himalaya, ein Video.

Zu Beginn sinkt die Nacht herab, von links nähert sich die zentrale Ebene unserer Milchstraße, und oben zischen Satelliten im Erdorbit vorbei. Die Blitze der Meteore im Laufe der Nacht, die normalerweise weniger als eine Sekunde aufblitzen, wurden künstlich verlängert. Das grüne Leuchten der meisten Meteore stammt typischerweise von verdampfendem Nickel.

Im weiteren Verlauf des Videos geht Orion auf, und über dem 2-Meter-Chandra-Teleskop im Himalaya und die sieben Röhren des Hochenergie-Gammastrahlen-Teleskops Hagar blitzen Meteore. Der 2 Minuten und 30 Sekunden lange Film endet mit der falschen Dämmerung des Zodiakallichtes und dem Sonnenaufgang.

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Äquinoktium auf einer rotierenden Erde


Bildcredit: Meteosat 9, NASA, earthobservatory, Robert Simmon

Beschreibung: Wann wird die Grenze zwischen Nacht und Tag senkrecht? Heute. Auf dem Planeten Erde ist heute Tagundnachtgleiche, Tag und Nacht sind somit fast gleich lang. Zum Äquinoktium verläuft der Terminator der Erde – die Trennlinie zwischen Tag und Nacht – senkrecht und verbindet Nord– und Südpol.

Ihr seht das auf diesem Zeitraffervideo, das ein ganzes Jahr auf dem Planeten Erde in zwölf Sekunden zeigt. Der Satellit Meteosat 9 im geosynchronen Orbit nimmt täglich zur selben Ortszeit solche Infrarotbilder der Erde auf.

Das Video beginnt mit dem Äquinoktium im September 2010, als die Terminatorlinie senkrecht verlief. Während die Erde um die Sonne kreiste, kippte der Terminator, daher gelangte weniger Sonnenlicht zur Nordhalbkugel, was zum Winter im Norden führte. Im Laufe des Jahres und nach der Hälfte des Videos trat die Tagundnachtgleiche im März 2011 ein. Danach neigte sich die Schattenlinie in die andere Richtung, was zum Winter auf der Südhalbkugel führte – und zum Sommer im Norden.

Das aufgezeichnete Jahr endet mit der nächsten September-Tagundnachtgleiche am Ende einer von vielen Milliarden Reisen der Erde um die Sonne, die bereits stattfanden – und der noch viele weitere folgen werden.

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Video: Blitz auf Jupiter


Videocredit und -rechte: T. Humbert, S. Barré, A. Desmougin und D. Walliang (Société Lorraine d’Astronomie), Astroqueyras

Beschreibung: Auf Jupiter hat es geblitzt. Vor wenigen Tagen bemerkten mehrere Gruppen, die den größten Planeten unseres Sonnensystems beobachten, einen zwei Sekunden langen Lichtblitz.

Solche Blitze gab es schon öfter. Am bekanntesten wurde eine Reihe an Einschlägen im Jahr 1994. Damals schlugen Bruchstücke des Kometen Shoemaker-Levy 9 auf Jupiter ein und hinterließen dunkle Flecken, die monatelang sichtbar waren. Seit damals wurden mindestens sieben Einschläge auf Jupiter aufgezeichnet. Meist wurden sie von Amateurastronominnen und -astronomen entdeckt.

Auf diesem Video wabert Jupiters Bild wegen der unruhigen Erdatmosphäre, als plötzlich links neben der Mitte ein heller Blitz aufleuchtet. Rechts sind Io und sein Schatten zu sehen. Was auf Jupiter einschlug, werden wir wohl nie erfahren, doch in Anbetracht dessen, was wir vom nahen Sonnensystem wissen, war es wahrscheinlich ein Stück Gestein und Eis, vielleicht so groß wie ein Lieferwagen, das vor langer Zeit von einem vorüberziehenden Kometen oder Asteroiden abbrach.

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Erde und Mond


Bildcredit: NASA, JPL, Galileo-Projekt; Bearbeitung und Lizenz: Gordan Ugarkovic

Beschreibung: Erde und Mond werden nicht oft zusammen fotografiert. Eines der spektakulärsten Male, als dies geschah, war vor etwa 30 Jahren, als die Raumsonde Galileo auf dem Weg zu Jupiter an unserem Heimatplanetensystem vorbeisauste. Damals beobachtete die Robotersonde Galileo aus der etwa 15-fachen Entfernung Erde-Mond, wie unser einziger natürlicher Satellit an unserer Heimatwelt vorbeiglitt.

Dieses Video kombiniert 52 historische farbverstärkte Bilder. Unser Mond wirkt zwar klein neben der Erde, doch kein anderer Planet in unserem Sonnensystem hat einen Begleiter von so vergleichbarer Größe . Die Sonne rechts weit außerhalb des Bildes beleuchtet etwa die Hälfte jeder Kugel und zeigt die weißen Wolken, blauen Ozeane und braunen Kontinente der sich drehenden Erde.

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