Abschied vom Neil-Gehrels-Swift-Observatorium (Swift)

Dieses Bild entstand aus der ersten Million an Bildern, die das Weltraum-Teleskop Swift aufnahm. Das Mosaik zeigt den Satelliten im All. Das Teleskop zeigt nach links oben, daneben sind seine Solarpaneele.
Bildcredit und Bildrechte: NASA/Swift und AndreaMosaic

Das Neil-Gehrels-Swift-Observatorium der NASA arbeitete fast 22 Jahre lang. Nun ist es Zeit für den Abschied. Am 4. November um 7:39 EST (2:39 UTC) trat Swift über der Region Nordsumatra, die zu Indonesien gehört, in die Erdatmosphäre ein. Im Jahr 2018 hatte das Ultraviolett-Optische Teleskop (UVOT) die erste Million Bilder gewonnen. Sie wurden zu diesem Mosaik kombiniert.

Swift hatte zwei Teleskope, eins für Röntgen- und eins für Gammastrahlung. Die beiden arbeiteten zusammen. Mit UVOT untersuchte man die schnellsten und energiereichsten Explosionen im the Universum, und zwar mit so vielen Details wie nie zuvor. Nach dem jüngsten Maximum an Sonnenaktivität sank der Satellit auf seiner Bahn schneller zur Erde. Eine neuartige Mission sollte die Swifts Bahn anheben und den Satelliten in Sicherheit bringen. Leider hatte sie keinen Erfolg.

Swift verglühte wie eine Sternschnuppe, als er in die Atmosphäre stürzte. Doch das Teleskop sammelte während seiner Mission einen großen Schatz an Daten. Diese erhellen noch viele weitere Jahre die Geheimnisse des Universums. Möge es neue Missionen geben, die mutig ins All dringen und Daten sammeln, mit denen wir in der Wissenschaft neue Erkenntnisse gewinnen.

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Enceladus als Silhouette

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Bildcredit und Bildrechte: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Enceladus ist eine der faszinierendsten Welten unseres Sonnensystems. Auf dieser Aufnahme wird der Saturnmond von der Sonne hinterleuchtet. Das Foto entstand am 1. November 2009 mit Hilfe der Raumsonde Cassini. Enceladus wurde 1789 von Wilhelm Herschel entdeckt und ab 2005 mehrfach von der Saturnsonde Cassini untersucht.

Enceladus hat einen Durchmesser von 500 Kilometern. Die dramatische Beleuchtung bringt die Fontänen zum Vorschein, die ununterbrochen vom Südpol ins All schießen. Die eisigen Fontänen stehen wahrscheinlich in Verbindung mit einem Ozean unter der Eiskruste von Enceladus. Sie versorgen den äußeren, dünnen E-Ring des Saturns direkt mit Material. Und sie sorgen dafür, dass Enceladus‘ Oberfläche so hell glänzt wie Schnee.

Im gesamten Bild streuen die eisigen Ringe des Saturns das Sonnenlicht in Richtung der Kameras von Cassini. Hinter den Ringen (unten rechts) wird die Nachtseite des Mondes Pandora schwach vom Licht des Saturns beleuchtet. Das ist ein weiterer Saturnmond, der einen Durchmesser von nur 80 Kilometern hat.

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Die gar nicht so geheime Galaxie IC 342

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Bildcredit und Bildrechte: Artem Mironov

„Ich sehe“ IC 342, die verborgene Galaxie! Dieses Bild blickt mitten durch die Ebene der Milchstraße, vorbei an all ihrem Gas, Staub und ihren Sternen, um diese Spiralgalaxie zu enthüllen.

IC 342 (auch bekannt als Caldwell 5) ist eines der hellsten Mitglieder der IC-342/Maffei-Galaxiengruppe. Mit einer Entfernung von rund 10 Millionen Lichtjahren liegt diese Gruppe recht nahe an unserer Lokalen Gruppe, zu der auch die Milchstraße gehört. Eine ungenaue Berücksichtigung des dichten und staubigen Vordergrunds der Milchstraße führte in der Erforschung von IC 342 immer wieder zu Fehleinschätzungen, unter anderem bei der Frage, ob die Galaxie einst aus der Lokalen Gruppe herausgeschleudert wurde oder nicht.

Auch IC 342 selbst besitzt Staub, der stellenweise das Leuchten von Wasserstoff verdeckt, was auf die Präsenz heller, junger Sterne hinweist. Kartierungen der Magnetfelder von IC 342 deuten zudem darauf hin, dass Magnetfelder wesentlich zur Lösung eines der größten galaktischen Rätsel beitragen könnten: Wie entstehen Spiralarme?

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Komet PanSTARR und der Regenbogenmeteor

Über einem dunklen Horizont aus Bergen breitet sich der lange Schweif des Kometen PanSTARRS aus. Seine helle Koma schimmert am Rand grünlich. Scheinbar strömt ein Meteor aus dem Schweif. Doch der Komet liegt weit hinter dem Meteor, der in unserer Atmosphäre verglüht. Der Himmel ist dicht voller Sterne.
Bildcredit und Bildrechte: Eddy Metais

Stammt diese Sternschnuppe von dem Kometen? Wahrscheinlich nicht, obwohl viele Sternschnuppen ursprünglich von Kometen stammen. Tausende Kometen haben in letzter Zeit das innere Sonnensystem besucht. Daher ist es schwierig, herauszufinden, von welchem Kometen eine bestimmte Sternschnuppe stammt. Noch dazu ist dieser Komet weit von der leuchtenden Sternschnuppe entfernt.

Der Komet C/2025 R3 (PanSTARRS) wurde im April in Hautacam in Frankreich fotografiert. Der riesige Eisberg im Weltraum zeigt auf dem Foto Schweife, die beeindrucken: einen Ionenschweif (blau) und einen Staubschweif. So klein wie ein Staubkorn sind die Teilchen, die in unsere Erdatmosphäre eintreten und als Sternschnuppen verglühen. Der bunte Streifen im Vordergrund deutet eine komplexe Beschaffenheit an.

Diesen Monat erreichen gleich drei Ströme von Sternschnuppen ihren Höhepunkt. In den nächsten Tagen sind die Südlichen Tauriden am stärksten. Eine Woche später ziehen die Nördlichen Tauriden über den Himmel. Beide Schauer stammen vom Kometen 2P/Encke. Doch am berühmtesten sind im November die Sternschnuppen der Leoniden. Sie stammen vom Kometen 55P/Tempel-Tuttle. Am besten sehen wir sie in zwei Wochen.

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Eine lange Wolke zieht über den Planeten Mars

Ein Teil des rostroten Planeten Mars ragt von unten ins Bild, oben ist schwarzer Weltraum. Rechts sind zwei Vulkane, sie sind rund mit Krater und etwas dunkler als die Umgebung. Vom unteren Krater aus zieht eine markante weiße Wolke nach links. Sie wirft einen Schatten auf die Oberfläche des Mars.
Bildcredit: ESA, DLR, Freie Universität Berlin; Bearbeitung und Lizenz: J. Cowart

Wie entsteht so eine ungewöhnlich lange Wolke auf dem Mars? Man nennt sie Arsia Mons Elongated Cloud (AMEC, deutsch: Lange Arsia-Mons-Wolke). Im Jahr 1977 entdeckte der Orbiter der NASA-Sonde Viking 2 die seltsame Wolke. In jüngerer Zeit schickte die ESA-Sonde Mars Express viel detailreichere Bilder. Diese Aufnahme entstand im Jahr 2018.

Die Wolke entsteht nur zu bestimmten Jahreszeiten, nämlich im Frühling und im Sommer. Selbst dann bildet sie sich nur in den Morgenstunden. Die Wolke besteht aus Wassereis. Der bekannteste Vorgang, bei dem Kristalle in Wolken an Staubteilchen entstehen, versagt hier. Die Atmosphäre des Planeten Mars ist dafür zu dünn. Außerdem schwebt in großer Höhe zu wenig Staub. Die beste Vermutung lautet, dass Staub dabei keine Rolle spielt.

Wenn die Wolke beim Vulkan Arsia Mons entsteht, weht sie der Wind nach unten. So entsteht ein Schweif, der oft länger als 1500 Kilometer ist. Man arbeitet immer noch daran, lange Arsia-Mons-Wolken zu erklären. Wenn das gelingt, verstehen wir vielleicht auch besser, wie auf der Erde Wolken entstehen.

Portal ins Universum: der APOD-Zufallsgenerator

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Der Mond in allen Farben

Viele Fotos des Vollmonds, die einer Spirale angeordnet sind. Die Farben reichen von violett über braun, gelb, rot und verschiedene Grautöne.
Bildcredit und Bildrechte: Marcella Giulia Pace

Welche Farbe hat der Mond? Das hängt von der Nacht ab – und von der Zeit. Der dunkle Mond leuchtet, weil er Sonnenlicht reflektiert. Außerhalb der irdischen Atmosphäre erscheint er in einem prächtigen bräunlichen Grau. Dieses Bild zeigt eine Sammlung der scheinbaren Farben des Vollmonds wie wir sie von der Erde aus sehen können. Eine Astrofotografin hat die Bilder im Verlauf von 10 Jahren an verschiedenen Orten in Italien gemacht. Ein roter oder gelber Mond steht in der Regel nah am Horizont. Dort wird ein Anteil des blauen Lichts weggestreut, weil es einen langen Weg durch die Erdatmosphäre zurücklegt. Manchmal enthält diese auch feinen Staub. Ein blauer Mond ist seltener. Er kann entstehen, wenn größere Staubteilchen in der Atmosphäre sind. Es ist unklar, wie der violette Mond entstand. Es könnte eine Kombination mehrerer Effekte sein. Das letzte Bild zeigt die totale Mondfinsternis im Juli 2018. Dabei erschien der Mond blass rot. Während er im Erdschatten stand, erreichte ihn durch die Atmosphäre rund um die Erde gebrochenes Licht. Habt ihr jemals einen ungewöhnlich farbigen Mond gesehen?

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Nacht auf einem unheimlichen Planeten

Die Landschaft ist schaurig. Vorne strömen geisterhafte Dampfsäulen aus einem dunklen Gelände. Am dunklen Himmel darüber schimmern grüne Polarlichter.
Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Vetter (Nuits sacrées)

Was ist das für ein gespenstischer Planet? Es ist natürlich die Erde in einer dunklen, stürmischen Nacht. Die unheimliche Szene entstand in Hverir. Das ist ein geothermisch aktives Gebiet mitten in der vulkanischen Landschaft im Nordosten von Island.

Die Aktivität der Sonne löste geomagnetische Stürme aus. Dabei gerieten energiereiche Teilchen in das Erdmagnetfeld. Die Teilchen dringen in hohen Breitengraden in die obere Atmosphäre des Planeten. Dabei lösen sie Polarlichter am sternenklaren Nachthimmel aus. Schaurige Türme aus Dampf und Gas strömen dort aus Fumarolen. Sie tanzen dort vor den unheimlichen grünen Nordlichtern.

Derzeit sind Polarlichter auf der Erde weiterhin sehr aktiv, denn die Sonne hat gerade erst den Höhepunkt ihres Aktivitätszyklus hinter sich. Doch vielleicht tanzen schon bald weitere gruselige Erscheinungen in der Nachbarschaft. Fröhliches Halloween!

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Im Bann des Kepheus-Flares

In einem Gewirr voller matter bräunlicher Nebel schimmert ein helles Licht, das von einem blauen Schein umgeben ist. In den Wolken erkennt man mit etwas Phantasie spukhafte Geister, die zu Halloween passen.
Bildcredit und Bildrechte: Mirko Tondinelli

Passend zu Halloween schweben hier gespenstische Gestalten durch die Nacht. Sie spuken in einer staubigen Region am Himmel, die im königlichen Sternbild Kepheus liegt. In Wirklichkeit sind es kosmische Staubwolken, die wenig Sternlicht reflektieren und so schwach sichtbar werden. Ihr Bereich ist am Himmel fast so breit wie sechs Vollmonde. Die Aufnahme entstand mit Teleskop und kurzer Brennweite.

Die Wolken liegen über der Ebene der Milchstraße am Rande von komplexen Molekülwolken, die man als Kepheus-Flare bezeichnet. Sie sind etwa 1200 Lichtjahre entfernt, also weit von unserer kosmischen Nachbarschaft entfernt.

Der Geisternebel ist in Katalogen als vdB 141 und Sh2-136 gelistet. Er ist heller als die meisten anderen gruseligen Erscheinungen und mehr als 2 Lichtjahre breit. Im Bild liegt er rechts unten. Rötliche Farben im Inneren des Geisternebels sind in Anzeichen für dichte Kerne. Sie gelten als frühe Stadien der Sternentstehung und fallen gerade in sich zusammen.

NGC 7023 heißt auch Irisnebel. Er reflektiert das bläuliche Licht heißer junger Sterne. Links neben der Bildmitte zeichnet er sich deutlich von der Dunkelheit ab und verleiht dem interstellaren Staub eine schaurige Färbung.

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