Orion über den österreichischen Alpen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Lukáš Veselý

Beschreibung: Erkennen Sie dieses Sternbild? Hinter den Eiszapfen steht neben den Bergen Orion, eine der am besten erkennbaren Sterngruppen am Himmel und ein Wahrzeichen, das der Menschheit seit mehr als 30.000 Jahren vertraut ist. Orion sah während der letzten 50.000 Jahre ziemlich gleich aus und sollte auch weiterhin noch mehrere Tausend Jahre so aussehen.

Orion ist ein wiederkehrendes Zeichen (heutiger) Winter auf der Nordhalbkugel der Erde und des Sommers im Süden und leuchtet in dieser Zeit ziemlich markant am Himmel. Kürzlich wurde Orion in den österreichischen Alpen auf einem Komposit aus sieben Aufnahmen abgebildet, die mit einer einzigen Kamera an einem Ort in einer Nacht fotografiert wurden. Unter Orions Drei-Sterne-Gürtel steht der Orionnebel, die vier hellen Sterne, welche den Gürtel umgeben, heißen – im Uhrzeigersinn ab links oben – Beteigeuze, Bellatrix, Rigel und Saiph.

Neu: Instagram-seite zeigt Bilder, die kürzlich an APOD geschickt wurden

Zur Originalseite

Mondfinsternis über dem Kölner Dom

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Junius

Beschreibung: Warum sollte ein heller Vollmond plötzlich dunkel werden? Weil er in den Erdschatten eingetreten ist. Das geschah in der Nacht auf Montag bei einer totalen Mondfinsternis. Manche nannten sie Super- (weil die Winkelgröße des Mondes zumindest etwas größer war als sonst) Blut- (weil der verfinsterte Mond durch das in der Erdatmosphäre gestreute Sonnenlicht ungewöhnlich rot erschien) Wolfs- (weil der Januarvollmond manchmal Wolfsmond genannt wird – nach dem Mythos, dass Wölfe gerne den Mond anheulen) Mondfinsternis.

Das Schattenspiel war auf der ganzen Erdhälfte, die gerade zum Mond zeigte, sichtbar, und wurde auf zahlreichen atemberaubenden Bildern festgehalten. Diese bemerkenswerte Bildfolge wurde über dem Kölner Dom fotografiert, einer UNESCO-Welterbestätte in Köln (Deutschland). Der Ablauf der Mondfinsternis wurde aus 68 verschiedenen Aufnahmen zusammengesetzt, die im Laufe von mehr als drei Stunden bei eisiger Kälte fotografiert wurden, und die später digital kombiniert und bearbeitet wurden, um einen Radfahrer und einen Fußgänger zu entfernen.
Die nächste totale Mondfinsternis findet 2021 statt.
Galerie der totalen Mondfinsternis

Zur Originalseite

Landesonde InSight fotografiert sich auf dem Mars

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech

Beschreibung: So sieht die Landesonde InSight der NASA auf dem Mars aus. Mir ihren Solarpaneelen ist InSight etwa so groß wie ein Kleintransporter. InSight landete im November erfolgreich auf dem Mars. Sein Hauptziel ist die Erfassung der seismischen Aktivität.

Dieses Selbstporträt wurde aus mehreren Bildern erstellt, die der Sondenarm zu unterschiedlichen Zeiten von verschiedenen Teilen der Landesonde InSight fotografierte. SEIS, der Seismograph mit der orangefarbenen Kuppel, der letzten Monat in der Bildmitte zu sehen war, wurde nun auf die Marsoberfläche gesetzt. Mit diesem Selbstporträt setzt Mars InSight eine lange Tradition robotischer Raumsonden fort, die sich auf dem Mars fotografieren und diese Bilder schicken, darunter Viking, Sojourner, Pathfinder, Spirit, Opportunity, Phoenix und Curiosity.

Die Daten von Mars InSight sollen der Menschheit völlig neue Einblicke verschaffen, unter anderem in das Innere des Mars, einen Bereich, der vermutlich nicht nur Hinweise auf seine eigene Entstehung bietet, sondern auch auf die der Erde.

Zur Originalseite

Video einer totalen Mondfinsternis


Videocredit und -rechte: Jun Ho Oh (KAIST, HuboLab), Kwon O Chul (TWAN), Jeong ByoungJun (RainbowAstro)

Beschreibung: Heute Nacht wird der helle Vollmond rot. Der Mond ist heute Nacht besonders hell, weil er seine voll beleuchtete Phase erreicht, wenn er auf seiner elliptischen Bahn der Erde relativ nahe kommt. Anhand einiger Messungen von Größe und Helligkeit wird der heutige Vollmond als Supermond bezeichnet, doch das „Super“ ist wohl übertrieben, weil er nur wenige Prozent größer und heller ist als der durchschnittliche Vollmond.

Wie auch immer, jedenfalls verblasst unser Mond zu einem schwachen Rot, weil auch eine totale Mondfinsternis stattfindet – dabei taucht der Mond vollständig in den Erdschatten ein. Die matte rote Farbe entsteht, weil blaues Sonnenlicht von der Erdatmosphäre stärker gestreut wird. Ein Januar-Vollmond wie der von heute Nacht wird in manchen Kulturen als Wolfsmond bezeichnet. Die heutige totale Supermondfinsternis dauert länger als eine Stunde und ist in Nord– und Südamerika am besten nach Sonnenuntergang sichtbar. Dieses Zeitraffervideo zeigt die letzte totale Mondfinsternis, diese fand im Juli 2018 statt. Die nächste totale Mondfinsternis ereignet sich erst im Mai 2021.

Zur Originalseite

Totale Mondfinsternis bei Monduntergang

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte:  Fred Espenak (MrEclipse.com)

Beschreibung: Der Mond glitt an 31. Januar 2018 bei einer totalen Mondfinsternis durch den Erdschatten. Auf dieser Zeitrafferabfolge der Finsternis in Portal in Arizona (USA) begann die partielle Finsternis, als der Mond hoch am westlichen Himmel stand. Die Totalität der Finsternis dauerte etwa 76 Minuten, doch sie endete, als der dunkle gerötete Mond am Horizont unterging.

Die bevorstehende totale Mondfinsternis in der Nacht von 20. auf 21. Januar ist jedoch für Himmelsfreunde in Nord- und Südamerika besser platziert. Während der gesamten 62 Minuten der totalen Phase, wenn der Mond vollständig in den dunklen Kernschatten der Erde getaucht ist, steht der Mond über dem Horizont. Beobachten Sie sie, wenn möglich! Die nächste totale Mondfinsternis, die überall auf dem Kontinent zu sehen ist, findet erst am 26. Mai 2021 statt, bei dieser dauert die totale Finsternis nur 15 Minuten.

Zur Originalseite

Zirkumpolare Strichspuren

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Gabriel Funes

Beschreibung: Da sich die Erde um ihre Achse dreht, rotieren die Sterne auf diesem gut arrangierten Bild von der kanarischen Insel Teneriffa scheinbar um eine Sternwarte. Natürlich sind die bunten, von den Sternen gezogenen konzentrischen Bögen auf den Himmelspol des Planeten zentriert. Der helle Polarstern steht in der Nähe des Pols, was sowohl für Astrofotografen als auch Himmelsnavigatoren auf der Nordhalbkugel bequem ist. Auf dieser Szene ist er hinter der Teleskopkuppel positioniert.

Die Serie mit mehr als 200 gestapelten Digitalaufnahmen aus einem Zeitraum von etwa 4 Stunden wurde mit einer Kamera auf Stativ fotografiert. Das Observatorium war in dieser klaren, dunklen Nacht nicht in Betrieb, doch das ist keine Überraschung. Die Kuppel enthält das große Sonnenteleskop THEMIS des Teide-Observatoriums.

Zur Originalseite

Hütte unter den Sternen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Beschreibung: Gockas, der Familienname der Berghütte, und ein hölzerner Schlitten einer vergangenen Generation stehen ruhig unter den Sternen. Die Einzelaufnahme wurde am 6. Januar in Tänndalen (Schweden) fotografiert, um einen einfachen visuellen Eindruck des dunklen Berghimmels zu vermitteln.

Ein blasses Band aus Sternenlicht in der Milchstraße zieht durch die Szene. Am Fuß des Jägers Orion leuchtet der helle Stern Rigel knapp über dem Handlauf des alten Tretschlittens. Kapella, der Alphastern in Auriga, dem himmlischen Fuhrmann, ist der hellste Stern am oberen Bildrand. Auch die vertrauten Sterne des Wintersechsecks und des Sternhaufens der Plejaden sind auf dieser schönen Himmelslandschaft einer nördlichen Winternacht zu finden.

Zur Originalseite

IC 342, die verborgene Galaxie

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Arturas Medvedevas

Beschreibung: IC 342 hat ein ähnliches Format wie große, helle Spiralgalaxien in unserer Nachbarschaft. Sie liegt um die 10 Millionen Lichtjahre entfernt im langhalsigen nördlichen Sternbild Giraffe. IC 342 ist ein ausuferndes Inseluniversum und wäre eigentlich eine markante Galaxie an unserem Nachthimmel, doch sie ist vor direkter Sicht verborgen und kaum durch den Schleier aus Sternen, Gas und Staub in der Ebene unserer Milchstraße zu sehen.

Das Licht von IC 342 ist durch dazwischenliegende kosmische Wolken gedämpft und gerötet, dennoch zeigt dieses scharfe Teleskopbild den galaxieneigenen undurchsichtigen Staub, junge Sternhaufen und leuchtende rosarote Sternbildungsregionen in den Spiralarmen, die sich weit vom Galaxienkern winden. In IC 342 könnte es kürzlich einen Ausbruch an Sternbildungsaktivität gegeben haben, und sie ist nahe genug, um die Entwicklung der Lokalen Gruppe und der Milchstraße gravitativ beeinflusst zu haben.

Zur Originalseite

Diese Nebel sind ein Herz und eine Seele

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Mario Zauner

Beschreibung: Liegen Herz und Seele unserer Galaxis in der Kassiopeia? Vielleicht nicht, aber dort liegen zwei helle Emissionsnebel mit den Spitznamen Herz und Seele.

Der Herznebel wird offiziell als IC 1805 bezeichnet und liegt rechts unten. Seine Form erinnert an ein klassisches Herzsymbol. Der Seelenebel wird offiziell als IC 1871 bezeichnet und ist links oben zu sehen. Beide Nebel leuchten hell im roten Licht von angeregtem Wasserstoff. Diese Montage in drei Farben zeigt auch Licht, das von Schwefel abgestrahlt wird, in Gelb sowie Licht von Sauerstoff in Blau. Nahe den Nebelmitten sind mehrere junge offene Sternhaufen sichtbar.

Licht braucht etwa 6000 Jahre von diesen Nebeln bis zu uns, die Nebel umfassen zusammen ungefähr 300 Lichtjahre. Forschung an Sternen und Haufen wie jenen im Herz– und Seelenebel konzentrieren sich darauf, wie massereiche Sterne entstehen, und wie sie ihre Umgebung beeinflussen.

Zur Originalseite

Meteor und Milchstraße über den Alpen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Nicholas Roemmelt

Beschreibung: Das war eine aufregende Aussicht. Auf dem Tschirgant in den Alpen sehen Sie nicht nur nahe Städte und ferne Tiroler Gipfel, sondern auch, je nach Wetter, Sterne, Nebel und das Band der Milchstraße. Was den anstrengenden Aufstieg in dieser Nacht lohnenswert machte, war jedoch ein weiterer Höhepunkt – jener des PerseidenMeteor stroms 2018.

Wie gehofft, zerstreuten sich Wolken und eröffneten eine malerische Himmelsbeobachtung mit vielen blassen Meteoren, während eine sorgfältig aufgestellte Kamera eine Serie Aufnahmen fotografierte. Plötzlich zischte ein brillanter Meteor – hell und farbenprächtig – direkt neben dem fast senkrechten Band der Milchstraße herab. Wie der Zufall es wollte, hielt die Kamera ihn ebenfalls fest. Daher wurde schnell ein neues Serienbild aufgenommen, bei dem einer der Himmelsfreunde auf dem nahen Gipfel posierte. Später wurden alle Bilder digital kombiniert.

Zur Originalseite

Tychos Supernovaüberrest in Röntgenlicht

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA / CXC / F.J. Lu (Chinese Academy of Sciences) et al.

Beschreibung: Welcher Stern erzeugte diesen riesigen Bovisten? Hier ist der heiße, expandierende Nebel von Tychos Supernovaüberrest abgebildet. Er ist das Ergebnis einer Sternexplosion, die vor mehr als 400 Jahren von dem berühmten Astronomen Tycho Brahe beschrieben wurde. Dieses Bild ist ein Komposit in drei Röntgen-Spektralfarben, die mit dem Röntgenobservatorium Chandra im Orbit aufgenommen wurden.

Die expandierende Gaswolke ist extrem heiß, und die leicht unterschiedlichen Ausdehnungsraten verleihen der Wolke eine bauschige Erscheinung. Der Stern, der die Supernova SN 1572 erzeugte, wurde wahrscheinlich gänzlich aufgelöst, doch ein Stern mit dem Spitznamen Tycho G, der zu blass ist, um ihn hier zu erkennen, war vermutlich sein Begleiter. Überreste des Vorläufers von Tychos Supernova zu finden ist wichtig, da es eine Supernova vom Typ Ia war. Diese sind eine wichtige Sprosse der Entfernungsleiter, welche die Größenordnung des sichtbaren Universums kalibriert. Der Helligkeitshöhepunkt von Typ-Ia-Supernovae gilt als gut erforscht, weshalb sie bei der Erforschung des Zusammenhangs zwischen Blässe und Entfernung im fernen Universum ziemlich wertvoll sind.

Zur Originalseite