Eine Zodiakal-Nacht

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Bildcredit und Bildrechte: Neelam und Ajay Talwar (TWAN)

Entspannen im sanften Schein des Zodiakallichts. Dieses leuchtende Band am dunklen Nachthimmel wird auch oft als falsche Dämmerung bezeichnet. Das Bild wurde im September kurz vor Beginn der astronomischen Dämmerung im abgelegenen Hanle Dark Sky Reserve in Ladakh, Indien, aufgenommen. Jedes Jahr treffen sich dort hartgesottene und begeisterte Astrofotografen zur Sternenparty. Auf einer Höhe von 4 500 Metern bietet das Hanle Dark Sky Reserve ideale Beobachtungsbedingungen.

Am östlichen Horizont ist der hell leuchtende Planet Jupiter im schwachen Glanz des Zodiakallichts zu sehen. Rechts davon zischt ein Meteor durchs Bild. Folgt man dem Band des Zodiakallichts Richtung Zenit, findet man den offenen Sternhaufen M44. Weiter oben, nahe der Mitte des Bildes, sieht man den gelblich leuchtenden Mars.

Mithilfe der NASA-Raumsonde Juno hat man Daten von interplanetarem Staub gesammelt, die eigentlich zufällig entstanden sind. Besonders spannend ist, dass die Untersuchungen darauf hindeuten, dass der Mars selbst die Quelle des Staubs ist. Dieser Staub streut das Sonnenlicht und erzeugt so das Zodiakallicht, das wir nachts auf der Erde sehen können.

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Messier 33: Die Dreiecksgalaxie

Die flauschige Spiralgalaxie M33 im Sternbild Dreieck liegt mitten im Bild. Rötliche Sternbildungsregionen und blaue Sternhaufen sprenkeln ihre losen Spiralarme. Um sie herum sind Sterne der Milchstraße verteilt. Am rechten unteren Rand leuchtet eine große rötliche Region.
Bildcredit und Bildrechte: George Chatzifrantzis

Im kleinen nördlichen Sternbild Dreieck (Triangulum) liegt Messier 33. Wir sehen die prächtige Spiralgalaxie von oben. Man nennt sie landläufig auch Windradgalaxie oder einfach Dreiecksgalaxie. M33 ist mehr als 50.000 Lichtjahre breit. Sie ist die drittgrößte Galaxie in der Lokalen Gruppe, nach der Andromedagalaxie M31 und unserer Milchstraße.

M33 ist etwa 3 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Die Galaxie ist vermutlich eine Begleiterin der Andromeda-Galaxie. Forschende der Astronomie in den beiden Galaxien hätten wohl eine tolle Aussicht auf die Sternsysteme der jeweils anderen Spirale.

Dieses scharfe Teleskopbild zeigt die Aussicht von der Milchstraße aus auf M33. In den lose gewundenen Spiralarmen leuchten blaue Sternhaufen und rötliche Regionen, in denen Sterne entstehen. Die hellste Sternbildungsregion ist die löchrige Region NGC 604. Sie liegt von der Mitte der Galaxie aus gesehen auf der 5-Uhr-Position.

In M33 gibt es eine Population gut vermessener veränderlicher Sterne. Sie machten die nahe Spiralgalaxie zu einem kosmischen Vermessungspunkt, als es darum ging, eine Entfernungsskala des Universums zu etablieren. Das gelang auch bei M31.

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Schatzkiste im Carina-Nebel

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Bildcredit und Bildrechte: ESA/Webb, NASA und CSA, M. Reiter; Danksagung: M. H. Özsaraç; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Diese Schatzkiste ist voller Sterne. Das Bild stammt vom Weltraumteleskop James Webb der NASA, ESA und CSA. Es zeigt eine Staubsäule im Carina-Nebel in unserer Galaxie. Sie liegt rund 7500 Lichtjahre entfernt.

Interstellarer Gas und Staub bilden die Säule und starke Sternwinde und Strahlung formen sie. Nachbarsterne wie das Eta-Carinae-System prägen ihre Gestalt. Dieses System ist heller als fünf Millionen Sonnen. Die Sternentstehung frisst den Kopf der Säule aus. Dadurch entsteht der offene Deckel des Schatzes. Astronominnen und Astronomen schätzen etwa 70 Sterne in einem kompakten Sternhaufen. Der Haufen wird auf nur rund 1,3 Millionen Jahre geschätzt. Unter der Fülle junger Sterne befindet sich ein massereicher Stern, der etwa 19-mal so viel Masse hat wie unsere Sonne.

Massereichere Sterne sind seltener, leuchten heller und entwickeln sich schneller als Sterne mit weniger Masse. Sie sind die glänzendsten Juwelen in dieser Schatzkiste.

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Der Adlernebel und seine Freunde

Die dunkle Wolke über einer hellen, blau schimmernden Höhlung erinnert an einen Adler, der sich mit ausgebreiteten Schwingen hinunter stürzt. Sein Schnabel zeigt auf eine winzige Struktur, die berühmten Säulen der Schöpfung. Vor dem leuchtenden Blau liegt ein Sternhaufen, der das Gas in der Umgebung ionisiert und zum Leuchten bringt.
Bildcredit und Bildrechte: Emmanuel Delgadillo; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Was verschlingt hier scheinbar die Säulen der Schöpfung? Es ist der Adlernebel (M16). Er ist weder ein Vogel noch ein Flugzeug oder Superman. M16 kombiniert mehrere Arten von Himmelsobjekten.

NGC 6611 ist ein junger Sternhaufen, der scheinbar unter den Flügeln des Adlers hervorlugt. Das ultraviolette Licht dieser Sterne ionisiert das Gas in der Umgebung. Dabei entsteht der Emissionsnebel IC 4703. Eine Säule neigt sich von links zu den Säulen der Sternbildung. Beide Strukturen bestehen aus kaltem Gas und Staub. Sie bieten eine optimale Umgebung, in der Sterne entstehen können.

Eine frühere Theorie besagt, dass eine Supernova die Säulen der Schöpfung verdampfte. M16 ist 6000 Lichtjahren von uns entfernt. Daher könnten wir die Zerstörung der Säulen erst in Tausenden Jahren sehen. Doch es gibt keine überzeugenden Beweise für so eine Supernova. Daher entstehen vermutlich noch Millionen Jahre Sterne in den Säulen der Sternbildung.

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Alle Messier-Objekte im gleichen Maßstab

Alle 110 Objekte des Messier-Katalogs wurden im selben Maßstab fotografiert und zu diesem Raster zusammengefasst. Manche Bildfelder enthalten zwei oder mehr Objekte (z. B.: M31, M32 und M110).
Bildcredit: Sylvain Villet; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Nachts sieht man viele astronomische Objekte. Welche sind besonders interessant? Mit einem guten Fernglas oder einem kleinen Teleskop könnt ihr auf der Nordhalbkugel nach den Objekten im Messier-Katalog suchen, die sehr beliebt sind. Viele davon sieht man auch auf der Südhalbkugel, aber nicht alle.

Der Katalog enthält 110 Objekte. Charles Messier erstellte ihn im 18. Jahrhundert, weil er sich für Kometen interessierte. Dieses Bild zeigt sie alle im gleichen Maßstab. Der Katalog ist eine Liste bekannter Objekte, die Kometen ähnlich sehen. Wenn man Kometen beobachtete oder nach ihnen suchte, sollte man sie vermeiden.

Der Katalog enthält eine Vielfalt an Himmelsobjekten. Dazu zählt zum Beispiel der Krebsnebel (M1), ein Supernovaüberrest. Galaxien wie die Andromeda-Galaxie (M31). Nebel wie der Orionnebel (M42), in dem Sterne entstehen. Oder Sternhaufen wie die Plejaden (M45). Sie sind ein offener Haufen aus hellen jungen Sternen.

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NGC 188: Alter Sternhaufen im New General Catalog

Mitten im Bild liegt ein offener Sternhaufen, der bereits so alt ist, dass viele seiner Sterne zu Roten Riesen wurden. Davor sind blasse interstellare Nebelfetzen verteilt, die dem Bild ein leicht unscharfes Aussehen verleihen.
Bildcredit und Bildrechte: Neven Krcmarek

Der New General Catalog (NGC) der Sternhaufen und Nebel ist eigentlich gar nicht so neu. J. L. E. Dreyer veröffentlichte ihn 1888. Der Katalog sollte komplett und gut verwendbar sein. Dreyer führte darin astronomische Entdeckungen und Messungen von William, Caroline und John Herschel sowie einigen anderen zusammen. Der berühmte Katalog war höchst erfolgreich und ist bis heute in Verwendung. Von ihm erhalten helle Sternhaufen, Galaxien und Nebeln die Bezeichnung „NGC“.

Ein Beispiel ist der Sternhaufen NGC 188 (also der 188. Eintrag in der NGC-Sammlung). Der offene Sternhaufen ist etwa 6000 Lichtjahre entfernt und liegt im nördlichen Sternbild Kepheus. Sein Alter beträgt ca. 7 Milliarden Jahre. Damit ist NGC 188 relativ alt für einen offenen Sternhaufen. Seine alten roten Riesensterne verleihen dieser Farbaufnahme gelbe Töne.

In einer modernen Sammlung blasser Himmelsobjekte wird NGC 188 als Caldwell 1 bezeichnet. Der Sternhaufen liegt weit über der Ebene der Milchstraße. Wir sehen ihn nahe beim Himmelsnordpol der Erde. Deshalb nennt man ihn manchmal auch Polarissima.

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Mond, Venus und die Plejaden

Sieben Bilder des Mondes sind diagonal im Bild angeordnet, darunter glitzern die "sieben Schwestern". Wir nennen sie auch Plejaden oder M45, und so gut wie nie sieht man dort genau sieben Sterne. Das helle Licht rechts ist der Planet Venus.
Bildcredit und Bildrechte: Gianni Tumino; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Nein, die Erde hat nicht vor Kurzem sechs neue Monde bekommen! Heute zeigt APOD ein Weltraumbild, das aus mehreren Aufnahmen kombiniert wurde. Es ist der Abendhimmel vom 19. April über dem südlichen Sizilien. Wir folgen Mond, Venus und den Plejaden, während die Dämmerung in den Abend übergeht.

Zwischen 2023 und 2029 „besucht“ der Mond die Plejaden einmal im Monat, denn sie lieben in der Ekliptik. Sie ist die Ebene des Sonnensystems. Im April 2026 kam auch noch die Venus zur himmlischen Begegnung. Die Plejaden werden auch Messier 45 genannt. Normalerweise sieht man sechs ihrer Sterne mit freiem Auge, und zwar überall auf der Welt. Daher ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden in vielen Kulturen um sie.

In Nordamerika lebt zum Beispiel der Stamm der Haudenosaunee. Sie sehen in den Plejaden sechs Buben. Diese tanzten so begeistert, dass sie in den Himmel abhoben. Forschende der Astronomie fanden kürzlich Tausende weitere Sterne in den Plejaden. Obwohl wir schon Jahrtausende zu ihm hinaufblicken, können wir also immer noch mehr über diesen Sternhaufen lernen.

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Junger Mond und Schwestersterne

Der Sichelmond wird von der Erde beschienen. Wolken dämpfen das helle Licht. Dadurch sieht man die Sterne der Plejaden besser unter dem Erdtrabanten. Durch die Wolkenschleier entsteht eine leichte Mondkorona.
Bildcredit und Bildrechte: Giorgia Hofer

Es scheint, als umarmte die Mondsichel die blasse Nachtseite des Mondes. Die dramatische Himmelsszene stammt vom Planeten Erde. Die Aufnahme entstand mit einem Teleobjektiv, das dem Himmel nachgeführt wurde. Sie entstand in der Nacht des 19. April, als der zwei Tage alte Mond auf seiner elliptischen Bahn nahe beim Perigäum stand. An dem Tag kam der junge Mond am Himmel dem Sternhaufen der Plejaden recht nahe.

Wolken dämpften das Mondlicht. Die Schwestersterne der Plejaden sammeln sich unter der hellen Mondsichel, die man hinter einer blassen, farbigen Mondkorona sieht. Erdschein beleuchtet die Nachtseite des Mondes, denn die Erde reflektiert das Sonnenlicht.

Manche nennen das aschfahle Mondlicht den „alten Mond in den Armen des jungen Mondes“. Es wirkt auf der Nordhalbkugel im Frühling heller. In der nächsten Zeit nähert sich der Mond auf seiner Bahn jeden Monat am Himmel der Erde den Plejaden. Die engen Begegnungen sieht man am besten bei Sichelmond.

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