Schatzkiste im Carina-Nebel

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Bildcredit und Bildrechte: ESA/Webb, NASA und CSA, M. Reiter; Danksagung: M. H. Özsaraç; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Diese Schatzkiste ist voller Sterne. Das Bild stammt vom Weltraumteleskop James Webb der NASA, ESA und CSA. Es zeigt eine Staubsäule im Carina-Nebel in unserer Galaxie. Sie liegt rund 7500 Lichtjahre entfernt.

Interstellarer Gas und Staub bilden die Säule und starke Sternwinde und Strahlung formen sie. Nachbarsterne wie das Eta-Carinae-System prägen ihre Gestalt. Dieses System ist heller als fünf Millionen Sonnen. Die Sternentstehung frisst den Kopf der Säule aus. Dadurch entsteht der offene Deckel des Schatzes. Astronominnen und Astronomen schätzen etwa 70 Sterne in einem kompakten Sternhaufen. Der Haufen wird auf nur rund 1,3 Millionen Jahre geschätzt. Unter der Fülle junger Sterne befindet sich ein massereicher Stern, der etwa 19-mal so viel Masse hat wie unsere Sonne.

Massereichere Sterne sind seltener, leuchten heller und entwickeln sich schneller als Sterne mit weniger Masse. Sie sind die glänzendsten Juwelen in dieser Schatzkiste.

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Webbs Blick auf M64

Hubble- und JWST-Aufnahme von M64. Eine massereiche Spiralgalaxie leuchtet mit einem gelben Kern, der von Armen voller orange-braunem Staub und rosa-blauen Gebieten mit Sternbildung umgeben ist. Die Galaxie ist von einem Schleier aus dunklem Staub umgeben. Sie schimmert vor dem schwarzen Weltraum, der hier und da mit wenigen Sternen übersät ist.

Bildcredit: NASA, CSA, ESA, F. Belfiore (ESO), J. Lee (STScI), A. Leroy (OSU), and D. Thilker (JHU);
Bildbearbeitung: G. Kober (NASA/Katholische Universität); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Manchmal zeigt das James-Webb-Teleskop Licht, wo Hubble nur Dunkelheit sah. Ein Beispiel dafür zeigt dieses Bild der Galaxie Messier 64. Die nahe gelegene Spiralgalaxie M64 hat viele Namen. Weil ein dunkler Staubstreifen teilweise ihren hellen Kern verdeckt, nennt man sie unter anderem „Blaues-Auge-Galaxie„.

Das Weltraumteleskop James Webb zeigt mit seinem Infrarot-Instrument MIRI auch den dunklen Staub. Im Bild leuchtet er rötlich, denn er absorbiert das Licht junger Sterne und strahlt es dann wieder ab. Die jungen Sterne liegen in der rosa leuchtenden Region im zweiten Hubble-Bild. Dort entstehen Sterne.

Die inneren und äußeren Regionen aus Staub drehen sich in entgegengesetzte Richtung um das Zentrum. An den Schnittpunkten entstehen sehr viele neue Sterne. Diese Bewegung entstand wahrscheinlich, als M64 mit einer kleineren Galaxie zusammenstieß. Das war vor langer Zeit. Im Großen und Ganzen erfahren Spiralgalaxien wenig solcher Begegnungen. Doch Beispiele wie M64 zeigen, dass Kollisionen mit anderen Galaxien auch friedliebende Spiralgalaxien verformen. Zu diesen gehört auch unsere Milchstraße.

In der Astronomie untersucht man mit Aufnahmen des Weltraumteleskops James Webb die Struktur und Bewegung des Staubs in M64. So will man herausfinden, wie er zusammengesetzt ist. Dadurch erfahren wir mehr über die Geschichte und die Entwicklung der Galaxie.

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Sonnenfinsternis am Tag: Mond verdeckt Venus

Hinter Wolkenfetzen schimmert die blasse Mondsichel. Darüber glänzt die helle Sichel der Venus. Die Sonne beleuchtet bei der Venus einen größeren Teil der Oberfläche als beim Mond. Der Himmel dahinter ist blau, denn die Bedeckung der Venus durch den Mond fand tagsüber statt.
Bildcredit und Bildrechte: Arnaud Mariat

Da war etwas hinter den Wolken. Bei genauer Betrachtung war es der Mond. Gestern war es schwierig, ihn mittags über dem kleinen Dorf Cessy in Frankreich zu sehen. Doch bald war da nicht mehr nur der Mond. Wie erwartet trat plötzlich ein heller Punkt hinter dem Mond hervor – der weit entfernte Planet Venus.

Beide wurden auf diesem Einzelbild fotografiert und zeigten eine Sichelphase. Die Sichel des Mondes war ziemlich schmal. Nur zu etwa 10 Prozent seiner Vorderseite waren von der Sonne beleuchtet. Die Sichel der Venus war hingegen voller. Sie war zu etwa 25 Prozent beleuchtet. Die Venus wirkte heller, weil sie näher an der Sonne ist. Außerdem reflektieren ihre Wolken mehr Licht als die dunkle Mondoberfläche.

Eine Bedeckung der Venus durch den Mond sieht man nur auf etwa 10 Prozent der Erde. Noch dazu fand das gestrige Ereignis fast überall bei Tag statt.

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Woher unsere Elemente stammen

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Bildcredit: NASA / GSFC, SVS

Der Wasserstoff, der in unseren Körpern und in jedem einzelnen Wassermolekül im Universum existiert stammt noch immer vom Urknall: Es gibt keine anderen nennenswerten Quellen für dieses Element im gesamten Universum. Der Kohlenstoff aus in unseren Zellen hingegen wurde im Nuklearen Feuer im Inneren von Sternen erbrütet, genauso wie Sauerstoff. Das Eisen ist ein Produkt lang vergangener Supernova Explosionen. Und das Gold, das wir als Schmuck am Körper tragen? Es stammt wahrscheinlich aus der Kollision von Neutronensternen, die als kurzlebige Gamma-Strahlen Ausbrüche oder Gravitationswellen Ereignisse sichtbar gewesen wären. Elemente wie Phosphor und Kupfer sind in nur kleinen Mengen in unseren Körpern, aber sie sind notwendig für Leben wie wir es kennen.

Das hier dargestellte Periodensystem zeigt für jedes Element das wahrscheinlichste Herkunftsereignis. Für manche Elemente – wie auch Kupfer – ist die Herkunft noch ungeklärt und ein Teil aktueller Forschung und Beobachtungen.

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Komet NEOWISE geht über der Adria auf

Bildcredit und Bildrechte: Paolo Girotti

Für diesen Anblick lohnte es sich früh aufzustehen. Vor sechs Jahren ging der Komet C/2020 F3 (NEOWISE) vor der Morgendämmerung auf – sehr zur Freude himmelsbegeisterter Morgenmenschen. Am 8. Juli 2020 stand der Fotograf dieses Bilds vor Sonnenaufgang auf. So konnte er auf dramatische Art und Weise einen der wenigen Kometen einfangen, die sich in diesem Jahrhundert mit bloßem Auge beobachten ließen. Der Komet ist ein Eindringling ins innere Sonnensystem. Er wurde als Großer Komet von 2020 bekannt. Dieses in Italien entstandene Video zeigt wie Komet NEOWISE über dem Adriatischen Meer aufgeht. Das Zeitraffervideo setzt sich aus mehr als 240 Bildern zusammen. Sie wurden im Verlauf von 30 Minuten aufgenommen. Der Komet ging hinter hellen, wellenförmigen leuchtenden Nachtwolken und vor weit entfernten Sternen auf. Einen Monat lang blieb Komet NEOWISE heller als erwartet. Sein Plasma- und sein Staubschweif entsprangen aus einem Kern, der rund fünf Kilometer groß war.

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Apollo 11: Sonne tanken

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Bildcredit: Apollo 11, NASA (Bild-Scan: Kipp Teague)

Gleißend helles Sonnenlicht und lange dunkle Schatten prägen dieses Bild der Mondoberfläche. Es wurde am 20. Juli 1969 vom berühmten Apollo-11-Astronauten Neil Armstrong aufgenommen. Er war der erste Mensch, der den Mond betrat.

Dieses Foto zeigt die Mondlandefähre Eagle und ihren Piloten Buzz Aldrin im Raumanzug. Man sieht, wie Aldrin ein langes Stück Folie ausrollt. Hierbei handelt es sich um das Berner Sonnenwindsegel, welches auch als Solar Wind Composition Experiment bekannt ist. Es ist das einzige nicht-amerikanische Experiment, das Teil der Mondlandung war. Wird das Sonnensegel zur Sonne ausgerichtet, fängt es Teilchen des Sonnenwindes und damit der Sonne selbst ein.

Das Sonnenwindsegel wurde gemeinsam mit 22 Kilogramm Mondgestein und Bodenproben zur Erde zurückgebracht. Dort wurde alles in Laboratorien genau analysiert.

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M83, das südliche Feuerrad

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Bildcredit und Bildrechte: Aldo Zanetti

Die helle Spiralgalaxie M83 ist etwa zwölf Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Sie befindet sich nahe des südöstlichen Endes des langgestreckten Sternbilds Wasserschlange. Markante Spiralarme, die durch dunkle Staubstreifen und blaue Sternhaufen nachgezeichnet werden, verleihen dieser Galaxie ihren populären Namen „Südliches Feuerrad“.

Die rötlichen Sternentstehungsgebiete, die die Spiralarme dieser kosmischen Spirale übersäen, haben aber noch zu einem weiteren Spitznamen geführt: die Tausend-Rubin-Galaxie. M83 hat einem Durchmesser von nur 40.000 Lichtjahren und ist damit kleiner als die Milchstraße.

Sie gehört zu derselben Galaxiengruppe wie die aktive Galaxie Centaurus A. Auch der Kern von M83 strahlt hell im Röntgenbereich, da er eine hohe Konzentration an Neutronensternen und Schwarzen Löchern aufweist, die von einer intensiven Phase der Sternentstehung übriggeblieben sind.

Diese scharfe Aufnahme, die mit einem bodengebundenen Teleskop aufgenommen wurde, zeigt außerdem Sterne der Milchstraße im Vordergrund und ferne Galaxien im Hintergrund.

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LDN 1295: Der Giraffen-Nebel

Eine dunkle Staubwolke in Form einer Giraffe schreitet nach rechts durchs Bild. Manche erkennen in dem dunklen Nebel LDN 1295 im Sternbild Kassiopeia aber eher ein Eichhörnchen.
Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Merga; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Was seht ihr in diesem Bild? Viele erkennen hier eine Giraffe, die nach rechts schaut. Der Nacken ist hochgestreckt und die langen Beine schreiten. Doch manche sehen stattdessen vielleicht ein Eichhörnchen. Das Bild zeigt den dunklen Nebel LDN 1295 im Sternbild Kassiopeia. Er heißt auch Giraffen-Nebel.

LDN 1295 ist ein Objekt in Lynds Katalog dunkler Nebel. Die amerikanische Astronomin Beverly Lynds erstellte ihn im Jahr 1962. Lynds war eine Pionierin für Frauen in der Astronomie und Astrophysik. Dunkle Nebel sind interstellare Wolken aus Staub und Gas. Sie verdecken das sichtbare Licht von Sternen, die dahinter liegen. Diese Nebel sind oft blass und daher schwierige Ziele für die Astrofotografie.

Warum sehen wir die Formen von Tieren und Gesichtern in den Nebeln, Wolken und auch sonst so ziemlich überall? Das liegt an der Pareidolie. So nennt man unsere Neigung, überall nach Mustern zu suchen, die wir kennen. Pareidolie ist bei Tieren (und Menschen) vielleicht ein evolutionärer Vorteil, der hilft, zum Beispiel Jäger zu erkennen und ihnen auszuweichen.

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