Komet R3 PanSTARRS über einem Tal im Himalaya

Über einer Kerbe zwischen zwei Hängen, die nach links und rechts aufragen, steigt der Komet PanSTARRS mit seinem langen schmalen Schweif auf. Unten sind die Lichter einer Siedlung.
Bildcredit und Bildrechte: Basudeb Chakrabarti und Samit Saha

Der Komet R3 PanSTARRS zeigt seinen langen Schweif am besten auf Fotos. Der Komet wird nun heller. Diese Woche sieht man ihn am nördlichen Himmel morgens vor der Dämmerung im Osten. Doch mit bloßem Auge erkennt man ihn nur schwer.

Auf lang belichteten Bildern wird sein Ionenschweif sichtbar. Er ist mehrere Grad lang. Das liegt daran, dass wir ihn von der Erde aus fast von der Seite sehen, während er von der Sonne fortströmt. Auf einem Bild, das kürzlich fotografiert wurde, leuchtet der Schweif des Kometen C/2025 R3 (PanSTARRS) zwischen zwei Anhöhen im Himalaya in Indien.

Gestern erreichte der Komet seinen sonnennächsten Punkt. Nächste Woche kommt er der Erde am nächsten. Dann sehen wir vielleicht einen staubigen, buschigen Staubschweif. Allmählich verschwindet der Komet vom nördlichen Himmel. Ende des Monats sieht man ihn nach Sonnenuntergang am südlichen Himmel. Dann wird er blasser und verlässt unser Sonnensystem.

Galerie: Komet R3 PanSTARRS 2026

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Blick auf die Milchstraße

Ein Tümpel in der Atacama spiegelt das Licht der Sterne. Weil das Bild gekippt ist, wirkt der kleine Teich wie ein Auge, in dem Sterne glitzern.
Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN, Dark Sky Alqueva)

Glitzern manchmal Sterne in den Augen? Links im Bild ist ein Auge, bei dem das so scheint. Dabei blickt es auf noch mehr Sterne. Dieses Mosaik entstand aus 27 Einzelbildern. Es wurde 2019 bei den Ojas de Salar in der chilenischen Atacama aufgenommen.

Das „Auge“ ist eine kleine Lagune, die das Licht des dunklen Nachthimmels spiegelt, an dem sich die Milchstraße wölbt. Das scheinbar geschmeidige Band der Milchstraße besteht aus Milliarden von Sternen. Es ist durchzogen von Filamenten aus rot leuchtenden Nebeln und Staub, der Licht absorbiert.

Links neben dem galaktischen Bogen erkennt man Jupiter, Saturn steht leicht rechts neben der Milchstraße. Die Lichter von Kleinstädten sprenkeln den Horizont, der hier vertikal verläuft. Das felsige Gelände um die Lagune wirkt eher wie die Oberfläche des Mars als die unserer Erde.

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PanSTARRS und die Planeten

Links im Bild zeigt der Schweif des Kometen Komet C/2025 R3 PanSTARRS nach links oben. Rechts stehen die Planeten Mars, Neptun und Merkur und knapp über den Wolken der Mond. Das Bild entstand in den Bergen.

Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot (TWAN)

Komet C/2025 R3 PanSTARRS steht vor Sonnenaufgang am Horizont im Osten, und er wird heller. Man sieht ihn schon mit einem Fernglas oder kleinen Teleskop. Bei sehr dunklem Himmel erkennt man ihn vielleicht gerade schon mit freiem Auge.

Die Aufnahme entstand am 16. April auf dem Gipfel eines Vulkans auf der französischen Insel Reunion. PanSTARRS ist gut zu sehen, obwohl er mit freiem Auge nicht auffällig war. Der Komet teilt sich den Morgenhimmel im Osten mit den Planeten Mars und Merkur. Beide sieht man mit bloßem Auge. Dazwischen ist der blasse Neptun. Saturn versteckt sich hinter einer Wolkenbank. Dort blinzelt auch der abnehmende Sichelmond hervor.

Dieses Wochenende ist günstig für Leute auf der Nordhalbkugel, um den Kometen PanSTARRS zu beobachten. Die beste Zeit dafür ist etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang. Der Komet wird nun heller und nähert sich seinem sonnennächsten Punkt, den er am 19. April erreicht. Am 26. April steht der Komet der Erde am nächsten, doch er geht wohl im Glanz der Sonne unter. Ende April und Anfang Mai sollte man PanSTARRS auf der Südhalbkugel gut sehen.

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M82: Galaxie mit heftiger Sternbildung und Superwind

Die längliche Galaxie Messier 82 im Sternbild Große Bärin ist von einem Superwind umgeben. Aus der Mitte strömen rote Gasfäden, außen herum erkennt man zarte Schleier. Im Hintergrund sind lose Sterne verteilt.
Bildcredit und Bildrechte: Arnaud Malleval

In der Galaxie Messier 82 gibt es heftige Sternbildung und einen Superwind. Die Explosionen von Supernovae und starke Winde von massereichen Sternen sorgen für die turbulente Bewegung der Gase. Das scharfe Bild entstand mit einem Teleskop. Es zeigt klare Hinweise auf den Superwind, der mitten aus der Galaxie strömt. Die Daten für dieses Bild wurden 33 Stunden lang mit Schmalbandfiltern aufgenommen. Atomarer Wasserstoff zieht in langen Fasern aus dem Inneren. Seine Emissionen sind hier rot gefärbt.

Ein Teil des Gases im Superwind entweicht in den intergalaktischen Raum. Davor wird es mit schweren Elementen angereichert, die in den massereichen Sternen entstanden sind. Eine nahe Begegnung mit der benachbarten großen Galaxie M81 löste die heftige Sternentstehung aus. Der Ausbruch an Sternbildung in M82 dauert wohl noch etwa 100 Millionen Jahre an.

Die Galaxie M82 ist länglich. Wegen ihrer Form nennt man sie Zigarren-Galaxie. Sie ist ca. 30.000 Lichtjahre breit und 12 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Am irdischen Sternhimmel liegt M82 am nördlichen Rand des Sternbildes Große Bärin (Ursa Major).

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Himmelsbaum im Süden

Hinter der Astgabel eines dürren Baumes liegt der Südpol des Sternenhimmels. Auf der lang belichteten Aufnahme ziehen die Sterne Kreise um diesen Punkt. Der Horizont ist gelb beleuchtet.
Bildcredit und Bildrechte: Kiko Fairbairn; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Leute auf der Nordhalbkugel kennen wahrscheinlich schon den ein oder anderen Trick, um den Nordstern Polaris zu finden. Der Stern hilft, die Richtung nach Norden zu erkennen und markiert recht genau den Himmelsnordpol. Am Himmel der Südhalbkugel gibt es keinen hellen Stern, der den Pol markiert. Doch das Kreuz des Südens hilft, die Südrichtung zu finden.

Dieses Bild wurde am 20. August 2018 in Padre Bernardo (Goiás, Brasilien) aufgenommen. Es zeigt die scheinbare Bewegung der Sterne um den leeren Himmelssüdpol in einem Zeitraum von zwei Stunden. Jeder Stern braucht 24 Stunden 1, um den Pol einmal komplett zu umrunden.

Padre Bernardo liegt in der Region Cerrado, einer tropischen Savanne. Sie hat eine hohe Biodiversität und bedeckt einen großen Teil von Zentralbrasilien. Der trockene Ast des Baumes trägt scheinbar das Sternrad. In der Trockenzeit im südlichen Winter ist so ein Ast ein alltäglicher Anblick.

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  1. Genau genommen 23h 56min 4,09sec ↩︎

Die ISS gleitet über den Mond

Über dem zu drei Vierteln beleuchteten Mond schwebt die Internationale Raumstation ISS. Auf dem Mond treten Krater und dunkle Lavabecken sehr markant hervor. Rechts sind sie von langen hellen Strahlen überzogen.
Bildcredit und Bildrechte: Sébastien Borie; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Nein, hier landet kein UFO auf dem Mond! Das Foto zeigt die Internationale Raumstation (ISS), kurz bevor sie vor dem Mond vorüberzieht. Die ISS umrundet die Erde in einem niedrigen Orbit 1 und saust alle 90 Minuten einmal um die ganze Welt. Seit 25 Jahren umrundet sie 16 Mal am Tag unsere Heimat. In dieser Zeit hat sie schon viele Fotos mit bekannten Himmelsobjekten verschönert, z. B. von Venus, Mars, Saturn und der Sonne.

Forschende aus 100 Nationen führten schon über 1000 Experimente auf der ISS durch. Eines der ersten Experimente untersuchte das Wachstum von Eiweißkristallen. Das brachte Fortschritte in der medizinischen Forschung mit sich. Die Leute auf der ISS untersuchen das Wachstum von Pflanzen, die Aufbereitung von Wasser, Gesundheit und vieles mehr. Das unterstützt auch die Missionen Artemis. Dank all dieser Forschung reisen Menschen nun weiter als je zuvor ins All!

Findet ihr das außerirdische Labor der NASA am Himmel?

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  1. Low Earth Orbit, LEO ↩︎

Der lange, zarte Schweif des Kometen R3 (PanSTARRS)

Der Komet R3 (PanSTARRS) hat einen langen, zarten Ionenschweif, der von der Sonne wegzeigt. Er zieht diagonal durch das ganze Bild.
Bildcredit und Bildrechte: Haythem Hamdi

Warum hat der Komet R3 (PanSTARRS) so einen zarten Schweif? Der neueste Besucher im inneren Sonnensystem ist der Komet C/2025 R3 (PanSTARRS). Er stößt bereits eine eindrucksvolle Menge an leuchtendem Gas aus. Sein Schweif beginnt beim Zentralkern, der aus schmutzigem Eis besteht und nicht sichtbar ist. Wahrscheinlich ist er nur ein paar Kilometer groß.

Die Sonne erwärmt den Kern. Daraufhin stößt er eine Wolke aus neutralem Gas aus, das die sogenannte Koma um den Kern bildet. Sie leuchtet hellgrün. Sehr energiereiches Sonnenlicht ionisiert das Gas, und der Sonnenwind drückt es in einen Schweif, der von der Sonne wegzeigt. Er leuchtet hellblau. Der Sonnenwind, der sich ständig ändert, verursacht auch die zarte Struktur im Ionenschweif.

Das Bild wurde vor zwei Tagen auf Rhode Island in den USA aufgenommen. Es zeigt den Ionenschweif des Kometen. Am besten sehen wir den Kometen R3 (PanSTARRS) auf der Nordhalbkugel in den nächsten 10 Tagen, und zwar früh am Morgen. Dann wird er zu einem Objekt für den Südhimmel.

Galerie: Komet R3 im Jahr 2026

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NGC 602 und dahinter

Der Nebel im Bild erinnert an eine Auster: Innen schimmert er bläulich, er ist von einer beige-braunen Schale umgeben, und im Inneren glitzern Perlen aus Sternen.
Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble-Kulturerbe-Team (STScI/AURA) – ESA/Hubble-Zusammenarbeit

Die Wolken erinnern an eine Auster und die Sterne an Perlen. Aber schaut genau hin! Der Blick geht zu den Rändern der Kleinen Magellanschen Wolke. Sie ist eine Satellitengalaxie der Milchstraße und ist etwa 200.000 Lichtjahre entfernt. Dort liegt der Sternhaufen NGC 602, der 5 Millionen Jahre jung ist. Er ist 5 Millionen Jahre jung und noch von dem Gas und Staub umgeben, in dem er entstanden ist. Diese atemberaubende Aufnahme von NGC 602 stammt vom Weltraumteleskop Hubble.

NGC 602 enthält fantastische Kämme und Formen, die nach außen gefegt sind. Sie deuten an, dass die energiereiche Strahlung und Stoßwellen der massereichen Sterne das staubhaltige Material abgetragen. Das löste eine Abfolge von Sternentstehungen aus. Die Sternbildung wandert von der Mitte des Sternhaufens nach außen.

Das Bild ist in der geschätzten Distanz der Kleinen Magellanschen Wolke etwa 200 Lichtjahre breit. Außerdem zeigt die scharfe, farbige Aufnahme auch eine faszinierende Sammlung von Galaxien, die im Hintergrund verteilt sind. Sie liegen Hunderte Millionen Lichtjahren oder mehr hinter NGC 602.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

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