Sternennacht von Jean-Francois Millet

Sternklare Nacht - ein Ölgemälde des Künstlers Jean-Francois Millet aus Barbizon; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yale University Art Gallery

Beschreibung: Dieses Ölgemälde, eine dramatische Nachtlandschaft aus der Zeit um 1850, ist eine Arbeit des französischen Künstlers Jean-Francois Millet. Am dunklen, stimmungsvollen Nachthimmel leuchten Sternschnuppen, auch Meteore genannt, über einer spärlich beleuchteten Landschaft mit den Silhouetten von Bäumen und einem Karren.

Millet ist für seine Gemälde ländlicher Szenen bekannt. Der Künstler malte diese Sternennacht, nachdem er nach Barbizon in Frankreich gezogen war, etwa 30 Kilometer südöstlich jeglicher Lichtverschmutzung aus dem Paris des 19. Jahrhunderts. Millet schrieb an seinen Bruder: „Wenn du nur wüsstest, wie schön die Nacht ist … ihre Ruhe und Pracht sind so atemberaubend, dass ich mich völlig überwältigt fühle.“

Der niederländische Künstler Vincent van Gogh bewunderte Millets Arbeit und malte später ebenfalls sternklare Nächte.

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Rückstoß der Falcon 9

Start einer Dragon-Kapsel von SpaceX auf einer Falcon 9 Trägerrakete zur Internationalen Raumstation. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: John Kraus

Beschreibung: Diese 84 Sekunden belichtete Einzelaufnahme vom 6. März weist kurze Strichspuren auf, da sie auf einem rotierenden Planeten fotografiert wurde. Außerdem zeigt die interessante Szenerie den Flug einer Falcon-9-Rakete und Dragon-Frachtraumschiffs kurz nach dem Start über der Cape-Canaveral-Luftwaffenbasis, die zu einer Versorgungsmission zur Internationalen Raumstation aufbricht.

Die Rückstoßzündung der Falcon-9-Unterstufe, welche ihre Rückkehr zu einer etwa 9 km entfernten Landezone einleitete, wölbt sich zum oberen Bildbereich. Die zweite Stufe zieht jedoch weiter in den niedrigen Erdorbit, ihr feuriger Bogen verläuft – aus Sicht der Kamera – unter der Spur des Rückstoßbrennens der Unterstufe, zusammen mit den sich ausdehnenden Abgasschwaden beider Stufen.

Diese Dragon-Kapsel war bereits bei zwei früheren Versorgungsmissionen im Einsatz gewesen. Auch diese Falcon-9-Unterstufe, die erfolgreich zur Landezone zurückkehrte, war schon zuvor geflogen. Ihre zweite Landung war die 50. Landung einer orbitalen Trägerrakete von SpaceX.

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Extremer Ausbruch eines Schwarzen Lochs

Ein Schwarzes Loch sprengt in einem Anfall von Übelkeit eine Höhlung ins intergalaktische Medium; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Röntgen: Chandra: NASA/CXC/NRL/S. Giacintucci, et al., XMM-Newton: ESA/XMM-Newton; Radio: NCRA/TIFR/GMRT; Infrarot: 2MASS/UMass/IPAC-Caltech/NASA/NSF; Text: Michael F. Corcoran (NASA, Catholic U., HEAPOW)

Beschreibung: Astronomen glauben, dass sie nun das mächtigste Beispiel für einen Ausbruch eines Schwarzen Lochs gefunden haben, der je im Universum beobachtet wurde. Dieses Falschfarben-Kompositbild zeigt einen Galaxienhaufen im Sternbild Ophiuchus (Schlangenträger). Es enthält Röntgenbilder (vom Chandra-Röntgenobservatorium und XMM-Newton) in Violett sowie ein Radiobild (vom Giant Metrewave Radio Telescope in Indien) in Blau (dazu ein Infrarotbild der Galaxien und Sterne im Blickfeld in Weiß zur besseren Erkennbarkeit).

Die gestrichelte Linie markiert die Grenze eines leer gefegten Hohlraums, die von dem sehr massereichen Schwarzen Loch aufgeblasen wurde, das im Zentrum der Galaxie lauert und mit einem Kreuz markiert ist. Dieser Hohlraum ist mit Radioemissionen gefüllt. Man vermutet, dass es zu diesem riesigen Ausstoß kam, weil das Schwarze Loch zu viel gefressen hatte und einen vorübergehenden Anfall von „Schwarzloch-Übelkeit“ erlitt, der zum Ausstoß eines mächtigen Radiostrahls führte, der in den intergalaktischen Raum geschleudert wurde. Die Menge an Energie, die benötigt wird, um diese Höhlung zu leeren, entspricht ungefähr 10 Milliarden Supernovaexplosionen.

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Weites Feld: Fuchspelz, Einhorn und Weihnachtsbaum

Kegelnebel, Fuchsfellnebel und Weihnachtsbaum-Sternhaufen im Sternbild Einhorn; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Greg Gurdak

Beschreibung: Was haben folgende Dinge gemeinsam: ein Kegel, ein Fuchsfell und ein Weihnachtsbaum? Antwort: Sie befinden sich alle im Sternbild Einhorn (Monoceros).

Die hier abgebildete Sternbildungsregion ist als NGC 2264 katalogisiert. Der komplexe Wirrwarr aus kosmischem Gas und Staub ist ungefähr 2700 Lichtjahre entfernt, darin mischen sich rötliche Emissionsnebel, die vom energiereichen Licht neu entstandener Sterne angeregt werden, mit dunklen interstellaren Staubwolken. Wo die sonst undurchsichtigen Staubwolken nahe an jungen, heißen Sternen liegen, reflektieren sie auch Sternenlicht und bilden blaue Reflexionsnebel.

Dieses Weitwinkelbild ist breiter als drei Vollmonde, es deckt in der Entfernung von NGC 2264 mehr als 100 Lichtjahre ab. Zu seinen kosmischen Gestalten zählen der Fuchsfellnebel, dessen verschlungener Pelz rechts unter der Bildmitte liegt, der helle, veränderliche Stern S Mon, der direkt über dem Fuchsfell zu sehen ist, sowie der Kegelnebel links daneben. Wegen ihrer Verteilung sind die Sterne von NGC 2264 auch als Weihnachtsbaum-Sternhaufen bekannt.

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Milchstraße und Zodiakallicht über Chile

Der Himmel über La Serena in Chile: Zodiakallicht, die Große Magellansche Wolke und die Milchstraße. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Roman Ponča (ht: Masaryk U.)

Beschreibung: Was ist dieses Lichtband, das den Boden mit der Milchstraße verbindet? Es ist Zodiakallicht – ein Strom aus Staub, der im inneren Sonnensystem um die Sonne kreist. Man sieht es am besten kurz vor Sonnenaufgang – da wird es als falsche Dämmerung bezeichnet -, oder kurz nach Sonnenuntergang. Der Ursprung des Zodiakalstaubs wird noch erforscht, doch man vermutet, dass er von Asteroidenkollisionen und Kometenschweifen stammt.

Dieses Weitwinkelbild zeigt das zentrale Band unserer Galaxis, der Milchstraße, die sich oben wölbt, die Große Magellansche Wolke (GMW), eine Begleitgalaxie unserer Milchstraße, leuchtet ganz links oben. Das Bild ist eine Kombination aus mehr als 30 Aufnahmen, die letzten Juli in der Nähe von La Serena in den chilenischen Bergen aufgenommen wurden. Die nächsten zwei Monate kann das Zodiakallicht am nördlichen Himmel nach Sonnenuntergang ziemlich markant wirken.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator
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Der Wolf-Rayet-Stern 124, eine stellare Windmaschine

Der Wolf-Rayet-Stern WR 124 schleudert Gaskugeln mit mehr als Erdmassen aus; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Hubble Legacy Archive, NASA, ESA; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Beschreibung: Manche Sterne explodieren in Zeitlupe. Die seltenen, massereichen Wolf-Rayet-Sterne sind so stürmisch und heiß, dass sie sich direkt vor unseren Teleskopen langsam auflösen. Leuchtende Gaskugeln, von denen jede in der Regel mehr als 30 Erdmassen besitzt, werden von gewaltigen Sternwinden ausgestoßen.

Der Wolf-Rayet-Stern WR 124 nahe Mitte dieses sechs Lichtjahre breiten Bildausschnitts erzeugt den ihn umgebenden Nebel, der als M1-67 bezeichnet wird. Einzelheiten darüber, warum dieser Stern seit 20.000 Jahren sich selbst langsam auseinandersprengt, werden weiterhin erforscht. WR 124 liegt 15.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Pfeil (Sagitta).

Das Schicksal eines jeden Wolf-Rayet-Sterns hängt wahrscheinlich davon ab, wie massereich er ist, doch viele beenden ihr Leben vermutlich mit spektakulären Explosionen wie Supernovae oder Gammablitzen.

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Panorama vom Pic du Midi

Die Milchstraße mit Plejaden, Hyaden und dem Sternbild Orion über dem Observatorium auf dem Pic du Midi; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Patrick Lécureuil

Beschreibung: Dieses Panorama zeigt eine surreale Nachthimmelslandschaft, es wurde aus 12 Fotos zusammengefügt und blickt zum Winterabendhimmel im Westen über dem Observatorium auf dem Pic du Midi in den Pyrenäen auf dem Planeten Erde.

Im schroffen Vordergrund stehen Teleskopkuppeln und ein hoher Kommunikationsturm. Rechts treffen die Lichter der etwa 35 Kilometer entfernten Stadt Tarbes in Frankreich auf das ausgewiesene Lichtschutzgebiet, die weiter entfernten irdischen Lichter links stammen von Städten in Spanien.

Die Sterne und Nebel der nördlichen Wintermilchstraße wölben sich oben am Himmel. Die Sternhaufen der Plejaden und Hyaden, die Himmelsbeobachter auf dem Planeten Erde gut kennen, hängen noch nahe der Mitte über dem westlichen Horizont. Mitte Februar wurden die vertrauten Sterne im Sternbild Orion (links) fotografiert, dazu gehört der nicht mehr abgedunkelte Stern Beteigeuze.

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Mars-Panorama von Curiosity

Siehe Beschreibung. XXX; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS

Beschreibung: Der Marsrover Curiosity nahm Ende des letzten Jahres hoch aufgelöste 360-Grad-Ansichten seines Standortes auf dem Mars auf. Die Panoramaszene wurde aus mehr als 1000 Einzelbildern von Curiositys Mastkamera oder Mastcam zusammengefügt. Auf dieser Version, die mit dem Normalobjektiv der Mastcam aufgenommen wurde, sind im Vordergrund das Deck und der Roboterarm des Rovers zu sehen. Durch die extrem weite Perspektive sind sie gestreckt und verzerrt.

Gleich hinter dem Rover liegen Regionen mit lehmreichem Gestein, die eine urzeitliche wässrige Umgebung vermuten lassen. Die Sicht auf die weiter entfernten Marsketten und -kuppen ist klar. Im Hintergrund verläuft die Wand des Kraters Gale in einer Entfernung von 30 Kilometern durch die Mitte (in nördlicher Richtung). Ganz rechts liegen die oberen Ausläufer des Mt. Sharp.

Die Bilder für dieses Panorama wurden an vier aufeinanderfolgenden Sols zwischen dem lokalen Mittag und 14 Uhr aufgenommen, um gleichmäßige Beleuchtung zu erreichen. Wenn Sie die Panoramaszene vergrößern, dann erkennen Sie den Schatten, den die Sonnenuhr auf dem Deck des Rovers (rechts) wirft.

Die NASA plant, im Juli einen neuen Rover mit der Bezeichnung Perseverance zum Mars zu schicken.

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Das Helle, das Dunkle und das Staubige

Sternbildung im staubhaltigen Höhlennebel am Rande der Kepheus-Molekülwolke; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Casey Good

Beschreibung: Diese farbenfrohe Himmelslandschaft ist ungefähr vier Vollmonde breit und liegt in den nebelreichen Sternfeldern in der Ebene unserer Milchstraße im königlichen nördlichen Sternbild Kepheus.

Die helle, rötliche Emissionsregion Sharpless (Sh) 155 links neben der Mitte ist auch als Höhlennebel bekannt. Sie etwa 10 Lichtjahre groß und liegt zirka 2400 Lichtjahre entfernt am Rand einer massereichen Molekülwolke in dieser Region. Heiße, junge Sterne in der Umgebung ionisieren mit ihrem Ultraviolettlicht die hellen Gasränder der kosmischen Höhle. Auch staubige blaue Reflexionsnebel wie vdB 155 rechts unten sowie dichte, undurchsichtige Staubwolken sind auf der interstellaren Leinwand reichlich vorhanden.

Astronomische Forschungen zeigen weitere klare Anzeichen für Sternbildung, unter anderem den hellen roten Fleck von Herbig-Haro (HH) 168. Die Emission des Herbig-Haro-Objekts unter der Bildmitte entstand aus den energiereichen Strahlen eines neuen Sterns.

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Der langsame Tanz der Galaxien NGC 5394 und 5395

Gemini Nord zeigt den langsamen Tanz der Galaxien NGC 5394 und NGC 5395; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Gemini, NSF, OIR Lab, AURA; Text: Ryan Tanner (NASA/USRA)

Beschreibung: Wenn Sie langsame Tänze mögen, ist dieser vielleicht der Ihre. Eine einzige Umdrehung bei diesem Tanz dauert mehrere Hundert Millionen Jahre. Zwei Galaxien, NGC 5394 und NGC 5395, wirbeln in einer Gravitations-Wechselwirkung langsam umeinander, dabei entsteht ein wahrer Funkenflug neuer Sterne.

Dieses Bild, das mit dem 8-Meter-Teleskop Gemini Nord auf dem Maunakea (Hawaii, USA) aufgenommen wurde, kombiniert vier verschiedene Farben. Emissionen von Wasserstoff sind rot gefärbt, sie markieren Sternentstehungsgebiete, in denen neue Sterne die Entwicklung der Galaxien vorantreiben. Dunkle Staubbahnen markieren Gas, das sich vielleicht in Sternentwicklungsgebiete verwandelt.

Wenn Sie genau hinsehen, erkennen Sie viele weitere Galaxien im Hintergrund, von denen manche in ihre eigenen langsamen kosmischen Tänze verwickelt sind.

APOD in allen Weltsprachen: arabisch, chinesisch (Peking), chinesisch (Taiwan), deutsch, Farsi, französisch, französisch, hebräisch, indonesisch, japanisch, katalanisch, koreanisch, kroatisch, montenegrinisch, niederländisch, polnisch, russisch, serbisch, slowenisch, spanisch, tschechisch und ukrainisch

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Ansichten des Mondes von Apollo 13


Videocredit: NASA, LRO; Datenvisualisierung: Ernie Wright (USRA); Videoproduktion und Bearbeitung: David Ladd (USRA); Musik: Visions of Grandeur, Universal Production Music, Fredrick Wiedmann

Beschreibung: Was wäre, wenn der einzige Weg zurück zur Erde hinter dem Mond vorbeiführen würde? So könnte man das Dilemma der Besatzung von Apollo 13 beschreiben, als sie 1970 versuchten, in ihrem unerwarteterweise zerstörten Raumschiff nach Hause zurückzukehren.

Der Mond in der Mitte ersetzte bei ihrer gefährlichen Reise den Funkkontakt mit dem Missionskontrollzentrum der NASA durch spektakuläre Ansichten der Mondrückseite. Diese Aussichten wurden nun aus detaillierten Bildern des Mondes, mit dem robotischen Lunar Reconnaissance Orbiter aufgenommen wurden, digital wiederbeschafft.

Zu Beginn dieses Videos sieht man, wie die Erde hinter der dem dunklen Mondrand verschwindet, während acht Minuten später an der gegenüberliegenden Seite des Mondes die Sonne aufgeht und anfängt, die ungewöhnliche, von Kratern zerfurchte Oberfläche zu beleuchten. Der Funkkontakt wurde wenige Minuten später wiederhergestellt, als eine sichelförmige Erde in Sicht kam.

Durch den Einfluss der Mondgravitation und mit Hilfe vieler fleißiger Ingenieure und Wissenschaftler der NASA öffnete Apollo 13 wenige Tage später ihre Fallschirme über dem Pazifischen Ozean und landete wohlbehalten auf der Erde.

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