Messier 33: Die Dreiecksgalaxie

Die flauschige Spiralgalaxie M33 im Sternbild Dreieck liegt mitten im Bild. Rötliche Sternbildungsregionen und blaue Sternhaufen sprenkeln ihre losen Spiralarme. Um sie herum sind Sterne der Milchstraße verteilt. Am rechten unteren Rand leuchtet eine große rötliche Region.
Bildcredit und Bildrechte: George Chatzifrantzis

Im kleinen nördlichen Sternbild Dreieck (Triangulum) liegt Messier 33. Wir sehen die prächtige Spiralgalaxie von oben. Man nennt sie landläufig auch Windradgalaxie oder einfach Dreiecksgalaxie. M33 ist mehr als 50.000 Lichtjahre breit. Sie ist die drittgrößte Galaxie in der Lokalen Gruppe, nach der Andromedagalaxie M31 und unserer Milchstraße.

M33 ist etwa 3 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Die Galaxie ist vermutlich eine Begleiterin der Andromeda-Galaxie. Forschende der Astronomie in den beiden Galaxien hätten wohl eine tolle Aussicht auf die Sternsysteme der jeweils anderen Spirale.

Dieses scharfe Teleskopbild zeigt die Aussicht von der Milchstraße aus auf M33. In den lose gewundenen Spiralarmen leuchten blaue Sternhaufen und rötliche Regionen, in denen Sterne entstehen. Die hellste Sternbildungsregion ist die löchrige Region NGC 604. Sie liegt von der Mitte der Galaxie aus gesehen auf der 5-Uhr-Position.

In M33 gibt es eine Population gut vermessener veränderlicher Sterne. Sie machten die nahe Spiralgalaxie zu einem kosmischen Vermessungspunkt, als es darum ging, eine Entfernungsskala des Universums zu etablieren. Das gelang auch bei M31.

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Webbs Blick auf M64

Hubble- und JWST-Aufnahme von M64. Eine massereiche Spiralgalaxie leuchtet mit einem gelben Kern, der von Armen voller orange-braunem Staub und rosa-blauen Gebieten mit Sternbildung umgeben ist. Die Galaxie ist von einem Schleier aus dunklem Staub umgeben. Sie schimmert vor dem schwarzen Weltraum, der hier und da mit wenigen Sternen übersät ist.

Bildcredit: NASA, CSA, ESA, F. Belfiore (ESO), J. Lee (STScI), A. Leroy (OSU), and D. Thilker (JHU);
Bildbearbeitung: G. Kober (NASA/Katholische Universität); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Manchmal zeigt das James-Webb-Teleskop Licht, wo Hubble nur Dunkelheit sah. Ein Beispiel dafür zeigt dieses Bild der Galaxie Messier 64. Die nahe gelegene Spiralgalaxie M64 hat viele Namen. Weil ein dunkler Staubstreifen teilweise ihren hellen Kern verdeckt, nennt man sie unter anderem „Blaues-Auge-Galaxie„.

Das Weltraumteleskop James Webb zeigt mit seinem Infrarot-Instrument MIRI auch den dunklen Staub. Im Bild leuchtet er rötlich, denn er absorbiert das Licht junger Sterne und strahlt es dann wieder ab. Die jungen Sterne liegen in der rosa leuchtenden Region im zweiten Hubble-Bild. Dort entstehen Sterne.

Die inneren und äußeren Regionen aus Staub drehen sich in entgegengesetzte Richtung um das Zentrum. An den Schnittpunkten entstehen sehr viele neue Sterne. Diese Bewegung entstand wahrscheinlich, als M64 mit einer kleineren Galaxie zusammenstieß. Das war vor langer Zeit. Im Großen und Ganzen erfahren Spiralgalaxien wenig solcher Begegnungen. Doch Beispiele wie M64 zeigen, dass Kollisionen mit anderen Galaxien auch friedliebende Spiralgalaxien verformen. Zu diesen gehört auch unsere Milchstraße.

In der Astronomie untersucht man mit Aufnahmen des Weltraumteleskops James Webb die Struktur und Bewegung des Staubs in M64. So will man herausfinden, wie er zusammengesetzt ist. Dadurch erfahren wir mehr über die Geschichte und die Entwicklung der Galaxie.

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M83, das südliche Feuerrad

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit und Bildrechte: Aldo Zanetti

Die helle Spiralgalaxie M83 ist etwa zwölf Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Sie befindet sich nahe des südöstlichen Endes des langgestreckten Sternbilds Wasserschlange. Markante Spiralarme, die durch dunkle Staubstreifen und blaue Sternhaufen nachgezeichnet werden, verleihen dieser Galaxie ihren populären Namen „Südliches Feuerrad“.

Die rötlichen Sternentstehungsgebiete, die die Spiralarme dieser kosmischen Spirale übersäen, haben aber noch zu einem weiteren Spitznamen geführt: die Tausend-Rubin-Galaxie. M83 hat einem Durchmesser von nur 40.000 Lichtjahren und ist damit kleiner als die Milchstraße.

Sie gehört zu derselben Galaxiengruppe wie die aktive Galaxie Centaurus A. Auch der Kern von M83 strahlt hell im Röntgenbereich, da er eine hohe Konzentration an Neutronensternen und Schwarzen Löchern aufweist, die von einer intensiven Phase der Sternentstehung übriggeblieben sind.

Diese scharfe Aufnahme, die mit einem bodengebundenen Teleskop aufgenommen wurde, zeigt außerdem Sterne der Milchstraße im Vordergrund und ferne Galaxien im Hintergrund.

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LDN 1295: Der Giraffen-Nebel

Eine dunkle Staubwolke in Form einer Giraffe schreitet nach rechts durchs Bild. Manche erkennen in dem dunklen Nebel LDN 1295 im Sternbild Kassiopeia aber eher ein Eichhörnchen.
Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Merga; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Was seht ihr in diesem Bild? Viele erkennen hier eine Giraffe, die nach rechts schaut. Der Nacken ist hochgestreckt und die langen Beine schreiten. Doch manche sehen stattdessen vielleicht ein Eichhörnchen. Das Bild zeigt den dunklen Nebel LDN 1295 im Sternbild Kassiopeia. Er heißt auch Giraffen-Nebel.

LDN 1295 ist ein Objekt in Lynds Katalog dunkler Nebel. Die amerikanische Astronomin Beverly Lynds erstellte ihn im Jahr 1962. Lynds war eine Pionierin für Frauen in der Astronomie und Astrophysik. Dunkle Nebel sind interstellare Wolken aus Staub und Gas. Sie verdecken das sichtbare Licht von Sternen, die dahinter liegen. Diese Nebel sind oft blass und daher schwierige Ziele für die Astrofotografie.

Warum sehen wir die Formen von Tieren und Gesichtern in den Nebeln, Wolken und auch sonst so ziemlich überall? Das liegt an der Pareidolie. So nennt man unsere Neigung, überall nach Mustern zu suchen, die wir kennen. Pareidolie ist bei Tieren (und Menschen) vielleicht ein evolutionärer Vorteil, der hilft, zum Beispiel Jäger zu erkennen und ihnen auszuweichen.

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Der Pelikannebel: Gas, Staub und Sterne

Der Pelikannebel wirkt hier dunkler als auf anderen Bildern, weil die dunklen Staubfasern, die ihn gestalten, sehr detailreich abgebildet sind. Er leuchtet blau und wird von dunklen Umrissen gezeichnet. Rechts oben bildet eine orangerot leuchtende Wolke die Grenze.
Bildcredit und Bildrechte: Mark Killion

Der Pelikannebel verändert sich langsam. Offiziell nennt man ihn IC 5070. Eine Molekülwolke, die mit dunklem Staub gefüllt ist, trennt ihn vom größeren Nordamerikanebel. Dieses Bild mit vielen Details entstand in Utah in den USA. Die Aufnahmen dafür wurden insgesamt 25 Stunden belichtet. Dadurch treten prachtvolle Details in den Fasern des Staubs hervor.

Der Pelikannebel bekommt viel Aufmerksamkeit. Er ist nämlich eine besonders aktive Mischung aus Sternbildung und Gaswolken, die sich entwickeln. Das Licht junger Sterne mit viel Energie verwandelt das kalte Gas langsam in heißes Gas. Die Grenze dazwischen rückt langsam vor. Man bezeichnet sie als Ionisationsfront. Sie leuchtet rechts oben hell in Orange. Besonders dichte Ranken aus kaltem Gas bleiben übrig.

Der Dunkelnebel LDN 935 bildet die Grenze für den Pelikannebel. In Millionen Jahren kennt man ihn vielleicht nicht mehr als Pelikan. Denn das Verhältnis und die Platzierung von Sternen und Gas lässt sicherlich etwas zurück, das ganz anders aussieht.

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Elefantenrüssel in Kepheus

Ein rötlicher Nebel vor einem Sternenhintergrund, in dem sich dunkle Strukturen abzeichnen. Der Nebelkomplex ähnelt einem Elefantenrüssel.
Bildcredit und Bildrechte: Eddie Sgarbossa

Er sieht aus wie eine Illustration aus einer Genau-so-Geschichte. Der Elefantenrüsselnebel schlängelt sich durch einen Emissionsnebel und einen jungen Sternhaufen. Diese Objekte tragen die Katalogbezeichnung IC 1396 und befinden sich im Sternbild Kepheus. Der Elefantenrüsselnebel ist auch unter der Bezeichnung vdB 142 bekannt und mehr als 20 Lichtjahre lang. Dieser detaillierte Anblick durch ein Teleskop zeigt die hellen, verwehten Grate und Bereiche aus kühlem Staub und Gas zwischen den Sternen, von denen es dort viele gibt. Die dunklen, rankenförmigen Wolken enthalten das Rohmaterial für die Sternentstehung. In ihnen verstecken sich Protosterne. Der vergleichsweise lichtschwache Komplex IC 1396 ist rund 3000 Lichtjahre entfernt. Er bedeckt eine großen Bereich am Himmel und erstreckt sich über mehr als 5 Grad. Von oben nach unten misst diese rüsselartige Darstellung fast 1 Grad. Das ist etwas weniger als der Winkeldurchmesser von 2 Vollmonden.

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NGC 3576: Nebel der Freiheitsstatue

Ein Nebel, dessen Form an die Freiheitsstatue erinnert, ist von orangefarbenen Schleifen umgeben. Dazwischen sind dunkle Nebelfetzen verteilt. Hinten ziehen blaue und rötliche Nebelfetzen über den Himmel. Die Region ist von Sternen gesprenkelt.
Bildcredit und Bildrechte: Logan Carpenter

Was passiert mit dem Nebel der Freiheitsstatue? Darin entstehen helle Sterne und interessante Moleküle, die freigesetzt werden. Der komplexe Nebel liegt in einer Sternbildungsregion. Man nennt ihn RCW 57, aber auch NGC 3576, NGC 3582 oder NGC 3584. Der Nebel erinnert manche Leute an ein ikonisches Denkmal. Für andere sieht er aus wie ein fliegender Superheld oder ein weinender Engel.

Dieses Farbbild wurde neu bearbeitet. Es zeigt dichte Knoten aus dunklem Staub zwischen den Sternen in der Region. Diese ionisieren Felder aus leuchtendem Wasserstoff. Vergehende Sterne stoßen riesige Schleifen aus Gas aus.

Die Region wurde genau untersucht. Das brachte mindestens 33 Sterne mit viel Masse zum Vorschein, die gerade erst entstehen. Man fand auch komplexe Kohlenstoffmoleküle, die man polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nennt. Vermutlich entstehen PAK, wenn das Gas in Regionen mit Sternbildung abkühlt. PAK entstanden wohl auch in dem Nebel, aus dem die Sonne vor fünf Milliarden Jahren hervorging. Das war ein wichtiger Schritt, damit sich auf der Erde Leben entwickeln konnte.

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NGC 6188: Drachen im Sternbild Altar

Vor einem blau schimmernden Hintergrund kämpfen zwei rötlich-braune Nebelfetzen, deren Form an Fabelwesen erinnert. Rechts unten ist ein runder Nebel, der an ein Drachenei erinnert.
Bildcredit und Bildrechte: Rod Prazeres

Wo findet man kämpfende Drachen am Himmel? Ein Beispiel sieht man hier im südlichen Sternbild Altar. Die Drachen bestehen nicht aus Schuppen, sondern aus eigenartig geformten Gas- und Staubwolken. Die himmlische Heimat der Fabelwesen ist auch unter der Katalognummer NGC 6188 bekannt. Sie ist etwa 4000 Lichtjahre von der Erde entfernt und liegt am äußeren Rand einer großen Molekülwolke.

Die Struktur Ara-OB1 ist in die Molekülwolke eingebettet. Darin entstanden massereiche Sterne, die nur ein paar Millionen Jahre jung sind. Sie formen die dunklen Gestalten und bringen den Nebel mit Sternwinden und intensiver UV-Strahlung zum Leuchten. Rechts unten gesellt sich noch ein ungewöhnlicher Nebel zu NGC 6188: der Emissionsnebel NGC 6164. Auch dieser Nebel entstand durch einen der massereichen Sterne in der Gegend.

Das Panorama wurde in Queensland aufgenommen, das zu Australien gehört. Es reicht am Himmel über ganze zwei Grad. Das ist so breit wie vier Vollmonde nebeneinander.

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