Säulen und Strahlen im Trifid

Aus einer braunen Nebelwolke rechts ragt eine Säule, die oben abgerundet ist. Sie ist von hellen Strahlen umgeben. Dahinter leuchtet ein blauer Nebel. Oben aus der Kuppe ragt ein kleiner Fortsatz mit einem winzigen Stern an der Spitze. Nach links oben strömt ein Strahl.
Bildcredit: NASA, ESA, STScI; Bearbeitung: J. DePasquale (STScI)

Staubsäulen sind wie interstellare Berge. Sie bleiben bestehen, weil sie dichter sind als das Material, das sie umgibt. Doch die feindliche Umgebung erodiert sie langsam. Dieses Bild stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Es zeigt die Kuppe einer riesigen Säule aus Gas und Staub im Trifidnebel (M20). Oben ragt ein kleiner Fortsatz heraus. Dahinter strömt ein ungewöhnlicher Strahl nach links oben.

Viele der hellen Punkte sind neu entstandene Sterne. Außerhalb des oben Bildrandes liegt ein sehr heller Stern. Er raubt mit seiner Strahlung einem kleineren Stern am Ende der kleinen Säule langsam das Gas, das um ihn kreist.

Der Strahl ist ungefähr ein Lichtjahr lang. Ohne die Beleuchtung von außen würden wir ihn nicht sehen. Weil das Gas und der Staub der Säulen verdampft, wird die versteckte stellare Quelle des Strahlstroms wahrscheinlich in den nächsten 20.000 Jahre freigelegt.

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CG 30: Kometenartige Globulen

Diese dunklen Globulen aus Staub strömen vom Vela-Supernovaüberrest fort. Sie sind dunkel und von rot leuchtendem Gas umgeben. Der Hintergrund ist von Sternen gesprenkelt.
Bildcredit und Bildrechte: Marcelo Salemme

Sie erinnern an Bergspitzen, doch sie bilden gerade Sterne. Das Gebiet ist reich an Sternen. Es liegt am Rand der südlichen Sternbilder Segel und Achterdeck des Schiffs. Helle, fließende Formen mit roten Rändern sammeln sich in der Mitte. Diese Ansammlung aus interstellarem Gas und Staub besteht aus kometenartigen Globulen. Alle sind etwa ein Lichtjahr groß und ungefähr 1300 Lichtjahre von uns entfernt.

Das energiereiche ultraviolette Licht heißer Sterne in der Nähe formt diese Globulen. Es ionisiert ihre Ränder und bringt sie zum Leuchten. Gleichzeitig strömen die Globulen vom Vela-Supernova-Überrest weg. Das führte möglicherweise zu ihren zurückgefegten Formen. In ihrem Inneren stürzen wahrscheinlich kalte Gas- und Staubkerne zusammen. Dabei entstehen Sterne mit geringer Masse. Wenn diese Sterne zu leuchten beginnen, lösen sie schließlich die Globulen auf.

Die kometenartige Globule CG 30 liegt in der Gruppe rechts oben. In ihrem Kopf ist ein kleines rötliches Leuchten. Es ist ein typisches Zeichen für die energiereichen Strahlströme eines Sterns, der gerade erst entsteht.

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Das Ungeheuer vom unheimlichen Berg zerfällt

Aus dem Kopf und an mehreren Teilen des Körpers verströmen unsichtbare Sterne Strahlen. Man nennt sie Herbig-Haro-Objekte. Die neuen Sterne zerstören zugleich das Staubmonster, das hier vom Weltraumteleskop Hubble abgebildet wurde.
Bildnachweis: Hubble, NASA, ESA; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Im Kopf dieses interstellaren Monsters ist ein Stern, der es langsam zerstört. Das große Ungeheuer ist eigentlich eine unbeseelte Sammlung an Säulen aus Staub und Gas. Es ist Lichtjahre lang. Im Kopf ist ein Stern, den man durch den opaken interstellaren Staub nicht direkt sieht. Doch er bricht teilweise aus. An gegenüber liegenden Seiten stößt er Strahlen aus energiereichen Teilchen aus. Man bezeichnet sie als Herbig-Haro-Strahlen.

Diese Säulen sind etwa 7.500 Lichtjahre entfernt und liegen im Carina Nebel. Umgangssprachlich nennt man sie „Mystic Mountain“ (Geheimnisvoller Berg). Optisch werden sie von dunklem Staub geprägt. Doch sie bestehen größtenteils aus klarem Wasserstoff.

Dieses Bild stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Überall an diesen Säulen sind massereiche, neue Sterne verteilt. Sie verströmen energiereiches Licht und Sternwinde. Damit verdampfen und zerstreuen sie die staubigen Gebiete, in denen sie entstanden sind. In ein paar Millionen Jahre ist der Kopf dieses Riesen und der größte Teil seines Körpers vollständig verdampft. Dafür sorgen die Sterne im Inneren und in seiner Umgebung.

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M82: Galaxie mit heftiger Sternbildung und Superwind

Die längliche Galaxie Messier 82 im Sternbild Große Bärin ist von einem Superwind umgeben. Aus der Mitte strömen rote Gasfäden, außen herum erkennt man zarte Schleier. Im Hintergrund sind lose Sterne verteilt.
Bildcredit und Bildrechte: Arnaud Malleval

In der Galaxie Messier 82 gibt es heftige Sternbildung und einen Superwind. Die Explosionen von Supernovae und starke Winde von massereichen Sternen sorgen für die turbulente Bewegung der Gase. Das scharfe Bild entstand mit einem Teleskop. Es zeigt klare Hinweise auf den Superwind, der mitten aus der Galaxie strömt. Die Daten für dieses Bild wurden 33 Stunden lang mit Schmalbandfiltern aufgenommen. Atomarer Wasserstoff zieht in langen Fasern aus dem Inneren. Seine Emissionen sind hier rot gefärbt.

Ein Teil des Gases im Superwind entweicht in den intergalaktischen Raum. Davor wird es mit schweren Elementen angereichert, die in den massereichen Sternen entstanden sind. Eine nahe Begegnung mit der benachbarten großen Galaxie M81 löste die heftige Sternentstehung aus. Der Ausbruch an Sternbildung in M82 dauert wohl noch etwa 100 Millionen Jahre an.

Die Galaxie M82 ist länglich. Wegen ihrer Form nennt man sie Zigarren-Galaxie. Sie ist ca. 30.000 Lichtjahre breit und 12 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Am irdischen Sternhimmel liegt M82 am nördlichen Rand des Sternbildes Große Bärin (Ursa Major).

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NGC 602 und dahinter

Der Nebel im Bild erinnert an eine Auster: Innen schimmert er bläulich, er ist von einer beige-braunen Schale umgeben, und im Inneren glitzern Perlen aus Sternen.
Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble-Kulturerbe-Team (STScI/AURA) – ESA/Hubble-Zusammenarbeit

Die Wolken erinnern an eine Auster und die Sterne an Perlen. Aber schaut genau hin! Der Blick geht zu den Rändern der Kleinen Magellanschen Wolke. Sie ist eine Satellitengalaxie der Milchstraße und ist etwa 200.000 Lichtjahre entfernt. Dort liegt der Sternhaufen NGC 602, der 5 Millionen Jahre jung ist. Er ist 5 Millionen Jahre jung und noch von dem Gas und Staub umgeben, in dem er entstanden ist. Diese atemberaubende Aufnahme von NGC 602 stammt vom Weltraumteleskop Hubble.

NGC 602 enthält fantastische Kämme und Formen, die nach außen gefegt sind. Sie deuten an, dass die energiereiche Strahlung und Stoßwellen der massereichen Sterne das staubhaltige Material abgetragen. Das löste eine Abfolge von Sternentstehungen aus. Die Sternbildung wandert von der Mitte des Sternhaufens nach außen.

Das Bild ist in der geschätzten Distanz der Kleinen Magellanschen Wolke etwa 200 Lichtjahre breit. Außerdem zeigt die scharfe, farbige Aufnahme auch eine faszinierende Sammlung von Galaxien, die im Hintergrund verteilt sind. Sie liegen Hunderte Millionen Lichtjahren oder mehr hinter NGC 602.

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Die Antennen erkunden

Zwei Galaxien bilden ein verworrenes Knäuel in der Bildmitte. Nach links unten und rechts oben sind lange Gezeitenschweife ausgeworfen.
Bildcredit und Bildrechte: BeschaffungMike Selby BearbeitungRoberto Colombari

Im südlichen Sternbild Rabe (Corvus) stoßen zwei große Galaxien aufeinander. Es sind NGC 4038 und NGC 4039. Die beiden sind 60 Millionen Lichtjahre entfernt. Nur selten kollidieren dabei die Sterne in den Galaxien. Die kosmische Karambolage dauert Hunderte Millionen Jahre. Doch in den Galaxien sind große Wolken aus molekularem Gas und Staub. Diese kollidieren häufig. Dabei kommt es mitten im kosmischen Trümmerfeld zu Phasen mit heftiger Sternbildung.

Das Teleskopbild ist etwa 50.000 Lichtjahre breit. Es zeigt auch neue Sternhaufen und Materie, die von den Kräften der Gezeiten weit vom Ort des Zusammenstoßes weggeschleudert wurde. Das scharfe Bild zeigt die blassen Gezeitenströme und einige weit entfernte Galaxien im Hintergrund. Die bogenförmigen Strukturen im Panorama gaben dem Galaxienpaar seinen Namen: Antennengalaxien. Man kennt sie auch als Arp 244.

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NGC 3310, eine spiralförmige Sternbildungsgalaxie

Die Galaxie im Bild ist etwa halb so breit wie die Milchstraße. Ihre Spiralstruktur ist nicht gleichmäßig. Rosarote Wolken vor der Galaxie zeigen, wo Sterne entstehen.
Bildcredit und Bildrechte: Verwaltung AAO ITSO, Gemini-Obs./AURA und T. A. Rector (U. Alaska Anchorage)

In der Spiralgalaxie NGC 3310 geht es noch rund. Vor etwa 100 Millionen Jahren kollidierte NGC 3310 vermutlich mit einer kleineren Galaxie. Das führte in der großen Spiralgalaxie zu einem gewaltigen Ausbruch an Sternentstehung. Im Laufe der Kollision änderte sich die Schwerkraft. Das erzeugte Dichtewellen, die bereits vorhandene Gaswolken komprimierten. Das löste die Sternbildung aus.

Das Bild wurde von Teleskop Gemini Nord aufgenommen. Es zeigt die Galaxie in allen Einzelheiten. Die Farbe Rosa zeigt Gas, Weiß und Blau heben die Sterne hervor. Einige der Sternhaufen in der Galaxie sind noch ziemlich jung. Das weist darauf hin, dass Galaxien mit heftiger Sternbildung über lange Zeit Sterne in großer Zahl erzeugen können.

NGC 3310 hat einen Durchmesser von etwa 50.000 Lichtjahren und ist ca. 50 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Die Galaxie sieht man schon mit kleinen Teleskopen im Sternbild Großer Bär (Ursa Major).

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Der einsame Baum beim Schwan

Hinter einem einsamen Baum am Horizont ist der dunkle Himmel von einer leuchtenden Gaswolke flammend rot gefärbt.
Bildcredit und Bildrechte: 2025 Horacio Lander / AstroHoracio; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Im spanischen Guadalajara steht ein Baum allein auf einer stillen Wiese. Seine Silhouette zeichnet sich vor der feurigen Cygnus-Region ab, die dahinter wie Flammen am Nachthimmel aufragt. Die detailreiche Landschaft am Nachthimmel entstand aus mehreren Aufnahmen. Sie zeigt eine Bandbreite an Helligkeit und Farbe, die Menschen mit bloßen Augen so nicht sehen können.

Die Region ist am Himmel so breit wie tausend Vollmonde. Der Schwan entfacht ein Feuer aus aktiver Sternbildung. Wolken aus Gas und Staub kollabieren dort unter dem Druck ihrer Schwerkraft, bis die Kernfusion zündet und neue Sterne entstehen. Diese Sterne ionisieren den Wasserstoff in ihrer Umgebung und entfachen ein tiefrotes Leuchten. Ranken aus interstellarem Staub absorbieren einen Teil dieses Lichts und ziehen dunkle Schatten.

Der Schwan ist eine wahre Fundgrube himmlischer Schätze. Dazu gehören der Schleier-, der Sichel– und der Pelikannebel sowie Cygnus X-1, das erste bestätigte Schwarze Loch. Aus der Region im Schwan kommen weiterhin neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Dazu zählt ein neues 3D-Modell der Cygnus-Schleife. Das Röntgenteleskop Chandra machte es möglich.

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