Der Schatten von Ingenuitys beschädigtem Rotorblatt

Auf eine sandige Landschaft fällt ein Schatten von einem Rotorblatt, der am vorderen Ende ausgefranst ist.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Ingenuity

Am 18. Januar 2024 startete der autonome Marshelikopter Ingenuity zu seinem 72. Flug in der dünnen Marsatmosphäre. Er erreichte eine Höhe von 12 Metern und schwebte für 4,5 Sekunden über dem roten Planeten.

Ingenuitys 72. Landung war allerdings unsanft: Während des Abstiegs verlor er etwa einen Meter über der Marsoberfläche den Kontakt zum Perseverance-Rover. Nachdem die Verbindung wiederhergestellt war, konnte Ingenuity dieses Bild übertragen. Es zeigt den Schatten eines seiner Rotorblätter, das vermutlich bei der Landung beschädigt wurde. Deshalb musste Ingenuity nach über 1000 Tagen Marserkundung seinen Flugbetrieb einstellen.

Am 19. April 2021 hat der Marshelikopter Ingenuity als das erste Fluggerät, das auf einem anderen Planeten einen kontrollierten, motorgetriebenen Flug absolviert hat, Geschichte geschrieben. Auch später hat er die Erwartungen an ihn mehr als erfüllt.

Vor dem Start wurde ein kleines Stück vom unteren linken Flügel des Wright Flyer 1, dem ersten Fluggerät, das auf der Erde einen kontrollierten, motorgetriebenen Flug absolviert hat, auf der Unterseite von Ingenuitys Solarpaneel befestigt.

Zur Originalseite

Jupiter während 2 Stunden und 30 Minuten

Von links unten nach rechts oben sind 9 Einzelbilder des Jupiter angeordnet, auf denen man seine Veränderung im Laufe von 2,5 Stunden sieht.

Bildcredit und Lizenz: Aurélien Genin

Jupiter, der Gasriese, der unser Sonnensystem beherrscht, ist auch der Planet, der sich am schnellsten dreht. Er rotiert einmal in weniger als 10 Stunden. Allerdings rotiert der Gasriese nicht wie ein fester Körper. Ein Tag auf Jupiter dauert an den Polen etwa 9 Stunden und 56 Minuten, in Äquatornähe verringert er sich auf 9 Stunden und 50 Minuten. Die schnelle Rotation des Riesenplaneten erzeugt starke Jetstreams, die seine Wolken in planetenumspannende Bänder aus dunklen Gürteln und hellen Zonen aufteilen.

In dieser scharfen Bildsequenz aus der Nacht des 15. Januar, die mit einer Kamera und einem kleinen Teleskop in der Nähe von Paris aufgenommen wurde, kann man die schnelle Rotation des Jupiters gut verfolgen. Das riesige Sturmsystem des Riesenplaneten, das auch als Großer Roter Fleck bekannt ist, befindet sich direkt südlich des Äquators und bewegt sich mit der Rotation des Planeten von links nach rechts. Von links unten nach rechts oben erstreckt sich die Sequenz über etwa 2 Stunden und 30 Minuten.

Zur Originalseite

Guten-Morgen-Mond

Hinter der dunklen Silhouette einer Landschaft mit Bäumen und einem Gebäude leuchtet ein Sichelmond im roten Horizontdunst, darüber stehen die Planeten Merkur und Venus am blauen klaren Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Luy, Trier-Observatorium, TWAN

Gestern war Neumond. Doch am 9. Januar konnten die Frühaufsteher auf der Erde einen alten Mond sehen, der tief im Osten stand, als der Himmel vor Sonnenaufgang hell wurde. Dieser einfache Schnappschuss über der Stadt Saarburg in Rheinland-Pfalz, Westdeutschland, zeigt die abnehmende Mondsichel kurz vor Sonnenaufgang. Aber auch die inneren Planeten Venus und Merkur, die sich am Himmel nie weit von der Sonne entfernen, teilten sich den kalten Morgenhimmel. Im Vordergrund sind der historische Stadtturm und das Schloss mit Ruinen aus dem 10. Jahrhundert zu sehen.

Zur Originalseite

Die Phasen der Venus

Viele Abbildungen der Venus bilden einen nach links gerichteten Bogen vor schwarzem Hintergrund. Oben in der Mitte ist die Venus klein und rund, nach links bis unten in der Mitte wird sie auf den Abbildungen immer größer und sichelförmiger, unten in der Mitte ist nur ein schmaler Splitter zu sehen.

Bildcredit und Lizenz: Stéphane Gonzales

Venus besitzt Phasen. So wie unser Mond kann der Planet Venus als volle Scheibe, eine dünne Sichel oder alles dazwischen erscheinen.

Venus ist am Himmel oft das hellste Objekt nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang und erscheint so klein, dass es üblicherweise einen Feldstecher oder ein kleines Fernrohr braucht, um ihre aktuelle Phase eindeutig zu sehen.

Das heutige Bild zeigt eine Sequenz aus dem Jahr 2015 aus mehreren Bildern, die im Laufe von 6 Monaten in Surgères, Charente-Maritime, Frankreich, aufgenommen wurden. Sie zeigen nicht nur, wie Venus ihre Phasen verändert, sondern auch ihre scheinbare Größe.

Wenn sich Venus von der Erde aus gesehen auf der gegenüberliegenden Seite der Sonne befindet, ist ihr scheinbarer Durchmesser am kleinsten, ihre Phase allerdings fast voll. Wenn Venus und die Erde sich allerdings auf der gleichen Seite der Sonne befinden, erscheint Venus zwar größer, aber als Sichel.

Im Januar 2024 geht Venus vor der Morgendämmerung in zunehmender Halbphase auf.

Zur Originalseite

Shakespeare im All

Mitten im Bild ist Uranus auf sehr ungewöhnliche Weise dargestellt, die Ringe leuchten sehr hell. Um ihn herum sind seine Monde angeordnet und mit Namen beschriftet.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI

1986 war Voyager 2 die erste Raumsonde, die den Eisriesen Uranus aus der Nähe erkundete. Dennoch bietet dieses neu veröffentlichte Bild der NIRCam (Nahinfrarotkamera) des James Webb Space Telescopes (JWST) einen detaillierten Blick auf diese ferne Welt. Der geneigte äußere Planet dreht sich einmal in etwa 17 Stunden um seine Achse. Sein Nordpol befindet sich derzeit in der Nähe unserer Sichtlinie, was einen direkten Blick auf seine nördliche Hemisphäre und sein schwaches, aber ausgedehntes System von Ringen ermöglicht.

Von den 27 bekannten Monden des Riesenplaneten sind 14 auf dem Bild markiert. Die helleren von ihnen zeigen Hinweise auf die charakteristischen Beugungsspitzen des JWST. Und obwohl diese Welten des äußeren Sonnensystems zu Shakespeares Zeiten unbekannt waren, sind bis auf zwei alle 27 Uranmonde nach Figuren aus den Stücken des englischen Barden benannt.

Zur Originalseite

Stereo-Jupiter nahe der Opposition

Das Bild zeigt zwei Abbildungen von Jupiter mit bandförmigen Wolkengürteln und dem großen Roten Fleck. Durch Schielen wirkt das Bild dreidimensional.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Lorenzi

Jupiter sieht auf diesen Bildern gestochen scharf aus. Beide wurden am 17. November von Singapur aus mit einem Dachteleskop aufgenommen, nur zwei Wochen nach Jupiters Opposition im Jahr 2023. Der Riesenplanet ist derzeit fast die ganze Nacht hindurch zu sehen und steht um Mitternacht besonders hoch im Süden. Sein Licht war zum Zeitpunkt der Aufnahmen nur 33,4 Minuten zur Erde unterwegs, das sind ca. 4 Astronomische Einheiten oder etwas mehr als 600 Millionen Kilometer.

Die dunklen Gürtel und hellen Zonen des Planeten Jupiter sind in bemerkenswerter Detailtreue zu erkennen, ebenso wie die weißlichen, ovalen Wirbel des Riesenplaneten. Sein charakteristischer Großer Roter Fleck ist im Süden immer noch deutlich zu erkennen.

Jupiter dreht sich alle 10 Stunden schnell um seine Achse, so dass diese Bilder auf der Grundlage von Videobildern, die nur 30 Minuten auseinander liegen, ein Stereobild ergeben. Schaue auf die Mitte des Paares und stelle die Augen auf „Unendlich“ ein, bis sich die einzelnen Bilder überlagern und verschmelzen, um den größten Gasriesen des Sonnensystems in 3D-Optik zu sehen.

Zur Originalseite

Mond am Tageshimmel trifft Morgenstern

Acht Mondsicheln sind nebeneinander abgebildet, von links nach rechts verschwindet die Venus schrittweise dahinter.

Bildcredit und Bildrechte: Katarzyna Kaczmarczyk

Momentan erscheint Venus für uns als heller Morgenstern, der in der Morgendämmerung über dem Horizont im Südosten strahlt. Am Dienstag, 9. November, konnten Frühaufsteher*innen noch vor der Dämmerung das silberne Leuchtfeuer der Venus in enger Paarung mit der abnehmenden Mondsichel aufgehen sehen.

Doch von einigen Gebieten der Nordhalbkugel aus war zu sehen, wie sich der Mond vor die Venus schiebt und sie bedeckt. Von einem großen Teil Europas aus konnte die Bedeckung bei Tageslicht beobachtet werden.

Die hier abgebildete Serie folgt der Annäherung des Mondes an den Morgenstern am blauen Taghimmel über Warschau, Polen. Die Zeitserie (von links nach rechts) von acht scharfen Schnappschüssen, aufgenommen mit dem Teleskop vormittags zwischen 10.56 und 10.58 Lokalzeit, zeigt Venus beim Verschwinden hinter dem hellen Mondrand.

Zur Originalseite

Drei-Planeten-Fels

Eine Meereslandschaft umgibt einen großen, mit Bäumen bewachsenen Hügel. Um den Hügel herum sind am Nachthimmel drei helle Punkte zu sehen: die Planeten Jupiter und Venus sowie eine Mondsichel.

Bildcredit und Bildrechte: Giovanni Passalacqua; Text: Liz Coelho (Pikes Peak)

In der abnehmenden Dunkelheit vor der Dämmerung balancierte scheinbar ein schräges Dreieck auf einer Felsspitze vor dem südlichen Ende Siziliens. Drei der vier hellsten Objekte, die am irdischen Himmel zu sehen sind, bilden die Ecken des Dreiecks: Jupiter, Venus und der Mond.

Der Mond war eine schmale, abnehmende Sichel, trotzdem war dank des Erdscheins ein Großteil der Scheibe sichtbar. Das Bild entstand am 27. April 2022. Venus (Mitte) und Jupiter (links) waren ungefähr drei Grad voneinander entfernt – sie steuerten auf eine enge Konjunktion zu.

Konjunktionen von Venus und Jupiter treten etwa einmal pro Jahr auf. Man sieht die beiden dann entweder vor Sonnenaufgang im Osten oder nach Sonnenuntergang im Westen. Dieses Bild entstand etwa eine Stunde vor dem Aufgang des hellsten Objekts am Himmel der Erde, nämlich der Sonne.

Zur Originalseite