Artemis 1: Flugtag 13

Das Bild zeigt das Raumschiff Orion im Vordergrund, dahinter sind der Erdmond und der Planet Erde in großer Entfernung zu sehen.

Bildcredit: NASA, Artemis 1

Am Flugtag 13 (28. November) der Mission Artemis 1 erreichte die Raumkapsel Orion ihre größte Entfernung zur Erde. Ihr retrograder Orbit war mehr als 430.000 Kilometer von der Erde entfernter und brachte Orion sogar fast 70.000 Kilometer an den Mond heran.

Im Video-Einzelbild vom Flugtag 13 seht ihr den Planeten und seinen riesigen natürlichen Satelliten im selben Sichtfeld. Die beiden erscheinen aus der Perspektive des besatzungslosen Raumschiffs sogar fast gleich groß.

Heute, am 1. Dezember, soll Orion ihren fernen retrograden Orbit verlassen. Auf dem Weg zum Planeten Erde führt sie einen zweiten Vorbeiflug am Mond durch. Die Wasserung auf ihrer Heimatwelt ist für 11. Dezember geplant.

Zur Originalseite

Saturn bei Nacht

Das Bild zeigt die Nachtseite von Saturn mit seinem Schatten auf den Ringen, fotografiert von der Raumsonde Cassini.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute, Mindaugas Macijauskas

Noch leuchtet Saturn hell am Nachthimmel des Planeten Erde. Teleskopansichten des fernen Gasriesen und seiner schönen Ringe machen ihn häufig zum Hauptdarsteller bei Sternbeobachtungstreffen.

Doch diese atemberaubende Ansicht von Saturns Ringen und seiner Nachtseite ist für Teleskope, die näher an der Sonne sind als am äußeren Planeten, nicht möglich, sie können nur Saturns Tagseite zeigen. Dieses Bild von Saturns schmaler sonnenbeleuchteter Sichel, dessen Schatten auf das breite, komplexe Ringsystem fällt, wurde von der Raumsonde Cassini fotografiert.

Für die Roboter-Raumsonde Cassini vom Planeten Erde war der Saturnorbit 13 Jahre lang ihre Heimat, ehe sie am 15. September 2017 auf Tauchgang in die Atmosphäre des Gasriesen gelenkt wurde. Dieses prächtige Mosaik entstand aus Bildern, die nur zwei Tage vor dem großen finalen Tauchgang von Cassinis Weitwinkelkamera aufgenommen wurden. Saturns Nacht bleibt nun unsichtbar, bis wieder ein Raumschiff von der Erde kommt.

Zur Originalseite

Erduntergang von Orion

Das Bild zeigt, wie die Erde aus der Perspektive des Raumschiffs Orion gerade hinter dem Mond verschwindet.

Bildcredit: NASA, Artemis 1

Auf diesem Schnappschuss aus dem Weltraum verschwinden gerade acht Milliarden Menschen. Ihre Heimatwelt, die am 21. November, dem sechste Tag der Mission Artemis 1, fotografiert wurde, geht von einer externen Kamera am auswärts reisenden Raumschiff Orion aus gesehen hinter dem hellen Mondrand unter. Die Orion war auf dem Weg zu einem Vorbeiflug, der sie bis auf 130 Kilometer an die Mondoberfläche heranführte.

Die beim Vorbeiflug-Manöver gewonnene Geschwindigkeit wird genützt, um einen fernen retrograden Orbit um den Mond zu erreichen. Die Umlaufbahn gilt als fern, weil sie weitere 92.000 Kilometer über den Mond hinausreicht, und als retrograd, weil die Raumsonde in die entgegengesetzte Richtung der Mondbahn um den Planeten Erde verläuft.

Orion tritt am Freitag, 25. November, in seinen fernen retrograden Orbit ein. Bei der Umrundung des Mondes erreicht Orion am Montag, 28. November, die größte Entfernung von der Erde (etwas mehr als 400.000 Kilometer) und bricht den Rekord von Apollo 13 für das am weitesten entfernte Raumschiff zur Erforschung des Weltraums durch Menschen.

Zur Originalseite

Fliegende Untertasse stürzt in der Wüste von Utah ab

Das Bild zeigt die beschädigte Probenrückholkapsel der Raumsonde Genesis nach ihrem Absturz in der Wüste von Utah, im Hintergrund stehen zwei Hubschrauber.

Bildcredit: USAF 388th Range Sqd., Genesis Mission, NASA

Eine fliegende Untertasse aus dem Weltraum stürzte in der Wüste von Utah ab, nachdem sie mit Radar und von Hubschraubern verfolgt worden war. Man schrieb das Jahr 2004, und es waren keine Außerirdischen aus dem Weltraum beteiligt.

Die fliegende Untertasse war die Genesis-Probenrückholkapsel, diese war Teil der von Menschen geschaffenen robotischen Raumsonde Genesis, die 2001 von der NASA gestartet worden war, um die Sonne zu untersuchen. Die unerwartet harte Landung mit mehr als 300 Kilometern pro Stunde trat ein, weil sich die Fallschirme nicht wie geplant geöffnet hatten.

Die Mission Genesis umkreiste zuvor die Sonne und sammelte Teilchen des Sonnenwindes, die normalerweise vom Erdmagnetfeld abgelenkt werden. Trotz der Bruchlandung waren viele der Rückholproben gut genug für eine Analyse erhalten.

Zu den bisherigen Entdeckungen im Zusammenhang mit Genesis zählen neue Details der Zusammensetzung der Sonne und darüber, wie sich die Häufigkeit bestimmter Elementarten im Sonnensystem unterscheidet. Diese Ergebnisse lieferten faszinierende Hinweise auf Details, wie die Sonne und die Planeten vor Milliarden von Jahren entstanden.

Mehr zum Thema:Dreh das Ding doch mal kurz um, Joe“ von Eugen Reichl

Zur Originalseite

InSights letztes Selbstporträt

Das Bild zeigt die staubbedeckten Solarpaneele der Marslandesonde InSight, die voraussichtlich nicht mehr lange genug Energie liefern können.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Mars InSight

Am 26. November 2018 schickte die Landesonde Mars InSight nach ihrer erfolgreichen Landung in der flachen Elysium Planitia nahe dem Äquator des Roten Planeten ihr erstes Bild. Die bahnbrechende Mission zur Erkundung des Marsinneren mithilfe von seismischen Untersuchungen, Geodäsie und Wärmetransport ist seit mehr als 1400 Marstage oder Sols in Betrieb.

In dieser Zeit erfasste die Mission InSight mehr als 1300 Marsbeben und zeichnete Daten von Meteorideneinschlägen auf, die den Mars erschütterten. Die Beobachtung, wie sich seismische Wellen ausbreiten, bot einen flüchtigen Blick ins Marsinnere. Die Auswertung der gesammelten Daten verspricht Entdeckungen für Jahrzehnte.

Doch InSights letzter operativer Sol ist wahrscheinlich nicht mehr weit entfernt. Den Grund dafür seht ihr auf diesem Selbstporträt, das zu Beginn des Jahres aufgenommen wurde. Es zeigt das Deck und die zwei Meter breiten Solarpaneele, die mit Staub bedeckt sind. Der vom Marswind aufgewirbelte Staub sammelt sich weiterhin an und reduziert die Leistung von InSights Solarpaneelen drastisch.

Zur Originalseite

Wachsende Wolke nach dem DART-Einschlag

Videocredit: Les Makes Observatory, J. Berthier, F. Vachier, A. Klotz, P. Thierry, T. Santana-Ros, ESA NEOCC, D. Föhring, E. Petrescu, M. Micheli

Was passiert, wenn man einen Asteroiden mit einem Raumschiff rammt? Im Fall der NASARaumsonde DART und des kleinen Asteroiden Dimorphos entstand letzte Woche eine ziemlich große Wolke. Das Ziel des geplanten Einschlags war Planetenschutz – er sollte zeigen, dass die Bahn eines Asteroiden geringfügig geändert werden kann, sodass ein großes Weltraumgestein die Erde verfehlt, wenn man es richtig macht.

Die große Helligkeit der Schwade war jedoch unerwartet. Was das bedeutet, wird noch erforscht. Eine Möglichkeit ist, dass der 170 km große Asteroid Dimorphos großteils ein Schutthaufen ist und die Kollision einen Teil des Gerölls im Haufen verstreut hat.

Dieses Zeitraffervideo dauert etwa 20 Minuten und stammt vom Observatorium des Makes auf der französischen Insel Reunion vor der Küste im Südosten von Afrika. Es ist eines von vielen Observatorien auf der Erde, die den Einschlag verfolgten. Das Licht des ersten hellen Punktes stammt vorwiegend vom größeren Begleiter von Dimorphos, dem Asteroiden Didymos. Die neuesten Bilder zeigen, dass das Didymos-Dimorphos-System kometenähnliche Schweife entwickelt hat.

DART-Einschlag auf Dimorphos: Interessante APOD-Einreichungen

Zur Originalseite

Die Raumsonde Juno zeigt Jupiter Mond Europa

Jonos Blick auf den Jupitermond Europa.

Bildcredit und Lizenz: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Andrea Luck

Welche Rätsel könnten gelöst werden, wenn man in diese Kristallkugel schaut? In diesem Fall ist die Kugel eigentlich ein Jupitermond, das Kristall ist Eis und der Mond ist nicht nur schmutzig, sondern auch irreparabel brüchig. Doch es gibt Vermutungen, dass es unter Europas rissigen Eisebenen Ozeane gibt, die vielleicht Leben enthalten.

Europa ist ungefähr so groß wie der Erdmond. Dieses Bild wurde vor wenigen Tagen aufgenommen, als die Roboter-Raumsonde Juno im Jupiterorbit weniger als 325 Kilometer von ihrer zerklüfteten und veränderlichen Oberfläche entfernt vorbeiflog. Man vermutet Ozeane unter der Oberfläche, weil Europa in Jupiters veränderlichem gravitativem Einfluss auf seiner leicht elliptischen Bahn global durchgewalkt wird. Dadurch wird Europas Inneres erwärmt.

Untersuchungen von Junos Nahaufnahmen könnten der Menschheit helfen, nicht nur Europa und das frühe Sonnensystem besser zu verstehen, sondern auch die Möglichkeit, dass Leben anderswo im Universum existiert.

Zur Originalseite

DART-Einschlag auf einem Asteroiden im Weltraum

Der italienische LICIACube wurde vor dem Einschlag von DART auf dem Asteroiden Didymos ausgesetzt. Er schickte dieses Bild von der Trümmerwolke zur Erde, das kurz nach dem Einschlag entstand.

Bildcredit: ASI / NASA

Fünfzehn Tage vor dem Einschlag entlud die Raumsonde DART einen kleinen Begleitsatelliten, um die historische Demonstration einer planetaren Verteidigungstechnik zu dokumentieren. Der Light Italian CubeSat for Imaging Asteroids aka LICIACube wurde von der italienischen Weltraumagentur zur Verfügung gestellt und nahm dieses Bild vom Nachleuchten des Einschlags auf.

Am rechten Bildrand seht ihr eine Auswurfwolke, die wenige Minuten nach dem Einschlag von DART entstand, bei dem der Asteroid Dimorphos getroffen wurde. LICIACube war zu dieser Zeit etwa 80 Kilometer entfernt.

Der 160 Meter große Dimorphos ist derzeit etwa 11 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Er ist ein Minimond, der um den 780 Meter großen Asteroiden Didymos kreist. Didymos ist auf dem LICIACube-Bild abseits der Mitte zu sehen.

In den kommenden Wochen halten bodenbasierende Teleskopbeobachtungen Ausschau nach kleinen Bahnänderungen bei Dimorphos um Didymos, um herauszufinden, wie stark der DART-Einschlag sein Ziel abgelenkt hat.

Zur Originalseite

DART: Einschlag auf dem Asteroiden Dimorphos

Videocredit: NASA, JHUAPL, DART

Könnte die Menschheit einen Asteroiden ablenken, der Kurs auf die Erde nimmt? Ja. Gefährliche Einschläge großer Asteroiden gab es in der Vergangenheit der Erde schon öfter, manchmal führten sie zu Massensterben von Lebewesen.

Um die Erde vor einigen möglichen künftigen Einschlägen zu schützen, testete die NASA gestern einen neuen planetaren Schutzmechanismus, indem sie die Roboter-Raumsonde Double Asteroid Redirection Test (DART) auf Dimorphos stürzen ließ. Dimorphos ist ein kleiner, etwa 170 Meter großer Asteroid.

Wie dieses Video zeigt, war der Einschlag erfolgreich. Im Idealfall kann sogar der Stoß einer kleinen Raumsonde einen großen Asteroiden so weit ablenken, sodass er die Erde verfehlt, wenn die Sonde früh genug einschlägt. Das Zeitraffervideo zeigt, wie DART zuerst an größeren Didymos (links) vorbeifliegt und sich dann dem kleineren Asteroiden Dimorphos nähert.

Das Video endet abrupt mit dem Aufprall von DART, doch die Beobachtungen der veränderten Bahn des Asteroiden Dimorphos mit Raumsonden und Teleskopen auf der ganzen Erde haben bereits begonnen.

Zur Originalseite

Perseverance im Delta des Kraters Jezero

Der Rover Perseverance zeigt seine Aussicht über den Krater Jezero auf dem Planeten Mars.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, ASU

Die Mastcam-Z des Rovers Perseverance fotografierte am 4. August 2022 Bilder für dieses Mosaik. Der fahrzeuggroße Roboter setzt seine Erkundung des fächerförmigen Deltas eines Flusses fort, der vor Milliarden Jahren in den Krater Jezero auf dem Mars floss.

Die im Delta von Jezero erhaltenen Sedimentgesteine gelten als einer der besten Orte auf dem Mars, um nach möglichen Anzeichen für urzeitliches mikrobielles Leben zu suchen. Die Stellen, an denen der Rover zuletzt Proben nahm, werden als Wildcat Ridge und Skinner Ridge bezeichnet, sie sind im Bild links unten und rechts oben. Die Proben aus diesen Gebieten wurden in ultrareinen Proberöhrchen versiegelt und sollen bei künftigen Missionen zur Erde gebracht werden.

Beginnend mit der Mission Pathfinder im Jahr 1997 wurde der Rote Planet in den letzten 25 Jahre kontinuierlich mit Robotern erforscht – mit Orbitern, Landersonden, Fahrzeugen und einem Hubschrauber vom Planeten Erde.

Zur Originalseite

Interstellare Raumsonde

Illustration einer Voyager-Raumsonde auf dem Weg in den interstellaren Raum

Poster-Illustrationscredit: NASA, JPL-Caltech, Voyager

Voyager 1 und Voyager 2 begannen 1977 eine große Reise zu den äußeren Planeten des Sonnensystems. Inzwischen sind sie die am längsten betriebenen und am weitesten von der Erde entfernten Raumsonden. Beide reisten über die Heliosphäre hinaus. Die Heliosphäre ist der Raum, der durch den Einfluss des Sonnenwindes und des Magnetfeldes der Sonne definiert wird.

Im 45. Jahr ihrer Reise zu den Sternen sind Voyager 1 und 2 fast 22 Lichtstunden bzw. 18 Lichtstunden von der Sonne entfernt und bleiben damit die einzigen Raumsonden, die derzeit den interstellaren Raum erforschen.

Jede Raumsonde transportiert eine 12 Zoll große vergoldete Kupferscheibe mit Aufzeichnungen von Klängen, Bildern und Botschaften. Die goldenen Schallplatten sollten die Geschichte des Lebens und der Kultur auf dem Planeten Erde vermitteln. Die Botschaft ist auf einem Medium gespeichert, das eine interstellare Reise eine Milliarde Jahre überdauern kann.

Zur Originalseite