AZURE-Dampfspuren über Norwegen

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Bildcredit und Bildrechte: Yang Sutie

Beschreibung: Was geschieht am Himmel? Die Atmosphäre über Nordnorwegen sah letzten Freitag etwa 30 Minuten lang ziemlich seltsam aus, als plötzlich farbenprächtige Wolken, Punkte und Schwaden auftauchten. Die Farben stammten vom NASA-finanzierten Auroral Zone Upwelling Rocket Experiment (AZURE), das Gas-Leuchtspuren verteilte, um die Winde in der oberen Erdatmosphäre zu sondieren.

Die Leuchtspuren von AZURE stammten von zwei kurzlebigen Raketensonden, die am Andøya Rakettskytefelt in Norwegen gestartet wurden. Das harmlose Gas Trimethylaluminium sowie eine BariumStrontium-Mischung wurden in der Ionosphäre in Höhen von 115 und 250 Kilometern freigesetzt. An mehreren Bodenstationen wurde beobacht, wie sich die Dampfspuren verteilten. Das Kartieren der Verteilung von AZUREs Dämpfen sollte das Verständnis der Menschheit verbessern, wie der Sonnenwind Energie auf die Erde überträgt und Polarlichter hervorruft.

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3D 67P

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Bildcredit: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS – Stereo-Anaglyphe: Philippe Lamy and The Team

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-cyanfarbigen Brillen und schweben Sie neben dem zerklüfteten zweilappigen Kern von Tschurjumow-Gerassimenko, der auch als Komet 67P bekannt ist. Die Stereoanaglyphe entstand aus zwei Bildern der Telekamera OSIRIS der Raumsonde Rosetta. Die Bilder wurden am 25. Juli 2015 aus einer Entfernung von 184 Kilometern fotografiert.

Aus der aktiven Oberfläche dieser kleinen Welt im Sonnensystem strömen zu ihrer größten Annäherung an die Sonne zahlreiche Strahlen. Der größere Lappen ist ungefähr vier Kilometer groß und mit einem kleineren, 2,5 Kilometer großen Lappen durch einen schmalen Hals verbunden. Rosettas Mission zum Kometen endete im September 2016 mit einem kontrollierten Manöver, bei dem die Raumsonde auf die Oberfläche des Kometen prallte.

Behalten Sie Ihre 3D-Brillen noch. Betrachten Sie damit einen neuen Katalog mit fast 1400 Stereoanaglyphen, die auf diese Website aus Rosettas Bilddaten erstellt wurden.

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Landung auf dem Asteroiden Ryugu


Videocredit: JAXA

Beschreibung: Letzten Monat prallte ein Roboter der Menschheit von einem Asteroiden ab. Seine Hauptaufgabe war, eine Oberflächenprobe zu entnehmen. Trotz Schwierigkeiten bei der Suche nach einem sicheren Landeort, von dem die Sonde wieder abprallen konnte, landete Japans Roboter-Raumsonde Hayabusa2 erfolgreich auf dem Asteroiden Ryugu – und sprang gleich wieder hoch.

Vor dem Auftreffen schoss Hayabusa2 ein kleines Geschoss auf 162173 Ryugu, um Oberflächenmaterial zu versprengen und die Chance zu erhöhen, dass Hayabusa2 einiges davon aufgreifen könnte. Nächsten Monat feuert Hayabusa2 ein viel größeres Geschoss auf Ryugu ab, um etwas Material von unter der Oberfläche zu sammeln. Gegen Ende dieses Jahres soll Hayabusa2 von Ryugu aufbrechen, auf langgezogenen Schleifen zur Erde reisen und hoffentlich Ende 2020 kleine Teile dieses erdnahen Asteroiden zurückbringen.

Die Erforschung von Ryugu könnten der Menschheit nicht nur etwas über das Innere und die Oberfläche des Kleinplaneten verraten, sondern auch, welche Materialien im frühen Sonnensystem für die Entstehung von Leben verfügbar waren.

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Die Sichel von Enceladus

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Bildcredit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Die zu Saturn gerichtete Halbkugel des reizenden inneren Mondes Enceladus lugt aus dem Schatten und posiert auf diesem Bild der Raumsonde Cassini. Norden liegt in dieser einzigartigen Szene oben. Das Bild wurde im November 2016 fotografiert, als Cassinis Kamera fast genau zur Sonne gerichtet und ungefähr 130.000 Kilometer von der hellen Mondsichel entfernt war.

Die ferne Welt reflektiert mehr als 90 Prozent des Sonnenlichtes, das zu ihr gelangt, ihre Oberfläche besitzt somit etwa das gleiche Reflexionsvermögen wie frischer Schnee. Enceladus hat einen Durchmesser von etwa 500 Kilometern und ist ein überraschend aktiver Mond. Die Daten und Bilder, die in den vielen Jahren von Cassinis Vorbeiflügen gesammelt wurden, zeigen, dass  außergewöhnliche Südpolgeysire vorhanden sind und möglicherweise unter der eisigen Kruste ein globaler Ozean aus flüssigem Wasser liegt.

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Das schärfste Bild von Ultima Thule

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins University APL, Southwest Research Institute, National Optical Astronomy Observatory

Beschreibung: Am 1. Januar sauste New Horizons in einem Abstand von weniger als 3500 Kilometern an der Kuipergürtelwelt, die als Ultima Thule bekannt ist, vorbei, das ist etwa 3-mal näher als ihre größte Annäherung an Pluto im Juli 2015. Diese beispiellose Meisterleistung der Raumsonde an Navigationspräzision wurde durch Daten aus boden- und weltraumgebundenen Beobachtungseinsätzen gestützt und 6,6 Milliarden Kilometer (mehr als 6 Lichtstunden) vom Planeten Erde entfernt durchgeführt.

Sechseinhalb Minuten vor der größten Annäherung an Ultima Thule fotografierte die Sonde neun Bilder, die für dieses Kompositbild verwendet wurden. Dieses detailreichste Bild des fernsten Objekts, das je erforscht wurde, hat eine Auflösung von ungefähr 33 Metern pro Bildpunkt. Es zeigt faszinierende helle Oberflächenstrukturen und dunkle Schatten nahe der Licht-Schattengrenze. Ultima Thule ist ein urzeitliches Objekt des Sonnensystems, seine beiden Lappen sind zusammen nur 30 Kilometer lang. Der größere Lappen wird als Ultima bezeichnet, kürzlich stellte sich heraus, dass er flach ist wie eine flaumige Palatschinke, während die Form des kleineren Thule einer verbeulten Walnuss ähnelt.

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Opportunity im Tal der Beharrlichkeit

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Kenneth Kremer, Marco Di Lorenzo

Beschreibung: Opportunity erreichte bereits im Juni 2018 das Tal der Beharrlichkeit. Seine Sicht wurde als koloriertes Mosaik aus Bildern rekonstruiert, die mit der Navcam des Mars Exploration Rovers fotografiert wurden. „Tal der Beharrlichkeit“ ist ein passender Name für diesen Ort.

Opportunity wurde für eine 90 Tage dauernde Mission konstruiert, reiste aber nach seiner Landung im Januar 2004 im Krater Eagle mehr als 5000 Sols (Sonnentage auf dem Mars) auf dem Mars. Seine abenteuerliche Forschungsreise umfasste eine Gesamtstrecke von mehr als 45 Kilometern der Marslandschaft und fand hier ein Ende. Am 10. Juni 2018 kam die letzte Übertragung des solarbetriebenen Fahrzeugs, als ein Staubsturm den Roten Planeten einhüllte. Der Sturm legte sich zwar inzwischen, doch alle Versuche, Opportunity im Laufe von acht Monaten zu kontaktieren, waren erfolglos, und seine bahnbrechende Mission endete nach fast 15 Jahren, in denen er die Marsoberfläche erforschte.

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Familienporträt des Sonnensystems

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Bildcredit: Voyager-Projekt, NASA

Beschreibung: Die Raumsonde Voyager 1 blickte am Valentinstag 1990, als sie 6,4 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt war, ein letztes Mal zurück, um dieses allererste Familienporträt des Sonnensystems zu fotografieren. Das vollständige Porträit ist ein Mosaik aus 60 Einzelbildern, die an einem Aussichtspunkt fotografiert wurden, der 32 Grad über der Ebene der Ekliptik lag.

Die Einzelbilder von Voyagers Weitwinkelkamera tasten links das innere Sonnensystem ab und schaffen eine Verbindung nach rechts zum Gasriesen Neptun, dem äußersten Planeten des Sonnensystems. Die Positionen von Venus, Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind mit Buchstaben markiert, die Sonne ist der helle Punkt nahe der Mitte des Bilderbogens. Die eingefügten Bildfelder für jeden Planeten stammen von Voyagers Telekamera. Merkur, der zu nahe an der Sonne steht, um ihn aufzuspüren, ist auf diesem Porträit unsichtbar, ebenso der Mars, der leider hinter Sonnenlicht verborgen ist, das ins optische System der Kamera gestreut wurde. Die Postition des kleinen, blassen Pluto, der damals der Sonne näher stand als Neptun, wurde nicht einbezogen.

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Neue Daten: Ultima Thule ist überraschend flach

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Illustrationscredit: NASA, JHU’s APL, SwRI

Beschreibung: Ultima Thule ist nicht das Objekt, für das es die Menschheit letzten Monat gehalten hat. Als die Roboter-Raumsonde New Horizons Anfang Januar an dem fernen Asteroiden Ultima Thule (offiziell 2014 MU69) vorbeisauste, zeigten frühe Bilder zwei runde Lappen. Als man diese auf einfachstem Weg in ein 3D-Modell umrechnete, hielt man sie für annähernd kugelförmig.

Analysen der neuen zurückgeschickten Bilder – darunter vieler, die kurz nach der größten Annäherung aufgenommen wurden – zeigen jedoch, wie bedeckte Sterne früher als erwartet wieder auftauchen. Die einzige mögliche Erklärung ist, dass dieses 30 Kilometer lange Kuipergürtelobjekt eine andere dreidimensionale Form hat, als man noch vor wenigen Wochen dachte. Wie insbesondere diese Illustration zeigt, scheint es nun, dass der größere Lappen – Ultima – eher einem flaumigen Pfannkuchen gleicht als einer Kugel, der kleinere Lappen – Thule – sieht wie eine verbeulte Walnuss aus. Die gestrichelten blauen Linien zeigen die verbleibende Unsicherheit betreffend der Umrisse.

Die neue Forminformation lässt vermuten, dass Gravitation, die massereichere Körper zu Kugeln formt, beim Anlegen der Lappen von Ultima Thule vielleicht eine geringere Rolle spielte, als man zuvor dachte. Die Raumsonde New Horizons flog weiter zu Ultima Thule, nachdem sie Mitte 2015 Pluto passiert hatte. Immer noch werden neue Daten und Bilder empfangen.

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Enthüllte Venus

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Bildcredit: Venus (links): NASA, JPL, Magellan-Projekt; Erde (rechts): NASA, Apollo 17

Beschreibung: Wie sieht die Venus unter ihren dicken Wolken aus? Diese Wolken verbergen die Oberfläche des Planeten sogar vor den mächtigsten Teleskopaugen der Astronomen auf der Erde. Doch in den frühen 1990er Jahren lüftete die Raumsonde Magellan der NASA in einer Umlaufbahn um die Venus den Schleier der Venusoberfläche mit Radarbeobachtungen und erstellte eindrucksvoll hoch aufgelöste Bilder der Planetenoberfläche.

Die Farben dieses Bildes, das computergestützt aus Magellan-Radardaten erstellt wurde, basieren auf Farbbildern der Venusoberfläche, die von den sowjetischen Landesonden Venera 13 und 14 übermittelt wurden. Das helle Gebiet, das etwa in der Mitte verläuft, ist das größte Hochlandgebiet der Venus, bekannt als Aphrodite Terra. Die Venus auf der linken Seite ist etwa gleich groß wie unsere Erde, die zum Vergleich rechts abgebildet ist.

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Perijovum 16: Vorbeiflug an Jupiter


Videocredit und LIzenz: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstadt;
Musik: Die Planeten, IV. Jupiter (Gustav Holst); USAF Heritage of America Band (via Wikipedia)

Beschreibung: Beobachten Sie, wie Juno wieder einmal über Jupiter zieht. Die Roboter-Raumsonde Juno der NASA umrundet weiterhin den größten Planeten unseres Sonnensystems auf ihren 53 Tage langen, stark elliptischen Bahnen. Dieses Video stammt von Perijovum 16, als Juno zum sechzehnten Mal seit ihrer Ankunft Mitte 2016 nahe an Jupiter vorbeiflog. Jedes Perijovum verläuft über einem etwas weiter liegenden Teil von Jupiters Wolkenoberflächen.

Dieses farbverstärkte Video wurde digital aus Standbildern der JunoCam erstellt, die alle fünf Sekunden fotografiert wurden. Das Ergebnis ist 125-fache Zeitraffer. Das Video beginnt mit Jupiters Aufstieg, als Juno sich vom Norden nähert. Als Juno ihre größte Annäherung erreicht – etwa 3500 Kilometer über Jupiters Wolkenoberflächen – fotografiert die Raumsonde den prächtigen Planeten beispiellos detailreich. Juno passiert helle Zonen und dunkle Wolkengürtel, die den Planeten umkreisen, sowie zahlreiche wirbelnde runde Stürme, von denen viele größer sind als Wirbelstürme auf der Erde.

Während Juno fortzieht, sieht man die markante delfinförmige Wolke. Nach dem Perijovum verschwindet Jupiter in der Ferne und stellt nun die ungewöhnlichen Wolken zur Schau, die über Jupiters Süden auftreten. Um die gewünschten wissenschaftlichen Daten zu erhalten, saust Juno so nahe an Jupiter vorbei, dass ihre Instrumente sehr hohen Strahlungswerten ausgesetzt sind.

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Landesonde InSight fotografiert sich auf dem Mars

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Bildcredit: NASA/JPL-Caltech

Beschreibung: So sieht die Landesonde InSight der NASA auf dem Mars aus. Mir ihren Solarpaneelen ist InSight etwa so groß wie ein Kleintransporter. InSight landete im November erfolgreich auf dem Mars. Sein Hauptziel ist die Erfassung der seismischen Aktivität.

Dieses Selbstporträt wurde aus mehreren Bildern erstellt, die der Sondenarm zu unterschiedlichen Zeiten von verschiedenen Teilen der Landesonde InSight fotografierte. SEIS, der Seismograph mit der orangefarbenen Kuppel, der letzten Monat in der Bildmitte zu sehen war, wurde nun auf die Marsoberfläche gesetzt. Mit diesem Selbstporträt setzt Mars InSight eine lange Tradition robotischer Raumsonden fort, die sich auf dem Mars fotografieren und diese Bilder schicken, darunter Viking, Sojourner, Pathfinder, Spirit, Opportunity, Phoenix und Curiosity.

Die Daten von Mars InSight sollen der Menschheit völlig neue Einblicke verschaffen, unter anderem in das Innere des Mars, einen Bereich, der vermutlich nicht nur Hinweise auf seine eigene Entstehung bietet, sondern auch auf die der Erde.

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