Ansichten des Mondes von Apollo 13


Videocredit: NASA, LRO; Datenvisualisierung: Ernie Wright (USRA); Videoproduktion und Bearbeitung: David Ladd (USRA); Musik: Visions of Grandeur, Universal Production Music, Fredrick Wiedmann

Beschreibung: Was wäre, wenn der einzige Weg zurück zur Erde hinter dem Mond vorbeiführen würde? So könnte man das Dilemma der Besatzung von Apollo 13 beschreiben, als sie 1970 versuchten, in ihrem unerwarteterweise zerstörten Raumschiff nach Hause zurückzukehren.

Der Mond in der Mitte ersetzte bei ihrer gefährlichen Reise den Funkkontakt mit dem Missionskontrollzentrum der NASA durch spektakuläre Ansichten der Mondrückseite. Diese Aussichten wurden nun aus detaillierten Bildern des Mondes, mit dem robotischen Lunar Reconnaissance Orbiter aufgenommen wurden, digital wiederbeschafft.

Zu Beginn dieses Videos sieht man, wie die Erde hinter der dem dunklen Mondrand verschwindet, während acht Minuten später an der gegenüberliegenden Seite des Mondes die Sonne aufgeht und anfängt, die ungewöhnliche, von Kratern zerfurchte Oberfläche zu beleuchten. Der Funkkontakt wurde wenige Minuten später wiederhergestellt, als eine sichelförmige Erde in Sicht kam.

Durch den Einfluss der Mondgravitation und mit Hilfe vieler fleißiger Ingenieure und Wissenschaftler der NASA öffnete Apollo 13 wenige Tage später ihre Fallschirme über dem Pazifischen Ozean und landete wohlbehalten auf der Erde.

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Ein Loch im Mars

Ein Loch im Mars; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL, U. Arizona

Beschreibung: Wie entstand dieses ungewöhnliche Loch im Mars? Das Loch wurde 2011 zufällig auf den staubigen Hängen des Vulkans Pavonis Mons auf dem Mars entdeckt, und zwar auf Bildern des HiRISE-Instruments an Bord der Robotersonde Mars Reconnaissance Orbiter, die derzeit den Mars umrundet.

Das Loch ist in repräsentativen Farben abgebildet, es scheint eine Öffnung zu einer Höhle zu sein, die unter der Oberfläche liegt und rechts im Bild teilweise beleuchtet ist. Untersuchungen dieses und folgender Bilder zeigten, dass die Öffnung etwa 35 Meter breit ist, während der innere Schattenwinkel vermuten lässt, dass die darunterliegende Höhle an die 20 Meter tief ist. Warum dieses Loch von einem runden Krater umgeben ist, bleibt Thema für Spekulationen, ebenso die volle Dimension der darunterliegenden Höhle.

Löcher wie dieses sind besonders interessant, weil ihr Inneres relativ gut vor der rauen Marsoberfläche geschützt ist, was sie zu relativ guten Kandidaten für Leben auf dem Mars macht. Diese Gruben sind daher geeignete Ziele für mögliche künftige Raumsonden, Roboter und sogar menschliche interplanetare Forscher.

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Jupiters Magnetfeld von Juno


Videocredit: NASA, JPL-Caltech, Harvard U., K. Moore et al.

Beschreibung: Wie stark ähnelt Jupiters Magnetfeld dem der Erde? Die Roboter-Raumsonde Juno der NASA fand heraus, dass Jupiters Magnetfeld überraschend komplex ist und Jupiter keine eindeutigen Magnetpole hat wie unsere Erde.

Dieses Video zeigt eine Momentaufnahme von Jupiters Magnetfeld, es wurde aus Daten von Juno animiert. Rote und blaue Farben bilden Regionen von Wolkenoberflächen mit stark positiven (südlichen) beziehungsweise negativen (nördlichen) Magnetfeldern ab. Um den Planeten verlaufen gedachte Linien mit konstanter Magnetfeldstärke.

Der erste Abschnitt des animierten Videos zeigt zunächst ein scheinbar relativ normales Dipolfeld, doch bald rotiert eine magnetische Region ins Sichtfeld, die nun als großer blauer Fleck bekannt ist, und die nicht direkt an Jupiters Rotationspolen ausgerichtet ist.

Im zweiten Abschnitt führt uns die anschauliche Animation über einen von Jupiters Rotationspolen, und es zeigt sich, dass die roten magnetischen Zentren ausgedehnt sind und stellenweise sogar ringförmig verlaufen. Ein besseres Verständnis von Jupiters Magnetfeld kann auch genauere Erklärungen für den rätselhaften planetenweiten Magnetismus der Erde liefern.

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Start des Solar Orbiters

Siehe Beschreibung. Start des Solar Orbiter auf einer Atlas V Trägerrakete; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Derek Demeter (Emil Buehler Planetarium)

Beschreibung: Wie beeinflusst das Wetter auf der Sonne die Menschheit? Um das herauszufinden, starteten die Europäische Weltraumagentur ESA und die NASA soeben den Solar Orbiter. Diese Roboter-Raumsonde, welche um die Sonne kreisen wird, beobachtet die Veränderungen des Lichts, des Sonnenwindes und des Magnetfeldes der Sonne nicht nur aus der üblichen Perspektive der Erde, sondern auch über und unter der Sonne.

Diese Langzeitbelichtung vom Start des Solar Orbiters zeigt den anmutigen Bogen der hellen Triebwerke einer Atlas-V-Rakete der United Launch Alliance, als sie den Satelliten von der Erde ins All brachte. In den nächsten Jahren nützt der Solar Orbiter die Schwerkraft von Erde und Venus, um die Ebene der Planeten zu verlassen und näher an die Sonne heranzukommen als Merkur.

Heftiges Wetter auf der Sonne, darunter Sonneneruptionen und koronale Massenauswürfe, können Stromnetze auf der Erde und Kommunikationssatelliten im Erdorbit empfindlich stören. Die Beobachtungen des Solar Orbiters werden voraussichtlich mit denen der Parker Solar Probe koordiniert, die 2018 gestartet wurde und ebenfalls die Sonne umkreist.

Solar Orbiter: Video des Starts
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Komet CG verdampft

Siehe Beschreibung. Strahlen auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko, fotografiert von der ESA-Raumsonde Rosetta; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Lizenz: ESA, Rosetta, NAVCAM

Beschreibung: Wo entstehen Kometenschweife? Es gibt keine offensichtlichen Orte auf einem Kometenkern, an denen die Strahlen ausströmen, die dann den Kometenschweif bilden.

Dieses Bild ist eines der besten, auf dem ausströmende Strahlen zu sehen sind. Es wurde 2015 von der Roboter-Raumsonde Rosetta der ESA fotografiert, die von 2014 bis 2016 den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (Komet CG) umkreiste. Das Bild zeigt Schwaden aus Gas und Staub, die an zahlreichen Orten vom Kern des Kometen CG austraten, als er der Sonne näher kam und sich erwärmte.

Der Komet hat zwei markante Ausbuchtungen, die größere ist ungefähr 4 Kilometer breit und ist mit der kleineren Keule, die einen Durchmesser 2,5 Kilometern hat, über eine schmale Halsregion verbunden. Untersuchungen lassen vermuten, dass die Verdampfung weit unter der Kometenoberfläche stattfindet, und dass dabei die Strahlen aus Staub und Eis entstehen, deren Ausbruch durch die Oberfläche zu beobachten sind.

Komet CG (der auch als Komet 67P bekannt ist) verliert bei jedem seiner 6,44 Jahre dauernden Umläufe um die Sonne über solche Strahlen etwa einen Meter seines Radius. Bei dieser Menge wird der Komet in wenigen Tausend Jahren vollständig zerstört sein. 2016 endete Rosettas Mission mit einem kontrollierten Einschlag auf der Oberfläche des Kometen 67P.

Astronomie-Öffentlichkeitsarbeit: Autoren für APOD gesucht
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Stürmische Wolken auf Jupiter

Siehe Beschreibung. Die Raumsonde Juno fotografiert Jupiters Wolkenoberflächen. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Lizenz: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung: Kevin M. Gill

Beschreibung: Einige Wolkenmuster auf Jupiter sind recht komplex. Im Mai fotografierte die robotischen Raumsonde Juno der NASA, die derzeit den größten Planeten des Sonnensystems umrundet, diese stürmischen Wolken.

Dieses Bild nahm Juno nur ungefähr 15.000 Kilometer über Jupiters Wolkenoberflächen auf. Die Sonde war so nahe, dass weniger als die Hälfte des Riesenplaneten sichtbar ist. Die unebenen weißen Wolken rechts sind plötzlich aufsteigende hoch gelegene Wolken – wie werden als Pop-up-Wolken bezeichnet.

Die Mission Juno wurde nun bis 2021 erweitert und untersucht Jupiter auf neue Art und Weise. Unter vielen anderen Dingen vermaß Juno Jupiters Gravitationsfeld und fand überraschende Hinweise, dass er vielleicht großteils flüssig ist.

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Kontaktpunkte für OSIRIS-REx auf dem Asteroiden Bennu


Videocredit: NASA, GSFC, U. Arizona, SVS, OSIRIS-REx

Beschreibung: Wo ist der beste Ort, um eine Oberflächenprobe vom Asteroiden Bennu zu nehmen? Die NASA startete 2016 den robotischen Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security, Regolith Explorer (OSIRIS-REx), um den  500 Meter großen Asteroiden 101955 Bennu zu erforschen.

Nachdem OSIRIS-REx die dunkle Oberfläche des erdnahen Asteroiden kartiert wurde, soll er als Nächstes im August 2020 eine Oberflächenprobe von Bennu entnehmen. Dieses 23-Sekunden-Zeitraffervideo zeigt vier mögliche Berührungspunkte, von denen die NASA zu Beginn des Monats einen auswählte.

Als Primär-Aufsetzpunkt wählte die NASA Nightingale nahe Bennus Nordhalbkugel, weil er relativ flach ist, kaum Felsen aufweist und offensichtlich reich an feinkörnigem Sand ist. Die zweite Wahl ist Osprey. Wenn alles nach den Plänen der NASA verläuft, werden die Bodenproben von Bennu 2023 für genaue Untersuchungen zur Erde gebracht.

Freier Vortrag: APOD-Herausgeber zeigt am 3. Januar in NYC die besten Astronomiebilder von 2019
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Apollo 12 und Surveyor 3 in Stereo

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, Apollo 12, Alan Bean – Stereo-Bildrechte: Kevin Frank

Beschreibung: Setzen Sie Ihre rot-blauen Brillen auf und betrachten Sie diese Stereoansicht von der Oberfläche des Mondes. Die 3D-Szene zeigt den Apollo-12-Astronauten Pete Conrad, wie er vor 50 Jahren im Novembr 1969 die Raumsonde Surveyor 3 besuchte. Am Horizont steht die Apollo-12-Mondlandefähre Intrepid.

Das Stereobild wurde sorgfältig aus zwei Einzelbildern (AS12-48-7133, AS12-48-7134) erstellt, die auf der Mondoberfläche aufgenommen wurden. Sie zeigen die Szene aus zwei leicht unterschiedlichen Blickrichtungen, die ungefähr dem Abstand menschlicher Augen entsprechen.

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Daphnis und die Ringe Saturns

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute, Cassini

Beschreibung: Was passiert hier mit den Ringen Saturns? Ein kleiner Mond schlägt große Wellen. Der Mond ist der 8 Kilometer große Daphnis, und er schlägt allein mit seiner Schwerkraft Wellen in der Keeler-Lücke in den Saturnringen, er schwingt auf und ab, hinein und hinaus.

Dieses Bild ist eine farbige, detailreichere Version eines bereits veröffentlichten Bildes, das 2017 mit der Roboter-Raumsonde Cassini bei einem ihrer Umläufe im Zuge des großen Finales aufgenommen wurde. Daphnis ist rechts neben den Wellen zu sehen, die wahrscheinlich aus angehäuften Ringteilchen bestehen.

Daphnis wurde 2005 auf Cassini-Bildern entdeckt. Zur Tag- und Nachtgleiche auf Saturn im Jahr 2009, als die Ringebene direkt auf die Sonne zeigte, verursachte er so hohe Anhäufungen an Ringteilchen, dass sie beachtliche Schatten warfen.

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Der Tag nach Mars

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Bildcredit und Bildrechte: Rolando Ligustri (CARA-Projekt, CAST)

Beschreibung: Der 31. Oktober 1938 war der Tag, nachdem Marsbewohner den Planeten Erde erreicht hatten, und alles war ruhig. Es stellte sich heraus, dass die Berichte von der Invasion Teil einer Halloween-Radiosendung waren – dem inzwischen berühmten Hörspiel, das auf dem Science-Fiction-Roman „Der Krieg der Welten“ von H.G. Wells basiert.

Auch auf dem Mars war der 20. Oktober 2014 ruhig. Es war der Tag nach seiner nahen Begegnung mit dem Kometen Siding Spring (C/2013 A1). Das war keine Falschmeldung – dieser Komet kam tatsächlich etwa 140.000 Kilometer an den Mars heran, das entspricht etwa einem Drittel der Erde-Mond-Distanz. Die Rover und Raumsonden der Erde in der Marsumlaufbahn und auf der Oberfläche berichteten von keinen schädlichen Auswirkungen, doch sie hatten einen Logenplatz, als der Besucher aus dem äußeren Sonnensystem vorüberzog.

Dieser farbenprächtige Teleskop-Schnappschuss ist breiter als 2 Grad und zeigt die Sterne im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus) sowie unsere Sicht auf den Mars am Tag danach. Der bläuliche Stern 51 Ophiuchi steht rechts oben, und der Komet taucht gerade aus dem hellen Glanz des Roten Planeten auf.

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Rover Curiosity findet ein Lehm auf dem Mars

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS

Beschreibung: Warum gibt es auf dem Mars Lehm? Auf der Erde kann sich am Boden eines ruhigen Sees Ton bilden, wenn bestimmte Mineralien Wasser binden. Der Roboter-Rover Curiosity auf dem Mars bohrte in zwei Felsen und fand die bislang höchste Konzentration an Lehm. Dieses Lehmlager gilt als weiterer Hinweis, dass sich im Krater Gale in ferner Vergangenheit Wasser befand.

57 Bilder Curiositys wurden zu diesem Selbstporträt kombiniert. Die Bilder wurden mit einer Kamera am Ende seines Roboterarms aufgenommen. Man sieht viele Details des fahrzeug-großen Rovers, unter anderem seine robusten Räder, zahlreiche wissenschaftliche Instrumente und einen hohen Mast, der Kamera-„Augen“ besitzt. Eines davon kann einen Infrarot-Laserstrahl abschießen.

Curiosity rollt weiterhin um und auf den Mount Sharp im Zentrum des Kraters Gale, er ist auf der Suche nach neuen Hinweisen zur urzeitlichen Geschichte des Mars und versucht herauszufinden, ob die Bedingungen auf dem Roten Planeten einst günstig für Leben waren oder nicht.

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