Stürmische Wolken auf Jupiter

Siehe Beschreibung. Die Raumsonde Juno fotografiert Jupiters Wolkenoberflächen. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Lizenz: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung: Kevin M. Gill

Beschreibung: Einige Wolkenmuster auf Jupiter sind recht komplex. Im Mai fotografierte die robotischen Raumsonde Juno der NASA, die derzeit den größten Planeten des Sonnensystems umrundet, diese stürmischen Wolken.

Dieses Bild nahm Juno nur ungefähr 15.000 Kilometer über Jupiters Wolkenoberflächen auf. Die Sonde war so nahe, dass weniger als die Hälfte des Riesenplaneten sichtbar ist. Die unebenen weißen Wolken rechts sind plötzlich aufsteigende hoch gelegene Wolken – wie werden als Pop-up-Wolken bezeichnet.

Die Mission Juno wurde nun bis 2021 erweitert und untersucht Jupiter auf neue Art und Weise. Unter vielen anderen Dingen vermaß Juno Jupiters Gravitationsfeld und fand überraschende Hinweise, dass er vielleicht großteils flüssig ist.

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Kontaktpunkte für OSIRIS-REx auf dem Asteroiden Bennu


Videocredit: NASA, GSFC, U. Arizona, SVS, OSIRIS-REx

Beschreibung: Wo ist der beste Ort, um eine Oberflächenprobe vom Asteroiden Bennu zu nehmen? Die NASA startete 2016 den robotischen Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security, Regolith Explorer (OSIRIS-REx), um den  500 Meter großen Asteroiden 101955 Bennu zu erforschen.

Nachdem OSIRIS-REx die dunkle Oberfläche des erdnahen Asteroiden kartiert wurde, soll er als Nächstes im August 2020 eine Oberflächenprobe von Bennu entnehmen. Dieses 23-Sekunden-Zeitraffervideo zeigt vier mögliche Berührungspunkte, von denen die NASA zu Beginn des Monats einen auswählte.

Als Primär-Aufsetzpunkt wählte die NASA Nightingale nahe Bennus Nordhalbkugel, weil er relativ flach ist, kaum Felsen aufweist und offensichtlich reich an feinkörnigem Sand ist. Die zweite Wahl ist Osprey. Wenn alles nach den Plänen der NASA verläuft, werden die Bodenproben von Bennu 2023 für genaue Untersuchungen zur Erde gebracht.

Freier Vortrag: APOD-Herausgeber zeigt am 3. Januar in NYC die besten Astronomiebilder von 2019
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Apollo 12 und Surveyor 3 in Stereo

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Bildcredit: NASA, Apollo 12, Alan Bean – Stereo-Bildrechte: Kevin Frank

Beschreibung: Setzen Sie Ihre rot-blauen Brillen auf und betrachten Sie diese Stereoansicht von der Oberfläche des Mondes. Die 3D-Szene zeigt den Apollo-12-Astronauten Pete Conrad, wie er vor 50 Jahren im Novembr 1969 die Raumsonde Surveyor 3 besuchte. Am Horizont steht die Apollo-12-Mondlandefähre Intrepid.

Das Stereobild wurde sorgfältig aus zwei Einzelbildern (AS12-48-7133, AS12-48-7134) erstellt, die auf der Mondoberfläche aufgenommen wurden. Sie zeigen die Szene aus zwei leicht unterschiedlichen Blickrichtungen, die ungefähr dem Abstand menschlicher Augen entsprechen.

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Daphnis und die Ringe Saturns

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute, Cassini

Beschreibung: Was passiert hier mit den Ringen Saturns? Ein kleiner Mond schlägt große Wellen. Der Mond ist der 8 Kilometer große Daphnis, und er schlägt allein mit seiner Schwerkraft Wellen in der Keeler-Lücke in den Saturnringen, er schwingt auf und ab, hinein und hinaus.

Dieses Bild ist eine farbige, detailreichere Version eines bereits veröffentlichten Bildes, das 2017 mit der Roboter-Raumsonde Cassini bei einem ihrer Umläufe im Zuge des großen Finales aufgenommen wurde. Daphnis ist rechts neben den Wellen zu sehen, die wahrscheinlich aus angehäuften Ringteilchen bestehen.

Daphnis wurde 2005 auf Cassini-Bildern entdeckt. Zur Tag- und Nachtgleiche auf Saturn im Jahr 2009, als die Ringebene direkt auf die Sonne zeigte, verursachte er so hohe Anhäufungen an Ringteilchen, dass sie beachtliche Schatten warfen.

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Der Tag nach Mars

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Bildcredit und Bildrechte: Rolando Ligustri (CARA-Projekt, CAST)

Beschreibung: Der 31. Oktober 1938 war der Tag, nachdem Marsbewohner den Planeten Erde erreicht hatten, und alles war ruhig. Es stellte sich heraus, dass die Berichte von der Invasion Teil einer Halloween-Radiosendung waren – dem inzwischen berühmten Hörspiel, das auf dem Science-Fiction-Roman „Der Krieg der Welten“ von H.G. Wells basiert.

Auch auf dem Mars war der 20. Oktober 2014 ruhig. Es war der Tag nach seiner nahen Begegnung mit dem Kometen Siding Spring (C/2013 A1). Das war keine Falschmeldung – dieser Komet kam tatsächlich etwa 140.000 Kilometer an den Mars heran, das entspricht etwa einem Drittel der Erde-Mond-Distanz. Die Rover und Raumsonden der Erde in der Marsumlaufbahn und auf der Oberfläche berichteten von keinen schädlichen Auswirkungen, doch sie hatten einen Logenplatz, als der Besucher aus dem äußeren Sonnensystem vorüberzog.

Dieser farbenprächtige Teleskop-Schnappschuss ist breiter als 2 Grad und zeigt die Sterne im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus) sowie unsere Sicht auf den Mars am Tag danach. Der bläuliche Stern 51 Ophiuchi steht rechts oben, und der Komet taucht gerade aus dem hellen Glanz des Roten Planeten auf.

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Rover Curiosity findet ein Lehm auf dem Mars

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS

Beschreibung: Warum gibt es auf dem Mars Lehm? Auf der Erde kann sich am Boden eines ruhigen Sees Ton bilden, wenn bestimmte Mineralien Wasser binden. Der Roboter-Rover Curiosity auf dem Mars bohrte in zwei Felsen und fand die bislang höchste Konzentration an Lehm. Dieses Lehmlager gilt als weiterer Hinweis, dass sich im Krater Gale in ferner Vergangenheit Wasser befand.

57 Bilder Curiositys wurden zu diesem Selbstporträt kombiniert. Die Bilder wurden mit einer Kamera am Ende seines Roboterarms aufgenommen. Man sieht viele Details des fahrzeug-großen Rovers, unter anderem seine robusten Räder, zahlreiche wissenschaftliche Instrumente und einen hohen Mast, der Kamera-„Augen“ besitzt. Eines davon kann einen Infrarot-Laserstrahl abschießen.

Curiosity rollt weiterhin um und auf den Mount Sharp im Zentrum des Kraters Gale, er ist auf der Suche nach neuen Hinweisen zur urzeitlichen Geschichte des Mars und versucht herauszufinden, ob die Bedingungen auf dem Roten Planeten einst günstig für Leben waren oder nicht.

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InSight an einem trüben Tag

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Mars InSight

Beschreibung: Wolken treiben über den Himmel, während auf diesem animierten GIF aus drei Bildern das Licht bei Sonnenuntergang verblasst. Die Szene wurde an Sol 145 ab etwa 18:30 Ortszeit mit einer Kamera auf der Landesonde Mars InSight fotografiert. InSights Marstag Sol 145 entspricht auf der Erde dem Kalendertag 25. April 2019.

Unter der 69 Zentimeter großen Kuppel im Vordergrund befindet sich das empfindliche Seismometer SEIS der Landesonde, das zur Erkennung von Marsbeben entwickelt wurde. So wie Erdbeben die innere Struktur des Planeten Erde zeigen, können von SEIS gemessene Erschütterungen den Untergrund der Marsoberfläche erkunden. So registrierte SEIS am 22. Mai (Sol 173) und am 25. Juli (Sol 235) zwei typische Marsbeben. Die leichten Erschütterungen des Roten Planeten haben jedoch eine sehr tiefe Frequenz und müssen zum Hören in den Audiofrequenzbereich transponiert werden.

Externe Geräusche auf den beschleunigten Aufnahmen, die häufig an kühlen Marsabenden auftreten und wahrscheinlich durch mechanische Verschiebungen und Kontraktionen verursacht werden, werden technisch als Dinks und Donks bezeichnet.

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Pluto in Echtfarben

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Bildcredit: NASA, JHU APL, SwRI, Alex Parker

Beschreibung: Welche Farbe hat Pluto wirklich? Es kostete einige Mühe, das herauszufinden. Trotz der vielen Bilder, die zur Erde geschickt wurden, als die Roboter-Raumsonde New Horizons 2015 an Pluto vorbeiraste, war es schwierig, diese Multispektralbilder ungefähr so zu bearbeiten, wie ein menschliches Auge sie sehen würde. Das Ergebnis sieht man hier, es wurde drei Jahre nach Erfassung der Rohdaten durch New Horizons veröffentlicht und ist das höchstaufgelöste Echtfarbbild von Pluto, das je erstellt wurde.

Das Bild zeigt die helle herzförmige Tombaugh Regio mit der unerwartet glatten Sputnik Planitia aus gefrorenem Stickstoff, die ihren Westlappen füllt. New Horizons fand heraus, dass die Oberfläche des Zwergplaneten überraschend komplex ist und aus vielen Regionen besteht, mit merklich unterschiedlichen Farbtönen. Insgesamt ist Pluto jedoch vorwiegend braun, ein Großteil seiner gedämpften Farben stammen von kleinen Mengen Oberflächenmethan, das vom Ultraviolettlicht  der Sonne angeregt wird.

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Perijovum 11 – an Jupiter vorbei


Videocredit und -rechte: NASA, Juno, SwRI, MSSS, Gerald Eichstadt; Musik: Mondscheinsonate (Ludwig van Beethoven)

Beschreibung: Hier kommt Jupiter! Die robotische NASA-Raumsonde Juno setzt ihre 53-tägigen stark elliptischen Bahnen um den größten Planeten unseres Sonnensystems fort. Dieses Video stammt von Perijovum 11 Anfang 2018, als Juno zum elften Mal seit ihrer Ankunft Mitte 2016 nahe an Jupiter vorbeiflog.

Dieser farbverstärkte Zeitrafferfilm umfasst etwa vier Stunden und wechselt zwischen 36 Bildern der JunoCam. Das Video beginnt mit Jupiters Aufgang, als sich Juno vom Norden her nähert. Als Juno ihre nächstmögliche Ansicht erreicht – ungefähr 3500 Kilometer über Jupiters Wolkenoberflächen – zeigt die Raumsonde den gewaltigen Planeten ungeheuer detailreich. Juno passiert helle Zonen und dunkle Wolkengürtel, die den Planeten umschließen, sowie zahlreiche wirbelnde kreisrunde Stürme, viele davon größer als Wirbelstürme auf der Erde.

Nach dem Perijovum verschwindet Jupiter in der Ferne und zeigt nun die ungewöhnlichen Wolken, die über Jupiters Süden auftreten. Um die erwünschten wissenschaftlichen Daten zu erhalten, zischt Juno so nahe an Jupiter vorbei, dass ihre Instrumente sehr hohen Strahlungsdosen ausgesetzt sind.

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Die Erde verlassen


Videocredit: NASA/JHU Applied Physics Lab/Carnegie Inst. Washington

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man den Planeten Erde verlässt? So ein Ereignis wurde von der Raumsonde MESSENGER visuell detailreich dokumentiert, als sie vor vielen Jahren auf ihrem Weg zum Planeten Merkur zur Erde zurückkehrte und daran vorbeischwang.

Dieses Zeitraffervideo zeigt, wie die Erde rotiert, während sie sich entfernt. Die sonnenbeleuchtete Hälfte der Erde ist so hell, dass man keine Hintergrundsterne sieht. Die Roboter-Raumsonde MESSENGER war im Orbit um Merkur und vollendete die erste vollständige Karte der Oberfläche. Dabei blickte MESSENGER wieder zu seiner Heimatwelt zurück.

MESSENGER ist eines der wenigen Dinge, die auf der Erde gebaut wurden, diese verließen und niemals zurückkehren – am Ende seiner Mission stürzte die Raumsonde auf die Merkuroberfläche.

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Curiosity am Teal Ridge

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Marsrover Curiosity

Beschreibung: Dieser Teil eines 360-Grad-Panoramas zeigt die Aussicht am aktuellen Standort des Marsrovers Curiosity auf dem Roten Planeten, der als Teal Ridge bezeichnet wird. Die Mosaik-Szenerie wurde nach irdischem Kalender am 18. Juni 2019 mit der Mastkamera des Rovers fotografiert. Das entspricht Curiositys Sol 2440, seinem 2440. Tag auf der Marsoberfläche.

Seit seiner Landung vor sieben Jahren – am 6. August 2012 im Krater Gale – legte Curiosity etwa 21 Kilometer zurück. Die Spuren des Rovers auf der rechten Seite führen zum Vera-Rubin-Kamm. Der Grat des Kraters Gale ist in der Ferne sichtbar. Die Radspuren des robotischen Rovers sind etwa 3 Meter voneinander entfernt.

Während seiner Mission hatte Curiosity großen Erfolg bei der Erforschung der Geschichte von Wasser in der Marsumgebung. Der Entwurf des Rovers Mars 2020 der NASA basiert im Wesentlichen auf der Bauweise des Marsrovers Curiosity.

Aufgepasst: der Meteorstrom der Perseïden

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