Die Erde verlassen

Videocredit: NASA/JHU Labor für angewandte Physik/Carnegie Inst. Washington

Wie sieht es aus, wenn man den Planeten Erde verlässt? So ein Ereignis dokumentierte die Raumsonde MESSENGER in detailreichen visuellen Aufzeichnungen, als sie 2005 auf ihrer Reise zum Planeten Merkur zur Erde zurückkehrte und an ihr vorbeischwang.

Die Erde rotiert auf diesem Zeitraffervideo, während sie in der Ferne verschwindet. Die sonnenbeleuchtete Hälfte der Erde ist so hell, dass die Sterne im Hintergrund nicht zu sehen sind.

Die Roboter-Raumsonde MESSENGER erreichte den Orbit um Merkur und erstellte die erste vollständige Karte seiner Oberfläche. Gelegentlich warf MESSENGER einen Blick zurück auf ihre Heimatwelt. MESSENGER ist eines der wenigen Dinge, die auf der Erde gebaut wurden und niemals zurückkehren. Am Ende ihrer Mission stürzte MESSENGER auf die Merkuroberfläche.

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Voyager 1 zeigt Europa und Jupiter

Die Raumsonde Voyager 1 zeigt Jupiter mit dem großen Roten Fleck, dem Mond Europa, dem Schatten von Io und dichten Wolken.

Bildcredit: NASA, Voyager 1, JPL, Caltech; Bearbeitung und Lizenz: Alexis Tranchandon / Solaris

Was sind diese Flecken auf Jupiter? Der größte und am weitesten entfernte Fleck rechts neben der Mitte ist der große Rote Fleck – ein riesiges Sturmsystem, das vielleicht schon seit der Zeit auf Jupiter wütet, wahrscheinlich seit Giovanni Cassini es vor 357 Jahren beschrieb. Wir wissen noch nicht, warum dieser große Fleck rot ist.

Der Fleck links unten ist einer von Jupiters größten Monden: Europa. Bilder von Voyager aus dem Jahr 1979 stützen die heutige Annahme, dass Europa unter der Oberfläche einen Ozean besitzt und daher ein guter Ort ist, um nach außerirdischem Leben zu suchen.

Was aber ist der dunkle Fleck rechts oben? Das ist der Schatten eines weiteren großen Jupitermondes: Io. Voyager 1 zeigte, dass Io so vulkanisch ist, dass dort keine Einschlagkrater zu finden waren.

Sechzehn Aufnahmen vom ersten Vorbeiflug der Raumsonde Voyager 1 an Jupiter im Jahr 1979 wurden kürzlich überarbeitet und zu diesem Bild kombiniert. Vor 45 Jahren startete Voyager 1 im August von der Erde und begann eine der bisher großartigsten Forschungsreisen ins Sonnensystem.

Frei herunterladen: Voyager-Poster
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Merkur beim Vorbeiflug von BepiColombo

Die ESA- und JAXA-Raumsonde BepiColombo fotografiert den Planeten Merkur bei ihrem Vorbeiflug.

Bildcredit und Lizenz: ESA, JAXA, BepiColombo, MTM

Welcher Teil des Mondes ist das? Keiner – denn das ist der Planet Merkur. Die alte Oberfläche Merkurs ist ähnlich stark von Kratern übersät wie die des Erdmondes. Merkur ist zwar nur wenig größer als Luna, aber viel dichter und massereicher als jeder andere Mond im Sonnensystem, weil er großteils aus Eisen besteht. Unsere Erde ist der einzige Planet mit einer noch höheren Dichte.

Weil sich Merkur bei zwei Umläufen um die Sonne genau dreimal um seine Achse dreht und weil Merkurs Bahn stark elliptisch ist, sehen Besucher auf Merkur eine seltsame Sonnenbewegung: Die Sonne geht auf, bleibt am Himmel stehen, kehrt dann zum Aufgangshorizont zurück, bleibt wieder stehen und wandert schließlich rasch zum anderen Horizont, wo sie untergeht. Auf der Erde führt Merkurs Nähe zur Sonne dazu, dass wir ihn nur kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang sehen.

Dieses Bild wurde letzte Woche beim Vorbeiflug der ESA– und JAXARaumsonde BepiColombo fotografiert, bei dem sie Energie abgab, als Vorbereitung darauf, 2025 in den Orbit des innersten Planeten einzutreten.

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Titan: Mond über Saturn

Die Raumsonde Cassini zeigt den Saturnmond Titan vor dem Gasriesenplaneten Saturn mit der dunklen, von Dünen bedeckten Region Shangri-La.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumwissenschaften

Wie der Erdmond ist auch Saturns größter Mond Titan in einer gebundenen Rotation gefangen. Dieses Mosaik entstand aus Bildern der Raumsonde Cassini vom Mai 2012. Es zeigt die Seite von Titan, die immer vom beringten Gasriesen fortgerichtet ist.

Titan ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre. Außerdem ist er die einzige Welt im Sonnensystem außer der Erde mit stehenden Gewässern auf der Oberfläche und einem erdähnlichen Zyklus mit flüssigem Regen und Verdunstung.

Auf dieser Cassini-Ansicht des 5000 Kilometer großen Mondes über Saturns Ringen und Wolkenoberflächen seht ihr die hoch gelegenen Schichten aus atmosphärischem Dunst. Nahe der Mitte liegt die dunkle, von Dünen bedeckte Region, die als Shangri-La bekannt ist. Die von Cassini abgesetzte Sonde Huygens befindet sich nach ihrer fernsten Landung einer Raumsonde von der Erde links unter der Mitte.

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Mondschatten auf Jupiter

Die Raumsonde Juno zeigt, wie der Jupitermond Ganymed einen Schatten auf den Gasriesen Jupiter wirft.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Thomas Thomopoulos

Beschreibung: Was ist dieser große dunkle Fleck auf Jupiter? Es ist der Schatten von Ganymed, dieser ist einer der größten Monde von Jupiter. Wenn Jupiters Monde zwischen dem jovianischen Riesen und der Sonne kreuzen, werfen sie Schatten, genau wie der Erdmond, wenn er zwischen Erde und Sonne passiert.

Wenn ihr in so einem dunklen Schatten auf Jupiter steht, würdet ihr – wie auf der Erde – beobachten, wie der Mond vollständig die Sonne verdunkelt. Anders als auf der Erde treten fast jeden Tag Mondschatten auf Jupiter auf.

Ungewöhnlich war, dass eine Raumsonde nahe genug war, um so einen Schatten hoch aufgelöst zu fotografieren. Die Raumsonde Juno flog Ende Februar so nahe an Jupiter vorbei, dass die Wolken in der Nähe und der dunkle Finsternisschatten relativ groß wirkten. Juno machte viele Entdeckungen beim größten Planeten unseres Sonnensystems, zum Beispiel schnell wachsende kreisförmige Polarlichter.

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Perseverance an Sol 354

Die Aussicht des Marsrovers Perseverance.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech; Bearbeitung: Kenneth Kremer

Beschreibung: Dieses Navcam-Mosaik von Perseverance blickt über das fahrzeuggroße Deck des Rovers hinweg auf den Boden des Kraters Jezero auf dem Mars. Die Bilder, aus denen die Mosaikansicht entstand, wurden an Sol 354 der Mission aufgenommen. Das entspricht dem irdischen Kalenderdatum 17. Februar 2022, also fast ein Erdenjahr nach der Landung des Rovers.

Mit einer Masse von mehr als einer Tonne ist der sechsrädrige Perseverance der schwerste Rover, der je auf dem Mars gelandet ist. Im ersten Jahr seiner Erkundung sammelte der Rover (bisher) sechs Gesteinskernproben für eine spätere Rückkehr zum Planeten Erde, diente als Basisstation für Ingenuity, den ersten Helikopter auf dem Mars, und testete MOXIE – das Mars-Sauerstoff-Vor-Ort-Rohstoffnutzbarmachungs-Experiment, das einen Teil der dünnen, kohlendioxidreichen Atomosphäre des Roten Planeten in Sauerstoff umwandelt.

Morgen in Wien, 18 Uhr: Führung im Sterngarten mit APOD-Übersetzerin
Wien, Ladenkonzept Nähe Votivkirche: Kostenlose Kalender (leichte Mängel)

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Riesige Stürme und hohe Wolken auf dem Jupiter

Die Raumsonde Juno zeigt Wolken über ovalen Wirbelsturm-Regionen auf Jupiter.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Kevin M. Gill

Beschreibung: Was und wo sind diese riesigen Ovale? Es sind rotierende Sturmwolken auf Jupiter, die letzten Monat von der NASA-Raumsonde Juno aufgenommen wurden. Höhere Wolken sind allgemein heller. Die hellsten dieser Wolken sind die relativ kleinen Wolken, die das untere Oval sprenkeln. Doch mit einem Durchmesser von 50 Kilometern sind auch diese hellen Wolken nicht gerade klein. Sie schweben so hoch oben, dass sie Schatten auf das darunter liegende wirbelnde Oval werfen.

Bei diesem Bild wurden Farben und Kontrast verstärkt. Große Ovale sind meist Hochdruckgebiete mit einer Länge von mehr als 1000 Kilometern, die jahrelang bestehen bleiben können. Das größte Oval auf Jupiter ist der große Rote Fleck (nicht im Bild), der seit mindestens Hunderten Jahren besteht. Die Untersuchung der Wolkendynamik auf Jupiter anhand der Juno-Bilder führt zu einem besseren Verständnis für gefährliche Wirbelstürme auf der Erde.

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Junos Vorbeiflug an Ganymed und Jupiter


Videocredit: Bilder: NASA, JPL-Caltech, SWRI, MSSS; Animation: Koji Kuramura, Gerald Eichstädt, Mike Stetson; Musik: Vangelis

Beschreibung: Wie wäre es, über den größten Mond im Sonnensystem zu fliegen? Im Juni flog die Roboter-Raumsonde Juno am riesigen Jupitermond Ganymed vorbei und fotografierte Bilder, die digital zu einem detailreichen Überflug-Video kombiniert wurden.

Zu Beginn des Videos schwebt Juno  über die zweifarbig getönte Oberfläche des 2000 Kilometer großen Mondes und zeigt eine eisige Landschaft voller Rillen und Krater. Die Rillen entstanden wahrscheinlich durch die Verschiebung von Oberflächenplatten, während die Krater durch gewaltige Einschläge verursacht wurden.

Danach flog Juno zum 34. Mal dicht an Jupiters Wolken vorbei. Das digital erstellte Video zeigt zahlreiche wirbelnde Wolken im Norden und in der Mitte farbenprächtige, den Planeten umspannende Zonen und Bänder mit mehreren weißen ovalen Wolken der Perlenkette. Im Süden befinden sich noch mehr wirbelnde Wolken.

Nächsten September soll Juno nahe an einem weiteren großen Jupitermond vorbeifliegen: Europa.

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360-Grad-Marspanorama von Curiosity

Roboterrover Curiosity zeigt ein 360-Grad-Panorama mit Mount Sharp und Maria Gordon Notch im Krater Gale auf dem Mars.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Elisabetta Bonora und Marco Faccin (aliveuniverse.today)

Beschreibung: Welcher Weg führt auf den Mount Sharp? Anfang September setzte der Roboterrover Curiosity seinen Aufstieg auf den Zentralberg des Kraters Gale fort, um nach weiteren Hinweisen auf urzeitliches Wasser zu suchen sowie nach der Möglichkeit, ob es einst Leben auf dem Mars geben konnte.

Kürzlich fotografierte der rollende Rover an einem Marsmorgen noch vor seiner nächsten Erkundungsbohrung dieses 360-Grad-Panorama, um dem menschlichen Curiosity-Team auf der Erde zu helfen, die Landschaft zu erkunden und mögliche künftige Routen zu planen. Das horizontal komprimierte Bild zeigt eine interessante Aussicht auf dem Mars mit mehrschichtigen Hügeln, rotem Gesteinsboden, grauem Flugsand und einer staubigen Atmosphäre.

Der Hügel links neben der Mitte wurde nach der berühmten schottischen Geologin Maria Gordon Notch benannt. Derzeit ist geplant, dass Curiosity auf seiner Forschungsreise rechts neben Gordon Notch vorbeifährt, um ihn zu erkunden.

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Saturn bei Nacht

Die Raumsonde zeigt 2 Tage vor ihrem letzten Tauchgang Saturns Nachtseite mit Ringen.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute, Mindaugas Macijauskas

Beschreibung: Schöne Teleskopansichten von Saturn, der am Nachthimmel des Planeten Erde noch hell leuchtet, sowie seinen prächtigen Ringen machen ihn oft zu einem Blickfang bei Teleskoptreffen. Doch diese atemberaubende Ansicht von Saturns Ringen und seiner Nachtseite ist für Teleskope unmöglich, wenn sie der Sonne näher sind als der äußere Planet. Sie können nur Saturns Tagseite zeigen.

Dieses Bild von Saturns schmaler sonnenbeleuchteter Sichel mit Nachtschatten, der auf sein breites, komplexes Ringsystem fällt, wurde von der Raumsonde Cassini fotografiert. Cassini, eine robotische Raumsonde vom Planeten Erde, war 13 Jahre lang im Saturnorbit unterwegs, ehe sie am 15. September 2017 in die Atmosphäre des Gasriesen eintauchte.

Dieses prächtige Mosaik entstand aus Bildern, die Cassinis Weitwinkelkamera nur zwei Tage vor dem finalen Tauchgang aufnahm. Saturns Nacht ist erst wieder zu sehen, wenn eine neue Raumsonde von der Erde kommt.

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Rosettas Komet im Visier

Komet Tschurjumow-Gerassimenko im Sternbild Stier.

Bildcredit und Bildrechte: Rolando Ligustri (Projekt CARA, CAST)

Beschreibung: Der blasse Komet Tschurjumow-Gerassimenko (67P) zieht auf dieser Teleskopansicht vom 7. September vor dem Hintergrund der Sterne und schwachen, fernen Galaxien im Sternbild Stier vorbei. Vor etwa 5 Jahren wurde der 4 Kilometer lange, zweilappige Kern des Kometen nach Abschluss der historischen Kometen-Mission Rosetta zur letzten Ruhestätte von Robotern vom Planeten Erde.

Tschurjumow-Gerassimenko wanderte über die Jupiterbahn hinaus und erreicht am 2. November auf seiner periodischen 6,4-jährigen Bahn sein nächstes Perihel – das ist die größte Annäherung an die Sonne. Am 12. November erreicht der Komet sein Perigäum, das ist die größte Annäherung an die Erde. Er ist dann ungefähr 0,42 Astronomische Einheiten von der Erde entfernt. Trotzdem braucht ihr ein Teleskop, um ihn zu sehen, sogar während seiner größten Helligkeit, die er voraussichtlich Ende November und im Dezember erreicht.

Am 7. September war Rosettas Komet zirka 0,65 Astronomische Einheiten von unserem hübschen Planeten entfernt, das sind etwa 5,4 Lichtminuten.

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