360°-Sonne: STEREO zeigt Ansichten der ganzen Sonne

Die orange Kugel der Sonne ist zweigeteilt. Vorne läuft eine schwarze Linie über die Oberfläche, links und rechts davon wirkt die Granulation stark in die Länge gezogen.

Credit: STEREO-Projekt, NASA

Beschreibung: Erstmals wird die gesamte Sonne auf einmal abgebildet. Das ist möglich, weil sich die beiden STEREO-Satelliten, welche die Sonne umkreisen und überwachen, nun auf einander gegenüberliegenden Seiten der Sonne befinden. Die beiden Satelliten entfernten sich wie erwartet seit ihrem Start im Jahr 2006 voneinander, weil ein Satellit etwas näher an der Sonne kreist als der andere.

Dieses Bild zeigt fast die gesamte Sonne an einem Tag letzte Woche, wenige Tage vor den Vollaufnahmen. Gestern schloss sich die dunkle Lücke in der Mitte, und STEREO schickt nun vollständige 360-Grad-Bilder des am nächsten gelegenen Sterns zur Erde.

Ganze Sonnenbilder sind aus vielen Gründen wissenschaftlich nützlich. Man kann nun Sonnenfackeln fotografieren, die sich rasch entwickeln, oder koronale Massenauswürfe, Tsunamis und Filamente, und zwar unabhängig davon, wo sie auf der Sonne auftreten. Auch die Überwachung tagelang existierender Sonnenflecken und aktiver Regionen ist nun möglich, ohne dass sie durch die Rotation aus der Sicht verschwinden.

Die STEREO-Satelliten treiben weiterhin etwa 44 Grad pro Jahr auseinander, doch sie können Sonnenbeobachtungsinstrumente auf der Erde oder in ihrer Nähe in den nächsten Jahren zu einer vollständigen Ansicht der Sonne ergänzen.

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Japans Versorgungsschiff Kounotori2 erreicht die Raumstation ISS

Durch das Fenster der Internationalen Raumstation fällt der Blick auf die Erde, davor schwebt eine zylinderförmige Raumsonde. Ein Greifarm wird in ihre Richtung geschwenkt, um sie einzufangen.

Credit: Expedition-26-Besatzung, NASA

Beschreibung: Das Versorgungsschiff von der Erde ist angekommen. Letzte Woche startete Japan die automatisierte Raumsonde Kountori2, um notwendige Versorgungsgüter wie Essen zur Internationalen Raumstation ISS zu liefern. Kountori2 startete vor etwas mehr als einer Woche von Japans Raumfahrtzentrum Tanegashima und erreichte Ende letzter Woche die ISS im niedrigen Erdorbit.

Das Bild zeigt die Sonde Kountori2, nachdem sie die ISS erreicht hatte. Danach wurde sie mit dem Canadarm2 eingefangen und am Modul Harmony befestigt. Das Bild wurde durch ein Fenster der ISS fotografiert. Im Hintergrund befindet sich die Erde mit weißen Wolken, blauem Wasser und Landmassen in verschiedenen Brauntönen.

Neben bemannten Starts könnten dieses Jahr noch zehn Roboter-Raumschiffe zur Raumstation starten, darunter Raumschiffe aus Russland, Europa, Japan und einer privaten Gesellschaft in den USA.

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Marsmond Phobos von Mars Express

Über der schwarzweiß abgebildeten Marsoberfläche schwebt der dunkle Mond Phobos. Der Marshorizont ist rechts, der Weltraum dahinter ist schwarz.

Credit: G. Neukum (FU Berlin) et al., Mars Express, DLR, ESA; Danksagung: Peter Masek

Beschreibung: Warum ist Phobos so dunkel? Phobos, der größere und innere der beiden Marsmonde, ist der dunkelste Mond im ganzen Sonnensystem. Seine ungewöhnliche Umlaufbahn und Farbe lassen vermuten, dass er ein eingefangener Asteroid aus einer Mischung aus Eis und dunklem Fels ist.

Dieses Bild von Phobos nahe dem Marsrand wurde im letzten Monat von der Roboter-Raumsonde Mars Express aufgenommen, die derzeit den Mars umkreist. Phobos ist ein karger Mond, der von vielen Kratern bedeckt ist. Sein größter Krater liegt auf der Rückseite.

Bilder wie dieses lassen vermuten, dass Phobos vielleicht einen Meter hoch mit losem Staub bedeckt ist.

Phobos kreist so nahe um Mars, dass er an manchen Orten zweimal pro Tag auf- und untergeht, an anderen Orten jedoch gar nicht sichtbar ist. Phobos‚ Umlaufbahn um Mars sinkt kontinuierlich ab – wahrscheinlich bricht er eines Tages auseinander, und seine Teile stürzen in etwa 50 Millionen Jahren auf die Marsoberfläche.

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Gas- und Schneestrahlen des Kometen Hartley 2

Im Bild ist ein verschwommen abgebildeter Gerällhaufen zu sehen, er wird von rechts beleuchtet, nach links und unten strömen helle Strahlen aus.

Credit: NASA, JPL-Caltech, UMD, EPOXI-Mission

Beschreibung: Vom Kometen Hartley 2 strömen ungewöhnliche Strahlen aus. Die Raumsonde EPOXI schickte beispiellos detailreiche Bilder der Strahlen, die sie bei ihrem Vorbeiflug am Kometen zu Beginn dieses Monats aufnahm. Oben seht ihr, wie Strahlen aus dem zerfallenden Eisberg schießen, die von der Sonne beleuchtet werden. Der Komet ist zwei Kilometer lang und umrundet die Sonne zwischen Erde und Jupiter.

Komet Hartley 2 wurde kürzlich aktiv, als er sich der Sonne näherte und das Sonnenlicht den Kometen aufwärmte. Vorläufige Untersuchungen von Bildern wie dem oben gezeigten lassen vermuten, dass die glatten Regionen um die Mitte porös sind und gefrorener Wasserdampf direkt in den Weltraum verdampft. Doch unerwarteterweise treten die Kohlendioxidstrahlen bei den rauen Regionen an beiden Enden auf, die flauschige Schneebälle vom Kern auswerfen, manche davon sind so groß wie Basketbälle.

Viele der Punkte im oben gezeigten Bild sind vermutlich Schneebälle. Die ungewöhnlichen Strahlen werden weiterhin untersucht und liefern vielleicht zusätzliche Hinweise, etwa wie Kometen und Asteroiden in den frühen Jahren unseres Sonnensystems entstanden sind und sich entwickelt haben. Der Komet Hartley 2 gast langsam aus und bricht vielleicht im Lauf der nächsten 1000 Jahre gänzlich auseinander.

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Ein dunkles Dünenfeld im Proctor-Krater auf dem Mars

Auf einer gestreift-strukturierten Oberfläche zeichnen sich dunkle Gebilde ab, die an Bakterien erinnern. Es sind jedoch Sanddünen aus dunklem Material auf der Marsoberfläche

Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Wurde dieses Bild mit einem Teleskop oder einem Mikroskop aufgenommen? Vielleicht hilft dieser Hinweis: Wenn die dunklen Formen Bakterien wären, wäre jede von ihnen so lang wie ein Fußballfeld. Was man sieht, sind eigentlich große Sanddünen auf dem Boden des Proctor-Kraters auf dem Mars.

Dieses Bild wurde von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters (MRO) aufgenommen. Der MRO ist eine Roboter-Raumsonde, die den Mars umkreist. Die dunklen, welligen Dünen entstanden wahrscheinlich vor kürzerer Zeit als die helleren Felsformen, die sie anscheinend bedecken, und es wird vermutet, dass sie wegen der ständigen, überall vorhandenen Winde langsam wandern.

Die Dünen entstehen durch eine komplexe Beziehung zwischen der sandigen Oberfläche und ständigen Winden auf dem Mars. Ähnliche Dünen wurden erstmals vor mehr als 35 Jahren von der Raumsonde Mariner 9 im Proctor-Krater entdeckt.

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700 Kilometer unter dem Kometen Hartley 2

Der Komet im Bild wirkt länglich, in der Mitte ist er eingeschnürt und sehr glatt, die Enden sind mit Geröll übersät, am hinteren Ende strömen helle Strahlen aus.

Credit: NASA, JPL-Caltech, UMD, EPOXI-Mission

Beschreibung: Welche Art Komet ist das? Letzte Woche passierte die Roboter-Raumsonde EPOXI der NASA den Kometen 103P/Hartley, der auch als Komet Hartley 2 bekannt ist, und schickte Bilder und Daten, die fremdartig und faszinierend sind. EPOXI war kurz vor der größten Annäherung – etwa 700 Kilometer entfernt -, als dieses dieses Bild entstand.

Wie erwartet ist der Komet ein taumelnder Eisberg, der zwischen Erde und Jupiter um die Sonne wandert. Dennoch werfen die unerwarteten Strukturen auf den Bildern viele Fragen auf, zum Beispiel: Wo sind die Krater? Warum gibt es ein riesiges, glattes Areal in der Mitte? Wie hoch ist der Anteil an losem Material aus Staub und Eisstücken beim Kometen Hartley 2?

Künftige Analysen und Vergleiche mit anderen Kometenkernen werden einige dieser Fragen vielleicht beantworten und hoffentlich zu einem besseren allgemeinen Verständnis von Kometen, Meteoren und dem frühen Sonnensystem führen.

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Vorbeiflug am Kometen Hartley 2

Das Kompositbild zeigt fünf Ansichten des Kometen Hartley 2, welche die Raumsonde EPOXI bei ihrem Vorbeiflug fotografiert hat. Links ist der Komet zweimal klein dargestellt, rechts ist das größte Bild vom keulenförmigen Kometen mit hellen Strahlen am rechten Ende.

Credit: NASA, JPL-Caltech, UMD, EPOXI-Mission

Beschreibung: Schaut diese fünf Bildern von links oben aus im Uhrzeigersinn an, dann seht ihr die Aussicht der Raumsonde bei der EPOXI-Mission, als sie sich am 4. November dem Kometen Hartley 2 näherte, darunter vorbeiflog und auf den Kern zurückblickte. Sie näherte sich bis auf 700 Kilometer an.

Bei dieser Begegnung bildete zum fünften Mal ein Raumschiff vom Planeten Erde einen Kometen aus nächster Nähe ab. Der Kern von Hartley 2 ist der bisher kleinste, er ist nur etwa 2 Kilometer lang. Obwohl Hartley 2 so klein ist, zeigen diese atemberaubenden Bilder Strahlen aus Staub und Gas, was auf eine außergewöhnlich aktive Oberfläche schließen lässt.

Die Strahlen entspringen offensichtlich den geröllbedeckten Oberflächenregionen, wobei Sonnenlicht den Kern von rechts beleuchtet. Bemerkenswert ist, dass die rauen Regionen an beiden Enden des des länglichen Kerns durch ein schmäleres, glattes Mittelstück verbunden sind.

Die Mission EPOXI ist eine Wiederverwertung der Raumsonde Deep Impact, die 2005 eine Sonde losschickte, die auf dem Kern des Kometen Tempel 1 einschlug.

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Wassereis unter der Mondoberfläche nachgewiesen

Ein Ausschnitt vom oberen Rand des Mondes ist abgebildet, die Krater wirken vertraut, ungewohnt sind rote, blaue und grüne Flecken auf der Oberfläche.

Credit: I. Mitrofanov et al., LCROSS, LRO, NASA

Beschreibung: Gibt es genug Wasser auf dem Mond, um künftige Astronauten versorgen? Die Frage ist wichtig, falls die Menschheit den Mond als künftigen Außenposten nützen möchte. Um das herauszufinden, ließen Wissenschaftler im letzten Jahr die Raumsonde LCROSS, die den Mond umkreiste, in einen ständig beschatteten Krater nahe dem Südpol des Mondes stürzen.

Neue Untersuchungen der so entstandenen Schwade aus dem Krater Cabeus lassen auf mehr Wasser schließen als zuvor vermutet wurde, vielleicht etwa sechs Prozent. Zusätzlich misst ein Instrument der separaten Raumsonde LRO die Neutronen. Das Ergebnis liefert Hinweise, dass sogar größere Mondflächen – die meisten davon nicht einmal ständig beschattet – ebenfalls eine erhebliche Menge an tief liegendem Wasser enthalten könnten.

Im LRO-Bild oben wurden Bereiche mit relativ wasserstoffreichem Boden in Falschfarben-Blau gefärbt, vermutlich gibt es dort Wassereis unter der Oberfläche. Umgekehrt sind die roten Bereiche wahrscheinlich trocken. Auch die Position des lunaren Südpols ist auf diesem Bild digital markiert.

Wie tief die Eiskristalle den Boden durchdringen, oder wie schwierig es wäre sie abzubauen und sie als Trinkwasser aufzubereiten, ist noch nicht bekannt.

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