MESSENGER zeigt Erde und Mond

Zwei helle Lichtpunkte leuchten im Bild, es ist die Erde und ihr relativ großer Mond, wie die Raumsonde MESSENGER sie von Merkur aus sah.

Credit: NASA/JHU APL/CIW

Beschreibung: Wie sieht die Erde aus, wenn man sie vom Planeten Merkur aus betrachtet? Die Raumsonde MESSENGER zeigte das, als sie vor zirka drei Monaten bei ihrer größten Annäherung an die Sonne zur Erde blickte. Erde und Mond sind der Doppelpunkt links im Bild. Allerdings war MESSENGER nicht bei Merkur, als sie das Bild fotografierte, sondern an einem Ort, wo die Aussicht ähnlich war.

Vom Merkur aus erscheinen die Erde und ihr relativ großer Mond immer als kleine Kreise, die Sonnenlicht reflektieren, sie zeigen niemals eine Sichelphase. MESSENGER ist seit seinem Start im Jahr 2004 bereits dreimal an Merkur vorbeigeschwirrt und schwenkt planmäßig im März 2011 in den Orbit des innersten Planeten ein.

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Die einst geschmolzene Oberfläche der Venus

Mitten im Bild ragen drei hellrote Strukturen auf, deren abfallende Fänder hellgelb leuchten. Die Landschaft ist dunkelorange gefärbt.

Credit: E. De Jong et al. (JPL), MIPL, Magellan-Team, NASA

Beschreibung: Was würde man sehen, wenn man mit Radaraugen über die Venus schauen könnte? Dieses computergestützte Rendering der Venusoberfläche entstand aus Daten der Raumsonde Magellan.

Magellan umkreiste zwischen 1990 und 1994 die Venus und kartierte mithilfe von Radar die Oberfläche unseres benachbarten Planeten. Magellan fand viele interessante Oberflächenstrukturen, darunter die großen runden Kuppen mit Durchmessern von etwa 25 Kilometern, die oben abgebildet sind. Vermutlich entstanden diese Kuppen durch Vulkanismus, auch wenn der genaue Mechanismus nicht bekannt ist.

Die Oberfläche der Venus ist so heiß und lebensfeindlich, dass keine Landesonde dort länger als wenige Minuten funktionierte.

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Lutetia: Der größte bisher besuchte Asteroid

Das schwarzweiße Kompositbild zeigt verschieden große Asteroiden und Kometenkerne, manche mit Rillen, alle mit markanten Kratern. Das größte Objekt ist Lutetia.

Credit: ESA, NASA, JAXA, RAS, JHUAPL, UMD, OSIRIS; Montage: Emily Lakdawalla (Planetary Society) und Ted Stryk

Für Menschen, die das Universum erforschen, gibt es einen neuen Rekord für den größten Asteroiden, der je von einer Raumsonde besucht wurde. Diesen Monat schwirrte die robotische ESA-Raumsonde Rosetta am Asteroiden 21 Lutetia vorbei.

Rosetta sammelte Daten und Schnappschüsse von Lutetia. Damit soll die Geschichte des Asteroiden sowie der Ursprung seiner ungewöhnlichen Farben erforscht werden. Lutetias Zusammensetzung ist unbekannt. Sicher ist jedoch, dass Lutetia nicht genug Masse hat, um unter dem Einfluss der Gravitation eine Kugel zu bilden.

Rechts oben ist 100 Kilometer große Asteroid Lutetia im Vergleich mit den anderen neun Asteroiden und vier Kometen abgebildet. Alle wurden bereits von irdischen Raumsonden besucht. Lutetia kreist im Hauptasteroidengürtel. Er ist ein Überrest des frühen Sonnensystems und besitzt viele Krater.

Die Raumsonde Rosetta fliegt nun weiter zum Kometen Tschurjumow-Gerassimenko. Für 2014 ist eine Landung der Sonde Philae geplant.

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Der Asteroid Itokawa in Stereo

Das rot-blaue Bild zeigt den Asteroiden Itokawa. Er ist von Geröll übersät und hat eine längliche, leicht gewinkelte Form.

Credit: ISAS, JAXA; Stereobild von Patrick Vantuyne

Nehmt eure rot-blauen Brillen und schwebt neben dem Asteroiden Itokawa. Er ist eine winzige Welt im Sonnensystem. Sein Durchmesser beträgt nur einem halben Kilometer. Auf seiner rauen Oberfläche ist Geröll verstreut, und er hat einen offensichtlichen Mangel an Kratern. Das lässt vermuten, dass der Asteroid ein Schutthaufen ist. Er entstand wohl, indem sich kleinere Bruchstücke sammelten. Die Gravitation hält sie zusammen.

Das Stereobild entstand aus Bildern der Raumsonde Hayabusa, die im Jahr 2005 den Asteroiden besuchte. Nach einer langen Reise trat die Raumsonde am 13. Juni über Australien wieder in die Atmosphäre ein. Sie landete erfolgreich eine Kapsel an einem Fallschirm auf der Erde. Die Kapsel brachte eine kleine Probe vom Material des Geröllhaufen-Asteroiden Itokawa.

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JWST: Spiegel und maskierte Männer

Vor einigen großen sechseckigen Spiegelsegmenten stehen mehrere weiß gekleidete Menschen mit Schutzanzügen auf einer Montagebühne.

Mit freundlicher Genehmigung von Ball Aerospace

Beschreibung: Wer sind diese maskierten Männer? Techniker von Ball Aerospace und der NASA an der Röntgenstrahlen- und Tieftemperaturanlage am Marshall-Raumfahrtzentrum beim Test der Primärspiegelsegmente des James-Webb-Weltraumteleskops (JWST). Das JWST, das 2014 starten soll, ist für die Erforschung des frühen Universums im Infrarotlicht optimiert; dazu dient ein 6,5 Meter großer Primärspiegel aus 18 sechseckigen Segmenten.

Hier wird eine Gruppe von JWST-Spiegelsegmenten für Tests vorbereitet, um sicherzustellen, dass sie genau den Missionsanforderungen entsprechen. Die Anzüge und Masken der Techniker schützen die Spiegeloberfläche vor Verunreinigung. In der Röntgenstrahlen- und Tieftemperaturanlage werden die Spiegel in großen runden Kammern getestet, nachdem die Luft abgesaugt und die Kammer auf -240 Grad Celsius gekühlt wurde (nur 33 Grad über dem absoluten Nullpunkt). Der extrem niedrige Druck und die tiefe Temperatur simulieren die Arbeitsumgebung der JWST-Spiegel im Weltraum. Die Tests der JWST-Spiegelsegmente dauern noch 18 Monate.

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Der Kern des Kometen Halley: ein Eisberg in der Umlaufbahn

Rechts ist der Kern des Kometen Hally, sein großer, weiß leuchtender Schweif breitet sich nach links aus.

Credit und Bildrechte: Halley- Mehrfarbkamera-Team, Giotto-Projekt, ESA

Wie sieht ein Kometenkern aus? Kometenkerne bestehen aus Ursprungsmaterie des Sonnensystems. Früher vermutete man, dass sie sehr schmutzigen Eisbergen ähneln. Doch erdgebundene Teleskope zeigten nur die Wolken aus Gas und Staub, die aktive Kometen umgeben, wenn sie sich der Sonne näheren. Sie konnten nur die Koma von Kometen und die charakteristischen Kometenschweife auflösen.

1986 passierte die europäische Raumsonde Giotto Halleys Kern bei seiner Annäherung an die Sonne und schickte Bilder. Sie war eine der ersten einer Gruppe von Raumsonden, die den Kern eines Kometen besuchten und fotografierten. Aus Daten von Giottos Kamera entstand dieses überarbeitete Bild des kartoffelförmigen Kerns.

Der dunkle Kern ist etwa 15 Kilometer groß. Rechts sind einige Oberflächendetails des Kerns zu sehen, links ist die Koma aus fließendem Gas und Staub. Alle 76 Jahre gelangt Komet Halley ins innere Sonnensystem. Dabei verliert der Kern jedes Mal eine etwa 6 Meter dicke Schicht aus Eis und Gestein, die ins All verschwindet.

Die Ablagerungen, die von Halleys Kern wegströmen, werden in seinem Schweif verteilt. Daraus entstehen die Meteorströme der Orioniden und der Eta-Aquariiden. Die Orioniden sind jedes Jahr im Oktober zu sehen, jeden Mai tritt der Meteorschauer der Eta-Aquariiden auf.

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Die abreisende Raumsonde Rosetta zeigt die Erdsichel

Die Erde ist bildfüllend dargestellt, doch man sieht nur die beleuchtete schmale blau-weiße Sichel links und unten.

Credit und Bildrechte: ESA (MPS für OSIRIS-Team), MPS/UPD/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA

Auf Wiedersehen, Erde. Diesen Monat raste die interplanetare ESA–Raumsonde Rosetta auf ihrer weiten Reise durch das Sonnensystem an der Erde vorbei. Dieses Bild zeigt die Erde mit einer hellen Sichelphase. Sie zeigte dem vorbeifliegenden Raumschiff den Südpol. Rosetta startete 2004 von der Erde. Sie nützte ihre Gravitation, um mit ihrer Hilfe an Mars vorbeizubeschleunigen. 2014 soll sie beim Kometen Tschurjumow-Gerassimenko ankommen.

Letztes Jahr passierte die Roboter-Raumsonde den Asteroiden 2867 Šteins. Nächstes Jahr soll sie den rätselhaften Asteroiden 21 Lutetia erreichen. Wenn alles gutgeht, setzt Rosetta eine Sonde frei, die 2014 auf dem Kometen landen wird. Der Durchmesser des Kometen beträgt 15 Kilometer.

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Asteroid Eros, rekonstruiert

Der kartoffelförmige Asteroid im Bild ist von vielen Kratern übersät.

Credit: Projekt NEAR, NLR, JHUAPL, Goddard SVS, NASA

Beschreibung: Der Asteroid 433 Eros, der die Sonne zwischen Mars und der Erde umrundet, wurde im Februar 2000 von der Raumsonde NEAR-Shoemaker besucht. Hochaufgelöste Oberflächenbilder und Messungen, welche der Laser Rangefinder (NLR) der Sonde NEAR erstellte, wurden zu der obigen Visualisierung kombiniert, die auf einem abgeleiteten 3D-Modell des taumelnden Weltraumfelsens basiert. Mit NEAR entdeckten Wissenschaftler, dass Eros ein einzelner fester Körper ist, dass seine Zusammensetzung fast einheitlich ist, und dass er in den frühen Jahren unseres Sonnensystems entstand. Doch manches bleibt rätselhaft, zum Beispiel warum manche Felsen auf der Oberfläche zerfallen sind. Am 12. Februar 2001 kam es zu einem dramatischen Ende der Mission NEAR durch eine gesteuerte Bruchlandung auf der Oberfläche des Asteroiden, die sie gut genug überlebte um eine Analyse der Zusammensetzung des Oberflächenregoliths zu liefern. Im Dezember 2002 machte die NASA einen erfolglosen Versuch, mit der Raumsonde Kontakt aufzunehmen, nachdem diese 22 Monate auf der Oberfläche des Asteroiden verbracht hatte. NEAR wird wahrscheinlich Milliarden Jahre auf dem Asteroiden bleiben, als Monument menschlichen Einfallsreichtums am Wechsel zum dritten Jahrtausend.

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