Die Mondkrater Langrenus und Petavius

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Bildcredit und Bildrechte: Eduardo Schaberger Poupeau

Beschreibung: Die Geschichte des Mondes ist zum Teil in seinen Kratern verewigt. Dieses Mondpanorama wurde auf der Erde fotografiert, es zeigt die großen Krater Langrenus (links) und Petavius (rechts). Die Krater entstanden bei getrennten Einschlägen.

Langrenus ist ungefähr 130km groß, er besitzt einen terrassenförmigen Kraterrand und einen zirka 3km hohen Zentralberg. Petavius ist mit seinem Durchmesser von 180km etwas größer und besitzt eine markante Bruchlinie, die in seiner Mitte beginnt. Man weiß zwar, dass der Krater Petravius etwa 3,9 Milliarden Jahre alt ist, doch der Ursprung seiner großen Bruchlinie ist unbekannt. Die Krater sind wenige Tage nach Neumond am besten zu sehen, wenn die senkrechten Wände und Hügel die deutlichsten Schatten werfen.

Dieses Bild ist ein Komposit aus den besten von Tausenden hochaufgelösten Infrarot-Videobildern, die mit einem kleinen Teleskop aufgenommen wurden.

Auf der Erde erodieren Berge sehr wahrscheinlich in einer Milliarde Jahren zu Erdreich, doch die Mondkrater Langrenus und Petavius überleben voraussichtlich viele weitere Milliarden Jahre, vielleicht sogar, bis sich die Sonne ausdehnt und Erde und Mond verschlingt.

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Jupiter und die Monde

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Bildcredit und Bildrechte: Derek Demeter (Emil Buehler Planetarium)

Beschreibung: Am 3. Oktober standen nach Sonnenuntergang einige der größten Monde des Sonnensystems zusammen mit dem größten Planeten tief am westlichen Horizont. Gleich nach Anbruch der Dämmerung wurde eine Begegnung des Mondes, der sich der Halbmondphase nähert, mit Jupiter auf dieser Teleobjektivsichtfeld fotografiert. Das Bild ist eine Kombination von kurz und lang belichteten Aufnahmen. Es zeigt die vertraute Vorderseite des natürlichen großen Satelliten unseres hübschen Planeten im hellen Sonnenlicht und mit zartem Erdschein.

Rechts unten steht der größte Gasriese mit seinen vier galileischen Monden. Die winzigen Lichtpünktchen sind – von links nach rechts – Ganymed, [Jupiter], Io, Europa und Kallisto. Unser natürlicher Begleiter ragt scheinbar riesig auf, weil er so nahe ist, doch Ganymed, Io und Kallisto sind eigentlich größer als der Erdmond, und die Wasserwelt Europa ist nur ein wenig kleiner. Von den sechs größten Planetenbegleitern des Sonnensystems fehlt in dieser Szenerie nur der Saturnmond Titan.

Vergessen Sie nicht, heute Abend am Himmel nach großen Monden zu suchen.

Heute Nacht: Internationale Mondbeobachtungsnacht
Einsendungen an APOD: Der Mond und Jupiter mit ihren Begleitern
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Da-Vinci-Aufgang

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Bildcredit und Bildrechte: Likai Lin

Beschreibung: Heute früh ging ein alter Mond auf. Seine abnehmende, von der Sonne beschienene Sichel leuchtete kurz vor Sonnenaufgang im Osten über dem Horizont. Doch der Erdschein – Licht, das vom hellen Planeten Erde reflektiert wird – beleuchtete den schattigen Teil der Mondscheibe und zeigte Frühaufstehern einen Großteil der vertrauten Mondvorderseite. Schon vor mehr als 500 Jahren beschrieb Leonardo da Vinci den Erdschein als Sonnenlicht, das von den Ozeanen der Erde reflektiert wird und die dunkle Oberfläche des Mondes beleucht.

Auch bei der letzten Lunation ging ein alter Mond am östlichen Horizont auf. Seine sonnenbeleuchtete Sichel und das Da-Vinci-Licht wurden am 29. August 2019 mehrmals in der Badain-Jilin-Wüste in der Inneren Mongolei in China fotografiert, die Aufnahmen wurden kombiniert. Dieses Jahr war Leonardo da Vincis 500. Todestag.

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Eine Mondkorona über Turin

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Bildcredit und Bildrechte: Giorgia Hofer (Cortina Astronomical Association)

Beschreibung: Was sind diese farbenprächtigen Ringe um den Mond? Eine Korona, oft auch als Hof bezeichnet. Ringe wie diese treten manchmal auf, wenn der Mond hinter dünnen Wolken zu sehen ist. Der Effekt entsteht durch die quantenmechanische Beugung von Licht um einzelne, annähernd gleich große Wassertröpfchen in einer davor liegenden, großteils transparenten Wolke. Da Licht verschiedener Farben unterschiedliche Wellenlängen hat, wird jede Farbe anders abgelenkt.

Höfe um den Mond gehören zu den wenigen quantenmechanischen Farbeffekten, die mit bloßem Auge leicht sichtbar sind. Diese Mondkorona wurde 2014 um einen Vollmond über Turin in Italien fotografiert. Ähnliche Höfe um die Sonne sind wegen der großen Helligkeit der Sonne meist kaum erkennbar.

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Ein Erntemond

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Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Graffand

Beschreibung: Der Erntemond, berühmt aus Festen, Geschichten und Liedern, ist der bekannteste Vollmond. Für Bewohner der Nordhalbkugel ist das ein traditioneller Name für den Vollmond, welcher der Tag- und Nachtgleiche im September am nächsten kommt. In den meisten nordamerikanischen Zeitzonen geht der diesjährige Erntemond offiziell am Freitag, dem 13. September, auf, doch auf einem Großteil des Planeten findet der Aufgang dieses Erntemondes am 14. September statt. Natürlich sieht der Mond auch an den umliegenden Tagen fast voll aus.

Unabhängig von Ihrer Zeitzone geht der Erntemond – wie jeder andere Vollmond – exakt gegenüber der untergehenden Sonne auf. Nahe dem Horizont erscheint er wegen der Mondtäuschung vielleicht größer und heller, doch dieser Erntemond findet in der Nähe des Mondapogäums statt. Das ist der erdfernste Punkt seiner Bahn, daher ist er der kleinste Vollmond des Jahres. Ein Weizenfeld, das in Südfrankreich geerntet wurde, machte auch dieses Bild vom 15. August zu einer Erntemondszene, der Vollmond strahlte bei Sonnenuntergang zwischen schönen irisierenden Wolken.

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Mond und Jupiter über den Alpen

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Bildcredit und Bildrechte: Giorgia Hofer (Cortina Astronomical Association)

Beschreibung: Was sind die hellen Lichter da vorne am Himmel? Bei einer Wanderung vor drei Wochen über einen Bergpass in Norditalien war eine Konjunktion zwischen unserem Mond und dem fernen Planeten Jupiter zu sehen, als die beiden nach Sonnenuntergang zusammen auftauchten.

Die malerischen Berge in der Ferne sind die Drei Zinnen (Tre Cime di Lavaredo), eine UNESCO-Welterbestätte und drei der bekanntesten Berggipfel Italiens, der Dolomiten, ja der gesamten Alpen. Vorne links steht die DreizinnenHütte, eine Schutzhütte für müde Wanderer, sie ist mehr als eine Stunde vom nächstgelegenen Parkplatz entfernt. Das helle Himmelsobjekt links oben ist Saturn. Die ganze Szene wurde mit einer einzigen 8-Sekunden-Aufnahme fotografiert.

Jupiter und Saturn bleiben diesen Monat nach Sonnenuntergang am Himmel markant im Westen, während der Mond auf seiner monatlichen Reise um die Erde in etwa vier Tagen wieder in der Nähe von Jupiter vorbeizieht.

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Lenticulariswolken über dem Ätna

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Bildcredit: Dario Giannobile

Beschreibung: Was passiert über diesem Vulkan? Man sieht zwar, wie der Ätna ausbricht, doch die Wolken haben nichts mit dem Ausbruch zu tun. Sie sind Lenticularis, die entstehen, wenn feuchte Luft an einem Berg oder Vulkan nach oben gedrückt wird. Die unwirkliche Szenerie wurde Ende letzten Monats zufällig fotografiert, als der Astrofotograf zum Ätna reiste, um die Begegnung des Mondes mit dem Stern Aldebaran zu fotografieren. Der Ätna ist eine UNESCOWelterbestätte in Sizilien (Italien).

Hier leuchtet der Mond in einer hellen Sichelphase und beleuchtet den Rand der unteren Lenticularis. Rechts fließt rot glühende Lava. Neben einigen atemberaubenden Standbildern zeigt ein begleitendes Zeitraffervideo der Szenerie, wie die Lenticulariswolken entstehen und wabern, während in weiter Ferne Sterne ziehen.

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Saturn hinter dem Mond

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Bildcredit: Peter Patonai (Astroscape Photography)

Beschreibung: Was ist da neben dem Mond? Saturn. Auf seiner monatlichen Reise um die Erde – und somit den Himmel der Erde – zog unser Mond zu Beginn der Woche fast genau vor Saturn vorbei, der die Sonne umkreist. An vielen Standorten auf einer breiten Schneise der Südhalbkugel der Erde wanderte der Mond sogar direkt vor Saturn vorbei.

Dieses Bild aus Sydney in Australien zeigt das Paar wenige Minuten vor der Finsternis. Das Bild ist eine Einzelaufnahme mit 1/500stel Sekunde Belichtungszeit, die später bearbeitet wurde, um Mond und Saturn besser hervorzuheben. Da Saturn fast gegenüber der Sonne steht, ist er ab Sonnenuntergang im Südosten und dann fast die ganze Nacht sichtbar. Der zunehmende Mond stand ebenfalls fast gegenüber der Sonne und daher beinahe die ganze Nacht sichtbar – morgen Nacht ist er voll.

Der Mond bedeckt Saturn dieses Jahr bei jeder Runde um die Erde.

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Start von Chandrayaan 2

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Bildcredit und Bildrechte: Neeraj Ladia

Beschreibung: Am 22. Juli verschwand diese GSLV-MkIII-Rakete (Trägerrakete für geosynchrone Satelliten) einen Moment nach diesem dramatischen Schnappschuss aus dem Blickfeld in einer Wolkenbank. Sie startete am Satish Dhawan Space Centre in Indien, ihre Nutzlast war das Missionsraumschiff Chandrayaan 2 in den Erdorbit.

Orbiter, Landesonde und Rover der Raumsonde sind jedoch für den Mond bestimmt. In den kommenden Wochen führt sie eine Manöverserie zur Anhebung des Orbits durch, die schließlich Anfang September in den Mondorbit übergehen. Wenn alles nach Plan läuft, trennt sich die Landesonde samt dem solarbetriebenen Rover und versucht eine autonome weiche Landung in hohen Breiten in der Nähe des Mondsüdpols. Sie sollte am 7. September auf der Mondvorderseite ankommen, in der Nähe des lokalen Sonnenaufgangs zu Beginn eines zweiwöchigen Mondtages.

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HDR: Der kreisrunde Erdschatten auf dem Mond

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Bildcredit und Bildrechte: Cristian Fattinnanzi

Beschreibung: Was wirft einen so großen kreisrunden Schatten auf den Mond? Die Erde. Der Vollmond letzte Woche – der Bockmond – war so voll, dass er fast exakt in einer Linie mit Sonne und Erde stand. Wenn das passiert, wirft die Erde ihren Schatten auf den Mond. Die Kreisförmigkeit des Erdschattens auf dem Mond wurde von Aristoteles erwähnt und wird somit mindestens seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. wahrgenommen.

Neu ist die Fähigkeit der Menschheit, diesen Schatten mit einem so hohen Dynamikumfang (HDR) zu erfassen. Dieses HDR-Komposit der partiellen Mondfinsternis, die letzte Woche stattfand, kombiniert 15 Bilder und enthält eine Aufnahme mit 1/400stel Sekunde, um den hellsten Teil nicht überzubelichten, und eine Aufnahme mit 5 Sekunden Belichtungszeit, um den dunkelsten Teil aufzunehmen. Dieser finstere Teil im Kernschatten der Erde ist nicht völlig dunkel, weil etwas Licht durch die Erdatmosphäre auf den Mond gebrochen wird.

Die nächste totale Mondfinsternis findet im Mai 2021 statt.

Partielle Mondfinsternis im Juli 2019: Einige unvergessliche Bilder, die bei APOD eingereicht wurden.

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Mondbeben sind überraschend häufig

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Bildcredit: NASA, Besatzung Apollo 11

Beschreibung: Warum gibt es so viele Mondbeben? Die Analyse-Ergebnisse von Seismographen, die bei den Apollo-Mondlandungen auf dem Mond zurückgelassen wurden, zeigen eine überraschend hohe Anzahl an Mondbeben, die in einem Bereich von 100 Kilometern an der Oberfläche auftreten. In den Daten, die zwischen 1972 und 1977 aufgezeichnet wurden, erfasste man 62 Mondbeben.

Viele dieser Mondbeben wären stark genug, um in einer Mondwohnung die Möbel zu verschieben, außerdem vibriert das starre Mondgestein viele Minuten lang – deutlich länger als Gesteinsbeben auf der Erde. Die Ursache der Mondbeben bleibt unbekannt, doch eine führende Hypothese besagt, dass dabei Verwerfungen unter der Oberfläche kollabieren. Unabhängig von der Quelle müssen künftige Mondhäuser so gebaut werden, dass sie den häufigen Erschütterungen standhalten.

Hier wurde heute vor 50 Jahren der Apollo-11-Astronaut Buzz Aldrin neben einem kurz zuvor stationierten Mondseismometer fotografiert, als er zum Mondlandemodul zurückblickte.

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