Mondkorona mit Jupiter und Saturn

Mondkorona, Jupiter und Saturn über dem italienischen Dorf Pieve di Cadore und dem Sfornioi, der zur Bosconerogruppe gehört.

Bildcredit und Bildrechte: Alessandra Masi

Beschreibung: Warum wirkt ein wolkiger Mond manchmal farbig? Der Effekt wird als Mondkorona bezeichnet und entsteht durch die quantenmechanische Beugung des Lichts an einzelnen, etwa einheitlich großen Wassertröpfchen in einer dazwischen liegenden, aber großteils transparenten Wolke. Da Licht unterschiedlicher Farben aus unterschiedlichen Wellenlängen besteht, wird jede Farbe anders gebeugt.

Mondkoronen gehören zu den wenigen quantenmechanischen Farbeffekten, die mit bloßem Auge leicht erkennbar sind. Manchmal sind auch Sonnenkoronen sichtbar.

Dieses Kompositbild wurde ein paar Tage vor der engen großen Konjunktion von Saturn und Jupiter im letzten Monat fotografiert. Hinter dem italienischen Dorf Pieve di Cadore seht ihr den Sfornioi, der zur Bosconerogruppe gehört.

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Die Mondphasen im Jahr 2021


Bildcredit: Daten: Lunar Reconnaissance Orbiter; Animation: Wissenschaftliches Visualisierungsstudio der NASA; Musik: Viertes Brandenburgisches Konzert, BWV 1049 (Johann Sebastian Bach), von Kevin MacLeod via Incompetech

Beschreibung: Welche Phase hat der Mond dieses Jahr an eurem Geburtstag? Das ist schwierig zu sagen, denn das Aussehen des Mondes ändert sich jede Nacht.

Während der Mond um die Erde kreist, wird zuerst immer mehr von seiner sonnenbeleuchteten Hälfte sichtbar und dann wiederum immer weniger. Dieses Video animiert Bilder, die vom Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA im Mondorbit aufgenommen wurden, um alle 12 Lunationen zu zeigen, die dieses Jahr – 2021 – auftreten.

Eine Lunation beschreibt einen vollen Mondzyklus mit all seinen Phasen. So eine volle Lunation dauert ungefähr 29,5 Tage, also etwas weniger als einen Monat („Mond„). Im Laufe jeder Lunation wird Sonnenlicht vom Mond aus verschiedenen Winkeln reflektiert und beleuchtet daher die verschiedenen Strukturen unterschiedlich. Dabei zeigt der Mond der Erde natürlich immer dieselbe Seite.

Weniger auffällig ist, dass sich die scheinbare Größe des Mondes Nacht für Nacht leicht ändert, sowie ein leichtes Wackeln, das als Libration bezeichnet wird, während sich der Mond seine elliptische Bahn entlang bewegt.

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Mond im 21. Jahrhundert auf Kollodium-Nassplatte

Diese zeitgenössische Version einer Kollodium-Nassplattenaufnahme feiert die Anfänge der Mondfotografie und reproduziert den Prozess mit modernen Chemikalien und einer Glasplatte aus einem Baumarkt des 21. Jahrhunderts.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Smolinsky

Beschreibung: Eine der ersten fotografischen Techniken, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts verwendet wurden, um die Mondoberfläche aufzunehmen, war das Kollodium-Nassplatten-Verfahren, das vor allem vom britischen Astronomen Warren De la Rue eingesetzt wurde.

Für eine Fotografie wurde eine Glasplatte mit einer dicken, durchsichtigen Mischung beschichtet, mit Silbernitrat sensibilisiert, dann am Teleskop belichtet und schließlich entwickelt, um ein Negativbild auf der Platte zu erzeugen. Um die fotografische Empfindlichkeit zu erhalten, musste der gesamte Prozess – vom Beschichtung bis zur Belichtung und Entwicklung – vor dem Trocknen der Platte abgeschlossen sein, also in einem Zeitraum von ungefähr 10 bis 15 Minuten.

Diese zeitgenössische Version einer Kollodium-Nassplattenaufnahme feiert die Anfänge der Mondfotografie und reproduziert den Prozess mit modernen Chemikalien, die eine Glasplatte aus einem Baumarkt des 21. Jahrhunderts beschichten. Das Bild wurde am 28. November mit einer 8×10-Fachkamera und einem Gartenteleskop fotografiert. Es zeigt originalgetreu die großen Krater, hellen Strahlen und dunklen, weichen Meere des zunehmenden Dreiviertelmondes.

Das Bild auf der Platte mit einem Durchmesser von 8,5 Zentimetern wurde bei der Aufnahme nachgeführt, 2 Minuten lang belichtet und anschließend digitalisiert. Die fotografische Empfindlichkeit der Nassplatte lag bei ISO 1. Der Kamerasensor in eurem Smartphone hat eine fotografische Empfindlichkeit von vielleicht ISO 100 bis 6400 (und muss trocken gehalten werden …).

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Konjunktion nach Sonnenuntergang

Jupiter und Saturn sind am 21. Dezember, dem Tag der Großen Konjunktion, nur die Breite der Mondsichel voneinander entfernt.

Bildcredit und Bildrechte: Alireza Vafa

Beschreibung: Wie nahe kommen sich Jupiter und Saturn bei der Großen Konjunktion? Diese schöne Dreifachkonjunktion von Mond, Jupiter und Saturn wurde in der winterlichen Dämmerung hinter Wolken fotografiert. Die Nahaufnahme vom 17. Dezember nach Sonnenuntergang blickt zum westlichen Horizont über dem Elbursgebirge im Iran.

An dieser himmlischen Begegnung erkennt ihr leicht, wie weit Jupiter und der blassere Saturn am Tag der Großen Konjunktion voneinander entfernt sein werden: ungefähr die Breite der zunehmenden Mondsichel.

Am Sonnwendtag, dem 21. Dezember, scheinen Jupiter und Saturn fast zu verschmelzen. Bei dieser engsten Konjunktion seit 400 Jahren sind sie am Himmel nur ungefähr 1/5 des scheinbaren Vollmonddurchmessers voneinander entfernt. Die beiden größten Welten im Sonnensystem und ihre Monde teilen sich dann in Teleskopen auf dem Planeten Erde dasselbe Sichtfeld.

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Diamant am Himmel

Diamantring von der Zentrallinie der totalen Sonnenfinsternis 2020 im Norden von Patagonien in Argentinien und Sonnenprotuberanzen am Rand der Mondsilhouette.

Bildcredit und Bildrechte: Mariano Ribas (Planetario de la Ciudad de Buenos Aires)

Beschreibung: Als der Schatten des Mondes am 14. Dezember über die Südhalbkugel des Planeten Erde raste, kamen Himmelsbeobachterinnen auf der dunklen Zentrallinie in den Genuss der einzigen totalen Sonnenfinsternis 2020. Beim Schattenspiel des Neumondes sah man einen Augenblick lang diesen funkelnden Diamantring, sogar am wolkigen Himmel.

Das flüchtige Schauspiel ist als Diamantringeffekt bekannt, und es findet zweimal statt: Knapp vor und unmittelbar nach der Totalität ist ein schmaler Splitter der Sonnenscheibe hinter dem Mondrand sichtbar, der wie ein funkelndes Juwel an einem dunklen Ring aussieht.

Dieser dramatische Schnappschuss von der Zentrallinie im Norden von Patagonien in Argentinien zeigt den zweiten Diamantring dieser Finsternis und markante Sonnenprotuberanzen über dem Rand der Mondsilhouette.

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Messier-Krater in Stereo

Die Krater Messier und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis, sie messen 8 mal 15 und 11 mal 16 Kilometer.

Bildcredit: Apollo 11, NASA; Stereo-Bildrechte: Patrick Vantuyne

Beschreibung: Viele helle Nebel und Sternhaufen am Himmel des Planeten Erde stehen in Verbindung mit dem Namen des Astronomen Charles Messier und seinem berühmten Katalog aus dem 18. Jahrhundert. Auch diese beiden großen, außergewöhnlichen Krater auf dem Mond tragen seinen Namen.

Messier (links) und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis auf dem Mond heraus. Sie messen 8 mal 15 und 11 mal 16 Kilometer. Ihre längliche Form wird durch die extrem flache Flugbahn des Einschlagskörpers erklärt, der sich von links nach rechts bewegte, als er die Krater schlug. Der flache Einschlag führte auch zu zwei Strahlen aus hellem Material, die außerhalb des Bildes nach rechts über die Oberfläche verlaufen.

Dieses interessante Stereobild des Kraterpaares sollte mit rot-blauen Brillen (rot für das linke Auge) betrachtet werden. Es wurde aus hoch aufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304, AS11-42-6305) erstellt, die bei der Mondmission Apollo 11 fotografiert wurden.

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Die große Konjunktion über einem sizilianischen Leuchtturm

Die Begegnung von Jupiter und Saturn am 21. Dezember ist die engste Konjunktion seit 1623.

Bildcredit und Bildrechte: Kevin Saragozza

Beschreibung: Verpasst nicht die kommende große Konjunktion! In weniger als zwei Wochen wandern die beiden größten Planeten im Sonnensystem am Himmel des Planeten Erde in einem so knappen Winkelabstand aneinander vorbei, dass der Mond beide zugleich bedecken könnte. Die kommende Planetenbegegnung am 21. Dezember ist die engste seit 1623*.

Jupiter und Saturn sind auffallend hell und schon jetzt kurz nach Sonnenuntergang im Südwesten zusammen zu sehen. Kurz nach der Abenddämmerung ist die beste Zeit, um sie zu beobachten, weil sie bald danach untergehen.

Mitte November wurden die Riesenplaneten in einem Abstand von ungefähr drei Grad zusammen fotografiert, und sie kommen einander weiterhin immer näher. Dieses Bild mit Sichelmond zeigt das dynamische Duo hinter dem Leuchtturm auf dem Kap Murro di Porco bei Syrakus auf Sizilien in Italien.

* Kepler beobachtete 1603 eine große Konjunktion.

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Mons Rümker im Meer der Stürme

Die Landestelle der chinesischen Mission Chang'e-5 liegt nördlich von Mons Rümker, einem 70 Kilometer breiten Komplex aus Vulkankegeln.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Yves Letellier

Beschreibung: Mons Rümker, ein 70 Kilometer breiter Komplex aus Vulkankegeln, erhebt sich etwa 1100 Meter über das schier endlose, ebene Mondmeer, das als Oceanus Procellarum bekannt ist, das Meer der Stürme. Ende letzten Monats fiel Tageslicht auf das Gebiet.

Der Terminator des Mondes – die Schattengrenze zwischen Tag und Nacht – verläuft diagonal über die linke Seite dieser Teleskop-Nahaufnahme des zunehmenden Dreiviertelmondes vom 27. November. Im Bild befindet sich auch die Landestelle der chinesischen Mission Chang’e-5.

Die kombinierte Lande- und Rückkehrsonde setzte am 1. Dezember auf der Mondoberfläche auf, und zwar in einer Region rechts neben der Mitte und nördlich der Kuppen von Mons Rümker. Am 3. Dezember verließ die Aufstiegsstufe das Meer der Stürme mit 2 Kilogramm Mondmaterial, um damit zum Planeten Erde zurückzukehren.

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Das Auge des Mondes

Der Mond in der Öffnung dieses Felsbögens im Arches-Nationalpark in der Nähe von Moab in Utah (USA) sieht wie ein Auge am Himmel aus.

Bildcredit und Bildrechte: Zachery Cooley

Beschreibung: Wer beobachtet hier wen? Dieses Bild des Mondes hinter dem Tor einer Felswand wirkt wie ein riesiges Auge, das uns ansieht. Das Foto von Ende Oktober ist zwar nur eine einzige Aufnahme, doch das visuelle Duplikat erforderte eine Menge Planung.

Das fotografische Ziel wurde erstens durch präzise zeitliche Planung erreicht, damit der fast volle Mond im in diesem augenförmigen Bogen erscheinen würde, zweitens durch exakte räumliche Planung, damit der Winkeldurchmesser des Mondes bildhaft in den Gesteinsbogen passte, und drittens durch Glück, damit der Himmel klar war und die ganze Anordnung funktionierte. Die scheinbar zufällige Überlagerung wurde mithilfe dreier Smartphone-Apps technisch umgesetzt.

Der Sandsteinbogen, der durch Erosion geformt wurde, ist Millionen Jahre alt und nur einer von Tausenden natürlichen Felsbögen im Arches-Nationalpark in der Nähe von Moab in Utah (USA). Im Gegensatz dazu findet ihr den Mond die Hälfte der Zeit eigentlich überall auf der Erde am Himmel.

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Start der Mission Chang’e 5

Chinas Mission Chang'e-5 ist die erste robotische Mondproben-Rückführmission seit der sowjetischen Mission Luna 24 im Jahr 1976.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Diese Rakete vom Typ Long March-5 startete am Dienstag, 24. November, um 4:30 Uhr Pekinger Zeit vom Kosmodrom Wenchang in der südlichen Provinz Hainan, um Chinas Mission Chang’e-5 zum Mond zu bringen. Die Mondlandemission ist nach einer alten chinesischen Mondgöttin benannt.

Ihr Ziel ist, etwa 2 kg Mondmaterial von der Oberfläche zu sammeln und dieses zur Erde zu bringen. Es ist die erste robotische Mondproben-Rückführmission seit der sowjetischen Mission Luna 24 im Jahr 1976. Das komplexe Landeziel der Mission Chang’e-5 liegt im Oceanus Procellarum (Meer der Stürme). Diese flache Vulkanebene wurde schon 1969 von der Mission Apollo 12 besucht.

Die Landesonde von Chang’e-5 wird mit Sonnenenergie betrieben und soll – beginnend am 27. November – während des lokalen Mondtages auf der Mondoberfläche eingesetzt werden. Der Mondtag dauert ungefähr zwei Erdwochen. Eine Kapsel mit den Mondproben an Bord soll Mitte Dezember zur Erde zurückkehren.

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Die Farben des Mondes

Die vielen Farben des Mondes in der Erdatmosphäre

Bildcredit und Bildrechte: Marcella Giulia Pace

Beschreibung: Welche Farbe hat der Mond? Das hängt von der Nacht ab. Außerhalb der Erdatmosphäre erscheint der dunkle Mond, der Sonnenlicht reflektiert, in einem prächtigen Grau mit braunem Stich. Aus dem Inneren der Erdatmosphäre betrachtet erscheint der Mond jedoch ziemlich unterschiedlich.

Dieses Bild zeigt eine Sammlung scheinbarer Farben des Vollmondes, die ein Astrofotograf im Laufe von 10 Jahren an unterschiedlichen Orten in Italien dokumentierte. Rote oder gelbe Färbungen sind meist ein Hinweis, dass der Mond in der Nähe des Horizonts steht. Dort wird ein Teil des blauen Lichtes entlang der langen Sichtlinie durch die Erdatmosphäre, die manchmal mit feinem Staub angereichert ist, gestreut.

Ein blau gefärbter Mond ist seltener und kann ein Hinweis sein, dass der Mond durch eine Atmosphäre mit größeren Staubteilchen zu sehen ist. Wie der violette Mond entstand, ist unklar – es könnte eine Kombination aus mehreren Effekten sein. Das letzte Bild zeigt die totale Mondfinsternis im Juli 2018, als der Mond im Erdschatten blassrot leuchtete – in dem Licht, das durch die Lufthülle um die Erde gebrochen wurde.

Der nächste Vollmond ist Ende des Monats zu sehen (Mon-d), manche Kulturen kennen ihn als Bibermond.

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