Bitte lächeln! Rosettas Selbstporträt

Über einem Solarpaneel der Raumsonde Rosetta ragt von oben der zweilappige Kern des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko ins Bild.
Bildcredit und Bildrechte: ESA/Rosetta/Philae/CIVA

Dieses Selbstporträt der Raumsonde Rosetta entstand am 7. Oktober 2014. Zu dieser Zeit war die Sonde etwa 472 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Doch sie schwebt nur 16 km über der Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko. Hinter der Raumsonde ragt der zweiteilige Kern des Kometen von oben ins Bild. Er verströmt Staub und Gas. Eines von Rosettas Sonnensegel funkelt im hellen Sonnenlicht, es ist 14 Meter lang.

Zwei Aufnahmen wurden zu diese Szene mit starken Kontrasten kombiniert. Ein Bild war kurz belichtet, das andere lang. Dazu diente das Kamerasystem CIVA der Landesonde Philae, die noch angedockt war. Es war die letzte Aufnahme von Philaes Kamera, bevor sich die Landesonde am 12. November von Rosetta trennte. Kurz nach der Trennung machte Philae ein weiteres Bild, das zum Orbiter zurückblickte. Dann stieg Philae zum Kern des Kometen ab. Die ausgewählte Landezone lag auf dem kleineren Teil des Kometenkerns, und zwar auf der Seite, die man hier sieht.

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Supernova-Überrest Pa 30

Der Nebel im Bild erinnert an ein Feuerwerk zwischen hell leuchtenden Sternen. Die größeren Sterne wirken wie von Nebeln umhüllt. Der rötliche Nebel hat Speichen, die vom Zentrum nach außen gehen. Sie sind von Perlen gesäumt, die jeweils 4 Lichttage lang sind.
Bildcredit und Bildrechte: Internationales Gemini-Observatorim/NOIRLab/NSF/AURA. Danksagung: PI: T. Cunningham (Zentrum für Astrophysik – Harvard und Smithsonian). Bildbearbeitung: J. Miller und M. Rodriguez (Internationales Gemini-Observatorium/NSF NOIRLab), T.A. Rector (Universität von Alaska Anchorage/NSF NOIRLab), D. de Martin und M. Zamani (NSF NOIRLab).

„Frohes Neues Jahr!“ Moment – nein, das ist kein Feuerwerk! Dieses Bild zeigt den Nebel Pa 30, der hier vom Teleskop Gemini Nord auf Hawaii beobachtet wurde. Er ist wohl ein alter Überrest von der Explosion einer Supernova. Es gibt unabhängige historische Berichte aus China, Japan und dem arabischen Raum von einem „Gaststern„. Er leuchtete im Jahr 1181 ganze 185 Tage lang am Himmel.

Vermutlich stammte der helle neue Lichtpunkt, aus dem das Feuerwerk Pa 30 entstand, von einer ungewöhnlichen Supernova vom Typ Iax. In der Astronomie weiß man nicht genau, was dabei geschah. Doch man vermutet, dass zwei Weiße Zwerge miteinander verschmolzen.

Der rätselhafte Zentralstern im Bild ist extrem heiß und erzeugt einen starken Wind. Dieser schuf möglicherweise die Fasern, die an Speichen erinnern. Seht genau hin: An den Filamenten sind Knoten wie Perlen aufgefädelt. Jede Perle ist etwa 4 Lichttage groß. Wenn wir verstehen, wie eine Supernova diesen erstaunlichen Überrest schuf, lösen wir ein 845 Jahre altes Rätsel, das immer noch besteht.

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Analemma über dem Steinkreis von Callanish

Die Sonne zieht eine 8-förmige Schleife am Himmel über dem Steinkreis von Callanish. Die senkrecht aufgestellten riesigen Steine werfen lange Schatten auf den Rasen davor.

Bildcredit und Bildrechte: Giuseppe Petricca Name

Stell dir vor, du gehst täglich zur selben Zeit raus und machst ein Foto von der Sonne. Wie verändert sich ihre Position im Lauf der Zeit? Eine visuelle Antwort ist ein Analemma. Dazu kombiniert man Bilder, die Lauf eines Jahres immer am selben Ort und zur selben Zeit fotografiert werden.

Die Bilder für dieses Analemma entstanden alle paar Tage zu Mittag in der Nähe des Dorfes Callanish. Es liegt auf den Äußeren Hebriden, die zu Schottland (UK) gehören. Unten steht der Steinkreis von Callanish. Er wurde ungefähr 2700 v. Chr. in der Bronzezeit errichtet. Wir wissen nicht, ob die Platzierung der Steine von Callanish eine astronomische Bedeutung hatte oder hat.

Die Form einer Acht entsteht durch die Neigung der Erdachse und die elliptische Form der the Erdbahn um die Sonne. Zu den Sonnenwenden steht die Sonne am oberen oder unteren Ende des Analemmas. Der Steinkreis wurde etwa zur Sonnenwende im Dezember fotografiert. Daher leuchtet die Sonne unten.

Die Sonnenwenden treten an den mittleren Punkten eines Analemmas auf, nicht am Schnittpunkt. In zwei Tagen gibt es ein Äquinoktium („gleiche Nacht“). Dann sind Tag und Nacht auf der ganzen Welt ungefähr gleich lang. Viele Kulturen feiern den Wechsel der Jahreszeit zur Tagundnachtgleiche.

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Sonnenfinsternisse und Kulturen

Das Bild ist aus vielen Streifen zusammengesetzt. In jedem Streifen ist die Sonne während einer anderen Phase der Finsternis zu sehen. Der Streifen in der Mitte, der die Totalität zeigt, ist dunkel. Nachrechts hin geht die Sonne unter, daher werden die Streifen dort zunehmend dunkler und rötlicher.
Bildcredit und Bildrechte: Javier Castro; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Stellt euch vor, ihr hättet noch nie von einer Sonnenfinsternis gehört. Euer ganzes Leben lang konnte man vorhersagen, wie sich die Sonne verhält. Doch eines Tages seht ihr mit eigenen Augen, wie sich der Himmel so verfärbt wie auf dem gestreiften Bild von heute. Es wurde bei der Sonnenfinsternis am 12. August 2026 in einem Zeitraum von zwei Stunden aufgenommen. Die Sonne verschwindet bis auf einen hellen, leeren Ring. Was würdet ihr denken, was passiert ist?

Menschen deuteten Finsternisse in der Geschichte auf verschiedenste Weise. Ihre Beobachtungen integrierten sie mit Ideen von Verbundenheit, Gefahr oder Wiedergeburt in ihre Kulturen. „Eklipse“ leitet sich vom griechischen Wort „ékleipsis“ ab, das bedeutet „Verlassen“. Im antiken Griechenland zeigte eine Sonnenfinsternis den Zorn der Götter, indem die Sonne die Menschheit verließ.

Für das Volk der Diné ist die himmlische Anordnung eine Zeit der Erneuerung. Aus Respekt und um sich vor zu viel Sonnenlicht zu schützen, bleiben die Diné im Haus, bis sich Sonne und Mond wieder trennen. Die Batammariba in Benin und Togo glauben, dass Sonne und Mond bei einer Finsternis miteinander kämpfen. Daher ruft die Gemeinschaft zu Frieden untereinander auf.

Finsternisse sind ein Beispiel für eine lange Verbindung zwischen Astronomie und Gesellschaft.

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Totale Sonnenfinsternis über Spanien

Über der Basílica del Pilar in Zaragoza (Spanien) leuchtet die Korona, weil die Sonne vom Mond verdeckt ist. Die Basilika hat mehrere pittoreske Türme. Finsternis und Basilika spiegeln sich vorne im Wasser des Ebro.
Bildcredit und Bildrechte: Ruiyu Zhang; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Am 12. August 2026 verdunkelte der Mond die Sonne ganz. Seinen Schatten zog über Sibirien, Grönland, Island, Spanien und Portugal. Das Bild zeigt zwei totale Sonnenfinsternisse aus Zaragoza in Spanien: einmal über der Basílica del Pilar und eine Spiegelung im Ebro. Für einen kurzen Moment erlebte Spanien seine erste große totale Sonnenfinsternis seit 1905.

Während der Totalität spürt man eine plötzliche Kühle in der Luft. Die Vögel verstummen, Insekten zirpen verwirrt und viele Menschen staunen gemeinsam. Wenn der Mond die helle Sonnenscheibe verdeckt, schlägt die Stunde der Korona.

Die Korona ist Millionen Grad heißer als die Sonnenoberfläche. Wenn Forschende eine Sonnenfinsternis beobachten, wollen sie herausfinden, warum das so ist. Alle können sich an den Studien beteiligen. Interessant ist, wie sich Tiere verhalten, man kann die Korona fotografieren oder die Temperatur der Luft und die Bewölkung beobachten.

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Pathfinder auf dem Mars

In einer felsigen, braun gefärbten Landschaft steht ein Rover mit Rädern auf einer Plattform mit Solarpaneelen, umgeben von weißen Stofffetzen. Es ist der Marsrover Sojourner, der auf der Raumsonde Mars Pathfinder steht, bevor er zu seiner historischen Erkundung aufbricht.
Bildcredit: Mars Pathfinder, JPL, NASA

Am 4. Juli 1997 landete die Sonde Mars Pathfinder auf dem Mars. Der Abstieg zum Mars gelang mit einem eigenen Feuerwerk, einem Fallschirm und einen schützenden Prallkissen. Damit hüpfte die Sonde wie ein riesiger Wasserball etwa 15 Mal auf und ab, bevor sie schließlich um 19.07 MESZ auf der Marsoberfläche zu liegen kam. Die Landung mit Airbags war damals völlig neu.

Pathfinder schickte dieses farbige Mosaikbild an das Kontrollzentrum auf der Erde. Es ist eine Szene aus einer anderen Welt. Vorne steht der Marsrover Sojourner. Er steht noch auf Pathfinder. Sojourner war der erste erfolgreiche Marsrover. Er ist etwa so groß wie eine große Hauskatze, hat sechs Räder und wird mit Solarpaneelen betrieben.

Rund um Pathfinder liegen die verbrauchten Airbags. Er steht in der Überschwemmungsebene des Ares Vallis, die mit Felsbrocken übersät ist. Am Horizont zeichnen sich ferne Marshügel vor dem bräunlichen Himmel ab. Die Landesonde Pathfinder wurde später in Carl Sagan Memorial Station umbenannt.

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Vorbeiflug am Neptunmond Triton

Videocredit: NASA; JPL, Voyager 2, Digital-Komposition: Paul Schenk (LPI, USRA)

Was würde man wohl sehen, wenn man an Triton vorbeifliegen könnte? Nur eine einzige Raumsonde hat das bislang geschafft. Dieses Video zeigt die Bilder der dramatischen Begegnung. Triton ist der größte Mond des Planeten Neptun und etwas kleiner als der Erdmond. Im Jahr 1989 raste die Sonde Voyager 2 mit geöffneten Kameras durch das Neptunsystem. Seine Oberfläche ist reich an gefrorenem Stickstoff, und es gibt Kryovulkanismus.

Der erste Abschnitt im Video zeigt, wie sich Voyager 2 Triton nähert. Der Mond erscheint – abgesehen von einem allgemein falschen Grünton – fast in Echtfarben. Unter der Sonde ist das mysteriöse „Honigmelonen-Gelände“ zu sehen. Es wechselte von hell nach dunkel, als unten der Terminator vorbeizog. Der Terminator ist die Grenze zwischen Licht und Schatten.

Nach der größten Annäherung schwenkte Voyager 2 noch einmal zurück und erfasste den Mond, der sich entfernte. Er war als Sichel zu sehen, die immer kleiner wurde. Im Jahr 2015 flog die robotische Raumsonde New Horizons an Pluto vorbei. Das öffentliche Interesse an der Begegnung war groß. Der Zwergplanet Pluto ist ähnlich groß wie Triton.

Portal ins Universum: der APOD-Zufallsgenerator

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Venus und Jupiter: Konjunktion über Avebury

Am dämmerigen Abendhimmel leuchten zwei helle Lichter. Im Vordergrund ist eine dunkle Wiese, darauf stehen zwei riesige Steine, die leicht zueinander geneigt sind. Es sind die Megalithe "Adam" und "Eve" der Menhire in Avebury. Am Horizont sind Wolken und die Silhouetten von Bäumen. Direkt neben den Steinen stehen am Himmel zwei helle "Sterne", der hellere steht etwas rechts über dem anderen.
Bildcredit und Bildrechte: Josh Dury

Diesen Monat seht ihr Venus und Jupiter ganz ohne Fernglas oder Teleskop. Schaut einfach nach Sonnenuntergang Richtung Westen. Dann seht ihr, wie sie auftauchen, wenn der Himmel dunkler wird. Die beiden hellsten Planeten begegneten sich am 9. Juni bei einer engen Konjunktion. Am Himmel trennten sie aus unserer Sicht weniger als 2 Grad.

Der innere Planet Venus ist heller und läuft schneller als Jupiter um die Sonne. Deswegen holt sie den äußeren Planeten ungefähr alle 13 Monate auf der Ekliptik ein und zieht dann an ihm vorbei. Etwa alle drei Jahre ist der Abstand dieser Konjunktion zur Sonne so groß, dass man sie in der Dämmerung gut beobachten kann.

Das Bild zeigt den „kosmischen Kuss“ der beiden Himmelslichter am 9. Juni neben zwei großen Megalithen. Sie sind die Überreste einer Menhire in einem Steinkreis. Er steht im britischen Avebury und ist 4000 Jahre alt. Avebury Henge ist größer als Stonehenge und gilt als eine der wichtigsten Kultstätten der Jungsteinzeit auf der Erde.

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