Sonnenflecken und Silhouetten

Am dunklen Himmel zeichnet sich die rot gefärbte Abendsonne bei Sonnenuntergang verzerrt ab. Als Silhouette steht unten die Basilica Sacré-Cœur de Montmartre in Paris.

Bildcredit und Bildrechte: VegaStar Carpentier

Was steht zwischen dem Betrachter und der Sonne? Die Ansicht wurde letzte Woche in Paris fotografiert. Ein sichtbares Objekt folgt nach dem anderen. Zuerst steht vorne die Basilica Sacré-Cœur de Montmartre. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und steht auf dem höchsten Hügel in der französischen Hauptstadt Paris.

Dahinter verlaufen hinter dem Turm der Basilika dünne Wolken, die Sonnenlicht streuen. Als drittes folgen in weiter Ferne Sonnenflecken auf der Sonnenoberfläche. Der markanteste davon ist die Sonnenfleckenregion AR 1512, sie befindet sich unter der Scheibenmitte.

Seit dieses Bild eines Sonnenuntergangs fotografiert wurde, stieß die Sonnenfleckenregion AR 1515 eine mächtige Sonnenfackel aus. Die meisten Teilchen dieser Fackel verfehlen wohl die Erde. Trotzdem halten Schaulustige nach Ereignissen auf der Sonne Ausschau, die helle Polarlichter verursachen, und zwar in dem unsichtbaren Objekt, das sich zwischen uns und der Sonne befindet: in der Erdatmosphäre.

Zur Originalseite

Die Milchstraße über den Osterinseln

Am Himmel leuchtet das blaue Band der Milchstraße mit dunklen Staubwolken. Unten stehen gelb beleuchtete Steinstatuen auf Rapa Nui, der Osterinsel.

Bildcredit und Bildrechte: Manel Soria

Warum wurden die Statuen auf der Osterinsel Rapa Nui errichtet? Das ist nicht bekannt. Sicher ist, dass dort mehr als 800 riesige Steinstatuen stehen. Die Statuen auf Rapa Nui sind meist mehr als doppelt so hoch wie ein Mensch und wiegen etwa die 200-mal so viel wie ein Mensch.

Über die Geschichte oder Bedeutung der ungewöhnlichen Statuen ist nur wenig bekannt. Manche denken, dass die meisten davon vor etwa 500 Jahren als Abbilder lokaler Herrscher einer verlorenen Zivilisation sind. Oben seht ihr einige der Steinriesen. Sie wurden 2009 unter dem Zentralband unserer Milchstraße abgelichtet.

Helft APOD: Wecken APOD-Bilder Interesse an Wissenschaft?

Zur Originalseite

Live: Beobachten Sie, wie die Venus über die Sonne zieht

Die ganze Sonne füllt das Bild, in der Mitte leuchtet sie dunkelgelb, am Rand ist sie orangefarben. Auf der Oberfläche sind mehrere Sonnenflecken verteilt. Rechts oben ist eine schwarze runde Einkerbung, es ist der Planet Venus am Sonnenrand.

Bildcredit: NASA/SDO sowie AIA, EVE und HMI Teams

Heute wandert die Venus vor die Sonne. Ihr könnt dieses seltene Ereignis zu verfolgen, indem ihr dieses aktuelle Bild der Sonne immer wieder neu ladet. Sucht dabei einen ungewöhnlich runden dunklen Punkt.

Kleinere dunkle Bereiche im Bild sind Sonnenflecken. Der kreisrunde Fleck ist der Planet Venus. Diesen dunklen Fleck seht ihr nur wenige Stunden lang, vom 5. Juni 2012, etwa 22:10 Universal Time bis 6. Juni 2012 um 4:50 UT.

So ein Transit ist die seltenste Art Sonnenfinsternisse, die wir kennen. Er ist viel seltener als eine Verfinsterung der Sonne durch den Mond oder sogar den Planeten Merkur. Der nächste Transit der Venus vor der Sonne findet 2117 statt.

Alle, die eine klare Sicht auf die Sonne haben, können hinausgehen und vorsichtig den Transit selbst beobachten. Dazu kann man das Sonnenlicht durch ein Loch in einem Karton an eine Wand projizieren.

Weil ein Venustransit so selten ist und auf so großen Teilen der Erde beobachtet werden kann, wird er wohl eines der meistfotografierten Himmelsereignisse der Geschichte. Dieses Livebild der Sonne stammt vom Solar Dynamics Observatory und wird alle 15 Minuten aktualisiert.

(Die Liveübertragung fand nur während des Transits statt, später wurden die Bilder permanent ersetzt.)

Zur Originalseite

Raumfähre Enterprise über New York

Die Skyline von New York zeigt in der Mitte die Freiheitsstatue und das Empire State Building. Links neben den beiden sieht man am Horizont eine Boeing 747 mit der Test-Raumfähre Enterprise.

Bildcredit: NASA, Bill Ingalls

Was fliegt da im Hintergrund? Dieses Foto wurde letzte Woche fotografiert. Es zeigt zwei berühmte New Yorker Ikonen. Links steht die Freiheitsstatue, ein universelles Symbol für Freiheit, rechts erhebt sich das Empire State Building, es ist nun das zweitgrößte Gebäude der Stadt.

Einzigartig an diesem Jahrhundertfoto ist jedoch das dritte Wahrzeichen links neben der Freiheitsstatue. Im Hintergrund fliegt die Raumfähre Enterprise auf einer Boeing 747 durch die Luft. Sie ist auf dem Weg in ihr neues Zuhause. Im Big Apple ist die Test-Raumfähre ab 19. Juli im Intrepid Sea-Air-Space Museum an der West Side von Manhattan zu bewundern.

Zur Originalseite

Supermond über Paris

Der gelb-bräunlich leuchtende Mond mit dunklen Flecken leuchtet hinter der Spitze des Eiffelturms, die als Silhouette zu sehen ist.

Bildcredit und Bildrechte: VegaStar Carpentier

Habt ihr Samstag Nacht den Vollmond gesehen? Dieser letzte voll beleuchtete Mond, der als Supermond bezeichnet werden kann, erschien etwas größer als sonst, weil er sich ungewöhnlich nahe beim erdnächsten Punkt seiner Bahn befand.

Hier wurde der Supermond am Samstag hinter der Spitze des Pariser Eiffelturms in Frankreich fotografiert. Die Winkelbreite des Mondes kann im Vergleich mit Objekten im Vordergrund auch durch eine andere Distanz zwischen Beobachter und Vordergrundobjekt verändert werden. Wenn man nahe gelegene Objekte mit dem Mond vergleicht, erscheint er winzig. Wenn man ihn aber mit fernen Objekten vergleicht, wirkt der Mond riesig.

Nächsten Monat gibt es wieder einen Vollmond, diesmal wirkt er etwa ein Prozent kleiner.

Stöbert in der Supermond-Bildgalerie
Zur Originalseite

Die Discovery reist ab

Auf einer Boeing 747, die zu einem Spaceshuttle-Flugzeugträger umgebaut wurde, reist die Raumfähre Discovery am dramatisch beleuchteten Wolkenhimmel ins Museum.

Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography)

Die Raumfähre Discovery (OV-103) hob am Dienstag um 7 Uhr Ortszeit vom Kennedy-Raumfahrtzentrum ab und stieg zum bewölkten Himmel auf. Es war ihre letzte Abreise vom KSC. Diesmal ritt sie auf einem umgebauten Boeing-747-Shuttleträger-Flugzeug.

Nach ihrem Abschiedsflug über die „Weltraumküste„, das Goddard-Raumfahrtzentrum und Washington DC, steuerte die Discovery den internationalen Flughafen Dulles in Virginia an. Dort bleibt sie am Udvar-Hazy-Zentrum des Smithsonian Nationalen Luft- und Raumfahrtmuseum.

Die Discovery ist die am weitesten gereiste NASA-Raumfähre, die außer Dienst gestellt wird. Sie legte bei 39 Missionen eine Strecke von mehr als 238 Millionen Kilometern zurück. Zu ihren Missionen zählt das Aussetzen des Weltraumteleskops Hubble in die Umlaufbahn. Die Discovery war von 1984 bis 2011 in Betrieb und verbrachte insgesamt ein Jahr im Weltraum.

Zur Originalseite

Das Cockpit der Raumfähre Endeavour

Der Blick ins Cockpit der Raumfähre Endeavour zeigt unzählige Bildschirme und Schalttafeln.

Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography), Spaceflight Now

Wie ist es, mit einer Raumfähre zu fliegen? Inzwischen wurde die letzte der NASA-Raumfähren außer eingemottet. Trotzdem macht es immer noch Spaß, an den Schalthebeln einer der komplexesten Maschinen der Menschheit zu sitzen.

Die Endeavour ist die jüngste Raumfähre und die vorletzte, die je gestartet wurde. Das Bild zeigt das Cockpit mit vielen Paneelen und Bildschirmen. Der computergesteuerte Raumgleiter trat schneller als mit Schallgeschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein und landete nur dreißig Minuten später wie ein Flugzeug auf einer Landebahn.

Die ausgedienten Raumfähren kommen nun an Museen: die Endeavour ins California Space Center in Los Angeles (Kalifornien), die Atlantis in den Besucherkomplex des Kennedy-Raumfahrtzentrums auf Merritt Island in Florida und die Discovery in den Udvar-Hazy-Zubau des National Air and Space Museum in Chantilly in Virginia. Vielleicht könnt ihr eines Tages selbst im Pilotensessel einer Raumfähre sitzen und die Aufregung der Raumfahrt spüren.

Zur Originalseite

Mondaufgang hinter dem Lick-Observatorium

Vor der riesigen orangefarbenen Scheibe des Vollmondes ragt die Silhouette des Lick-Observatoriums auf.

Bildcredit und Bildrechte: Rick Baldridge

An einem gut gewählten Ort ging am 7. März bei Sonnenuntergang der Vollmond hinter dem Mount Hamilton östlich von San Jose in Kalifornien auf. Die Mondscheibe umrahmte das historische Lick-Observatorium auf dem 1280 Meter hohen Gipfel.

Mond und Observatorium widerspiegeln die warmen Farben des Sonnenlichtes, das auf dem langen Weg durch die Atmosphäre gefiltert wird. (Mondlicht ist reflektiertes Sonnenlicht.) Die beträchtliche Brechung in der Atmosphäre führt zum ausgefransten grünen Rand des Mondes.

Der Vollmond im März ist auch als „Wurmmond“ bekannt. Das Teleskopbild zeigt links die Kuppel des 40-Zoll-Nickel-Teleskops am Lick-Observatorium. In der großen Kuppel rechts steht der große 36-Zoll-Refraktor.

Zur Originalseite