Seltsame glatte Flächen auf dem Asteroiden Itokawa

Der Asteroid im Bild ist länglich und leicht gebogen. Seine Oberfläche ist rau, doch einige Stellen sind sehr glatt.
Bildcredit: JAXA, ISAS

Warum sind einige Stellen auf der Oberfläche dieses Asteroiden so glatt? Sehr wahrscheinlich liegt es an seiner inneren Dynamik. Denn er gleicht eher einem Haufen aus losem Geröll als einem festen Felsbrocken.

Die japanische Raumsonde Hayabusa besuchte im Jahr 2005 den ungewöhnlichen Asteroiden Itokawa. Sie fotografierte und dokumentierte die seltsame Struktur seiner Oberfläche und das rätselhafte Fehlen von Kratern. An den Übergängen zwischen glatten und rauen Bereichen finden sich Hinweise auf Bewegungen im Asteroiden. Diese könnten der Grund dafür sein, dass die großen Felsbrocken nahe der Oberfläche von den kleinen getrennt auftreten – ähnlich wie beim Paranuss-Effekt.

Der Astroid misst ca. 500 Meter. Die Roboter-Sonde Hayabusa landete auf einer glatten Stelle, die nun MUSES Sea genannt wird. Das ist ein Wortspiel mit dem früheren Namen der Raumsonde: „MUSES-C“. Hayabusa nahm Proben vom Gestein, die zur Erde gebracht werden. Sie verraten uns einiges darüber, wie der eigenartige Asteroid entstanden ist. Wir lernen auch etwas über die frühen Jahre unsers Sonnensystems. Simulationen mit Computern zeigen, dass der Asteroid Itokawa in ein paar Millionen Jahren mit der Erde zusammenstößt.

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Die Galaxie M82 hat einen supergalaktischen Wind

Aus einer waagrechten, weiß schimmernden Wolke strömen nach oben und unten ein stark strukturierte Wolkenfetzen. Nahe beim weißen Nebel sind sie gelblich gefärbt, weit oben und unten rötlich.
Bildcredit: NASA, ESA, CSA, A. Smercina (STScI, Tufts), T. Williams (U. Manchester); Bildbearbeitung: A. Pagan (STScI)

Warum stößt die Zigarren-Galaxie roten Rauch aus? Diese Sternbildungs-Galaxie wird auch M82 genannt. Die große Spiralgalaxie M81 näherte sich ihr kürzlich und wühlte sie auf. Dies erklärt jedoch nicht ganz den Ursprung der rot leuchtenden Gas- und Staubwolken, die aus ihr hinausströmen.

Es gibt Hinweise, dass kombinierte Teilchenwinde dieses Gas und den Staub hinaustreiben. Die Winde gehen von vielen Sternen aus. Zusammen bilden sie einen galaktischen Superwind. Man nimmt an, dass die Staubteilchen aus dem Medium zwischen den Sternen von M82 stammen. Und sie sind sogar ähnlich groß wie Teilchen in Zigarrenrauch.

Das Fotomosaik kombiniert die Daten verschiedener Teleskope. Bilder im sichtbaren Licht stammen vom Weltraumteleskop Hubble. Aufnahmen im Infrarotlicht lieferte das Weltraumteleskop James Webb. Das Bild zeigt die helle Zentralgalaxie fast von der Seite. Gewaltige orangefarbene und rote Fasern aus Gas und Staub strömen nach oben und unten. Die Filamente sind über mehr als 10.000 Lichtjahre verteilt.

Die Zigarren-Galaxie ist 12 Millionen Lichtjahre entfernt. Im Infrarotlicht ist sie die hellste Galaxie am Himmel. Man kann sie schon mit einem kleinen Teleskop im sichtbaren Licht beobachten. M82 und das Sternbild Große Bärin (Ursa Major) sind zirkumpolar. Das bedeutet, dass sie in Mitteleuropa immer über dem Horizont stehen.

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Die riesige Sonnenfleckengruppe AR 447828

Eine riesige Gruppe an Sonnenflecken überzieht den Ausschnitt der Sonne, der hier abgebildet ist. Man sieht sie sogar ohne Teleskop mit Finsternisbrillen.
Bildcredit und Bildrechte: Alfredo Vidal Pérez

Aktuell zieht eine der größten Sonnenfleckengruppen der letzten Zeit über die Sonne. Die Aktive Region 4478 ist nicht einfach nur groß, sie ist gewaltig. Ihre verschlungenen Magnetfelder können riesige Wolken aus geladenen Teilchen ins Sonnensystem schleudern. Man nennt diese Wolken koronale Massenauswürfe (KMA). Einige dieser KMA könnten die Erde treffen.

Im Extremfall führen solche Sonnenstürme dazu, dass Satelliten in der Erdumlaufbahn ausfallen. Sie können auch die Erdatmosphäre leicht verzerren, und es kann zu Überspannungen in Stromnetzen kommen. Wenn diese Teilchen auf die obere Atmosphäre der Erde treffen, lösen sie prachtvolle Polarlichter aus.

Oben seht ihr die Region AR 4478 und ihre dunklen Flecken in sichtbarem Licht. Sie wurde vor wenigen Tagen im spanischen Barcelona fotografiert. Die Gruppe AR 4478 ist fast so groß wie AR 3664, die im Jahr 2024 die Sonne schmückte. Man sieht sie sogar ohne Teleskop mit Brillen für Sonnenfinsternisse. Weltweit verfolgen Leute diese Woche nicht nur AR 4478. Sie haben auch gute Chancen, am Nachthimmel helle Polarlichter zu sehen, die damit einhergehen.

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Perseverance absolviert einen Mars-Marathon

Die bergige, rötliche Oberfläche des Planeten Mars ist aus der Umlaufbahn abgebildet. Eine gelbe Ellipse markiert einen kleinen roten Punkt. Eine dunkle linienförmige Spur führt quer durch das Bild zu dem Punkt.
Bildcredit: NASA, LPL (U. Arizona), MRO, HiRISE

Ein kleiner grüner Punkt auf der Oberfläche des großen Roten Planeten – das ist der Rover Perseverance auf dem Mars. Dieses Bild nahm der Mars Reconnaissance Orbiter mit seiner Kamera HiRISE am 13. Juni auf. Einen Tag später vollendete der Roboter einen Mars-Marathon. Er hat sechs Räder und ist so groß wie ein Auto.

Seit der Rover anfing die Oberfläche des Mars zu erkunden, legte er eine Strecke von insgesamt 42,195 Kilometern zurück. Perseverance erreichte diese Marathon-Entfernung an seinem Missionstag Sol 1890. Ein Sol ist ein Tag auf dem Mars. Die Fahrtdauer entspricht nach irdischem Maßstab rund 5 Jahren und 4 Monaten. Perseverance setzt seine Suche nach möglichen biologischen Spuren fort.

Auf diesem Bild von HiRISE könnt ihr die Spuren des Mars-Rovers erkennen. Sie führen zu seiner Position, die westlich von seiner Landestelle im Krater Jezero nahe einem uralten Flussdelta liegt.

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Urbane Milchstraße über Seoul

Hinter einem Gewässer verläuft rechts eine Brücke. Die Lampen auf der Brücke spiegeln sich im Wasser. In der Mitte steht ein riesiges pyramidenförmiges Gebäude. Darüber verläuft die Milchstraße diagonal über den Himmel.
Bildcredit und Bildrechte: Shingoo Lee

So eine kosmische Ansicht sehen wir sonst nie. Hier wölbt sich die Milchstraße in der Nacht über Seoul in Südkorea. In der urbanen nächtlichen Landschaft am Himmel sieht man trotz der gleißenden Lichter der Stadt die zart schimmernde zentrale Region unserer Galaxis sowie dunkle, undurchsichtige Staubwolken.

Die grelle Lichtverschmutzung im Ballungsraum ist enorm. Doch ein Infrarotfilter zeichnete auch die blassen kosmischen Details auf. Der Filter ist vor allem für infrarotes Licht durchlässig, doch es drang auch etwas sichtbares Licht aufs Bild. Daher wirkt die Szene trotzdem natürlich.

Der Aussichtspunkt für das Bild liegt im Ttukseom Hangang Park in Seoul. Vorne fließt der Hangang, über den eine hell beleuchtete Eisenbahnbrücke führt. Der Lotte World Tower mit seinen 123 Stockwerken dräut hinten in der Mitte. Er ist das höchste Gebäude in Südkorea.

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Gegendämmerungsstrahlen über Sizilien

Hinter einer Landschaft mit Bäumen und Feldern steigen am Horizont in der Dämmerung markante Strahlen auf. Sie strömen scheinbar aus einem Punkt, dem Fluchtpunkt. In Wirklichkeit verlaufen sie parallel. Das Strahlenbüschel aus Gegendämmerungsstrahlen befindet sich im Osten gegenüber dem Sonnenuntergang.
Bildcredit und Bildrechte: Marcella Pace; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Die Sonne ist gerade untergegangen, und zwar auf der anderen Seite des Himmels! Wir sehen hier sogenannte Gegendämmerungsstrahlen. Das Bild zeigt Kalksteinplateaus im Herzen der Hybläischen Berge im südöstlichen Sizilien. Dort laufen die Strahlen im Osten scheinbar zusammen.

Wie sind die Strahlen entstanden, obwohl die Sonne nicht am Himmel war? Nachdem sie (wie immer im Westen) untergegangen war, beleuchtete sie noch eine Wolke hoch am Himmel. Das Sonnenlicht war teilweise von der Wolke verdeckt. So entstand ein Muster aus Licht und Schatten, das in parallelen Linien über den Himmel zog.

Durch die Perspektive liefen die Linien scheinbar zusammen. Es ist derselbe Effekt, wie wenn sich Eisenbahngleise scheinbar in der Ferne treffen. Man sieht ihn auch bei Sonnenaufgang, nur sind dann die Richtungen vertauscht. In ganz seltenen Fällen sieht man Strahlenbüschel und Gegendämmerungsstrahlen sogar gleichzeitig.

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SDO beobachtet einen koronalen Massenauswurf

Videocredit: NASA, SDO, AIA; Bearbeitung: Richard Petarius III (MTU); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Warum schleudert die Sonne Materie auf uns? Die Oberfläche der Sonne brodelt. Sie ist ein Mix aus energiereichen Elektronen und Ionen, den man als Plasma bezeichnet. Die geladenen Teilchen folgen Schleifen im Magnetfeld, die größer sind als die Erde. Diese Schleifen verdrehen und verformen sich und schließen Plasma ein.

Die Aufnahme in Zeitraffer entstand am 24. April 2026. Zwei Stunden lang filmte das Solar Dynamics Observatory (SDO). Das Video zeigt, was passiert, wenn diese Magnetfelder überdehnt werden: Sie reißen und schleudern Milliarden Tonnen Plasma in den Weltraum (also Billionen an Kilogramm). Das Plasma hat dabei eine Geschwindigkeit von Millionen km/h. So ein Phänomen nennt man koronalen Massenauswurf (KMA). Wenn die Sonne den Höhepunkt ihres Aktivitätszyklus erreicht, setzt sie täglich einige KMA frei. Der letzte Höhepunkt an Aktivität fand im Jahr 2025 statt.

Wenn so eine Eruption die Erde trifft, kann sie Stromnetze stören oder Satelliten außer Betrieb setzen. Manchmal sind sogar Astronautinnen und Astronauten in Gefahr. Deshalb ist es so wichtig, das Wetter im Weltraum zu überwachen.

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Vorbeiflug am Neptunmond Triton

Videocredit: NASA; JPL, Voyager 2, Digital-Komposition: Paul Schenk (LPI, USRA)

Was würde man wohl sehen, wenn man an Triton vorbeifliegen könnte? Nur eine einzige Raumsonde hat das bislang geschafft. Dieses Video zeigt die Bilder der dramatischen Begegnung. Triton ist der größte Mond des Planeten Neptun und etwas kleiner als der Erdmond. Im Jahr 1989 raste die Sonde Voyager 2 mit geöffneten Kameras durch das Neptunsystem. Seine Oberfläche ist reich an gefrorenem Stickstoff, und es gibt Kryovulkanismus.

Der erste Abschnitt im Video zeigt, wie sich Voyager 2 Triton nähert. Der Mond erscheint – abgesehen von einem allgemein falschen Grünton – fast in Echtfarben. Unter der Sonde ist das mysteriöse „Honigmelonen-Gelände“ zu sehen. Es wechselte von hell nach dunkel, als unten der Terminator vorbeizog. Der Terminator ist die Grenze zwischen Licht und Schatten.

Nach der größten Annäherung schwenkte Voyager 2 noch einmal zurück und erfasste den Mond, der sich entfernte. Er war als Sichel zu sehen, die immer kleiner wurde. Im Jahr 2015 flog die robotische Raumsonde New Horizons an Pluto vorbei. Das öffentliche Interesse an der Begegnung war groß. Der Zwergplanet Pluto ist ähnlich groß wie Triton.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

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