
Die Explosion ist vorbei, aber sie hat Spuren hinterlassen: Vor etwa zwölftausend Jahren explodierte ein ganz gewöhnlicher Stern im Sternbild Vela und erzeugte damit einen seltsamen Lichtpunkt, der für die frühen Menschen, die zu Beginn der geschichtlichen Aufzeichnungen lebten, kurzzeitig sichtbar war. Die äußeren Schichten des Sterns prallten auf das interstellare Medium und lösten eine Stoßwelle aus, die heute noch sichtbar ist.
Dieses Bild wurde insgesamt 60 Stunden lang von der Khomas-Region in Namibia aus belichtet und fängt einen Teil dieser filamentartigen gewaltigen Stoßwelle im sichtbaren Licht ein. Dabei werden feine Details durch die Emission von Wasserstoff (rot) und Sauerstoff (blau) hervorgehoben.
Während das Gas vom explodierten Stern wegfliegt, zerfällt es und reagiert mit dem interstellaren Medium. Dabei wird Strahlung in vielen verschiedenen Farben und Energiebereichen erzeugt. Im Zentrum des Vela-Supernova-Überrests befindet sich ein Pulsar, ein Stern, der so dicht wie Kernmaterie ist und sich mehr als zehnmal pro Sekunde um sich selbst dreht.
