Raumfähre Endeavour über Los Angeles

Über einer Straße von Los Angeles fliegt die Raumfähre Endeavour zum Flughafen LAX auf einer Boeing 747, davor fliegen zwei Begleitflugzeuge.

Bildcredit und Bildrechte: Stephen Confer

Es passiert nicht alle Tage, dass eine Raumfähre am Flughafen von Los Angeles landet. Es war ihr erster Flug zum Flughafenknoten Los Angeles, aber der letzte Flug der Raumfähre Endeavour. Sie beendete ihre Reise am Himmel von Kalifornien und landete zum letzten Mal auf dem Rücken einer 747.

Beim letzten Flug der kultigen Raumfähre wurde sie mit ihren Begleitflugzeugen bei mehreren kalifornischen Wahrzeichen fotografiert: bei der Golden Gate Bridge in San Francisco, beim Hollywood-Schriftzug und über der Silhouette von Los Angeles. Zuvor flog die Raumfähre Enterprise im Mai zum Intrepid See-, Luft- und Raumfahrtmuseum. Auf dem Weg wurde sie hinter mehreren Wahrzeichen von New York fotografiert.

Oben seht ihr die Raumfähre huckepack beim Anflug an LAX letzte Woche über einer Hauptstraße von Los Angeles. Inzwischen sind alle eingemotteten Raumfähren Museumsstücke. Die Raumfähre Endeavour wird die Straßen von Los Angeles entlanggezogen – zum California Science Center.

Galerie: Rückblick der Raumfähre Endeavour

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Kosmische Strahlen bei Voyager 1

Die Grafik zeigt Messwerte der kosmischen Strahlung der Raumsonde Voyager 1 im Laufe von 12 Monaten. In den letzten Monaten steigt die Kurve deutlich an.

Bildcredit: Projekt Voyager, NASA

Die Voyager-Zwillingssonden brachen 1977 zu einer großen Rundreise zu den äußeren Planeten auf. Sie bewegten sich zufällig auch in Bewegungsrichtung der Sonne relativ zu den nahen Sternen. Nun, dreißig Jahre später, nähert sich Voyager 1 offenbar dem Rand der Heliosphäre. Dahinter liegt der interstellare Raum.

Die Heliosphäre ist das Reich der Sonne. Es entsteht unter dem Einfluss des Sonnenwindes und des Sonnenmagnetfeldes. Doch woher weiß man, wann ein Raumschiff die Grenze zum interstellaren Raum überschreitet? Ein Hinweis wäre ein plötzlicher Anstieg an energiereicher kosmischer Strahlung.

Die energiereichen Teilchen ziehen durch den interstellaren Raum und werden von fernen Supernovae in unserer Galaxis beschleunigt. Die Heliosphäre lenkt sie normalerweise ab oder bremst sie. Dieses Diagramm zeigt einen Zeitraum von 12 Monaten (September 2011 bis 2012). In den letzten Monaten hatte die Raumsonde Voyager 1 tatsächlich einen dramatischen Anstieg bei den Messwerten der kosmischen Teilchenstrahlung.

Voyager 1 ist nun 18 Milliarden Kilometer (17 Lichtstunden, 122 Astronomische Einheiten) von der Sonne entfernt. Sie könnte bald die erste Raumsonde der Erde sein, die den Raum der Sterne erreicht.

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Panorama der Apollo-11-Landestelle

Vor der Mondlandschaft im Bild sind links Schubdüsen der Landefähre Eagle zu sehen, in der Mitte ist ein Krater, rechts der Schatten der Landefähre.

Bildcredit: Neil Armstrong, Apollo 11, NASA – Panorama von Syd Buxton

Habt ihr kürzlich ein Panorama von einer anderen Welt gesehen? Dieses hier entstand aus hoch aufgelösten Abtastbildern der originalen Film-Einzelbilder. Es zeigt das eindrucksvolle Ödland an der Landestelle von Apollo 11 auf dem Mond im Meer der Ruhe.

Das linke Bild AS11-37-5449 fotografierte Neil Armstrong durch sein Fenster der Landefähre Eagle. Es ist das erste Bild, das je ein Mensch auf einer anderen Welt fotografiert hat. Vorne links im Süden befinden sich Schubdüsen. Rechts im Westen ist der Schatten des Eagle. Zum Größenvergleich: Der große, seichte Krater rechts hat einen Durchmesser von etwa 12 Metern.

Die Aufnahmen entstanden etwa eineinhalb Stunden nach der Landung durch die Fenster der Mondlandefähre. Sie wurden vor Betreten der Mondoberfläche aufgenommen und sollten für den Fall eines verfrühten Abfluges die Landestelle dokumentieren.

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Perseïd über Schloss Albrechtsberg

Über dem mittelalterlichen Schloss Albrechtsberg, das von den dunklen Silhouetten von Bäumen umgeben ist, blitzt am dunkelblauen Himmel ein Meteor der Perseïden auf und trifft scheinbar das Schloss.

Bildcredit und Bildrechte: Sebastian Voltmer

Das mittelalterliche Schloss Albrechtsberg ist hier von Bäumen gerahmt. Es liegt am nördlichen Ufer der Pielach in der Nähe der österreichischen Stadt Melk. Am 12. August standen im nördlichen Sommer Sterne am klaren Nachthimmel. Die Himmelsansicht blickt nach Westen. Sie zeigt Wassermann, Adler und den blassen, kompakten Delfin rechts über der Mitte.

In der Szenerie blitzt auch ein heller Meteor über dem Schloss auf. Er gehört zum jährlichen Meteorstrom der Perseïden. Seine Spur zeigt rückwärts zum heroischen Sternbild Perseus. Das Sternbild stand in den frühen Morgenstunden hoch über dem Horizont.

Perseïden-Meteore treten mit etwa 60 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein. Sie sind zusammengefegte Staubkörnchen aus dem Schweif des Kometen Swift-Tuttle. Das Bild entstand bei den Burggesprächen des Orion.

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Rad auf dem Mars

Das Fischaugen-Weitwinkelbild zeigt eine steinige Marslandschaft, in der rechten unteren Ecke ragt ein Rad des Rovers Curiosity mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern ins Bild.

Bildcredit: NASA/ JPL-Caltech/Mars Science Laboratory

Ein Rad, das am Rover Curiosity der NASA befestigt ist, ragt ins Bild. Es ist eines der ersten, die nach der erfolgreichen Landung der Mission Mars Science Laboratory am 5. August 2012 um 5:32 UTC fotografiert wurden. Das Rad steht fest auf der Marsoberfläche.

Das Fischaugen-Weitwinkelbild wurde mit einer der vier Gefahrenabwendungskameras fotografiert. In der rechten unteren Ecke ist das linke Hinterrad des Rovers zu sehen. Es hat einen Durchmesser von 50 Zentimetern. Rechts unten ist ein Teil eines Federbandes für den Staubschutz der Kamera gerade noch erkennbar. Links oben seht ihr einen Teil der Radionuklidbatterie des Rovers.

Das Bild ist zur Sonne hin fotografiert. Der Blick reicht über die felsige, ausgedörrte Marsoberfläche. Die fernen Hügel rechts sind der Rand des Kraters Gale. Er ist etwa 20 Kilometer vom aktuellen Rastplatz des kompakten Rovers entfernt. Der Rover ist etwa so groß wie ein Fahrzeug. Gegen Ende der Woche werden größere Farbbilder erwartet. Dann ist der Mast des Rovers mit den hochauflösenden Kameras aufgerichtet.

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Spuren am Morgenhimmel

An einem spiegelglatten See steht ein grün beleuchtetes Schloss. Am Himmel ziehen Strichspuren, die sich teilweise im ruhigen See spiegeln.

Bildcredit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Die gleißende Venus und der helle Jupiter gehen am Morgenhimmel immer noch zusammen auf. Das friedliche Wasser bei einem Haus am See in der Nähe der deutschen Stadt Stuttgart reflektiert ihre zierlich geschwungenen Strichspuren. Dieses Bildkomposit entstand aus Aufnahmen, die am 26. Juli morgens fotografiert wurden.

Die konzentrischen Bögen der Himmelslichter und die Strichspuren der Sterne sind die Widerspiegelung der Erdrotation um ihre Achse. An den Enden sind die Spuren durch eine letzte Einzelaufnahme der morgendlichen Himmelsansicht unterbrochen. Venus ist leicht erkennbar, sie leuchtet am hellsten bei den Bäumen am Horizont. Jupiter zieht über die Bildmitte. Er wird begleitet vom kompakten Sternhaufen der Plejaden und den v-förmigen Hyaden, die am hellen Stern Aldebaran verankert sind.

Eine Spur wirkt jedoch falsch gezogen. Sie ist nicht konzentrisch mit den anderen Bahnen angeordnet und spiegelt somit nicht die Erdrotation. Es ist die Spur der Internationalen Raumstation. Sie verläuft rechts durch die Szenerie. Die ISS glänzt noch im Sonnenlicht, während sie um den Planeten Erde zieht.

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Der Adler steigt auf

Das Bild in Cyan und Rot ist eine Anaglyphe. Rechts ist fast bildfüllend der Mond, links ragt ein Stückchen von der Erde über den Mondrand. Rechts schwebt das Mondlandemodul Adler von Apollo 11 vor dem Mond.

Bildcredit: Apollo 11, NASA – Stereobildrechte: John Kaufmann (ALSJ)

Nehmt eure rot-blauen Brillen und betrachtet dieses Stereobild aus der Mondumlaufbahn. Es entstand aus zwei Fotos (AS11-44-6633, AS11-44-6634), die der Astronaut Michael Collins 1969 bei der Mission Apollo 11 fotografierte.

Die 3D-Anaglyphe zeigt die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre Eagle („Der Adler“). Sie steigt auf und koppelt am 21. Juli an die Kommandokapsel in der Mondumlaufbahn. An Bord der Aufstiegsstufe waren Neil Armstrong und Buzz Aldrin. Sie betraten als erste Menschen die Oberfläche des Mondes.

Das glatte, dunkle Gelände auf der Mondoberfläche ist das Mare Smythii. Es liegt unter dem Äquator am östlichsten Rand der Mondseite, die zur Erde zeigt. Hinter dem Horizont des Mondes schwebt unser Planet Erde.

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Petroglyphen von Teimareh und Sternspuren

Hinter einer Felswand mit Petroglyphen sind Strichspuren am Himmel, links kreisen die Bögen um den Himmelsnordpol.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Diese prähistorischen Petroglyphen sind in Stein graviert. Im Teimareh-Tal im Zāgros-Gebirge im Iran gibt es viele davon. Wahrscheinlich erzählen sie eine Geschichte von Jägern und Tieren, die sich vor 6000 Jahren oder früher in diesem Tal im Mittleren Osten befanden. Sie wurden vor Beginn der Geschichtsschreibung von Künstlern in Stein eingraviert.

Das Komposit wurde mit einer modernen Digitalkamera fotografiert. Am Nachthimmel wurden durch die Rotation des Planeten Erde bei der langen Belichtung Sternspuren graviert. Links befindet sich in der Mitte der Strichspuren der Himmelsnordpol. Es ist die Verlängerung der Erdachse in den Himmel. Dort zieht der Polarstern die helle, kurze, dicke Spur neben dem Nordpol.

Als diese Felszeichnungen eingraviert wurden, hätte der Polarstern einen langen Bogen am Nachthimmel gezogen. Die Erdrotation präzediert wie eine Kreisel-Achse. Daher lag der Himmelsnordpol vor 6000 Jahren bei den Grenzen der Sternbilder Drache und Ursa Major, etwa 30 Grad neben seiner aktuellen Position am irdischen Himmel.

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