Orion über El Castillo

Über der Stufenpyramide El Castillo in Chichén Itzá leuchtet das Sternbild Orion auf der Seite liegend am Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de America, TWAN) Credits: D. Flores und B. Pichardo (Inst. Astronomia UNAM), P. Sánchez und R. Nafate (INAH)

Heute ist Dezembersonnenwende. Es ist ein Tag, an dem die Welt nicht endet … nicht einmal im Maya-Kalender. Betrachtet zur Feier des Tages dieses Bild, auf dem Orion über El Castillo aufgeht.

El Castillo ist die Zentralpyramide in Chichén Itzá, einem der großen Maya-Zentren auf der Halbinsel Yucatán. Sie ist auch als Tempel des Kukulkan bekannt. Das Bauwerk ist 30 Meter hoch und an der Basis 55 Meter breit. Es wurde von der präkolumbianischen Zivilisation zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert als Serie quadratischer Terrassen errichtet. Man kann es als Kalender verwenden. Es ist für astronomische Ausrichtungen bekannt.

Bei den Mayas gab es ausgebildete Astronomen und Mathematiker, die sorgfältig die kreisförmigen Bewegungen von Sternen, Sonne, Mond und Planeten beobachteten, um die Zeit zu messen und Kalender zu erstellen.

Beim Blick durch die Wolken dieser nächtlichen Himmelslandschaft seht ihr das moderne Sternbild des Jägers Orion. Am Himmel der Mayas stellt er die Schildkröte dar. Tak sáamal.

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Milchstraße über dem Köcherbaumwald

Hinter Silhouetten von Köcherbäumen in Namibia leuchten die Lichter von Keetmanshoop, oben wölbt sich die Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: Florian Breuer

Vor einem Hintergrund aus Sternen und Galaxien stehen einige der ungewöhnlichsten Bäume der Erde. Sie sind als Köcherbäume bekannt und gehören eigentlich zu den sukkulenten Aloen, die so groß wie Bäume werden können.

Die Bezeichnung Köcherbaum leitet sich vom historischen Nutzen ihrer hohlen Äste als Pfeilbehälter ab. Das oben gezeigte Kompositbild entstand aus 16 Aufnahmen. Die Bäume, die darauf zu sehen sind, kommen vorwiegend im Süden Afrikas vor. Hier stehen sie im Köcherbaumwald im Süden Namibias. Einige der größten Köcherbäume im Park sind schätzungsweise 3000 Jahre alt.

Hinter den Bäumen schimmert das Licht der kleinen Stadt Keetmanshoop in Namibia. Weit entfernt wölbt sich das majestätische Zentralband unserer Milchstraße über den Himmel. Noch weiter entfernt seht ihr links im Bild die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Die kleineren Begleitgalaxien der Milchstraße treten am Himmel der Südhalbkugel markant hervor.

Letzter Schnapszahltag des Jahrhunderts: Eine Sekunde lang sind heute Tag und Uhrzeit 12/12/12 12:12:12.

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Die Raumfähre Endeavour auf den Straßen von Los Angeles

Bildcredit und Bildrechte: Bryan Chan, Los Angeles Times; Musik: Keeper of the Wind (Eleni Hassabis, Firstcom)

Ist da gerade eine Raumfähre vorbeigefahren? Tausende Menschen verfolgten ehrfürchtig, wie eine wichtige Ikone des Weltraumzeitalters durch die Straßen von Los Angeles gezogen wurde. Bei so viel Aufmerksamkeit erblassen sogar Filmschauspieler vor Neid.

Letzten Monat landete die Raumfähre Endeavour am Flughafen von Los Angeles. Sie wurde vorsichtig auf Anhänger verladen und entlang von Straßen und Brücken transportiert. Ihr Ziel war das 20 Kilometer entfernte California Science Center.

Für viele Menschen war die Reise einfach majestätisch. Sie säumten die Straßen von Los Angeles oder warteten an Fenstern und auf Balkonen, um dieses einmalige Ereignis zu beobachten und zu fotografieren.

Die eingemottete Raumfähre hatte Mühe, einigen Gebäuden und Bäumen auszuweichen. Am Ende erreichte sie sicher ihr neues Zuhause. Bald ist sie für die dauerhafte Ausstellung bereit. Oben wurde ihre drei Tage lange Reise zu einem originellen Zeitraffervideo von etwa drei Minuten verkürzt.

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Der Leuchtturm Nauset Light mit Strichspuren

Hinter dem Leuchtturm Nauset Light in Eastham steht der Polarstern, um den die Sterne des Nordhimmels scheinbar rotieren und am Himmel Strichspuren ziehen.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Cook

In der Mythologie hält Atlas den Himmel hoch. In dieser Szenerie dreht er sich scheinbar um die Bake eines Leuchtturms. Die gut geplante Aufnahme wurde mit einer Kamera auf einem Stativ fotografiert und 30 Minuten belichtet. Sie zeigt die Strichspuren des nördlichen Himmels. Diese widerspiegeln die tägliche Rotation unseres Planeten Erde.

Der Himmelsnordpol ist hinter der Spitze des bekannten Nauset-Leuchtturms auf Cape Cod im US-amerikanischen Massachusetts versteckt. Er befindet sich in der Mitte der Strichspurbögen. Für einen vollständigen 360-Grad-Kreis brauchen die Strichspuren 24 Stunden, daher bilden sie jede Stunde Bögen von 15 Grad. Für 7,5 Grad brauchen sie dreißig Minuten. Das Licht im Vordergrund stammt vom Halbmond des 23. September.

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Raumfähre Endeavour über Los Angeles

Über einer Straße von Los Angeles fliegt die Raumfähre Endeavour zum Flughafen LAX auf einer Boeing 747, davor fliegen zwei Begleitflugzeuge.

Bildcredit und Bildrechte: Stephen Confer

Es passiert nicht alle Tage, dass eine Raumfähre am Flughafen von Los Angeles landet. Es war ihr erster Flug zum Flughafenknoten Los Angeles, aber der letzte Flug der Raumfähre Endeavour. Sie beendete ihre Reise am Himmel von Kalifornien und landete zum letzten Mal auf dem Rücken einer 747.

Beim letzten Flug der kultigen Raumfähre wurde sie mit ihren Begleitflugzeugen bei mehreren kalifornischen Wahrzeichen fotografiert: bei der Golden Gate Bridge in San Francisco, beim Hollywood-Schriftzug und über der Silhouette von Los Angeles. Zuvor flog die Raumfähre Enterprise im Mai zum Intrepid See-, Luft- und Raumfahrtmuseum. Auf dem Weg wurde sie hinter mehreren Wahrzeichen von New York fotografiert.

Oben seht ihr die Raumfähre huckepack beim Anflug an LAX letzte Woche über einer Hauptstraße von Los Angeles. Inzwischen sind alle eingemotteten Raumfähren Museumsstücke. Die Raumfähre Endeavour wird die Straßen von Los Angeles entlanggezogen – zum California Science Center.

Galerie: Rückblick der Raumfähre Endeavour

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Kosmische Strahlen bei Voyager 1

Die Grafik zeigt Messwerte der kosmischen Strahlung der Raumsonde Voyager 1 im Laufe von 12 Monaten. In den letzten Monaten steigt die Kurve deutlich an.

Bildcredit: Projekt Voyager, NASA

Die Voyager-Zwillingssonden brachen 1977 zu einer großen Rundreise zu den äußeren Planeten auf. Sie bewegten sich zufällig auch in Bewegungsrichtung der Sonne relativ zu den nahen Sternen. Nun, dreißig Jahre später, nähert sich Voyager 1 offenbar dem Rand der Heliosphäre. Dahinter liegt der interstellare Raum.

Die Heliosphäre ist das Reich der Sonne. Es entsteht unter dem Einfluss des Sonnenwindes und des Sonnenmagnetfeldes. Doch woher weiß man, wann ein Raumschiff die Grenze zum interstellaren Raum überschreitet? Ein Hinweis wäre ein plötzlicher Anstieg an energiereicher kosmischer Strahlung.

Die energiereichen Teilchen ziehen durch den interstellaren Raum und werden von fernen Supernovae in unserer Galaxis beschleunigt. Die Heliosphäre lenkt sie normalerweise ab oder bremst sie. Dieses Diagramm zeigt einen Zeitraum von 12 Monaten (September 2011 bis 2012). In den letzten Monaten hatte die Raumsonde Voyager 1 tatsächlich einen dramatischen Anstieg bei den Messwerten der kosmischen Teilchenstrahlung.

Voyager 1 ist nun 18 Milliarden Kilometer (17 Lichtstunden, 122 Astronomische Einheiten) von der Sonne entfernt. Sie könnte bald die erste Raumsonde der Erde sein, die den Raum der Sterne erreicht.

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Panorama der Apollo-11-Landestelle

Vor der Mondlandschaft im Bild sind links Schubdüsen der Landefähre Eagle zu sehen, in der Mitte ist ein Krater, rechts der Schatten der Landefähre.

Bildcredit: Neil Armstrong, Apollo 11, NASA – Panorama von Syd Buxton

Habt ihr kürzlich ein Panorama von einer anderen Welt gesehen? Dieses hier entstand aus hoch aufgelösten Abtastbildern der originalen Film-Einzelbilder. Es zeigt das eindrucksvolle Ödland an der Landestelle von Apollo 11 auf dem Mond im Meer der Ruhe.

Das linke Bild AS11-37-5449 fotografierte Neil Armstrong durch sein Fenster der Landefähre Eagle. Es ist das erste Bild, das je ein Mensch auf einer anderen Welt fotografiert hat. Vorne links im Süden befinden sich Schubdüsen. Rechts im Westen ist der Schatten des Eagle. Zum Größenvergleich: Der große, seichte Krater rechts hat einen Durchmesser von etwa 12 Metern.

Die Aufnahmen entstanden etwa eineinhalb Stunden nach der Landung durch die Fenster der Mondlandefähre. Sie wurden vor Betreten der Mondoberfläche aufgenommen und sollten für den Fall eines verfrühten Abfluges die Landestelle dokumentieren.

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Perseïd über Schloss Albrechtsberg

Über dem mittelalterlichen Schloss Albrechtsberg, das von den dunklen Silhouetten von Bäumen umgeben ist, blitzt am dunkelblauen Himmel ein Meteor der Perseïden auf und trifft scheinbar das Schloss.

Bildcredit und Bildrechte: Sebastian Voltmer

Das mittelalterliche Schloss Albrechtsberg ist hier von Bäumen gerahmt. Es liegt am nördlichen Ufer der Pielach in der Nähe der österreichischen Stadt Melk. Am 12. August standen im nördlichen Sommer Sterne am klaren Nachthimmel. Die Himmelsansicht blickt nach Westen. Sie zeigt Wassermann, Adler und den blassen, kompakten Delfin rechts über der Mitte.

In der Szenerie blitzt auch ein heller Meteor über dem Schloss auf. Er gehört zum jährlichen Meteorstrom der Perseïden. Seine Spur zeigt rückwärts zum heroischen Sternbild Perseus. Das Sternbild stand in den frühen Morgenstunden hoch über dem Horizont.

Perseïden-Meteore treten mit etwa 60 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein. Sie sind zusammengefegte Staubkörnchen aus dem Schweif des Kometen Swift-Tuttle. Das Bild entstand bei den Burggesprächen des Orion.

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