Perseïd über Schloss Albrechtsberg

Über dem mittelalterlichen Schloss Albrechtsberg an der Pielach hinter den Silhouetten von Bäumen zischt ein Meteor über den nächtlichen Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Sebastian Voltmer

Das mittelalterliche Schloss Albrechtsberg steht am nördlichen Ufer der Pielach in der Nähe der österreichischen Stadt Melk. Es ist hier von Bäumen gerahmt und steht unter den Sternbildern des nördlichen Sommers. Die Himmelsansicht zeigt den klaren Nachthimmel vom 12. August 2012 mit Blick nach Westen. Am Himmel leuchten die Sternbilder Wassermann, Adler und der blasse, kompakte Delfin rechts über der Mitte.

Über den Schlossmauern blitzt ein heller Meteor auf. Er gehörte zum jährlichen Meteorstrom der Perseïden, daher zeigt seine Spur rückwärts zum heroischen Sternbild Perseus. Es stand in den frühen Morgenstunden hoch über dem Horizont.

Die Perseïden treten mit etwa 60 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein. Es sind eingefangene Staubkörner aus dem Schweif des Kometen Swift-Tuttle. Dieses Jahr erreichen die Perseïden nächstes Wochenende den Nachthimmel.

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Saturn fotografieren!

Hinter dem Athena-Tempel im türkischen Assos leuchtet ein Nachthimmel mit Milchstraße und dem Planeten Saturn. Das rötliche Licht links hinten am Horizont stammt vom Mond.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Fotografiert heute Saturn am Nachthimmel! Es kann ein Anblick wie dieser sein. Das Bild wurde letzten Monat mit Blick nach Süden fotografiert. Im Vordergrund sind der Planet Erde und die Ruine des antiken Athena-Tempels in Assos in der Türkei. Links geht der Mond auf. Saturn ist der helle „Stern“ rechts oben in der Nähe von Spica, dem Alphastern in der Jungfrau (beschriftetes Bild).

Wenn ihr ein Bild von Saturn fotografiert oder dem Planeten winkt und das fotografiert, könnt ihr das online teilen. Aus allen Bildern entsteht ein Saturn-Mosaikprojekt. Warum sollt ihr das Bild heute Nacht fotografieren? Weil die Raumsonde Cassini, die Saturn umkreist, heute ein Bild von euch fotografiert!

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Mondkorona über der Burg Cochem

Über der Mosel ragt hinter Cochem ein Berg auf, oben steht die historische Burg Cochem aus dem 11. Jahrhundert. Am Himmel zieht eine Wolke über eine Mondkorona. So entsteht der Eindruck einer Fledermaus, die an den Himmel projiziert wurde.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Diese fledermausähnliche Erscheinung leuchtet nicht an den Wolken über Gotham City. Stattdessen war am Abend des 18. Mai eine Wolkenbank als Silhouette vor einer farbigen Mondkorona über Cochem zu sehen. Cochem liegt in Deutschland am Ufer der Mosel.

Eine Mondkorona entsteht, wenn helles Mondlicht von Wassertröpfchen abgelenkt wird, die in dünnen Wolken vor der Mondscheibe vorbeiziehen. Unten steht nicht Wayne Manor, sonder die historische Burg Cochem aus dem 11. Jahrhundert.

Unabhängig vom Beobachtungsort auf dem Planeten Erde lohnt sich der Abendhimmel dieses Wochenende. Wenn der Vollmond aufgeht, versammeln sich helle Planeten im Westen.

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Ein Horizontregenbogen in Paris

Der Pariser Eiffelturm ragt über dem Horizont hoch. Darüber dräuen dunkle Wolken. Über dem Horizont verläuft waagrecht ein Horizontregenbogen.

Bildcredit und Bildrechte: Bertrand Kulik

Warum ist dieser Horizont so bunt? Weil es gegenüber der Sonne regnet. Eigentlich ist hier bloß ein gewöhnlicher Regenbogen zu sehen. Doch er ist ungewöhnlich ausgerichtet, weil die Sonne bei Entstehung des Regenbogens hoch am Himmel stand.

Das Zentrum jedes Regenbogens steht exakt gegenüber der Sonne. Daher erzeugt eine hoch stehende Sonne, die von fernen Regentropfen reflektiert wird, einen niedrigen Regenbogen, von dem nur der oberste Teil zu sehen ist. Der Rest des Regenbogens liegt unter dem Horizont.

Zwei Beobachter können niemals genau denselben Regenbogen sehen. Jeder Beobachter befindet sich exakt zwischen der Sonne und dem Zentrum des Regenbogens. Und jeder Beobachter sieht die farbigen, kreisrunden Bänder genau 42 Grad um das Zentrum des Regenbogens herum.

Dieses Bild zeigt den Eiffelturm. Es wurde letzte Woche in der französischen Hauptstadt Paris fotografiert. Die unregelmäßigen Gewitter dauerten zwar fast den ganzen Tag, doch der Horizontregenbogen war nur wenige Minuten zu sehen.

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Kometenschloss

Über einem hell beleuchteten malerischen Kometenschloss auf der Kuppe eines blattlosen Waldes leuchtet ein Komet. Die Scheinwerfer, die das Schloss beleuchten, werfen Lichtkegel an den Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Der breite Staubschweif des Kometen PanSTARRS (C/2011 L4) war für viele Freunde vo Kometen auf der Nordhalbkugel ein vertrauter Anblick. Während der Komet blasser wird, steigt er nach Sonnenuntergang höher über den Westhorizont.

Diese Ansicht des beliebten Kometen ist ziemlich fantastisch. Der gebogene Staubschweif zieht von der Sonne weg und folgt dem Kometen auf seiner Bahn. Er strömt scheinbar auch von einer beleuchteten Burg auf einer Bergkuppe fort.

Kometenschloss wäre ein angemessener Name für diese Szenerie. Es wird traditionell Burg Hohenzollern genannt. Das Bild mit Kometenschloss wurde am 15. März mit einem starken Teleobjektiv etwa 80 Kilometer von Stuttgart entfernt bei besonders klarem Himmel fotografiert.

Galerie: Komet PanSTARRS

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Der große russische Meteor 2013

Videocredit und -rechte: RussiaToday

Was zum Teufel ist das? Tausende Menschen, die in der Nähe des Uralgebirges in Russland leben, sahen letzten Freitag früh einen der spektakulärsten Meteore der Neuzeit über den Himmel blitzen. Mächtige Schallwellen erreichten Minuten später den Boden, verletzten Menschen und zerbrachen Glasscheiben in einem Bereich von Hunderten Kilometern.

Das Video zeigt Aufnahmen von Armaturenbrettkameras. Es sind Echtzeitvideos des fallenden Meteors: treibende Rauchspuren, schnell wandernde Schatten und das Licht des Meteors, das sich in der Rückseite eines Fahrzeugs spiegelt.

Die Feuerkugel entstand vermutlich durch einen Eis- und Gesteinsbrocken, der so groß war wie ein Fahrzeug, als er in die Erdatmosphäre stürzte. Das Ereignis wurde aus vielen verschiedenen Blickwinkeln dokumentiert. Daher konnte man die Bahn des Meteors gut genug berechnen, um festzustellen, woher er kam und wo die übrig gebliebenen Stücke gelandet sein könnten.

Sicher ist, dass dieser Meteor nichts mit dem vielfach größeren Asteroiden 2012 DA14 zu tun hatte, der am selben Tag zu einem späteren Zeitpunkt aus einer anderen Richtung an der Erde vorbeizog. Falls Stücke des Meteors gefunden werden, könnten uns diese mehr über das frühe Sonnensystem verraten, aus dem der Meteor vermutlich stammt.

Galerie: Videos und Bilder von 2012 DA14
Hinweis: Das ursprünglich verlinkte Video ist in AT nicht verfügbar.

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Die große Meteorprozession 1913

Auf diesem verblassten Gemälde ziehen Meteore in Gruppen über den Himmel. Unten ist eine Häuserzeile mit Bäumen, rechts oben das Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: RASC-Archiv; Danksagung: Bradley E. Schaefer (LSU)

Heute vor hundert Jahren fand die große Meteorprozession 1913 statt. Dieses Himmelsereignis wurde von manchen als „prachtvoll“ und „hinreißend“ beschrieben. Es ließ Menschen „verzaubert“ und „privilegiert“ zurück. Man musste sich an einem geeigneten Ort aufhalten: im Freien unter klarem Himmel.

Nur etwa 1000 Menschen berichteten, sie hätten die Prozession gesehen. Vor allem in der Nähe der kanadischen Stadt Toronto hatten viele Schaulustige Glück. Sie wurden von einem eindrucksvollen Zug heller Meteore, die mehrere Minuten lang in Gruppen über den Himmel zogen, gebannt.

Eine plausible vorläufige Hypothese besagt, dass ein einzelner großer Meteor einmal die Erdatmosphäre streifte und dabei zerbrach. Als die entstandenen Bruchstücke erneut auf die Erde trafen, kamen sie im südlichen Zentralkanada an. Sie zogen Tausende Kilometer dahin, passierten dabei den Nordosten der USA und stürzten am Ende in den Atlantik.

Das Bild oben zeigt die aktuelle Digitalisierung eines Gemäldes des Künstlers Gustav Hahn, das inzwischen verblasst ist. Hahn hatte Glück und sah das Ereignis mit eigenen Augen. Seit der großen Meteorprozession 1913 war zwar nichts Vergleichbares zu beobachten. Doch seither wurden zahlreiche helle Feuerkugeln aufgezeichnet. Jede davon ist ziemlich spektakulär, von manche gibt es sogar ein Video.

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Der Mechanismus von Antikythera

Das Bild zeigt ein stark korrodiertes Rad mit vier Achsen, das Fragment hat einen grünlichen Farbton.

Bildcredit und Bildrechte: Wikipedia

Was ist das? Es wurde auf dem Grund des Meeres an Bord eines griechischen Schiffes entdeckt. Seine offensichtliche Komplexität löste Jahrzehnte an Untersuchungen aus. Dennoch sind einige seiner Funktionen immer noch unbekannt.

Röntgenbilder des Geräts bestätigten den Zweck des Mechanismus von Antikythera und zeigten einige überraschende Funktionen. So entdeckte man, dass der Mechanismus von Antikythera ein mechanischer Computer mit einer Genauigkeit war, die man für die Zeit um 80 v. Chr. – damals sank das Schiff, auf dem er sich befand – für unmöglich hielt. Bisher glaubte man, dass die Menschheit erst 1000 Jahre später eine so fortschrittliche Technik entwickeln konnte.

Seine Räder und Getriebe bilden ein tragbares Orrery des Himmels. Es berechnete Sternen- und Planetenstände sowie Mond- und Sonnenfinsternisse im Voraus. Der Mechanismus von Antikythera ist 33 Zentimeter hoch und ist ähnlich groß wie ein großes Buch.

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