
Eine dichte Atmosphäre verhüllt die Oberfläche des größten Saturnmonds Titan. Deswegen ist sie sehr schwierig zu sehen. In der oberen Atmosphäre von Titan schweben kleine Teilchen. Sie bilden einen fast undurchdringlichen Nebel. Er streut sichtbares Licht und verbirgt Details auf der Oberfläche vor neugierigen Blicken. Die Oberfläche von Titan lässt sich besser im Infraroten beobachten. Dort ist die Streuung schwächer und die Atmosphäre verschluckt weniger Strahlung. In der Mitte seht ihr ein Bild von Titan im sichtbaren Licht. Um es herum seht ihr einige der bislang klarsten Aufnahmen des faszinierenden Mondes im Infraroten. Die sechs Bilder sind in Falschfarben dargestellt. Sie sind das Ergebnis der konsistenten Verarbeitung von vielen Bildern im Infraroten. Das Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS) an Bord der Sonde Cassini nahm sie über 13 Jahre auf. Die Sonde umrundete den Saturn zwischen 2004 und 2017. Die Bilder zeigen einen atemberaubenden Vergleich mit Cassinis Foto im sichtbaren Licht. Eine revolutionäre Quadrocopter-Mission der NASA soll 2027 zum Titan starten.