Tagundnachtgleiche an der Pyramide des Kukulcán

Bildcredit und Bildrechte: Robert Fedez

Um zu sehen, wie die gefiederte Schlange die Maya-Pyramide herabgleitet, braucht man perfekte zeitliche Planung. Dazu muss man Chichén Itzá auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán in den Tagen um die Tagundnachtgleiche besuchen. Am späten Nachmittag bilden die Schatten der Pyramide dann Dreiecke. Diese verschmelzen zu der berühmten Illusion einer Schlange, die sich windet.

Die beeindruckende Stufenpyramide ist auch als Pyramide des Kukulcán bekannt. Sie ist 30 Meter hoch. An der Basis ist sie 55 Meter breit. Das Bauwerk wurde zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert von der präkolumbianischen Zivilisation errichtet. Es besteht aus einer Reihe quadratischer Terrassen und kann als Kalender genutzt werden. Die Anlage ist für ihre astronomischen Ausrichtungen bekannt.

Dieses zusammengesetzte Bild entstand 2019. Damals rahmten Jupiter und Saturn das diagonale Band unserer Milchstraße. In ein paar Tagen gibt es wieder eine Tagundnachtgleiche – nicht nur am Tempel von Kukulcán, sondern auf der ganzen Erde.

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Der Schatten eines Marsroboters

Der Schatten des Marsrovers Opportunity fällt auf den Boden des Kraters Endurance auf dem Mars. Unten ragen seine Räder ins Bild. Um den Schatten der Kamera, die das Bild fotografierte, erkennt man den Oppositionseffekt.

Bildcredit: NASA, JPL, Mars Exploration Rover Mission (MER)

Wenn man auf dem Mars seinen Schatten sieht, und er ist nicht menschlich – dann stammt er vielleicht vom Rover Opportunity auf dem Mars. Opportunity erkundete den Roten Planeten von 2004 bis 2018. Dabei fand er Hinweise auf urzeitliches Wasser und schickte atemberaubende Bilder durchs innere Sonnensystem.

Dieses Bild zeigt Opportunity im Jahr 2004. Er blickte in Gegenrichtung der Sonne zum Krater Endurance und sah seinen Schatten. Unten ragen links und rechts zwei Räder ins Bild. Hinter dem Boden des ungewöhnlichen Kraters ragen seine Wände auf.

2018 geriet der Rover in einen Staubsturm. Im Jahr 2019 beendete die NASA alle Versuche, Opportunity zu kontaktieren. Damit erklärte sie die bahnbrechende Mission, die ursprünglich für nur 92 Tage geplant war, für vollendet.

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Freier Flug im Raum

Über der blauen Erde mit weißen Wolken schwebt ein weit entfernter Astronaut im schwarzen All. Es ist Bruce McCandless II mit einer Manned Maneuvering Unit.

Bildcredit: NASA, STS-41B

Wie wäre es wohl, frei im Weltraum zu schweben? Bruce McCandless II durfte das am eigenen Leib erfahren. 1984 driftete er weiter hinaus als sonst jemand zuvor. Bei der Space-Shuttle-Mission 41-B waren McCandless und sein Kollege, der NASA-Astronaut Robert Stewart, die ersten, die so einen unangebundenen Außenbordeinsatz erlebten. McCandless (im Bild) schwebte frei im All. Er war etwa 100 Meter vom Frachtraum einer Raumfähre entfernt und bewegte sich mit einer besatzten Manövereinheit (Manned Maneuvering Unit, MMU).

Der Antrieb der MMU funktionierte, indem er Stickstoff ausstieß. Man setzte damit Satelliten aus oder holte sie ein. Mit einer Masse von über 140 Kilogramm ist eine MMU auf der Erde schwer. Aber wie alles andere auch ist sie schwerelos, wenn sie im Orbit schwebt. Die MMU wurde später durch die SAFER-Rucksack-Antriebseinheit ersetzt.

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Artemis I: Flugtag 13

Links unten ragt die Raumpatrouille Orion ins Bild. Rechts oben steht die blaue Erde hinter dem braunen Mond. Beide sind etwa zu drei Vierteln beleuchtet.

Bildcredit: NASA, Artemis I

Am 13. Flugtag der Mission Artemis I erreichte das Raumschiff Orion seine größte Entfernung zur Erde. Das war am 28. November 2022. Orion war damals auf ihrer fernen retrograden Umlaufbahn mehr als 430.000 Kilometer von der Erde entfernt. Die Distanz zum Mond betrug fast 70.000 Kilometer.

Dieses Standbild stammt aus einem Video vom 13. Flugtag. Es zeigt den Planeten Erde und seinen großen natürlichen Satelliten im selben Sichtfeld. Aus der Sicht des Raumschiffs sind sie fast gleich groß.

Am 26. Flugtag (am 11. Dezember 2022) landete das besatzungslose Raumschiff auf seiner Heimatwelt. Damit endete die historische Mission Artemis I. Die Mission Artemis II bringt vier Astronaut*innen um den Mond und wieder zurück. Sie startet frühestens am 6. Februar.

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Das Mondschiff von Apollo 17

Das Raumschiff im Bild wirkt bunt und eckig. Es ist die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre Challenger kurz vor der Rückkehr zum Kommando-Modul.

Bildcredit: Apollo 17, NASA, (Bild-Neubearbeitung: Andy Saunders)

Die Mondlandefähre Challenger der Mission Apollo 17 sieht eigenartig aus. Sie wurde für den Flug im luftleeren Raum entwickelt. Das Bild wurde aus dem Kommandomodul America aufgenommen und digital bearbeitet. Es zeigt die Aufstiegsstufe von Challenger in der Mondumlaufbahn.

An den Seiten befinden sich kleine Steuerdüsen. Darunter ist die Glocke mit dem Raketenantrieb für den Aufstieg angebracht. Oben ist eine runde Radarantenne montiert. Die Luke an der Vorderseite erlaubte es den Astronauten, die Mondoberfläche zu betreten. Durch das dreieckige Fenster sieht man Gene Cernan. Er war Kommandant der Mission.

Challenger funktionierte einwandfrei. Das Raumschiff landete am Mond und brachte die Astronauten im Dezember 1972 wieder zurück zum Kommandomodul, das sich in der Umlaufbahn befand. Und wo ist Challenger jetzt? Die Abstiegsstufe blieb am Landeplatz der Mission Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal. Vor der Rückkehr zur Erde stießen die Astronauten die Aufstiegsstufe von Challenger vom Kommandomodul ab. Sie stürzte kontrolliert ab. Ihre Überreste liegen somit nahe beim Landeplatz von Apollo 17.

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Sonnenuntergang zur Sonnenwende bei Stonehenge

Über der historischen Stätte Stonehenge ist der Himmel glasklar und spielt alle Farben von Gelb bis Violett. Zwischen zwei Monolithen geht gerade die Sonne unter.

Bildcredit und Bildrechte: English Heritage, Josh Dury

Gestern erreichte die Sonne ihren südlichsten Punkt am Himmel der Erde. Man nennt ihn die Sonnenwende. Sie markiert in vielen Kulturen den Wechsel der Jahreszeiten. Auf der Nordhalbkugel der Erde wechselt der Herbst zum Winter und auf der Südhalbkugel wird der Frühling zum Sommer.

Unser Bild zeigt den Moment vor dem Beginn der längsten Nacht im Norden 2025 in Stonehenge in Großbritannien. Dort sieht man, wie ein 4,5 Milliarden Jahre alter Feuerball genau zwischen den Steinen untergeht, die vor 4500 Jahren präzise angeordnet wurden. Nicht einmal die Kreiselbewegung der Erdachse über die Jahrtausende hat die astronomische Bedeutsamkeit des Sonnenuntergangs in Stonehenge verändert.

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Apollo 17 am Krater Shorty

Geologe Harrison "Jack" Schmitt steht neben dem Mondrover am Rand des Kraters Shorty. In der Nähe entdeckte er orangefarbiges Mondgestein.

Besatzung Apollo 17, NASA

Im Dezember 1972, also vor 53 Jahren, verbrachten die Apollo-17-Astronauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt etwa 75 Stunden auf dem Mond und erforschten das Taurus-Littrow-Tal, während ihr Kollege Ronald Evans oben im Orbit blieb. Cernan fotografierte diesen Schnappschuss von einer fremden Welt, als er und Schmitt über den Boden des Mondtales wanderten.

Das Bild zeigt Schmitt neben dem Mondrover, der am südöstlichen Rand des Kraters Shorty parkt. Es ist in der Nähe der Stelle, wo der Geologe Schmitt orangefarbigen Mondboden fand. Die Besatzung von Apollo 17 kehrte mit 110 kg Gesteins- und Bodenproben zurück. Das war mehr, als an allen anderen Landestellen gesammelt wurde. Bis heute sind Cernan und Schmitt die letzten, die den Mond betreten haben.

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Straße zum galaktischen Zentrum

Das Kompositbild zeigt im Vordergrund das Monument Valley in Utah in den USA. Im Hintergrund ist die Ebene der Milchstraße mit dem Zentrum der Galaxis.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Abramyan

Geht der Weg zum Zentrum der Galaxis durch das amerikanische Monument Valley? Das muss nicht so sein. Sollte aber der Weg dort entlang führen: macht ein Foto! In diesem Fall ist es die US-Bundesstraße U.S. Highway 163. Ikonische Hügel im Reservat der Navajo (Navajo Nation Reservation) säumen den Horizont. Das Band der Milchstraße reicht vom Himmel herab. Es wirkt wie eine Verlängerung der Straße auf der Erde.

Staubwolken bilden dunkle Filamente in der Milchstraße und somit einen Kontrast zu den Milliarden heller Sternen und bunt leuchtender Gaswolken. Dazu gehören der Lagunennebel und der Trifidnebel.

Dieses Bild ist ein Komposit mehrerer Aufnahmen mit derselben Kamera am selben Ort: dem Forest Gump Point im US-Bundesstaat Utah. Der Vordergrund wurde kurz nach Sonnenuntergang aufgenommen. Es war Anfang September 2021 zur „blauen Stunde„. Der Hintergrund ist ein Mosaik aus vier Aufnahmen. Sie entstanden einige Stunden später.

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