Monde in der Nähe von Jupiter

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Bildcredit und Bildrechte: Betul Turksoy

Beschreibung: Am 20. Mai teilten sich der fast volle Mond und Jupiter dieses Tele-Sichtfeld. Die Einzelaufnahme wurde fotografiert, als eine vorbeiziehende Wolkenbank das Mondlicht trübte. Das Bild zeigt die vertraute Vorderseite des großen natürlichen Begleiters unseres hübschen Planeten zusammen mit dem hellen Jupiter (rechts unten) und einigen seiner galileischen Monde. Die winzigen Lichtpünktchen in der Nähe von Jupiter, die in einer Linie stehen, sind – von links nach rechts – Ganymed, Europa, [Jupiter] und Kallisto. (Sie sind nicht bloß Staub auf Ihrem Bildschirm …)

Unser natürlicher Satellit ist näher und heller und erscheint riesig. Doch Ganymed und Kallisto sind physikalisch gesehen größer als der Erdmond, die Wasserwelt Europa ist etwas kleiner. Von den sechs größten Planetenbegleitern des Sonnensystems fehlt in dieser Szenerie nur der Saturnmond Titan. Io, der vierte galileische Mond, ist hinter dem großen Gasriesen versteckt.

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Dunkler Himmel: Die Nacht aufdrehen

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Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Haben Sie je einen wirklich dunklen Nachthimmel gesehen? Ein alltägliches und doch überraschendes Detail ist das leuchtende Band unserer Milchstraße, die von einem Horizont bis zum anderen reicht. Wenn Sie aber in einer großen Stadt oder in einer städtischen Umgebung leben, kennen Sie sie die Milchstraße vielleicht nicht, weil Sie wegen der Straßen­beleuchtung, die von der Erdatmosphäre reflektiert werden, nur den Mond und einige wenige Sterne sehen können.

Am heutigen Internationalen Tag des Lichtes der UNESCO bittet die Internationale Astronomische Union, die Nacht aufzudrehen, um Lichtverschmutzung besser zu verstehen und künftig zu verringern. Sie können das selbst probieren, sogar jetzt, indem Sie auf der APOD-Website der NASA Ihren Mauspfeil über das Vorher-Bild schieben.

Das Nachher-Bild, das dann erscheint, ist ein Panorama aus vier Aufnahmen, die mit derselben Kamera und am gleichen Standort aufgenommen wurden. Es zeigt, was kürzlich in China passierte, als die Bewohner von Kaihua viele Lichter ausschalteten. Auf dem Vorher-Bild sieht man die Sterne Sirius (links neben der Mitte) und Beteigeuze. Auf dem Nachher-Bild erkennen Sie Tausende Sterne und das gewölbte Band unserer Milchstraße.

Die Menschheit lebte Jahrtausende unter einem dunklen Nachthimmel. Es ist wichtig, sich mit ihm zu verbinden, sowohl für die Natur als auch das kulturelle Erbe.

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Milchstraße, Start und Landung

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Bildcredit und Bildrechte: Devin Boggs

Beschreibung: Die Milchstraße sieht man mit bloßem Auge nicht ganz so farbenprächtig und hell, doch einen Raketenstart schon. Daher wurde eine gesonderte detailreiche Aufnahme mit einer empfindlichen Digitalkamera aufgenommen, um auf dieser Komposit-Himmelslandschaft die zentralen dicht gedrängten Sternenfelder und die kosmischen Staubwolken unserer Galaxis zur Geltung zu bringen. Etwa 20 Minuten, nachdem das Milchstraßenbild im staatlichen Wildtierschutzgebiet von Merritt Island fotografiert wurde, begann die neunminütige Aufnahme eines Raketenstarts und einer Landung.

Die Falcon-9-Rakete, benannt nach der berühmten Millennium Falcon aus Star Wars, startete in den frühen Morgenstunden des 4. Mai, passenderweise mit einem Dragon-Versorgungsschiff, zur Internationalen Raumstation. Die Abgasschwade und das Auflodern an der Spitze des Startbogens markieren die Rückschubzündung der Raketenunterstufe. Zwei kürzere diagonale Streifen stammen von Raketentriebwerken, welche die Falcon-9-Stufe auf dem autonomen Drohnenschiff Of course I Still Love You vor der Küste zur Landung bringen.

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Halleys Staub und die Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Gang Li

Beschreibung: Kosmische Staubkörnchen zogen am 7. Mai über den meist mondlosen Nachthimmel. Sie wurden aufgefegt, als der Planet Erde durch die Ströme aus Teilchen pflügte, die vom periodischen Kometen Halley hinterlassen wurden. Der jährliche Meteorstrom ist unter der Bezeichnung Eta-Aquariiden bekannt. Dieses Kompositbild entstand etwa einen Tag nach dem vorhergesagten Maximum des Stroms, dennoch zeigt es noch 20 Meteore, die in einem Zeitraum von mehr als 2 Stunden aufgenommen und auf einer Hintergrundaufnahme des Himmels montiert wurden.

Die Meteorspuren zeigen rückwärts zum Radianten des Stroms nahe dem gleichnamigen blassen Stern Eta Aquarii, der 100 Kilometer südlich von Sydney in Australien in der Nähe des Horizonts stand. Eta-Aquariiden sind für ihre hohe Geschwindigkeit bekannt, sie treten mit etwa 66 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein. Der gleißende Jupiter leuchtet hoch über dem Horizont in der Nähe der Zentralwölbung der Milchstraße. Das Kreuz des Südens steht in der rechten oberen Bildecke.

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Meteore, Komet und Großer Wagen über La Palma

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Bildcredit und Bildrechte: Vincent Duparc

Beschreibung: Meteorschauer entstehen durch Ströme aus festen Teilchen, die etwa so groß wie Staubkörnchen oder größer sind und als Gruppe durch den Weltraum wandern. In den meisten Fällen sind die Bahnen solcher Meteorschauer auf abgestoßenen Staub eines Kometen zurückzuführen. Wenn die Erde durch so einen Strom stößt, ziehen die Teilchen gleißende Spuren über den Nachthimmel, wenn sie sich in der Erdatmosphäre auflösen. All diese Meteorspuren verlaufen parallel, doch durch die Perspektive entspringen sie – ähnlich wie Bahngleise – scheinbar einem weit entfernten Radianten.

Dieses Bildkomposit wurde im Januar beim Meteorstrom der Quadrantiden auf La Palma fotografiert, einer Kanarischen Insel in Spanien vor der Nordwestküste von Afrika. Der Radiant der Quadrantiden liegt unter der Deichsel des Großen Wagens. Ein scharfes Auge erkennt auch die blasse grüne Koma des Kometen Wirtanen.

Heute ist der Höhepunkt des schwachen Meteorstroms der Lyriden. An dunklen Orten mit klarem Himmel sind mehrere Meteore pro Stunde zu sehen.

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Polarlichtspirale über Islands Zentralspalte

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, StarryEarth)

Beschreibung: Bewundert die Schönheit, aber fürcht das Untier! Die Schönheit ist ein Polarlicht am Himmel, hier in Form einer prächtigen grünen Spirale zwischen malerischen Wolken, auf der Seite leuchtet der helle Mond und im Hintergrund die Sterne. Das Untier ist eine Welle geladener Teilchen, die das Polarlicht erzeugten, aber eines Tages die Zivilisation bedrohen könnten.

1859 traten beachtliche Polarlichter auf dem ganzen Planeten auf, nachdem ein Impuls geladener Teilchen eines koronalen Massenauswurfs (KMA), der in Verbindung mit einer Sonnenfackel auftrat, die Magnetosphäre der Erde so gewaltsam traf, dass er das Carrington-Ereignis auslöste. Zuvor könnte ein früherer KMA einen relativ direkten Pfad zwischen Sonne und Erde freigeräumt haben. Sicher ist, dass das Carrington-Ereignis das Erdmagnetfeld so heftig komprimierte, dass in Telegrafendrähten so gewaltige Ströme erzeugt wurden, dass viele Drähte Funken sprühten und den Telegrafistinnen Stromstöße erteilten. Wenn ein Ereignis der Carrington-Klasse heute die Erde treffen würde, erreichten die auftretenden Schäden am weltweiten Stromnetz und in elektronischen Geräten wahrscheinlich ein nie gekanntes Ausmaß.

Dieses Polarlicht wurde 2016 in Island über dem Þingvallavatn fotografiert, einem See, der zum Teil eine Verwerfung füllt, welche die große eurasische tektonische Platte von der nordamerikanischen Platte trennt.

APOD in anderen Sprachen: arabisch, katalanisch, chinesisch (Peking), chinesisch (Taiwan), kroatisch, tschechisch, niederländisch, deutsch, französisch, französisch, indonesisch, japanisch, koreanisch, montenegrinisch, polnisch, russisch, serbisch, slowenisch, spanisch und ukrainisch

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Die Milchstraße im nördlichen Frühling

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Bildcredit und Bildrechte: Taha Ghouchkanlu (TWAN)

Beschreibung: Diese Nachthimmelslandschaft im Frühling ist eine Postkarte vom Planeten Erde mit Blick über den Alandan-See im Elbursgebirge. Sie wurde am 17. April nach der örtlichen Nachtmitte fotografiert. Die zentrale Milchstraße geht über dem südöstlichen Horizont auf, ihre leuchtende Spur aus Sternen und Nebeln in der Ebene unserer Galaxis wird vom spiegelglatten See reflektiert.

Das hellste Himmelslicht – eingebettet in das diffuse galaktische Sternenlicht – ist Jupiter. Der etwas schwächere Saturn steht links darunter über den Bergen. Als der Frühling Blätter auf die Bäume brachte und das galaktische Zentrum in die nördliche Nacht, merkte der Fotograf, dass er auch Fröschen eine Stimme verliehen hatte, die wie eine Melodie über dem ruhigen Wasser klang.

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Eine Symphonie am nördlichen Winterhimmel

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Bildcredit und Bildrechte: Lorenzo Ranieri Tenti

Beschreibung: Trotz der Kälte lockte die Aussicht auf schimmernde Nordlichter diesen Himmelsbeobachter auf die gefrorene Oberfläche des Oberen Sees an der Westküste der Halbinsel Keweenaw. Die Belohnung war dieses nächtliche Crescendo.

Über das Panoramakomposit breitet sich der Nachthimmel im nördlichen Spätwinter aus. Das Bild entstand aus Aufnahmen, die in der Nacht von 28. Februar auf den 1. März zwischen 22 Uhr und ein Uhr früh  entstanden. Links steigt ein zartes Zodiakallichtband steil vom Horizont auf und legt sich über den Mars und den Sternhaufen der Plejaden. Die ferne Galaxie M31 und unsere Milchstraße leuchten über dem grünlichen Polarlichtbogen. Polaris, der Navigationsstern des Nordpols, steht oben in der Mitte und wird rechts vom bekanntesten Asterismus der nördlichen Nacht begleitet: dem Großen Wagen. Zu den irdischen Lichtern zählen Markierungen zweier Wellenbrecher am Horizont nahe der Mitte Szenerie.

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Strichspuren und Sonnenaufgang zum Äquinoktium

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Earth and Stars); Danksagung: Andrea Rodriguez Anton

Beschreibung: Über dieses Tag- und Nacht-Panoramakomposit vom 19. März ziehen Sterne, und die Sone geht auf. Die Ansicht blickt zum östlichen Horizont von La Nava de Santiago in Spanien. Dafür wurde im Laufe von etwa zwei Stunden eine durchgehende Serie Digitalbilder aufgenommen und kombiniert, um die konzentrische Bewegung der Sterne am Nachthimmel abzubilden.

Strichspuren sind eine Spiegelung der Erdrotation, sie krümmen sich links oben um den Himmelsnordpol und rechts unten um den Himmelssüdpol. Natürlich stand an die Sonne diesem Tag nahe dem Himmelsäquator und zog auf der Weitwinkelprojektion eine diagonale gerade Linie. Mithilfe eines dichten dunklen Filters wurde alle zwei Minuten das Bild der Sonne fotografiert. Sie ging am Morgenhimmel im Osten auf und wurde über die Strichspuren gelegt.

Die Landschaft im Vordergrund der Szenerie und ein lokales prähistorisches Grabmal wurden jedoch vom Licht des Vollmondes beleuchtet. Der Gang des Monuments weist fast nach Osten und dem Äquinoktiums-Sonnenaufgang.

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Paradoxe Ostern: Ostern fällt 2019 nicht auf den Sonntag nach dem Frühlingsvollmond

Höhepunkte des nördlichen Frühlingshimmels

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Bildcredit und Bildrechte: Universe2go.com

Beschreibung: Was sehen Sie zu dieser Jahreszeit am Nachthimmel? Diese Grafik zeigt einige Höhepunkte für die Nordhalbkugel der Erde. Sie ist als Ziffernblatt zu sehen, dessen Mittelpunkt unten liegt, frühe (nördliche) Frühlingsereignisse sind nach links aufgefächert und späte Frühlingsereignisse sind nach rechts projiziert. Relativ erdnahe Objekte sind allgemein näher an der Figur mit Teleskop unten in der Mitte abgebildet – doch fast alles Abgebildete ist ohne Teleskop zu sehen.

Wie zu jeder Jahreszeit sehen die Sternbilder Jahr für Jahr gleich aus, und wie gewöhnlich erreicht der Meteorstrom der Lyriden Mitte April seinen Höhepunkt. Auch die Internationale Raumstation (ISS) ist wie immer von Zeit zu Zeit als heller Fleck zu sehen, der nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht. Nach der Frühlings-Tag- und Nachtgleiche nächste Woche sind auf der Nordhalbkugel die Tage länger als die Nacht, diese Ungleichheit steigt, während der Frühling fortschreitet. Außerdem wird Jupiter im Laufe des Frühlings zunehmend früher in der Nacht sichtbar. Gegen Ende des Frühlings gibt es im Monat Mai zwei Vollmonde, der zweite davon wird als Blue Moon bezeichnet.

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Vom Kreuz des Nordens zum Kreuz des Südens

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Bildcredit und Bildrechte: Nicholas Buer

Beschreibung: Es gibt eine Straße, die das Kreuz des Nordens mit dem Kreuz des Südens verbindet, doch man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um sie zu sehen. Die hier abgebildete Straße ist das zentrale Band unserer Milchstraße; der richtige Ort ist in diesem Fall die dunkle Laguna Cejar in der Salar de Atacama im Norden von Chile; und die richtige Zeit war Anfang Oktober kurz nach Sonnenuntergang.

Viele Himmelswunder wurden fotografiert, etwa der helle Mond im Bogen der Milchstraße; die Venus knapp über dem Mond; Saturn und Merkur, knapp unter dem Mond; ganz links die Begleitgalaxien Große und Kleine Magellansche Wolke; rotes Nachthimmellicht links im Bild am Horizont; und die Lichter kleiner Städte an mehreren Orten am Horizont. Man könnte vermuten, dass die Erstellung dieses Panoramas aus 30 Bildern eine ruhige Erfahrung war, doch hier hätte man Ohrstöpsel gebraucht, um das ständige Kreischen wilder Esel zu ignorieren.

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