Elektrische Nacht

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Ivan Pedretti

Beschreibung: Es sieht fast so aus, als würde die Galaxis die Blitze werfen, doch eigentlich tut das die Erde. Diese Nachtlandschaft wurde Anfang Juni auf der südlichen Spitze der italienischen Insel Sardinien aufgenommen.

Die Felsen und Sträucher im Vordergrund befinden sich in der Nähe des berühmten Leuchtturms Capo Spartivento, die Kamera blickt Richtung Süden nach Algerien und Afrika. In der Ferne über dem Mittelmeer ist ein Gewitter zu beobachten. Auf dieser 25 Sekunden belichteten Weitwinkelaufnahme wurden mehrere elektrische Blitzschläge zusammen fotografiert.

In viel weiterer Ferne sind Hunderte Sterne der Milchstraße in der Nachbarschaft unserer Sonne über den Himmel verstreut. Am weitesten entfernt sind die Milliarden Sterne, die gemeinsam das zentrale Band unserer Milchstraße bilden, die von links oben schräg nach unten verläuft.

Öffentlicher Vortrag: APOD-Herausgeber spricht am 3. Januar in NYC

Zur Originalseite

Strichspuren für einen Roten Planeten

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Dengyi Huang

Beschreibung: Hat Mars einen Nordstern? Wenn man auf der Erde Fotos des Nachthimmels lang belichtet, ziehen Strichspuren konzentrische Bögen um den Himmelsnordpol – dorthin zeigt die Rotationsachse unseres Planeten. Der helle Polarstern ist derzeit der Nordstern, er befindet sich am irdischen Himmel in der Nähe des Himmelsnordpols.

Auch auf Langzeitbelichtungen vom Mars würden man Strichspuren sehen, die konzentrischen Bögen um einen Himmelspol bilden, der durch die Rotationsachse des Mars definiert wird. Sie ist geneigt – wie auch die des Planeten Erde -, zeigt aber im Weltraum in eine andere Richtung, und zwar zu einer Stelle am Himmel zwischen Sternen von Schwan und Kepheus. An dieser Stelle ist kein heller Stern in der Nähe, der mit dem Polarstern der Erde vergleichbar wäre.

Die rötliche, verwitterte Landschaft hier erinnert zwar stark an Bilder von Marslandschaften, doch diese Aussicht muss vom Planeten Erde stammen, da bei der Mitte der konzentrischen Strichspurbögen der Polarstern steht. Die Geländeformen im Vordergrund befinden sich in der Provinz Qinghai im Nordwesten von China.

Zur Originalseite

Orion geht auf

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Vitalij Kopa

Beschreibung: Diese Einzelaufnahme von den frühen Morgenstunden im September mit Blick nach Osten entstand mit Stativ und Kamera. Sie dokumentiert ein einfaches visuelles Erlebnis: Über einem von Bäumen gesäumten Hang stehen vertraute Sterne der nördlichen Nacht und das Sternbild Orion, der Jäger.

Helle Sterne markieren Schulter (Beteigeuze), Fuß (Rigel), Gürtel und Schwert des himmlischen Jägers, und sie spiegeln sich klar im ruhigen Wasser des Flusses Vitrupe im Norden von Lettland. Auf der Nordhalbkugel der Erde kommt der Winter. Man sieht dann, wie Orion und diese sternklare Aussicht am frühen Abendhimmel aufgeht.

Zur Originalseite

Milchstraße über einem Leuchtturm in Uruguay

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Mauricio Salazar

Beschreibung: Kann ein Leuchtturm eine Galaxie erhellen? Nein, aber auf diesem Bild passen die Lücken im Licht, das vom Leuchtturm in Jose Ignacio in Uruguay ausstrahlt, scheinbar perfekt zu den dunklen Staubbahnen unserer Galaxis, der Milchstraße, obwohl sie nur vorübergehend und zufällig entstehen.

Das helle Objekt rechts ist der Planet Jupiter. Das zentrale Band der Milchstraße ist die Mitte der Spiralscheibe, die wir vom Inneren der Scheibe aus sehen. Das Band der Milchstraße ist bei Stadtbeleuchtung kaum zu erkennen, kann aber bei dunklem Himmel ziemlich eindrucksvoll sein.

Dieses Bild entstand durch die Kombination von zehn aufeinanderfolgenden Bildern, aufgenommen mit einer einzigen Kamera am selben Ort. Die Bilder wurden genau geplant, um das direkte Licht des berühmten Leuchtturms auszublenden.

Zur Originalseite

Gespenstisches Polarlicht über Kanada

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuichi Takasaka, TWAN

Beschreibung: Wonach sieht dieses Polarlicht aus? Während ein Astrofotograf der Kälte trotzte, um eines frühen Morgens im Jahr 2013 den Himmel über dem nördlichen Kanada zu beobachten, tauchte ein sehr ungewöhnliches Polarlicht auf. Das Polarlicht war definitiv wie etwas geformt, aber was? Der Astrofotograf schlug zwei gespenstische Möglichkeiten vor: „Hexe“ oder „Göttin der Dämmerung“. Zögern Sie jedoch nicht, weiter von Halloween inspirierte Vorschläge zu machen.

Abgesehen von fantasievollen pareidolischen Interpretationen hatte dieses Polarlicht eine typische grüne Farbe und entstand sicherlich durch eine wissenschaftlich gesehen alltägliche Aktion, bei der energiereiche Teilchen aus dem Weltraum mit Sauerstoff in der oberen Erdatmosphäre wechselwirken. Im Vordergrund des Bildes befinden sich unten die gefrorenen Alexandrafälle, in der Mitte stehen immergrüne Bäume.

Zur Originalseite

Sternenklare Nacht von Vincent van Gogh

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Gemälde von Vincent van Gogh; Digitale Widergabe: MoMA, Google Kunst und Kultur, via Wikipedia

Beschreibung: Das Gemälde Sternennacht ist eine der berühmtesten Darstellungen des Nachthimmels, die je geschaffen wurden. Die Szene wurde 1889 von Vincent van Gogh in Südfrankreich gemalt. Der wirbelnde Stil der Sternennacht erweckt in den Augen vieler den Nachthimmel scheinbar zum Leben.

Obwohl van Gogh auf seinen Gemälden häufig reale Orte darstellte, sind sich Kunsthistorikerinnen nicht einig darüber, welche Sterne und Planeten auf dem Gemälde Sternennacht abgebildet sind. Sternennacht wurde im Stil des Spätimpressionismus gemalt, einer weitverbreiteten Kunstrichtung am Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Das Originalgemälde Sternennacht hängt im Museum of Modern Art (MoMA) in New York City (New York, USA).

Neu: KI lesen APOD

Zur Originalseite

Nachthimmelreflexion vom größten Spiegel der Welt

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Jheison Huerta

Beschreibung: Was reflektiert dieser größte Spiegel der Welt? Sterne, Galaxien und einen Planeten. Viele dieser Sterne sind in den prächtigen Bogen gefasst, der durch das Bild läuft. Dieser Bogen ist die zentrale Ebene unserer Heimatgalaxis, der Milchstraße. Unter dem Bogen befindet sich eine weitere Galaxie, die benachbarte Große Magellanische Wolke (GMW). Zu den sichtbaren Einzelsternen gehören Antares ganz links und Sirius ganz rechts. Der Planet Jupiter leuchtet hell unter Antares.

Dieses Bild entstand aus 15 hochformatigen Bildern, die in der Salzebene Salar de Uyuni in Bolivien hintereinander in einem Zeitraum von 10 Minuten fotografiert wurden. Die Salar de Uyuni ist die größte Salzebene der Erde – sie ist so riesig und so außerordentlich flach, dass sie nach einem Regen der größte Spiegel der Welt werden kann, mit einem Durchmesser von 130 Kilometern. Dieser weitläufige Spiegel wurde Anfang April fotografiert und spiegelt alle oben erwähnten Galaxien, Sterne und den Planeten.

Zur Originalseite

Die Galaxie hoch oben

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Rodrigo Guerra

Beschreibung: Haben Sie in letzter Zeit Ihre Heimatgalaxie betrachtet? Wenn Sie so einen Himmel hätten, würden Sie sie vielleicht häufiger wahrnehmen! Dieses Bild ist eigentlich ein Komposit aus zwei Bildern, die letzten Monat am gleichen Ort im Süden von Brasilien mit der gleichen Kamera aufgenommen wurden – jedoch einige Stunden hintereinander.

Die Person im Bild – es ist der Astrofotograf – hat in der Milchstraße oben viel zu bestaunen. Das zentrale Band unserer Heimatgalaxie verläuft von links unten diagonal nach oben. Dieses Band ist von eindrucksvollen Motiven übersät: dunklen Nebelfasern, hellen blauen Sternen und roten Nebeln. Millionen blasserer und röterer Sterne füllen den fernen galaktischen Hintergrund auf. Rechts unter der Milchstraße liegen die farbenprächtigen Gas- und Staubwolken von Rho Ophiuchi mit dem hellen, orangefarbenen Stern Antares. In dieser Nacht stand der helle Planet Jupiter rechts über Antares.

Der Himmel ist so alt und so vertraut, dass die Menschheit viele Geschichten darüber erfunden hat, einige davon wurden durch genau dieses Bild inspiriert.

Zur Originalseite

Orion geht über Brasilien auf

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Beschreibung: Haben Sie kürzlich den Orion gesehen? Die nächsten Monate sind die besten, um zu beobachten, wie das vertraute Sternbild nachts immer früher aufgeht. Doch Orions Sterne und Nebel sehen mit bloßem Auge nicht ganz so bunt aus wie auf dieser fantastischen Fotografie. Auf diesem Bild wurde Orion letzten Monat in Brasiliens Mittelwestregion mit einer Kamera fotografiert, die seine vollen Farben zur Geltung brachte.

Der kühle Rote Riese Beteigeuze leuchtet hier einem starken Orangeton, er ist der hellste Stern ganz links. Ansonsten sind Orions heiße blaue Sterne zahlreich, der Überriese Rigel balanciert Beteigeuze oben rechts, Bellatrix  oben links und Saiph rechts unten. Im Gürtel des Orion sind von unten nach oben in einer Reihe Alnitak, Alnilam und Mintaka, alle sind etwa 1500 Lichtjahre entfernt und in den bekannten, gut untersuchten interstellaren Wolken des Sternbildes entstanden. Falls Ihnen ein „Stern“ rechts oben in Orions Schwert rötlich und verschwommen vorkommt, ist das so in Ordnung. Es ist ein Sternentstehungsgebiet, das als Orionnebel bekannt ist.

Zur Originalseite

Der Augenhimmel, ein Drache

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte:  Anton Komlev

Beschreibung: Was sehen Sie, wenn Sie diesen Himmel anblicken? Sehen Sie in der Mitte, im Dunkeln, einen Nachthimmel voller Sterne? Und sehen Sie links einen Sonnenuntergang? Überall Wolken? Sehen Sie das zentrale Band unserer Galaxis, der Milchstraße, die durch die Mitte verläuft? Sehen Sie die Ruinen eines verlassenen Außenpostens auf einem Hügel? (Der Außenposten befindet sich auf der Insel Askold in Russland.) Sehen Sie einen Fotografen mit einer Stirnlampe, der die surreale Umgebung betrachtet? (Das Bild ist ein Panorama aus 38 Bildern, die letzten Monat fotografiert und zu einer Kleiner-Planet-Projektion verarbeitet.) Sehen Sie einen zerklüfteten Pfad, der von Stufen gesäumt ist?

Oder sehen Sie das Auge eines Drachen?

Zur Originalseite

Eine Mondkorona über Turin

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Giorgia Hofer (Cortina Astronomical Association)

Beschreibung: Was sind diese farbenprächtigen Ringe um den Mond? Eine Korona, oft auch als Hof bezeichnet. Ringe wie diese treten manchmal auf, wenn der Mond hinter dünnen Wolken zu sehen ist. Der Effekt entsteht durch die quantenmechanische Beugung von Licht um einzelne, annähernd gleich große Wassertröpfchen in einer davor liegenden, großteils transparenten Wolke. Da Licht verschiedener Farben unterschiedliche Wellenlängen hat, wird jede Farbe anders abgelenkt.

Höfe um den Mond gehören zu den wenigen quantenmechanischen Farbeffekten, die mit bloßem Auge leicht sichtbar sind. Diese Mondkorona wurde 2014 um einen Vollmond über Turin in Italien fotografiert. Ähnliche Höfe um die Sonne sind wegen der großen Helligkeit der Sonne meist kaum erkennbar.

Zur Originalseite