Blitz und Orion hinter Uluru

Hinter Uluru, einem Weltnaturerbe in Zentralaustralien, tobt ein Gewitter, am Himmel leuchtet das Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Park Liu

Beschreibung: Was passiert hinter Uluru? Der Uluru, ein Weltnaturerbe der Vereinten Nationen, ist ein außergewöhnlicher, 350 Meter hoher Berg in Zentralaustralien, der aus einer fast flachen Umgebung steil aufragt. Er besteht aus Sandstein und wurde im Laufe der letzten 300 Millionen Jahre langsam geformt, als das weichere Gestein erodierte.

Im Hintergrund dieses Bildes, das Mitte Mai fotografiert wurde, seht ihr ein heftiges Gewitter. Weit hinter Uluru und dem Gewitter leuchtet ein sternklarer Himmel und das Sternbild Orion.

Die Region um Uluru wird seit mehr als 22.000 Jahren von Menschen bewohnt. Schon lange wissen die einheimischen Ureinwohner, dass mit dem ersten Auftreten der Sterne des modernen Sternbildes Orion am Nachthimmel eine heiße Jahreszeit mit Geweittern beginnt.

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Nachtlandschaft bei Yacoraite

Die Milchstraße über der historischen archäologischen Stätte Yacoraite mit den Nebeln um Antares und Rho Ophiuchi.

Bildcredit und Bildrechte: Franco Meconi

Beschreibung: Auf dieser stimmungsvollen Nachtszene geht die staubige zentrale Milchstraße über der historischen archäologischen Stätte Yacoraite in den Anden im Nordwesten von Argentinien auf. Die Erdbewohner, die sich zum Himmel recken, sind große argentinische Saguaro-Kakteen, die derzeit in der dürren Region heimisch sind.

Der ungewöhnliche gelbe Reflexionsnebel darüber entsteht durch Staub, der das Sternenlicht um den roten Riesenstern Antares streut. Antares ist der Alphastern im Sternbild Skorpion, er ist mehr als 500 Lichtjahre entfernt. Der daneben liegende helle, blaue Rho Ophiuchi ist in einen typischen staubigen bläulichen Reflexionsnebel eingebettet.

Die detailreiche Nachthimmelslandschaft entstand durch eine Serie aus Hintergrundaufnahmen der aufgehenden Sterne, bei denen die Kamera dem Himmel folgte, und einer Vordergrundaufnahme der Landschaft, bei der Kamera und Objektiv auf einem Stativ fixiert waren. Aus der Kombination entstand dieses atemberaubende Einzelbild mit einer Bandbreite an Helligkeit und Farben, die euer Auge so nicht erkennen kann.

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STEVE über Copper Harbor

Dieser STEVE (Strong Thermal Emission Velocity Enhancements) Mitte März in Copper Harbor in Michigan (USA) fotografiert.

Bildcredit und Bildrechte: MaryBeth Kiczenski

Beschreibung: Wie entsteht ein STEVE? Strong Thermal Emission Velocity Enhancements (STEVEs) wurden wahrscheinlich schon seit der Antike beobachtet, aber erst in den letzten fünf Jahren stellte sich heraus, dass sich ihre Farben und Formen von Polarlichtern unterscheiden.

STEVEs sind einzelne helle Streifen in Rosa oder Violett. Ihr Ursprung wird weiterhin erforscht. STEVEs hängen möglicherweise mit subauroralen Ionendrifts (SAIDs) zusammen, das sind überschallschnelle Flüsse aus heißen Ionen in der Atmosphäre. Aus derzeit unbekannten Gründen werden STEVEs häufig von grünen „Lattenzaun“-Polarlichtern begleitet.

Dieses Bild eines STEVE ist eine Kombination aus Vordergrund- und Hintergrundaufnahmen, die Mitte März in Copper Harbor in Michigan (USA) fotografiert wurden. Dieser helle STEVE dauerte mehrere Minuten, er reichte von einem Horizont bis zum anderen und erschien in der Zeit zwischen normalen Polarlichtern.

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Flug über die Erde bei Nacht II


Videocredit: NASA, Portal für Astronautenfotografie, ISS Expedition 53; Musik: The Low Seas (Die 126er)

Beschreibung: Diese Zeitrafferaufnahmen wurden 2017 auf der Internationalen Raumstation gefilmt und zu einem ruhigen Video der Erde bei Nacht kombiniert. Wer den niedrigen Erdorbit liebt, kann zu Beginn den Anblick von grünen und roten Nordlichtern genießen, die den Himmel überziehen.

Die Nachtszene verläuft von Nordwesten nach Südosten über Nordamerika zum Golf von Mexiko und der Küste von Florida. Der zweite Abschnitt zeigt die Stadtlichter von Europa, überquert das Mittelmeer und den hellen Nil in Nordafrika. Vom Außenposten im Orbit aus sieht man unten unstete Blitze in Gewittern, und über dem gekrümmten Horizont steigen Sterne durch das zarte Nachthimmellicht der Atmosphäre.

Auch von zu Hause aus könnt ihr nun jederzeit die Lebenszeichen auf dem Planeten Erde sehen.

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Regenbogen-Nachthimmellicht über den Azoren

Nachthimmellicht über dem Mount Pico auf den Azoren, die zu Portugal gehören, dahinter ein spektakulärer Nachthimmel mit Milchstraße und M31, der Andromedagalaxie.

Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN); Überblendete Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Was leuchtet am Himmel wie ein riesiger, sich wiederholender Regenbogen? Nachthimmellicht. Luft leuchtet zwar die ganze Zeit, doch es ist meist kaum zu sehen. Doch eine Störung – wie ein aufziehender Sturm – kann die Erdatmosphäre deutlich kräuseln.

Diese Schwerewellen sind Schwingungen in der Luft, ähnlich solchen, die entstehen, wenn ein Stein in ruhiges Wasser fällt. Die Langzeitbelichtung, die fast entlang der senkrechten Wellen aus Nachthimmellicht ausgerichtet ist, macht die gewellte Struktur besonders gut sichtbar.

Gut, aber woher stammen die Farben? Das tiefrote Leuchten stammt wahrscheinlich von OH-Molekülen in einer Höhe von etwa 87 Kilometern, die durch Ultraviolettlicht von der Sonne angeregt werden. Das orangefarbene und grüne Nachthimmellicht stammt wahrscheinlich von Natrium– und Sauerstoffatomen, die sich etwas höher oben befinden.

Dieses Bild wurde bei einer Besteigung des Mount Pico auf den Azoren fotografiert, die zu Portugal gehören. Das Licht am Boden stammt von der Insel Faial im atlantischen Ozean. Durch das gebänderte Nachthimmellicht hindurch ist ein spektakulärer Himmel zu sehen, mit dem zentralen Band unserer Milchstraße, das durch die Bildmitte verläuft, und links oben seht ihr M31, die Andromedagalaxie.

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Zodiakalnacht

Nachthimmel über den Pyrenäen in Südfrankreich mit Milchstraße, Orion, Mars und Zodiakallicht.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Graffand

Beschreibung: Diese heitere Berg- und Nachthimmelslandschaft vom 7. April zeigt ein intensives Band aus Zodiakallicht. Der Panoramablick wurde am Ende einer dreistündigen Wanderung nach Sonnenuntergang an einem Aussichtspunkt fotografiert, der nach Westen über die Pyrenäen in Südfrankreich zeigt.

Mont Valier ist mit einer Höhe von 2838 Metern der höchste Gipfel nahe der Mitte. Oben am Himmel nähern sich die vertrauten Sterne Orions und der nördlichen Wintermilchstraße dem zerklüfteten Westhorizont. Beteigeuze an Orions Schulter ist einer von drei hellen gelblichen Himmelslichtern. Er bildet ein Dreieck mit dem anderen roten Riesenstern Aldebaran rechts unter Beteigeuze sowie Mars, dem Roten Planeten. Mars leuchtet knapp unter dem Band der Milchstraße, er ist in das helle Zodiakallicht eingebettet.

Wahl der Erde: Stimmt für euer Lieblingsbild des NASA-Erdobservatoriums

Heute 19h: Frühlingssternbilder – online via Zoom – Eintritt frei, Anmeldung bis 16h!

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Roter Koboldblitz über den Anden

Rote Kobolde, gesehen vom Las-Campanas-Observatorium in Chile über den argentinischen Anden.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Beschreibung: Was sind diese roten Fasern am Himmel? Es ist eine selten beobachtete Blitzart, die erst vor etwa 30 Jahren bestätigt wurde: Rote Kobolde.

Die aktuelle Forschung zeigt, dass nach einem mächtigen positiven Wolken-Boden-Blitzschlag Rote Kobolde als 100 Meter große Kugeln aus ionisierter Luft entstehen können, die aus einer Höhe von ungefähr 80 Kilometern mit 10 Prozent der Lichtgeschwindigkeit nach unten rasen. Ihnen folgte rasch eine Gruppe aufwärts zuckender ionisierter Kugeln.

Dieses Bild wurde zu Beginn des Jahres am Las-Campanas-Observatorium in Chile über den argentinischen Anden fotografiert. Rote Kobolde treten nur den Bruchteil einer Sekunde auf. Man erkennt sie am besten, wenn ein mächtiges Gewitter von der Seite zu sehen ist.

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Mars über dem Steinkreis von Duddo

Der Planet Mars über dem berühmten Steinkreis von Duddo in Northumberland in England.

Bildcredit und Bildrechte: Ged Kivlehan

Beschreibung: Was machen diese riesigen Steine hier? Der Steinkreis von Duddo in Northumberland in England ist einer der berühmteren Steinkreise. Er steht im Freien an der Kuppe einer leichten Steigung. Nach einer kurzen Wanderung über leere Felder gelangt ihr zu den ungewöhnlichen mannshohen Steinen, die sich von allem in der Umgebung unterscheiden.

Die gerillten, zernarbten und stark verwitterten Oberflächen der weichen Sandsteine lassen darauf schließen, dass die Steine vor etwa 4000 Jahren aufgestellt wurden – aus heute unbekannten Gründen.

Dieses Bild ist ein Komposit aus zwei nacheinander fotografierten Aufnahmen, die am selben Ort entstanden sind. Es wurde letzten Oktober bei sternklarem Himmel aufgenommen, als die Erde nahe am Mars vorbeizog, daher erschien der Rote Planet ungewöhnlich groß und hell.

Mars ist bei Sonnenuntergang noch zu sehen, doch in den nächsten Monaten kommt er dem Horizont immer näher.

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Ein flaggenförmiges Polarlicht über Schweden

März 2015 war über Kiruna in Schweden ein ungewöhnlich gerades Polarlicht zu beobachten.

Bildcredit und Bildrechte: Mia Stålnacke

Beschreibung: Einen Augenblick sah es aus wie eine 50 Kilometer hohe gebänderte Flagge. Mitte März 2015 führte ein energiereicher koronaler Massenauswurf, der auf einem direkten magnetischen Kanal zur Erde gelangte, zu einem der intensiveren geomagnetischen Stürme der letzten Jahre. Ein visuelles Ergebnis waren Polarlichter, die in vielen Ländern um die magnetischen Pole der Erde beobachtet wurden.

Dieses Bild wurde über Kiruna in Schweden fotografiert. Es zeigt einen ungewöhnlich gerader Polarlichtvorhang, dessen grüne Farben in der tiefen Erdatmosphäre abgestrahlt werden, die roten leuchten viele Kilometer weiter oben. Woher das seltene violette Polarlicht stammt, ist unklar – es könnte ein ungewöhnliches blaues Polarlicht in noch geringerer Höhe als das grüne sein, das von einem viel höher liegenden roten Polarlicht überlagert wird.

Da das Sonnenminimum nun vorbei ist, gibt es wahrscheinlich bald wieder mehr farbenprächtige Nächte mit Polarlichtern über der Erde.

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Zodiakallicht und Mars

Zodiakallicht umhüllt am Abend Mars und die Plejaden über einer alten Scheune in Illinois.

Bildcredit und Bildrechte: Joshua Rhoades

Beschreibung: Am 7. März reichte kurz nach Sonnenuntergang noch ein zartes Lichtband über den westlichen Horizont dieser ruhigen, ländlichen Himmelslandschaft in Illinois. Das Leuchten wurde bei einem alten Bauernhof fotografiert, es ist Zodiakallicht, das im Frühling auf der Nordhalbkugel der Erde nach Sonnenuntergang markant im Westen leuchtet. An diesem klaren Abend umhüllte das Band des Zodiakallichtes scheinbar den hellen, gelblichen Mars und den Sternhaufen der Plejaden. Die enge Begegnung ist am sternklaren Himmel über dem Dach der alten Scheune zu sehen.

Zodiakallicht ist Sonnenlicht, das von interplanetaren Staubteilchen gestreut wird, die sich in der Nähe der ekliptischen Ebene des Sonnensystems befinden. Alle Planeten des Sonnensystems kreisen ungefähr in der Ebene der Ekliptik im Band des Zodiakallichtes.

Doch zwischen dem Zodiakallicht und dem Planeten Mars gibt es vielleicht eine tiefere Verbindung. Die Raumsonde Juno detektierte auf ihrer Reise von der Erde zu Jupiter zufällig interplanetaren Staub. Eine aktuelle Analyse dieses Staubs lässt vermuten, dass wahrscheinlich der Mars die Quelle für den Staub ist, der das Zodiakallicht bildet.

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Ein bisschen wie Mars

Dieser kleine Planet befindet sich auf der Erde, am Himmel leuchten die Milchstraße, die Magellanschen Wolken, das Sternbild Orion und der Planet Mars.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Barsa

Beschreibung: Die Oberfläche dieses Planeten sieht ein bisschen wie der Mars aus, doch es ist der Planet Erde. Das 360-Grad-Mosaik, das digital zu einer Kleiner-Planet-Projektion zusammengefügt wurde, entstand in der Nähe von San Pedro in der chilenischen Atacamawüste. Die Teleskope in den Kuppeln am Horizont nützen die berühmten klaren, dunklen Nächte der Region.

Die Aufnahmen stammen von Anfang Dezember. Die prächtige Milchstraße wölbt sich fast 180 Grad um den Horizont des kleinen Planeten. Orion leuchtet markant am Südhimmel. Das vertraute Sternbild steht für Beobachter*innen auf der Nordhalbkugel auf dem Kopf. Orion liegt in dieser südlichen Dezembernacht fast gegenüber der Großen und der Kleinen Magellanschen Wolke. Doch das hellste gelbliche Himmelslicht über diesem kleinen Planeten ist der Rote Planet.

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