Die Internationale Raumstation im Visier

Videocredit und -rechte: Eric Holland

Am Dienstag, dem 13. Oktober, startete eine Falcon-9-Rakete noch vor der Dämmerung. Sie brachte eine Dragon-Raumkapsel in die erdnahe Umlaufbahn. Es war die 35. kommerzielle NASA-Mission zur Versorgung der ISS. Dieses Video zeigt den Start in Zeitraffer. Es wurde in Indian Harbour Beach in Florida gefilmt.

Die Reise begann am Startkomplex 40 des Raumfahrthafens in Cape Canaveral. Von dort aus jagten Falcon und Dragon der Internationalen Raumstation ISS hinterher. Wie auf Befehl flog die Raumstation sogar von oben ins Bild. Nach etwa 8 Sekunden bewegt sich der helle Streifen der ISS „hinunter“ zum Horizont. Die beiden Stufen der Falcon 9 Rakete trennten sich. Dabei formen die Abgase der Rakete eine spektakuläre Feuerqualle. Während die Abgaswolke wuchs, leuchtete schon die Sonne darauf, die gerade aufging.

Bei etwa 20 Sekunden beginnt im Video der Rückflug der ersten Raketenstufe. Später sehen wir, wie sie wieder eintritt und nach Bremsschüben landet. Die zweite Raketenstufe folgt der ISS weiter zum Horizont. Nur die beleuchtete Abgas-Qualle schwebt auch nach der erfolgreichen Landung der ersten Stufe noch am frühen Morgenhimmel.

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Dreifache Ausrichtung: Flugzeug, Raumstation, Sonne

Die Sonne hat ein paar kleine Flecken, der Rand ist etwas dunkler als die Mitte. Links zieht die ISS über die Sonne. Das war gut geplant. Zufällig und überraschend flog aber auch ein Flugzeug vor der Sonne vorbei.
Bildcredit und Bildrechte: Petr Horalek / Inst. f. Physik Opava

Das Bild war eine Überraschung. Es zeigt nicht nur Sonnenflecken. Das sind die kleinen, dunklen Regionen auf der Sonnenoberfläche. Sie entstehen durch Magnetfelder. Sonnenflecken bestehen meist ein paar Wochen lang. Doch die Flecken im Bild sah man schon seit einigen Tagen. Sie kamen nicht unerwartet.

Auch die Internationale Raumstation ISS war keine Überraschung. Schließlich plante der Fotograf seine Aufnahme auf die Sekunde genau, um genau dieses ikonische Objekt vor der Sonne festhalten zu können! Die ISS ist die kleine dunkle Struktur links neben der Mitte. Doch das Flugzeug war eine Überraschung. Es schob sich genau im Moment der Aufnahme ebenfalls vor die Sonne und verursachte eine „Mini-Sonnenfinsternis„!

Das Bild wurde in Prasek in Tschechien aufgenommen. Es zeigt drei Objekte zusammen: Flugzeug, ISS und Sonne. Der Fotograf schätzt, dass die Chancen für ein zufälliges Foto der Sonne, das sowohl die ISS als auch ein Flugzeug zeigt, bei ungefähr 30 Millionen zu Eins liegen.

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Blick aus dem Weltraum auf Polarlichter

Videocredit: ESA, NASA, ISS Expedition 74; Aufnahme: Sophie Adenot; Musik: ESA („Circle of Light“ von Patrick Hawes und Grace Davison von Audio Network)

Wie sehen Polarlichter von oben aus? Seht her! Vom Boden aus gesehen tanzen Polarlichter hoch über den Wolken. Dabei sorgen sie oft für spektakuläre Anblicke. Aus dem Weltraum sehen sie etwas anders aus. Die Internationale Raumstation (ISS) umrundet die Erde alle 90 Minuten. Dabei fliegt sie manchmal über Polarlichter, die auf der Nachtseite der Erde aktiv sind.

Dieses Video zeigt Polarlichter in Zeitraffer. Es wurde vor rund zwei Wochen auf der ISS gefilmt. Die ISS und alle Objekte in erdnahen Umlaufbahnen fliegen hoch über grünen Polarlichtern, aber nur ein kleines Stück über rot leuchtenden.

Die Polarlichter bestehen aus Strömen von Elektronen und Protonen. Sie sind zu dünn, um eine Gefahr für die ISS darzustellen, so wie Wolken ungefährlich für Flugzeuge sind. Wenn man Polarlichter aus der Umlaufbahn betrachtet, winden sie sich wie riesige Schlangen und scheinen zu kriechen. Das passiert, wenn die Magnetfelder sich ändern. Die französische Astronautin Sophie Adenot filmte dieses einminütige Video. Sie ist Astronautin der ISS-Expedition 74.

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Polarlichter verzaubern den Himmel

Über der Erde winden sich ströme aus leuchtend grünem Polarlicht. Nach oben steigen grüne und rote Spitzen auf. Die Erde darunter ist zart beleuchtet. Der orangefarbene Rand über der Erde stammt von Luftleuchten.
Bildcredit: Jack Fischer, Expedition 52, NASA

Wie Salsa Verde auf einem Burrito überzieht ein grünes Polarlicht den Himmel. Das Bild entstand am 25. Juni 2017 auf der Internationalen Raumstation ISS. Die Station kreist ca. 400 km über der Erde. Dort befindet sie sich im oberen Bereich der Polarlichter.

Polarlichter leuchten in den typischen Farben, wenn Moleküle und Atome, die mit geringer Dichte verteilt sind, in extremer Höhe angeregt werden. Das Leuchten von atomarem Sauerstoff bestimmt das Bild. Tiefer unten leuchtet der Sauerstoff faszinierend grün. Rötliche Streifen, die man seltener sieht, steigen über dem Horizont der Raumstation auf.

Die Aufnahme entstand, als die Raumstation über einen Punkt südöstlich von Australien flog. Die Sterne rechts über dem Horizont gehören zum Sternbild Canis Major, Orions großem Hund. Sirius ist der hellste Stern im Großen Hund. Er strahlt knapp über dem Horizont der Erde.

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Die ISS gleitet über den Mond

Über dem zu drei Vierteln beleuchteten Mond schwebt die Internationale Raumstation ISS. Auf dem Mond treten Krater und dunkle Lavabecken sehr markant hervor. Rechts sind sie von langen hellen Strahlen überzogen.
Bildcredit und Bildrechte: Sébastien Borie; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Nein, hier landet kein UFO auf dem Mond! Das Foto zeigt die Internationale Raumstation (ISS), kurz bevor sie vor dem Mond vorüberzieht. Die ISS umrundet die Erde in einem niedrigen Orbit 1 und saust alle 90 Minuten einmal um die ganze Welt. Seit 25 Jahren umrundet sie 16 Mal am Tag unsere Heimat. In dieser Zeit hat sie schon viele Fotos mit bekannten Himmelsobjekten verschönert, z. B. von Venus, Mars, Saturn und der Sonne.

Forschende aus 100 Nationen führten schon über 1000 Experimente auf der ISS durch. Eines der ersten Experimente untersuchte das Wachstum von Eiweißkristallen. Das brachte Fortschritte in der medizinischen Forschung mit sich. Die Leute auf der ISS untersuchen das Wachstum von Pflanzen, die Aufbereitung von Wasser, Gesundheit und vieles mehr. Das unterstützt auch die Missionen Artemis. Dank all dieser Forschung reisen Menschen nun weiter als je zuvor ins All!

Findet ihr das außerirdische Labor der NASA am Himmel?

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  1. Low Earth Orbit, LEO ↩︎

Nachts über die Erde fliegen

Videocredit: Aufnahmen von Astronaut*innen, NASA ; Zusammenstellung: David Peterson (YouTube); Musik: Freedom Fighters (Two Steps from Hell)

Viele Wunder sind zu sehen, wenn man nachts über die Erde fliegt. Für Astronauten* im Erdorbit sind sie ein alltäglicher Anblick. Das Video ist mit emotionaler Musik hinterlegt. Es zeigt einen Zusammenschnitt der Eindrücke mehrerer Tage. Sie wurden 2011 auf der Internationalen Raumstation (ISS) aufgenommen.

Die Kamera fliegt über weiße Wolken, orange Lichter von Städten, Blitze und Gewitter sowie das dunkelblaue Meer dahin. Am Horizont ist der goldenen Schimmer der dünnen Erdatmosphäre. Sie ist immer wieder von tanzenden Polarlichtern verziert. Die grünen Teile dieser Lichter leuchten typischerweise unter der Raumstation auf. Durch die rot- und lila leuchtenden Polarlichter fliegt die Raumstation sogar direkt durch!

Die Solarpaneele der Raumstation ragen über den Bildrand. Am Ende jeder Sequenz rauscht ein überwältigend helles Leuchten ins Bild. Es ist nichts anderes als die Morgendämmerung auf der Seite der Erde, die zur Sonne zeigt. Astronauten auf der ISS erleben diese Morgendämmerung alle 90 Minuten.

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Der Manicouagan-Einschlagkrater aus dem Weltraum

Links über dem Sankt-Lorenz-Strom ist ein kreisrunder Stausee, der eigentlich ein Ring ist. Er ist ein urzeitlicher Einschlagkrater und hat die Bezeichnung Manicouagan-Stausee.

Bildcredit: NASA, Internationale Raumstation – Expedition 59

Die Internationale Raumstation umkreist die Erde in einer Höhe von 400 Kilometern. Am 11. April 2019 war die Expedition 59 die Besatzung der ISS. Sie nahm von oben diesen Schnappschuss auf. Er zeigt den breiten Sankt-Lorenz-Strom und den seltsam kreisförmigen Manicouagan-Stausee im kanadischen Quebec.

Der ringförmige See liegt rechts neben der Bildmitte. Er befindet sich in den erodierten Überresten eines alten Einschlagskraters, der einen Durchmesser von 100 Kilometern hat, und wurde erst in neuerer Zeit aufgestaut. Der Krater ist zwar stark verwittert, aber aus der Erdumlaufbahn erkennt man ihn trotzdem sehr gut. Er erinnert uns daran, wie anfällig die Erde für Einschläge von Gesteinsbrocken ist, die aus dem Weltraum kommen.

Der Manicouagan-Krater ist mehr als 200 Millionen Jahre alt. Wahrscheinlich entstand er, als ein Gesteinsbrocken einschlug, der etwa 5 Kilometer groß war. Derzeit kennen wir keinen Asteroiden, der mit erhöhter Wahrscheinlichkeit im nächsten Jahrhundert die Erde treffen könnte.

Jeden Monat veröffentlicht das Planetary Defense Coordination Office der NASA die neuesten Zahlen zu nahen Vorbeiflügen von erdnahen Objekten. Die Berichte enthalten auch anderen Fakten über Kometen und Asteroiden, die der Erde vielleicht gefährlich werden könnten.

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Von der Erde hinauf: Riesiger Strahlenblitz

Blick auf die nächtliche Erde aus Sicht der Internationalen Raumstation. Im Vordergrund der Roboterarm der Raumstation, auf der Erde das Leuchten von Städten und ein nach oben weisender Blitz in Rot, Blau und Weiß.

Bildcredit: NASA, Expedition 73, Nicole Ayers

Was steigt da von der Erde auf? Anfang Juli umrundete die Astronautin Nicole Ayers in der Internationalen Raumstation die Erde. Dabei sah sie einen ganz besonderen Blitz von der Erde aufsteigen: einen riesigen Strahlblitz. Der mächtige Strahlblitz erscheint in der Bildmitte in Rot, Weiß und Blau.

Riesige Strahlblitze sind erst seit 25 Jahren bekannt. Atmosphärische Strahlblitze hängen mit Gewittern zusammen. Sie erstrecken sich nach oben in Richtung der irdischen Ionosphäre.

Der untere Teil des Bildes zeigt die nächtliche Erde. Die dünne Atmosphäre ist durch das Nachthimmellicht grün gefärbt. Die Lichter der Städte sind teilweise klar zu sehen. Aber meist erzeugen sie ein diffuses weißes Leuchten in den dazwischenliegenden Wolken. Der obere Teil des Bildes zeigt ferne Sterne am dunklen Nachthimmel.

Die aktuelle Forschung beschäftigt sich mit der Entstehung von riesigen Strahlblitzen. Sie untersucht auch, wie sie mit anderen Arten von vorübergehenden Leuchtereignissen zusammenhängen. So gibt es beispielsweise auch blaue Strahlblitze und rote Kobolde.

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