Planet Erde in der Dämmerung

Die Erde von der Raumstation ISS aus betrachtet mit Atmosphäre, Ozeanen und Terminator (Schattenlinie).

Bildcredit und Bildrechte: Besatzung der ISS Expedition 2, Tor zur Weltraumfotografie der Erde, NASA

Beschreibung: Am Übergang vom Tag zur Nacht verläuft auf dieser prächtigen Ansicht mit Ozeanen und Wolken unseres schönen Planeten Erde keine scharfe Grenze. Stattdessen ist die Schattenlinie oder der Terminator diffus und zeigt den allmählichen Übergang zur Dunkelheit, den wir als Dämmerung kennen.

Die Sonne beleuchtet die Szenerie von rechts, die Wolkenoberflächen reflektieren sanft gerötetes Sonnenlicht, das von der staubigen Troposphäre gefiltert wird, sie ist die tiefste Schicht der schützenden Atmosphäre um unseren Planeten. Am oberen Rand der Tagseite verläuft in großer Höhe eine klare Schicht, die blaues Sonnenlicht streut und in die Schwärze des Weltraums übergeht.

Dieses Bild wurde im Juni 2001 auf der Internationalen Raumstation fotografiert. Die ISS kreist in einer Höhe von zirka 390 km um die Erde. Ihr könnt übrigens jetzt gleich von zu Hause aus die Erde betrachten.

Heute ist Tag der Erde

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Die Raumfähre Endeavor über der Erde

Die Raumfähre Endeavour wurde von der Besatzung der Internationalen Raumstation ISS am Erdhorizont fotografiert.

Bildcredit: NASA, Besatzung der Expedition 22

Beschreibung: Was ist da im Anflug? Die Besatzung der Internationalen Raumstation sah es 2010 zuerst in weiter Ferne. Bald wurde es größer und zu einer dunklen Silhouette. Als es noch näher kam, entpuppte sich die Silhouette als Raumschiff. Schließlich stellte sich heraus, dass das Objekt die Raumfähre Endeavour war, die wie erwartet an die Raumstation im Erdorbit koppelte.

Die Raumfähre Endeavour wurde am Erdhorizont abgebildet, als sie näher kam. Dahinter seht ihr mehrere Schichten der Erdatmosphäre. Direkt hinter der Raumfähre befindet sich die blaue Mesosphäre. Die weiße Atmosphärenschicht ist die Stratosphäre, die orangefarbene Schicht ist die Troposphäre der Erde.

Diese dünnen Luftschichten machen weniger als 2% des Erdradius aus und schützen uns auf vielfältige Weise: Sie bieten unter anderem Sauerstoff zum Atmen und sind eine Barriere gegen gefährliche Strahlung aus dem All.

Nächsten Freitag: Tag der Erde (Earth Day) 2022
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Eine Raumstation kreuzt die lebhafte Sonne

Das Bild zeigt eine Zeitraffer-Silhouette der Internationalen Raumstation (ISS), die über die Sonne zieht. Die Sonne zeigt Filamente, Protuberanzen und einen Sonnenfleck.

Bildcredit und Bildrechte: Wang Letian (Eyes at Night)

Beschreibung: Normalerweise ist die Internationale Raumstation nur nachts zu sehen. Die Internationale Raumstation (ISS) zieht langsam über den Nachthimmel, während sie um die Erde kreist, und ist an vielen Orten etwa einmal im Monat als heller Fleck zu sehen. Dann ist die ISS nur kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang sichtbar, weil sie im reflektierten Sonnenlicht leuchtet – sobald sie den Erdschatten erreicht, wird sie unsichtbar.

Tagsüber sehen wir die ISS nur, wenn sie direkt über die Sonne zieht. Dann zieht sie so schnell vorüber, dass nur Kameras mit sehr kurzen Belichtungszeiten die Silhouette der ISS vor dem Hintergrund der Sonne visuell einfrieren können, wie bei diesem Bild – es entstand aus einer Fotoserie, die zu Beginn des Monats in Peking (China) mit perfekter Zeitplanung fotografiert wurden.

Die Bildserie wurde später mit separaten Aufnahmen kombiniert, die fast gleichzeitig fotografiert wurden, um die Textur und die Aktivität der lebhaften Sonne zu zeigen. Die Sonnenaktivität bestand aus vielen gasförmigen, rot hervorgehobenen Protuberanzen am Rand sowie Filamenten auf der Sonnenoberfläche und einem dunklen Sonnenfleck.

Morgen 12. April ab 18 Uhr: Yuri’s Night im Technischen Museum Wien – Eintritt frei!

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Silhouette der Raumstation auf dem Mond

Die Internationale Raumstation ISS vor dem Mond mit dem Strahlenkrater Tycho.

Bildcredit und Bildrechte: Andrew McCarthy

Beschreibung: Was ist der ungewöhnliche Fleck auf dem Mond? Es ist die Internationale Raumstation. Letzten Monat wurde die Weltraum-Plattform in der Umlaufbahn mit präziser zeitlicher Planung vor dem teilweise beleuchteten Dreiviertelmond fotografiert.

Dieses Bild entstand letzten Monat in Payson in Arizona (USA) durch Kombination vieler Videobilder der ISS, die vor dem Mond kreuzte, mit einer Belichtungszeit von 1/2000 Sekunde. Bei genauer Betrachtung dieser ungewöhnlich klaren Silhouette der ISS erkennt ihr die Umrisse zahlreicher Solarpaneele und Tragwerke. Links seht ihr den hellen Krater Tycho, das vergleichsweise raue, helle Gelände der Hochländer und die relativ glatten, dunklen Regionen, die als Maria bezeichnet werden.

Angebote im Netz verraten euch, wann die Internationale Raumstation an eurem Wohnort sichtbar ist.

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Ein Falcon 9-Nebel

Abgasschwaden vom Start einer SpaceX-Falcon 9-Rakete in Titusville in Florida.

Bildcredit und Bildrechte: Dennis Huff

Beschreibung: Das ist keine aktuelle Ansicht eines fernen galaktischen Nebels des Weltraumteleskops Hubble. Diese leuchtende Gas- und Staubwolke blendete Himmelsbeobachterinnen und -beobachter an der Weltraumküste am frühen Morgen des 29. August.

Der Schnappschuss wurde morgens um 3:17 im Weltraumpark in Titusville (Florida) etwa 3 Minuten nach dem Start einer SpaceX-Falcon 9-Rakete der Mission CRS-23 fotografiert, die zur Versorgung der Internationalen Raumstation aufbrach. Die Abgasschwaden der abgetrennten ersten und zweiten Raketenstufe steigen am noch dunklen Himmel auf.

Der untere helle Punkt ist die zweite Stufe, die in den niedrigen Erdorbit aufsteigt. Der obere Lichtpunkt ist der Rückkehrschub der ersten Raketenstufe. Die Raketenunterstufe kehrte zurück und landete auf dem neuesten autonomen Drohnenschiff A Short Fall of Gravitas im Atlantik.

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Feuer im All

Verbrennung in der Mikrogravitation der Raumstation ISS.

Bildcredit: NASA

Beschreibung: Wie sieht Feuer im All aus? Im Schwerefeld der Erde steigt heiße Luft auf und dehnt sich aus, dadurch haben Flammen die Form von Tropfen. Doch in der Mikrogravitation der mit Luft gefüllten Internationalen Raumstation (ISS) sind Flammen kugelförmig. Feuer ist die rasche Aufnahme von Sauerstoff, und im All treffen neue Sauerstoffmoleküle auf die Flamme, indem sie zufällig aus allen Richtungen einströmen – so entsteht die einhüllende Kugel.

Auf diesem Bild, das in der Verbrennungsversuchsanlage der ISS fotografiert wurde, umhüllt eine kugelförmige Flamme ein Büschel aus heißem, leuchtendem Ruß. Ohne Sauerstoff – zum Beispiel im Vakuum des leeren Weltraums – würde Feuer sofort erlöschen.

Die vielen chemischen Reaktionen, die mit Feuer einhergehen, sind komplex. Die Erforschung dieser Reaktionen in der Mikrogravitation hilft der Menschheit, besser zu verstehen, wie Feuer entsteht und wie man es wieder löschen kann.

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Perseïd da unten

Astronaut Ron Garan beobachtet auf der Internationalen Raumstation einen Meteor der Perseiden.

Bildcredit: NASA Besatzung ISS-Expedition 28, Ron Garan

Beschreibung: Erdlinge beobachten Meteorströme meist, indem sie nach oben schauen. Doch auf dieser bemerkenswerten Ansicht fotografierte der Astronaut Ron Garan am 13. August 2011 einen Meteor der Perseïden, indem er hinunterblickte. Aus Garans Perspektive an Bord der Internationalen Raumstation in einem etwa 380 Kilometer hohen Orbit blitzen die Perseïden-Meteore unten.

Perseïden sind aufgefegter Staub des Kometen Swift-Tuttle, die bis zur Weißglut aufgeheizt werden. Die leuchtenden Staubkörnchen des Kometen rasen etwa 100 Kilometer über der Erdoberfläche mit ungefähr 60 Kilometern pro Sekunde durch die dichte Atmosphäre. Hier seht ihr den verkürzten Meteorblitz rechts neben der Bildmitte unter dem gekrümmten Erdrand und einer Schicht aus grünlichem Nachthimmellicht gleich unter dem hellen Stern Arktur.

Möchtet ihr zu einem Meteorstrom hinaufschauen? Dann habt ihr Glück, denn der Meteorstrom der Perseïden 2021 erreicht diese Woche seinen Höhepunkt. Dieses Jahr sollten an dunklen Orten bei klarem Himmel sogar relativ blasse Meteore sichtbar sein, da der helle Mond großteils abwesend ist.

Interessante Perseïden-Einreichungen an APOD: 2018, 2019, 2020
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Bildpunkte in der Sonne

Die Sonne in H-Alpha-Licht mit den Silhouetten der Internationalen Raumstation und Chinas neuer Raumstation Tiangong.

Bildcredit und Bildrechte: Wang Letian (Augen bei Nacht)

Beschreibung: Diese beiden Bilder wurden aus Video-Einzelbildern erstellt. Sie wurden sie mit einem sicheren Sonnenteleskop und einem H-Alpha-Filter fotografiert und  zeigen interessante Details der Sonnenoberfläche sowie gewaltige Protuberanzen vom 6. Juni (oben) und 18. Juni am Sonnenrand.

Diese Aufnahmen aus Peking (China) zeigen auch die Silhouetten der Internationalen Raumstation und Chinas neuer Raumstation Tiangong vor der hellen Sonne, während sie vorüberzogen. Die Internationale Raumstation liegt im unteren Bildfeld nahe der Mitte, sie kreuzt die Sonnenscheibe links neben der hellen aktiven Region AR2833 und unter einem großen, bogenförmigen Sonnenfilament.

Die chinesische Raumstation befindet sich im oberen Bildfeld rechts neben der Mitte unter der aktiven Sonnenregion AR2827, ihr seht sie als kleine Kombination aus den Formen „+“ und „-„.

Die Bilder der vorbeiziehenden Außenposten im Orbit wurden mit derselben Ausrüstung und mit der gleichen Auflösung fotografiert, wobei die Internationale Raumstation ungefähr 492 Kilometer entfernt ist. Die chinesische Raumstation war mehr als 400 Kilometer von der Kamera entfernt.

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Raumstation, Protuberanzen, Sonne

ISS mit angedockter Dragon-Besatzungskapsel zieht vor der Sonne vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: Mehmet Ergün

Beschreibung: Das ist kein Sonnenfleck. Es ist die Internationale Raumstation (ISS), die vor der Sonne vorbeifliegt. Sonnenflecken haben eine dunkle zentrale Umbra, darum herum eine hellere Penumbra, und vor allem sind keine Dragon-Kapseln angekoppelt. Im Gegensatz dazu ist die ISS ein komplexer, vielseitiger Mechanismus und eines der größten, komplexesten Raumschiffe, das die Menschheit je gebaut hat. Außerdem kreisen Sonnenflecken um die Sonne, die ISS hingegen kreist um die Erde.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die ISS vor der Sonne vorbeizieht, sie umkreist die Erde etwa alle 90 Minuten. Doch zur richtigen Zeit mit der richtigen Ausrüstung am richtigen Ort zu sein, um ein großartiges Bild zu fotografieren, ist schwierig.

Dieses Bild kombiniert drei Bilder, die alle am selben Ort und fast zur selben Zeit aufgenommen wurden. Das erste Bild – überbelichtet – zeigt die blassen Protuberanzen am oberen Sonnenrand, ein zweites Foto – unterbelichtet – bildet die komplexe Textur der Chromosphäre der Sonne ab, während das dritte Bild – das am schwierigsten zu bekommen war – die Raumstation zeigt, als sie im Bruchteil einer Sekunde über die Sonne zischte. Wenn ihr die Silhouette der Raumstation genau betrachtet, erkennt ihr sogar die angedockte Dragon-Besatzungskapsel.

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Flug über die Erde bei Nacht II


Videocredit: NASA, Portal für Astronautenfotografie, ISS Expedition 53; Musik: The Low Seas (Die 126er)

Beschreibung: Diese Zeitrafferaufnahmen wurden 2017 auf der Internationalen Raumstation gefilmt und zu einem ruhigen Video der Erde bei Nacht kombiniert. Wer den niedrigen Erdorbit liebt, kann zu Beginn den Anblick von grünen und roten Nordlichtern genießen, die den Himmel überziehen.

Die Nachtszene verläuft von Nordwesten nach Südosten über Nordamerika zum Golf von Mexiko und der Küste von Florida. Der zweite Abschnitt zeigt die Stadtlichter von Europa, überquert das Mittelmeer und den hellen Nil in Nordafrika. Vom Außenposten im Orbit aus sieht man unten unstete Blitze in Gewittern, und über dem gekrümmten Horizont steigen Sterne durch das zarte Nachthimmellicht der Atmosphäre.

Auch von zu Hause aus könnt ihr nun jederzeit die Lebenszeichen auf dem Planeten Erde sehen.

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Der Planet Erde in der Dämmerung

Die Schattenlinie auf der Erde zwischen Tag und Nacht, auch Terminator genannt, ist keine scharfe Linie, sondern ein diffuser Bereich, den wir als Dämmerung kennen.

Bildcredit:  Besatzung ISS Expedition 2, Portal zur Fotografie der Erde durch Astronauten, NASA

Beschreibung: Diese prächtige Ansicht mit Meeren und Wolken unseres hübschen Planeten Erde zeigt den Übergang vom Tag zur Nacht, der von keiner plötzlichen scharfen Grenze markiert wird. Stattdessen ist die Schattenlinie – der Terminator – diffus und zeigt einen allmählichen Übergang zur Dunkelheit, den wir als Dämmerung kennen.

Die Sonne beleuchtet die Szene von rechts. Die Wolkenoberflächen reflektieren sanft gerötetes Sonnenlicht, das durch die staubige Troposphäre gefiltert wird. Diese ist die niedrigste Schicht der lebensspendenden Atmosphäre des Planeten. Am oberen Rand der Tagseite ist in großer Höhe deutlich eine Schicht erkennbar, diese streut blaues Sonnenlicht und verblasst in der Schwärze des Weltalls.

Das Bild wurde im Juni 2001 auf der Internationalen Raumstation fotografiert, die in einer Höhe von etwa 400 Kilometern um die Erde zieht. Doch nun könnt ihr darauf Lebenszeichen auf dem Planeten Erde aufspüren.

Feiern wir den Tag der Erde

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