Nimm meine Hand

Von rechts ragt schräg ein Astronaut (Kopf und Rumpf) ins Bild, er ist vor einem gelb-roten Hintergrund aus Paneelen abgebildet. Mit rot-blauen Brillen wirkt das Bild dreidimensional.

Credit: NASA / STS-128 / Expedition 20 – Stereobild von Patrick Vantuyne

Nehmt eure rot-blauen Brillen und seht diese Nahaufnahme an. Sie zeigt den NASA-Astronauten John Olivas im Raumanzug. Er schwebt außerhalb der Internationalen Raumstation ISS. Das 3D-Anaglyphenbild entstand aus zwei Fotos (ISS020-E-038481, ISS02-0E-038482). Sie entstanden beim letzten Besuch, den die Raumfähre Discovery beim Außenposten in der Umlaufbahn machte.

Das Bild erzeugt die Illusion, man könnte einfach hingreifen und die Hand im Handschuh anfassen. Der Fotograf war der ESA-Astronaut Christer Fuglesang. Er begleitete ihn beim Außenbordmanöver. Zusammen mit den Strukturen der ISS und dem Horizont des Planeten Erde spiegelt er sich auf Olivas‘ Helmvisier. Letzten Freitag kehrten die beiden mit der Besatzung der Discovery zur Erde zurück. Sie landeten an Edwards-Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien.

Zur Originalseite

Der Vulkan Sarytschew in Stereo

Eine aufsteigende gelb gefärbte Eruptionswolke hat ein Loch in die Wolkendecke der Erde gerissen, durch das blaues Meer zu sehen ist.

Credit: Besatzung Expedition 20 – Internationale Raumstation, NASA; Stereobild: Patrick Vantuyne

Beschreibung: 400 Kilometer über dem Planeten Erde wurden die Besatzungsmitglieder der Expedition 20 an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) an einem ungewöhnlichen Aussichtspunkt Zeugen eines bemerkenswerten Ereignisses – dem Ausbruch des Sarychev-Vulkans am 12. Juni. Der aktive Vulkan liegt auf den russischen Kurilen, sie nordöstlich von Japan liegen. Diese erstaunliche Farbstereoansicht, welche die orbitale Perspektive betont, entstand durch Kombination zweier Bilder von der ISS und sollte mit rot-blauen Brillen (rot am linken Auge) betrachtet werden. Die vulkanische Rauchwolke, die zu einem frühen Zeitpunkt der Eruption in die Atmosphäre aufsteigt, zeigt eine braune Aschensäule, die von einer ebenmäßigen, blasenartigen weißen Wolke gekrönt ist, die wahrscheinlich aus Kondenswasser besteht. Darunter gleitet eine Wolke dichterer grauer Asche den Vulkanhang hinab. Am Boden sind etwa 1,5 Kilometer der Inselküstenlinie zu sehen. Die sich aufblähende Aschenwolke stellte keine Gefahr für die Crew der Expedition 20 dar, doch Linienflüge wurden von der Region weggeleitet um die Gefahr eines Maschinenschadens durch das Ansaugen von Asche zu vermeiden.

Zur Originalseite

ISS und Astronaut

Das Bild zeigt ein Solarpaneel der ISS, das von der Erde aus fotografiert wurde. Es ist sogar ein Astronaut als heller Punkt erkennbar.

Credit und Bildrechte: Ralf Vandebergh

Beschreibung: Diese beiden Bilder, die mit einer Videokamera und einem Teleskop aufgenommen wurden, zeigen bemerkenswerte Details der Internationalen Raumstation (ISS), welche die Erde in einer Höhe von etwa 350 Kilometern umkreist. Das Bild, das während der Mission STS-119 der Raumfähre Discovery aufgenommen wurde, zeigt ausladende Solarpaneel-Anordnungen, die am dunklen Himmel im Sonnenlicht glänzen. Wahrscheinlich zeigen sie sogar das verschwommene Bild eines Astronauten bei einem Außenbordmanöver während der EVA-2 (Extravehicular Activity-2) der Mission! Der Astronaut montiert Geräte an einem der Montageausleger der Station. Der Astronom Ralf Vandebergh, der häufig Bilder der ISS während günstiger Überflüge am Himmel der Niederlande aufnimmt, bemerkt, dass keine andere helle ISS-Struktur zu der Position im Einschub passt, dass ein reflektierender, weiß gekleideter Astronaut vor dem Ausleger und zu sehen wäre und auch zu dem hellen Fleck passen würde. Vandebergh meint weiters, dass anhand der Zeit und des Ortes der STS-119-Astronaut Joseph Acaba in Frage käme.

Zur Originalseite

Raumstation im Mond

Das Bild zeigt den Mond hinter der Internationalen Raumstation. Sie wandert gerade über das Mare Serenitatis (Meer der Heiterkeit). Dieses bildet das Auge im Mondgesicht.

Credit und Bildrechte: Eric J. Zbinden

Am 2. Februar schien der zunehmende Halbmond am Abendhimmel der Erde. An der Westküste der USA nahe beim Mt. Hamilton in Kalifornien stieg auch die Internationale Raumstation vom Horizont auf. Sie kreuzte die Oberfläche des Mondes, die von der Sonne beleuchtet war. Der Transit der Raumstation dauerte 0,49 Sekunden.

Das scharfe Foto ist ein zeitlich gut geplantes Teleskopbild. Es zeigt, wie die Raumstation über das flache Mare Serenitatis (Meer der Heiterkeit) auf dem Mond zieht. Der Außenposten im All war 389 Kilometer über der Erde. Er wanderte von Nordwesten nach Südosten (von 2 Uhr nach 8 Uhr). Der Mond war natürlich 1000 Mal weiter entfernt. Auf der schimmernden Station sieht man auch die leicht bläuliche Reflexion der Erde.

Zur Originalseite

ISS: Reflexionen der Erde

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Wenn Sie den Zeiger über das Bild bewegen, wird eine alternative Version geladen.

Credit und Bildrechte: Ralf Vandebergh

Beschreibung: Bemerkenswerte Details sind auf diesem Bild der um die Erde kreisenden Internationalen Raumstation (ISS), das mit einem kleinen Teleskop bei klarem Zwielicht-Himmel auf dem Planeten Erde aufgenommen wurde.

Teile der Station, darunter die Wissenschaftsmodule Kibo und Columbus, scheinen auf dieser Ansicht vom 27. Dezember bei einer Höhe von etwa 75 Grad und an die 350 Kilometer über der Oberfläche der Erde sogar die schöne blaue Farbe des Planeten Erde zu reflektieren.

Das Bild zeigt auch riesige Energie erzeugende Solarzellenguppen auf der 90 Meter langen tragenden Gitterstruktur. Schieben Sie einfach den Mauszeiger über das Bild, um einige der größten Teile der ISS zu erkennen.

Zur Originalseite

Heimat von oben

Ein Astronaut mit Kopfhörern blickt aus einem runden Fenster, durch das man den Rand der Erde sieht.

Credit: Expedition 18, NASA

Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause. Der Astronaut Greg Chamitoff blickt aus dem Fenster der Internationalen Raumstation ISS auf den Planeten, auf dem wir alle geboren wurden. Die ISS kreist etwa 350 Kilometer über der Erde. Das ist hoch genug, um den Horizont der Erde gekrümmt zu sehen. Durch das Fenster sah der Astronaut Chamitoff einige komplexe Wolken auf der Erde in Weiß. Die Atmosphäre und die Ozeane, die Leben ermöglichen, schimmern blau.

Die Raumstation kreist etwa alle 90 Minuten um die Erde. Menschen, die unten leben, können leicht zur ISS hinauf schauen. Man sieht die ISS ist immer wieder als hellen Lichtpunkt, der kurz nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht. Mit Teleskopen erkennt man sogar den allgemeinen Aufbau der Raumstation. Das Bild entstand Anfang letzten Monats im Labor Kibō der ISS.

Zur Originalseite

Internationale Raumstation: Wo ist der Astronaut?

An der Struktur der ISS befindet sich ein Astronaut, der Reparaturarbeiten durchführt. Er ist aber schwer erkennbar, weil er gleich gefärbt ist wie das Tragwerk. Unten ragt das Labor Columbus ins Bild, dahinter ist die Erde als blaue Linie erkennbar.

Credit: Besatzung STS-126, NASA

Wo ist der Astronaut? Diese gewaltige Anordnung gehört zur Internationalen Raumstation ISS. Irgendwo reinigt der Astronaut Steve Bowen gerade Kernstücke am markanten Außenposten der Erde und rüstet sie auf. Bowen und die Astronautin Heidemarie Stefanyshyn-Piper, die nicht im Bild ist, nahmen an der Mission STS-126 der Raumfähre Endeavour teil. Sie wurde kürzlich beendet. Das Ziel war die ISS.

Der Außenbordeinsatz dauerte fast drei Stunden. Die beiden schwebten hoch über dem Planeten Erde. Gerade begann Bowen mit einem Hauptziel der Mission, nämlich der Wartung der Solar-Alpha-Drehgelenke, um die Solarpaneele besser zur Sonne zu richten. Unten ragt das zylinderförmige Columbus-Labor ins Bild. Von rechts zeigt ein riesiger Ausleger der Raumstation bis zur Bildmitte. An seinem hinteren Ende sind riesige Solarpaneele befestigt. Sie versorgen die ISS durch Sonnenlicht mit Strom. In der Ferne wölbt sich am Horizont der blaue Bogen der dünnen Erdatmosphäre.

Der nächste Shuttleflug ist für Februar 2009 geplant. Dann liefert die Raumfähre Discovery weitere Elemente zum Ausbau der ISS.

Zur Originalseite

Eine außergewöhnliche Reise

Im Bild sind die kometenähnlichen Teile eines abstürzenden Raumfahrzeugs abgebildet

Credit: Jesse Carpenter, Bill Moede, Peter Jenniskens (NASA Ames Research Center)

Der Sciencefiction-Autor Jules Verne schrieb im 19. Jahrhundert visionäre Arbeiten über außergewöhnliche Reisen, darunter Erzählungen über Raumfahrt und eine Novelle über eine Reise von der Erde zum Mond.

Das Automated Transfer Vehicle (ATV) wurde passenderweise nach ihm benannt. Es ist ein Roboter-Raumfahrzeug, das von der Europäischen Weltraumagentur ESA neu entwickelt wurde, um Fracht zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen, und dockte dieses Jahr erfolgreich an die ISS an.

Als das ATV Jules Verne abgekoppelt und kontrolliert zum Absturz gebracht wurde, verfolgten Astronomen* seinen Wiedereintritt über dem Pazifik und stellten detaillierte Vergleiche des aktuellen Ereignisses mit Computersimulationen vom Wiedereintritt und dem Auseinanderbrechen von Raumfahrzeugen in der Erdatmosphäre an.

Dieses dramatische Bild des sich auflösenden 13-Tonnen-Raumfahrzeugs ist ein Einzelbild aus einem hoch aufgelösten Video, das am DC-8 Airborne Laboratory der NASA aufgenommen wurde. Die Beobachtungen waren Teil der Jules Verne Multi-Instrument Aircraft Campaign von ESA und NASA.

Zur Originalseite