48 Jahre Raumfahrt

Das Bild zeigt die Internationale Raumstation mit beschrifteten Details.

Credit und Bildrechte: Ralf Vandebergh

Dieses Jahr feierte die NASA ihr 50jähriges Bestehen. Das regte den Astronomen Ralf Vandebergh zu einen Beitrag an. Er fotografierte historische Raumfahrzeuge in der Erdumlaufbahn – mit einer einfachen Ausrüstung und einem händisch nachgeführten 10-Zoll-Newton-Spegelteleskop. Dieses eindrucksvolle Ergebnisbild zeigt tatsächlich 48 Jahre Raumfahrt.

Im Jahr 1960 startete der Satellit TIROS 2 (links), einer der ersten erfolgreichen Wettersatelliten. Der Satellit TIROS (Television InfraRed Observation System) wurde 1961 eingestellt. Vandebergh meint, wenn wir ihn besuchen würden, wären dort immer noch Videokameras und Magnetband-Aufnahmereräte zu finden. Rechts seht ihr die ISS (Internationale Raumstation) mit ihrer neuesten Ergänzung, dem Nutzlasttransporter Progress M-65, der letzten Monat zur ISS aufbrach.

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Die ISS fangen

Die Internationale Raumstation zieht über den Abendhimmel über Lauffen in Deutschland, dahinter folgt die Raumfähre Discovery.

Credit und Bildrechte: Jürgen Michelberger

Beschreibung: In Sonnenlicht gebadet zog die Internationale Raumstation ISS am 31. Mai über den Abendhimmel über der Stadt Lauffen in Süddeutschland. Der helle Durchgang fand nur etwa 10 Minuten nach dem Start der Raumfähre Discovery zur Mission STS-124 vom Kennedy-Raumfahrtzentrum in Florida im Südosten der USA statt. Natürlich steuert die Discovery eine Begegnung mit der ISS im Orbit an.

Beim Verfolgen der Raumstation zog die Raumfähre nur 21 Minuten nach dem Start ebenfalls über Lauffen hinweg. Mit einer auf einem Stativ befestigten Kamera fotografierte der Astronom Jürgen Michelberger die beiden leuchtenden Raumfahrzeuge auf zwei Aufnahmen, während sie oben vorbeizogen. Jede Aufnahme wurde etwa zwei Minuten belichtet, beide wurden zu diesem Kompositbild zusammengefügt.

Wegen der Parallaxe scheinen die Bahn der ISS (rechts) und der Discovery (nahe der Bildmitte) auseinanderzuklaffen, da die beiden sich in sehr unterschiedlicher Höhe befanden. Sterne (und helle Planeten) ziehen zwei getrennte kurze Strichspuren. Die kurze, flackernde Spur eines Iridium-Satelliten und die zart gepunktete Bahn eines vorbeifliegenden Flugzeuges sind ebenfalls zu sehen.

Bei genauerem Hinsehen entdeckt man eine schwache, rote Spur – der abgeworfene externe Treibstofftank knapp links neben der Discovery. Wenn Sie den Mauszeiger über das Bild schieben, hilft das beim Erkennen einiger der dargestellten Objekte.

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Raumstation in der Sonne

Die Internationale Raumstation ISS ist mehrfach im Bild, das von der Erde aus fotografiert wurde.

Credit und Bildrechte: Dirk Ewers

Beschreibung: Am 12. Mai war die Internationale Raumstation, noch von der Sonne beschienen, am Nachthimmel über Hombressen in Deutschland zu sehen. Dem Astronomen Dirk Ewers gelang es, aus einer Entfernung von mindestens 360 Kilometern eine eindrucksvoll scharf abgebildete Videosequenz des Vorüberfluges mit einem kleinen Teleskop zu filmen, wobei er aus einigen Einzelaufnahmen dieses Komposit erstellte. Die gesamte Konstruktion der Raumstation mit den Solarpaneelen ist fast 90 Meter lang. Das ATV Jules Verne ist an die Station gekoppelt, während die Raumstation die Erde mit annähernd 27.800 Kilometern pro Stunde umrundet. Eine vollständige Videosequenz ist als 1-MB-mpeg- oder avi-Datei verfügbar.

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Ein Versorgungsschiff dockt an die Internationale Raumstation

Die Raumkapsel im Bild dockt gleich an, hinter den Solarpaneelen ist die Erde mit ihren riesigen Ozeanen aus Wasser zu sehen.

Credit: Besatzung der ISS-Expedition 16, NASA

Der Blick aus dem Fenster der Internationalen Raumstation ist eine atemberaubende Aussicht. Man sieht die riesige farbige Erde, den tiefschwarzen Himmel und manchmal ein Raumfahrzeug, das die Station besucht.

Anfang letzten Monats sah man die Sojus–TMA-12-Kapsel. Sie brachte Versorgungsgüter und drei Neuankömmlinge. Die drei Astronaut*innen waren der Commander der Expedition 17 Sergei Volkov, Flugingenieur Oleg Kononenko und die Astronautin So-yeon Yi. Yi kehrte einige Tage später zur Erde zurück. Volkov und Konenenko bleiben voraussichtlich ein paar Monate auf der ISS. Oben sieht man auch das Kopplungsmodul Pirs.

Zur Besatzung der Expedition 17 zählt auch der NASA-Flugingenieur Gregory Chamitoff. Die Astronauten* führen Reparaturen an der ISS durch. Sie erforschen neue Methoden für das Lebens im Weltraum und betreiben Forschungsarbeiten im Weltall, zum Beispiel wie sich Weltraumstrahlung auf die Moleküle von Vitaminen auswirkt.

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Jules Verne im Orbit

Mitten im Bild schwebt das ATV vor dem Himmel, der von weiß in Blau und Schwarz übergeht. Von dem tonnenförmigen Raumschiff gehen vier Solarpaneele aus.

Credit: ISS-Besatzung Expedition 16, NASA, ESA

Der helle Rand des Planeten Erde geht in die Schwärze des Weltraums über. Dieses Bild entstand letzten Montag. Es zeigt das Automated Transfer Vehicle (ATV) der europäischen Weltraumagentur ESA auf seiner außergewöhnlichen Reise. Benannt wurde es nach Jules Verne. Er war Science-Fiction-Autor und Visionär im 19. Jahrhundert.

Bei der Annäherung an die Internationale Raumstation wurde erprobt, ob das automatische Docking des ATV klappt. Das Andocksystem wird mit Laser gesteuert. Es koppelte Jules Verne am Dienstag reibungslos und sanft an die Raumstation im Orbit. Das ATV und lieferte 3,4 Tonnen Ausrüstung, Vorräte und Treibstoff. Der Roboterfrachter hat die Form eines Zylinders. Er ist 10,3 Meter lang und hat einen Durchmesser von 4,5 Metern. Seine Solarpaneele umfassen 22,3 Meter.

ATV Jules Verne bleibt bis August an die Raumstation angedockt und hebt sie in eine höhere Umlaufbahn. Dann verlässt es den Orbit wieder.

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Der neue Raumstationsroboter möchte „Dextre der Große“ genannt werden

Der Roboter der Weltraumstation möchte "Dextre der Große" genannt werden - April, April!

Credit: Besatzung der Expedition 16, NASA

Mit einer überraschenden, leicht beunruhigenden Anfrage verlangte der neue Roboter der Raumstation namens Dextre, die Astronauten sollten ihn in Zukunft mit „Dextre der Große“ ansprechen. Mit Werkzeugen, die jeden Handwerker erröten lassen würden, fuchtelte das mobile Wartungssystem herum, dankte den Menschen für seine Erschaffung und versprach ihnen eine glorreiche Zukunft, in der die Menschen eine wichtige Rolle in der neuen Roboterordnung spielen würden.

Fröhlichen 1. April wünschen die Leute von APOD! Die klassische Fabel von Menschen, die versehentlich technische Bösewichter erschaffen, geht auf Frankenstein zurück und umfasst auch berühmte fiktive Schurken wie HAL und den Terminator. Dextre gibt es zwar tatsächlich, doch er ist kein Frankenstein. Seine Computerintelligenz dient hauptsächlich dazu, um ihn von Astronaut*innen fernsteuern zu lassen.

Dextre wurde letzten Monat beim Bau und der Wartung der Internationalen Raumstation eingesetzt. Das Bild zeigt Dextre als technisches Wunderwerk. Mit seinen langen Arme kann er sowohl kleine Werkzeuge als auch große Module präzise und geschickt handhaben.

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Sonnenuntergang über dem Planet Erde

Die Besatzung der Expedition 15 auf der Internationalen Raumstation fotograierte dieses Bild eines Sonnenuntergangs mit blauem Himmel und rötlichem Horizont.

Credit: Besatzung Expedition 15, NASA

Beschreibung: Heute überquert die Sonne um 05:48 Universalzeit den Himmelsäquator Richtung Norden. Dieses geozentrische astronomische Ereignis wird als Äquinoktium bezeichnet. Es markiert den ersten Tag des Frühlings auf der Nordhalbkugel und den Herbstbeginn im Süden.

Äquinoktium bedeutet gleiche Nacht. Wenn die Sonne am Himmelsäquator steht, erleben alle Erdbewohner fast genau 12 Stunden Tageslicht und 12 Stunden Dunkelheit. Für jene im Norden werden die Tage länger, während die Sonne am Himmel höher wandert und der Sommer kommt.

Seht euch zur Feier der Tag- und Nachtgleiche diese farbenfrohe Ansicht des Sonnenuntergangs an. Dieses Bild wurde letzten Juni auf der Internationalen Raumstation fotografiert. Der Sonnenrand reicht im Erdorbit in der Ferne noch über den Horizont. Die Wolken erscheinen als Silhouetten.

Durch den Staub in der dichteren, tiefer liegenden Atmosphäre wirkt das Sonnenlicht rötlich. Die Moleküle in der dünneren oberen Atmosphäre streuen hauptsächlich blaues Licht.

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Die Internationale Raumstation expandiert wieder

Vor der Erde schwebt die Internationale Raumstation ISS. Sie besitzt eine ganze Batterie an Solarpaneelen und Kühlaggregaten. Oben ist der Rand der Erde, wo die blaue Atmosphäre ins schwarze All übergeht.

Credit: Raumfährenbesatzung STS-122, NASA

Die Internationale Raumstation ISS hat ihr Aussehen wieder einmal verändert. Letzten Monat besuchte die Raumfähre Atlantis die ISS. Sie brachte neue Bauteile. Einer davon war das Wissenschaftslabor Columbus. Das Bild zeigt die ganze Anordnung mit ausgebreiteten Solarpaneelen. Es wurde von der Besatzung der Atlantis fotografiert, als sie die ISS schon verlassen hatten und zur Erde zurückkehrten.

Wenn man dieses Bild mit früheren Bildern vergleicht, sieht man die Entwicklung des Außenpostens im All in den letzten Jahren. Verschiedene Arten von Modulen, ein Roboterarm, eine eindrucksvolle Anlage von Solarpaneelen und ein Versorgungsschiff sind zu sehen. Der Aufbau der ISS begann 1998.

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