Video: Perseverance landet auf dem Mars


Videocredit: NASA/JPL-Caltech, Mars-2020-Missionsteam

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man auf dem Mars landet? Um die Instrumente bei Eintritt, Abstieg und Landung des Rovers Perseverance letzte Woche auf dem Mars besser zu überwachen, wurden videofähige Kameras eingesetzt, die inzwischen ihre Bilder übertragen haben.

Das 3,5-minütige Kompositvideo beginnt mit dem Öffnen eines riesigen Fallschirms, der die rasende Raumsonde beim Eintritt in die Marsatmosphäre dramatisch bremst. Als Nächstes seht ihr, wie der Hitzeschild abgelöst wird und hinunter fällt. Während Perseverance absteigt, seht ihr den riesigen Mars, dessen Oberfläche immer detaillierter wird.

Nach knapp 2 Minuten Videolaufzeit wird der Fallschirm ausgeklinkt, und Perseverance beginnt zu landen, dabei wirbeln die Raketen viel Staub auf. Bald übernimmt der Himmelskran und senkt Perseverance sanft ab, bevor er zügig davon düst.

Der Roboter-Rover Perseverance beginnt nun, den urzeitlichen Krater Jezero zu erforschen, unter anderem sucht er nach Anzeichen für Leben, das es vielleicht einst auf dem Nachbarplaneten der Erde gab.

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Apollo 14 auf dem Weg nach Hause

Die sonnenbeleuchtete Erdsichel ragt auf diesem Foto von der Mondmission Apollo 14 knapp über den Mondhorizont.

Bildcredit: Apollo 14, NASA, JSC, ASU (Bild-Neubearbeitung: Andy Saunders)

Beschreibung: Diesen Sonntag vor fünfzig Jahren (7. Februar 1971) verließ die Besatzung von Apollo 14 die Mondumlaufbahn und machte sich auf den Weg nach Hause.

Im Kommandomodul Kittyhawk beobachteten sie diesen Erdaufgang. Die sonnenbeleuchtete Erdsichel ragt knapp über den Mondhorizont. Das von Kratern übersäte Gelände im Vordergrund liegt auf der Rückseite des Mondes. Als die Besatzung um den Mond kreiste, beobachten sie, wie die Erde auf- und unterging, doch auf der Mondoberfläche hing die Erde stationär am Himmel über ihrem im Landeplatz in der Fra-Mauro-Formation.

Zu den Gesteinsproben, die von Fra Mauro gesammelt wurden, zählt ein 9 kg schwerer Stein mit dem Spitznamen Big Bertha. Dieser enthält ein Fragment, das wahrscheinlich von einem Meteoriten vom Planeten Erde stammt. An Bord von Kittyhawk befand sich während der Apollo-14-Mission ein Behälter mit 400-500 Samen, aus denen später Mondbäume gezogen wurden.

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Mond im 21. Jahrhundert auf Kollodium-Nassplatte

Diese zeitgenössische Version einer Kollodium-Nassplattenaufnahme feiert die Anfänge der Mondfotografie und reproduziert den Prozess mit modernen Chemikalien und einer Glasplatte aus einem Baumarkt des 21. Jahrhunderts.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Smolinsky

Beschreibung: Eine der ersten fotografischen Techniken, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts verwendet wurden, um die Mondoberfläche aufzunehmen, war das Kollodium-Nassplatten-Verfahren, das vor allem vom britischen Astronomen Warren De la Rue eingesetzt wurde.

Für eine Fotografie wurde eine Glasplatte mit einer dicken, durchsichtigen Mischung beschichtet, mit Silbernitrat sensibilisiert, dann am Teleskop belichtet und schließlich entwickelt, um ein Negativbild auf der Platte zu erzeugen. Um die fotografische Empfindlichkeit zu erhalten, musste der gesamte Prozess – vom Beschichtung bis zur Belichtung und Entwicklung – vor dem Trocknen der Platte abgeschlossen sein, also in einem Zeitraum von ungefähr 10 bis 15 Minuten.

Diese zeitgenössische Version einer Kollodium-Nassplattenaufnahme feiert die Anfänge der Mondfotografie und reproduziert den Prozess mit modernen Chemikalien, die eine Glasplatte aus einem Baumarkt des 21. Jahrhunderts beschichten. Das Bild wurde am 28. November mit einer 8×10-Fachkamera und einem Gartenteleskop fotografiert. Es zeigt originalgetreu die großen Krater, hellen Strahlen und dunklen, weichen Meere des zunehmenden Dreiviertelmondes.

Das Bild auf der Platte mit einem Durchmesser von 8,5 Zentimetern wurde bei der Aufnahme nachgeführt, 2 Minuten lang belichtet und anschließend digitalisiert. Die fotografische Empfindlichkeit der Nassplatte lag bei ISO 1. Der Kamerasensor in eurem Smartphone hat eine fotografische Empfindlichkeit von vielleicht ISO 100 bis 6400 (und muss trocken gehalten werden …).

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Messier-Krater in Stereo

Die Krater Messier und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis, sie messen 8 mal 15 und 11 mal 16 Kilometer.

Bildcredit: Apollo 11, NASA; Stereo-Bildrechte: Patrick Vantuyne

Beschreibung: Viele helle Nebel und Sternhaufen am Himmel des Planeten Erde stehen in Verbindung mit dem Namen des Astronomen Charles Messier und seinem berühmten Katalog aus dem 18. Jahrhundert. Auch diese beiden großen, außergewöhnlichen Krater auf dem Mond tragen seinen Namen.

Messier (links) und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis auf dem Mond heraus. Sie messen 8 mal 15 und 11 mal 16 Kilometer. Ihre längliche Form wird durch die extrem flache Flugbahn des Einschlagskörpers erklärt, der sich von links nach rechts bewegte, als er die Krater schlug. Der flache Einschlag führte auch zu zwei Strahlen aus hellem Material, die außerhalb des Bildes nach rechts über die Oberfläche verlaufen.

Dieses interessante Stereobild des Kraterpaares sollte mit rot-blauen Brillen (rot für das linke Auge) betrachtet werden. Es wurde aus hoch aufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304, AS11-42-6305) erstellt, die bei der Mondmission Apollo 11 fotografiert wurden.

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Mond über der ISS

Die Internationale Raumstation ISS ist seit 20 Jahren der Außenposten der Menschheit im All.

Bildcredit und Bildrechte: Derek Demeter (Emil Buehler Planetarium)

Beschreibung: Die Internationale Raumstation kreist in 90 Minuten einmal um unseren hübschen Planeten. Ihr erkennt sie leicht mit bloßem Auge als helles Licht, das über den Nachthimmel zieht. Habt ihr sie schon einmal gesehen?

Wenn ihr sie das nächste Mal seht, denkt daran: Seit mehr als 20 Jahren sind hier ununterbrochen Menschen im Weltraum. Am 2. November 2000 dockte die Besatzung der ISS-Expedition 1 an den Außenposten 400 Kilometer über der Erde in der Umlaufbahn.

Um die ISS in nachts aufblitzen zu sehen, braucht ihr kein Teleskop. Doch dieses mit Teleskop fotografierte Bild zeigt interessante Details der Raumstation, als sie am 3. November vor dem abnehmenden Dreiviertelmond vorbeizog, einen Tag nach diesem Meilenstein des Raumfahrtzeitalters.

Der zeitlich gut geplante Schnappschuss zeigt einen weiteren Schauplatz einer beeindruckenden Leistung der Menschheit: Den ungefähr 400.000 Kilometer entfernten Landeplatz von Apollo 11 im dunklen, gleichmäßigen Meer der Ruhe befindet sich rechts neben der Silhouette der ISS.

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Mare Frigoris

Dieses Bild zeigt den 95 Kilometer großen Krater Plato und die sonnenbeleuchteten Gipfel der lunaren Alpen (Montes Alpes) zwischen dem südlicheren Mare Imbrium (Regenmeer) und dem Mare Frigoris (Meer der Kälte).

Bildcredit und Bildrechte: Matt Smith

Beschreibung: Das Mare Frigoris liegt weit im lunaren Norden und ist heller als die typischerweise dunklen, glatten Mare. Es ist auch als das Meer der Kälte bekannt und erstreckt sich auf dieser Nahaufnahme der Nordpolregion des zunehmenden Dreiviertelmondes über die vertraute Mondvorderseite.

Der 95 Kilometer große Krater Plato mit seinem dunklen Boden liegt links neben der Mitte. Rechts unter Plato sehen wir die sonnenbeleuchteten Gipfel der lunaren Alpen (Montes Alpes) zwischen dem südlicheren Mare Imbrium (Regenmeer) und dem Mare Frigoris.

Das markante, gerade Merkmal, das durch die Berge schneidet, ist das lunare Alpental (Vallis Alpes). Dieses Mondtal ist ungefähr 160 Kilometer lang und bis zu 10 Kilometer breit, es verbindet das Mare Imbrium mit dem Mare Frigoris.

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Mars taucht wieder auf

In Maceió in Brasilien war zu sehen, wie der Mond den Planeten Mars bedeckte.

Bildcredit und Bildrechte: David Duarte und Romualdo Caldas

Beschreibung: Hinter dem dunklen Rand des Mondes taucht der Mars gerade wieder auf, wie man auf diesen kombinierten, scharfen Video-Einzelbildern sieht, die am 6. September aufgenommen wurden.

Doch um wieder aufzutauchen, musste der Mars natürlich zuerst verschwinden. Das tat er mehr als eine Stunde zuvor, als der sonnenbeleuchtete südliche Rand des abnehmenden Dreiviertelmondes vor den Roten Planeten zog, hier von Maceió in Brasilien aus gesehen.

Die Mondbedeckung fand statt, als der Mond nahe dem Apogäum stand, die Entfernung betrug etwa 400.000 Kilometer. Der Mars war fast 180 Mal weiter entfernt. Es war die vierte Marsbedeckung durch den Mond im Jahr 2020 auf dem Planeten Erde.

Die fünfte Marsbedeckung durch den Mond im Jahr 2020 ist in südlichen Breiten zu sehen und findet am 3. Oktober statt, wenn Mond und Mars am Himmel des Planeten Erde fast gegenüber der Sonne stehen.

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Der rotierende Mond von LRO

Videocredit: NASA, LRO, Arizona State U.

Beschreibung: Niemand sieht derzeit den Mond so rotieren, weil der Erdmond durch die Gezeitenreibung gebunden mit der Erde rotiert und uns nur eine Seite zeigt. Doch mithilfe moderner digitaler Technik, kombiniert mit vielen detailreichen Bildern, die der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) zur Erde schickte, wurde ein hochaufgelöster virtueller Film der Mondrotation erstellt.

Dieses Zeitraffervideo beginnt mit der Standard-Erdansicht des Mondes. Doch rasch rotiert knapp unter dem Äquator das Mare Orientale ins Blickfeld, es ist ein großer Krater mit einem dunklen Zentrum, das von der Erde aus schwierig zu sehen ist.

Das Video verkürzt einen ganzen Mondmonat auf 24 Sekunden. Es zeigt deutlich, dass sich auf der Seite des Mondes, die man von der Erde aus sieht, eine Fülle dunkler Mondmeere befindet, während auf der erdabgewandten Mondseite vorwiegend helle lunare Hochländer liegen. Derzeit entwickeln acht verschiedene Nationen aktiv mehr als 19 neue Mondmissionen. Der geplante Starttermin der meisten davon liegt innerhalb der nächsten drei Jahre.

Interessange Bilder des Kometen NEOWISE, die an APOD geschickt wurden: Juli || 18 || 17 || 16 || 15 || 14 || 13 || 12 || 11 || 10. und früher ||

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Südliche Mondlandschaft

Siehe Beschreibung. Blick auf den Südpol des Mondes und die Krater Tycho und Clavius; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Tom Glenn

Beschreibung: Der Südpol des Mondes liegt am oberen Rand dieser detailreichen Teleskopansicht. Der Blick über die zerklüfteten südlichen Hochländer des Mondes wurde in Südkalifornien auf dem Planeten Erde fotografiert. Der Terminator – die Schattenlinie des Sonnenuntergangs – nähert sich in der abnehmenden Halbmondphase des Mondes von links. Die verkürzte Perspektive der Szenerie verstärkt den Eindruck eines dichten Kraterfeldes und lässt die Krater zum Mondrand hin verstärkt oval erscheinen.

Links unter der Mitte liegt der scharf umrandete Krater Tycho mit einem Durchmesser von 85 Kilometern. Der Zentralberg des jungen Tycho liegt noch im Sonnenlicht, wirft aber einen langen Schatten über den Kraterboden. Der große, markante Krater südlich (über) Tycho ist Clavius. Dieser misst beinahe 231 Kilometer, seine Wände und der Boden sind von kleineren, jüngeren Einschlagkratern übersät. Die Berge oben am Mondrand reichen bis zu etwa 6 Kilometer über das Gelände in ihrer Umgebung.

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Hügel, Bergrücken und Spuren auf dem Mars

Siehe Beschreibung. Der Rover Curiosity fotografiert den Vera-Rubin-Kamm im Krater Gale; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS; Bearbeitung und Bildrechte: Thomas Appere

Beschreibung: Manchmal bleiben sogar Rover auf dem Mars stehen, um die Gegend zu bewundern. Letzten November pausierte der Rover Curiosity auf dem Mars, um seine eindrucksvolle Umgebung zu fotografieren. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen gleich vorne der Central Butte, ein ungewöhnlich flacher Hügel, den Curiosity erst wenige Tage untersucht hatte, bevor dieses Bild fotografiert wurde.

Rechts daneben liegt der ferne Mount Sharp, der fünf Kilometer hohe Zentralberg des Kraters Gale, dessen Inneres Curiosity erforscht. Mount Sharp ist von Sulfaten bedeckt und wirkt auf diesem kolorierten Rotfilterbild ziemlich hell. Ganz links befindet sich der in sehr dunklen Schatten gehüllte Südhang des Vera-Rubin-Kamms, eine Erhebung, die Curiosity zuvor erforscht hatte. Zwischen dem Grat und dem Hügel hinterließen Curiositys Räder Spuren, als sie vorwärts rollten, sie laufen aus dem Bild hinaus.

Im Vordergrund stehen die aktuellen Augen der Menschheit auf dem Mars: der komplexe robotische Rover Curiosity selbst. Noch dieses Jahr wird die NASA – wenn alles klappt – einen weiteren Rover und mehr Augen auf dem Mars haben. Heute können Sie einen Namen für diesen Rover vorschlagen, morgen ist die letzte Gelegenheit, abzustimmen.

Schlagen Sie einen Namen für den Rover Mars 2020 vor: Zur Abstimmung
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Die Mondkrater Langrenus und Petavius

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Eduardo Schaberger Poupeau

Beschreibung: Die Geschichte des Mondes ist zum Teil in seinen Kratern verewigt. Dieses Mondpanorama wurde auf der Erde fotografiert, es zeigt die großen Krater Langrenus (links) und Petavius (rechts). Die Krater entstanden bei getrennten Einschlägen.

Langrenus ist ungefähr 130km groß, er besitzt einen terrassenförmigen Kraterrand und einen zirka 3km hohen Zentralberg. Petavius ist mit seinem Durchmesser von 180km etwas größer und besitzt eine markante Bruchlinie, die in seiner Mitte beginnt. Man weiß zwar, dass der Krater Petravius etwa 3,9 Milliarden Jahre alt ist, doch der Ursprung seiner großen Bruchlinie ist unbekannt. Die Krater sind wenige Tage nach Neumond am besten zu sehen, wenn die senkrechten Wände und Hügel die deutlichsten Schatten werfen.

Dieses Bild ist ein Komposit aus den besten von Tausenden hochaufgelösten Infrarot-Videobildern, die mit einem kleinen Teleskop aufgenommen wurden.

Auf der Erde erodieren Berge sehr wahrscheinlich in einer Milliarde Jahren zu Erdreich, doch die Mondkrater Langrenus und Petavius überleben voraussichtlich viele weitere Milliarden Jahre, vielleicht sogar, bis sich die Sonne ausdehnt und Erde und Mond verschlingt.

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