Lunationen


Videocredit: Daten: Lunar Reconnaissance Orbiter; Animation: Scientific Visualization Studio der NASA; Musik: An der schönen blauen Donau (Johann Strauss (Sohn)

Beschreibung: Die Erscheinung unseres Mondes ändert sich jede Nacht. Während der Mond die Erde umrundet, wird zuerst ein immer größer werdender Teil der von der Sonne beleuchteten Hälfte sichtbar, der dann wieder abnimmt.

Dieses Video animiert Bilder, die von der NASA-Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter im Mondorbit aufgenommen wurden, um alle 12 Lunationen des Jahres 2018 zu zeigen. Eine Lunation umfasst einen vollen Zyklus unseres Mondes einschließlich all seiner Phasen. Eine volle Lunation dauert etwa 29,5 Tage, etwas weniger als einen Monat (Mon-d). Im Laufe jeder Lunation reflektiert der Mond das Sonnenlicht in einem anderen Winkel und beleuchtet verschiedene Strukturen unterschiedlich.

Natürlich zeigt der Mond der Erde die ganze Zeit immer die gleiche Seite. Weniger offensichtlich ist, dass sich die scheinbare Größe des Mondes von Nacht zu Nacht leicht ändert, und dass ein leichtes Wackeln auftritt, das als Libration bezeichnet wird, während der Mond seine elliptische Bahn entlangwandert.

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Saturns Iapetus: Bemalter Mond

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Bildcredit: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini Imaging Team

Beschreibung: Was ist mit dem Saturnmond Iapetus passiert? Große Teile dieser seltsamen Welt sind dunkel wie Kohle, andere sind hell wie Eis. Die Zusammensetzung des dunklen Materials ist unbekannt, doch Infrarotspektren lassen vermuten, dass es vielleicht eine dunkle Form von Kohlenstoff enthält. Iapetus besitzt auch einen ungewöhnlichen Äquatorwall, mit dem er wie eine Walnuss aussieht.

Um diesen scheinbar bemalten Mond besser zu verstehen, lenkte die NASA im Jahr 2007 die Roboter-Raumsonde Cassini im Saturnorbit weniger als 2000 Kilometer an ihn heran. Dieses Bild wurde aus einer Entfernung von etwa 75.000 Kilometern fotografiert. Cassinis Flugbahn erlaubte eine beispiellos detailreiche Abbildung der Halbkugel von Iapetus, die immer hinten liegt.

Der riesige Einschlagskrater im Süden ist gewaltige 450 Kilometer groß und liegt über einem älteren, ähnlich großen Krater. Das dunkle Material bedeckt zunehmend den östlichsten Teil von Iapetus und verdunkelt Krater und Hochland gleichermaßen. Bei genauer Betrachtung zeigt sich, dass die dunkle Beschichtung üblicherweise zum Äquator des Mondes zeigt und weniger als einen Meter dick ist. Laut einer führenden Hypothese ist das dunkle Material vorwiegend Schmutz, der übrig bleibt, wenn relativ warmes, schmutziges Eis sublimiert. Eine erste Schicht des dunklen Materials stammt vielleicht von Meteortrümmern von anderen Monden.

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Polarlicht und Manikouagankrater von der Raumstation aus

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Bildcredit: NASA

Beschreibung: Welches dieser Dinge finden Sie auf dem heute gezeigten Foto: ein Polarlicht, Nachthimmellicht, einen der ältesten Einschlagskrater der Erde, Schnee und Eis, Sterne, Stadtlichter und einen Teil der Internationalen Raumstation? Die meisten davon sind an ihren charakteristischen Farben erkennbar.

Das Polarlicht leuchtet unten grün, oben rot und ist links im Bild sichtbar. Nachthimmelslicht erscheint orangefarben und schwebt über der Erdkrümmung. Der runde Manicouagan-Krater in Kanada ist ungefähr 100 Kilometer groß und 200 Millionen Jahre alt, er ist rechts unten zu sehen und mit weißem Schnee und Eis bedeckt. Sterne in hellen Farben sind am dunklen Hintergrund des Weltraums verstreut. Stadtlichter leuchten in hellem Gelb und sprenkeln die Landschaft. Oben erscheint ein Teil der Internationalen Raumstation (ISS) großteils braun.

Dieses Bild wurde 2012 auf der ISS fotografiert.

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Krater und Schatten am Mondterminator

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Bildcredit und Bildrechte: Talha Zia

Beschreibung: Warum hebt sich der rechte Teil dieses Mondbildes ab? Wegen der Schatten. Die Terminatorlinie – die Grenze zwischen hell und dunkel – verläuft auf diesem Bild so, dass etwas mehr als die Hälfte der Mondvorderseite von der Sonne beleuchtet wird.

Die Oberfläche erscheint nahe dem Terminator anders, weil dort die Sonne näher am Horizont steht und daher die Schatten zunehmend länger werden. Diese Schatten erleichtern es uns, Strukturen zu erkennen, was einen Tiefeneindruck vermittelt, sodass das zweidimensionale Bild fast dreidimensional wirkt, weil es von Schatten durchdrungen ist. Wo der Mond von hell nach dunkel verläuft, verraten die Schatten nicht nur Höhe und Tiefe, sondern werden außerdem bei immer niedrigeren Strukturen bemerkbar. Am Terminator treten viele Krater hervor, weil sie durch ihre Höhe dort leichter erkennbar sind.

Das Bild wurde vor zwei Wochen fotografiert, kurz vor abnehmendem Halbmond. Der nächste Vollmond, ein Mond ohne Schatten, ist heute in einer Woche zu beobachten.

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Der ungewöhnliche Felsen auf Tychos Gipfel

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Bildcredits – Hauptbild: NASA, Arizona State U., LRO; Einschub oben: NASA, Arizona State U., LRO; Einschub unten: Gregory H. Revera

Beschreibung: Warum liegt auf Tychos Gipfel ein riesiger Felsblock? Der Krater Tycho auf dem Mond ist eines der am leichtesten erkennbaren Merkmale, die mit bloßem Auge sichtbar sind (Einschub rechts unten). Doch in der Mitte von Tycho (Einschub links oben) befindet sich etwas Ungewöhnliches – ein 120 Meter großer Felsbrocken.

Der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO), welcher den Mond umkreist, fotografierte diesen Brocken im letzten Jahrzehnt bei Sonnenaufgang in sehr hoher Auflösung. Die führende Ursprungshypothese besagt, dass der Felsbrocken bei der gewaltigen Kollision, bei der Tycho vor etwa 110 Millionen Jahren entstand, hochgeschleudert wurde und zufällig nahe der Mitte des neu entstandenen Zentralberges wieder herabfiel.

Im Laufe der nächsten Milliarden Jahre sollten Meteoriteneinschläge und Mondbeben Tychos Zentralberg langsam abtragen, wodurch der Felsblock wahrscheinlich die 2000 Meter zum Kraterboden hinabtaumelt und zerfällt.

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Der Krater Stickney

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Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Stickney, der größte Krater auf dem Marsmond Phobos, ist nach der Mathematikerin Chloe Angeline Stickney Hall, Ehefrau des Astronomen Asaph Hall, benannt. Asaph Hall entdeckte 1877 die beiden Monde des Roten Planeten. Der mehr als 9 Kilometer große Stickney ist fast halb so groß wie Phobos selbst, sodass der Einschlag, der den Krater schlug, den winzigen Mond beinahe zerstört hätte.

Dieses faszinierende, farbverstärkte Bild von Stickney und seiner Umgebung wurde von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter aufgenommen, als sie im März 2008 weniger als etwa 6000 Kilometer entfernt an Phobos vorbeiflog. Die Oberflächengravitation des asteroidenähnlichen Phobos beträgt weniger als ein Tausendstel der Erdbeschleunigung, doch die Streifen lassen vermuten, dass mit der Zeit loses Material die Kraterwände hinabrutschte. Die hellblauen Bereiche am Kraterrand sind vielleicht ein Hinweis auf eine relativ frisch freigelegte Oberfläche. Der Ursprung der merkwürdigen Rillen auf der Oberfläche ist rätselhaft, doch ein Zusammenhang mit dem Kratereinschlag ist möglich.

Follow: Mars InSight Launch

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Opportunity zeigt den Krater Intrepid auf dem Mars

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Bildcredit: NASA, JPL, Cornell, Opportunity Rover Team

Beschreibung: Der Roboterrover Opportunity fährt manchmal an kleinen Kratern auf dem Mars vorbei. 2010 entstand dieses Bild des Kraters Intrepid. Das 20 Meter große Einschlagsbecken ist etwas größer als der Krater Nereus, an dem Opportunity früher vorbeigekommen war.

Dieses Bild zeigt annähernd die echten Farben, ist aber waagrecht verkürzt, um das Weitwinkelpanorama unterzubringen. Der Krater Intrepid wurde nach dem Mondmodul Intrepid benannt, das die Apollo-12-Astronauten vor 49 Jahren zum Erdmond brachten. Hinter dem Krater Intrepid und vorbei an langen Flecken rostiger Marswüste liegen Gipfel vom Rand des großen Kraters Endeavour, der am Horizont sichtbar ist. Der Rover Opportunity erforscht weiterhin den Mars und erreichte kürzlich 5000 Marstage auf dem Roten Planeten.

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Die Messier-Krater in Stereo

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Bildcredit: Apollo 11, NASA; Stereobild von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Viele helle Nebel und Sternhaufen am Himmel des Planeten Erde stehen in Verbindung mit dem Namen des Astronomen Charles Messier – wegen seines berühmten Katalogs aus dem 18. Jahrhundert. Auch diese beiden großen, interessanten Krater auf dem Mond tragen seinen Namen. Messier (links) und Messier A, die aus dem dunklen, glatten Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis hochragen, messen 15 x 8 und 16 x 11 Kilometer. Ihre längliche Form entstanden durch den extrem flachen Winkel der Flugbahn des Einschlagskörpers, der von links kommend die Krater schlug. Der flache Einschlag führte auch zu zwei hellen Strahlen, deren Material sich nach rechts über die Oberfläche und den Bildrand hinaus ausbreitet. Dieses beeindruckende Stereobild des Kraterpaares, das man mit rot-blauen Brillen (rot am linken Auge) betrachten sollte, wurde aus der hoch aufgelösten Digitalisierung zweier Bilder (AS11-42-6304, AS11-42-6305) erstellt, die während der Mondmission Apollo 11 fotografiert wurden.

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Die Messier-Krater in Stereo

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Bildcredit: Apollo 11, NASA; Stereobild von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Viele helle Nebel und Sternhaufen am Himmel des Planeten Erde werden mit dem Namen des Astronomen Charles Messier und seinem berühmten Katalog aus dem 18. Jahrhundert in Verbindung gebracht. Sein Name wurde auch diesen beiden großen, interessanten Mondkratern gegeben. Messier (links) und Messier A ragen aus dem dunklen, glatten Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis hervor und haben eine Abmessung von 15 mal 8 und 16 mal 11 Kilometern. Ihre länglichen Form wird durch eine extrem flachwinkelige Flugbahn von links nach rechts erklärt, der der Einschlagskörper, der die Krater schlug, folgte. Durch den flachen Einschlag entstanden auch zwei helle Materiestrahlen, die außerhalb des Bildes nach rechts über die Oberfläche verlaufen. Das beeindruckende Stereobild des Kraterpaares, das mit rotblauen Brillen (rot beim linken Auge) betrachtet werden sollte, wurde kürzlich aus den hoch aufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304, AS11-42-6305) erstellt, die bei der Mondmission Apollo 11 fotografiert wurden.

9.-11. August 2013: Die Burggespräche des Orion
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Die Messier-Krater in Stereo

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Credit: Apollo 11, NASA; Stereobild von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Viele helle Nebel und Sternhaufen am irdischen Himmel stehen im Zusammenhang mit dem Namen des Astronomen Charles Messier und seinem berühmten Katalog aus dem 18. Jahrhundert. Sein Nahme wurde auch diesen beiden großen, bemerkenswerten Kratern auf dem Mond gegeben. Die Abmessungen von Messier (links) und Messier A, die aus dem dunklen, glatten lunaren Meer der Fruchtbarkeit oder Mare Fecunditatis aufragen, betragen 15 mal 8 beziehungsweise 16 mal 11 Kilometer. Die Erklärung für ihre längliche Form ist eine Flugbahn mit extrem flachem Einschlagswinkel, welcher der Einschlagskörper, der die Krater auswarf, von links nach rechts folgte. Der seichte Einschlag verursachte auch die beiden hellen Strahlen aus Material, die sich außerhalb des Bildes nach rechts über die Oberfläche ausdehnen. Dieses eindrucksvolle Stereobild des Kraterpaares, das mit rot-blauen Brillen (rot am linken Auge) betrachtet werden sollte, wurde kürzlich aus hochaufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304, AS11-42-6305) erstellt, die während der Apollo-11-Mission zum Mond fotografiert wurden.

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