Erdbeer-Supermond über dem Teufelssattel

Diese Bildmontage eines Mondaufgangs über dem Teufelssattel wurde bei Cagliari auf Sardinien (Italien) fotografiert.

Bildcredit und Bildrechte: Lorenzo Busilacchi

In der Nähe des Horizonts wirkt der Vollmond oft riesig und seine Erscheinung durch die bekannte Mondtäuschung vergrößert. Doch Zeitraffer-Bildsequenzen zeigen, dass sich die Winkelgröße des Mondes, während er auf- oder untergeht, nicht wirklich ändert. Nur seine Farbe ändert sich.

Dieses Bild, bei dem etwa alle 60 Sekunden ein Einzelbild fotografiert wurde, zeigt auch, wie rot die Sonne leuchten kann, wenn sie tief am Horizont steht. Die Montage wurde in Cagliari auf Sardinien (Italien) am Tag nach dem Erdbeermond im Juni fotografiert. Dieser Vollmond wurde als Supermond bezeichnet, weil seine Winkelgröße etwas größer als sonst war.

Im Bild geht der Erdbeer-Supermond hinter dem Teufelssattel auf. Dieser Berg wird wegen seiner ungewöhnlichen, mondgroßen Senke rechts neben dem aufgehenden Mond so genannt.

Während die Sichtlinie durch die dichte, staubige Atmosphäre des Planeten Erde kürzer wurde, verschob sich das Mondlicht von erdbeerrot nach honigfarben, hin zu blasseren gelblichen Tönen. Diese Veränderung passt zum nördlichen Junivollmond, der auch als Erdbeer- oder Honigmond bekannt ist. Diesen Monat findet ein Donner-Supermond statt – als dritter von vier Supermonden 2022.

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Erdbeer-Supermond über China

Der erste Supervollmond im Jahr 2022, auch Erdbeermond genannt, fotografiert in Chongqing in China.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

2022 gibt es vier Supervollmonde. Per definitionem ist ein Supermond ein Vollmond in der Nähe des Perigäums – er erreicht mehr als 90 Prozent der Erdnähe auf seiner Umlaufbahn. Somit sind die Supervollmonde dieses Jahres am 16. Mai, am 14. Juni, am 13. Juli und am 12. August.

Vollmonde in der Nähe des Perigäums sind die hellsten und größten am Himmel des Planeten Erde. Doch die Unterschiede von Größe und Helligkeit zwischen zwei Vollmonden sind relativ gering. Ein Vergleich mit anderen Vollmonden ist mit bloßem Auge schwierig zu erkennen.

Auf dieser Himmelsansicht mit Supermond vom 14. Juni sind zwei Aufnahmen kombiniert. Dieser Vollmond wurde auf der Nordhalbkugel auch Erdbeermond genannt. Nacheinander wurden eine kurz und eine lang belichtete Aufnahme fotografiert. Dadurch sind vertraute Details auf der sonnenbeleuchteten Mondvorderseite sowie die blasse Mondkorona und die der atmosphärischen Wolkenlandschaft im selben Bild zu sehen. Die Einzelbilder wurden am Himmel über Chongqing in China aufgenommen.

Am 16. Juni 1995 erschien das 1. Astronomy Picture of the Day (APOD)

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11.-15. Juli 2022 Sommerakademie in St. Pölten (5 Vormittage, inkl. Material) mit APOD-Übersetzerin Maria Pflug-Hofmayr

Wo ist der Mann im Mond?

Der mythische Mann im Mond - sichtbar gemacht durch Rollover-Effekt, fotografiert in Cadalso de los Vidrios  in Spanien.

Bildcredit und Bildrechte: Dani Caxete

Habt ihr schon einmal den Mann im Mond gesehen? Diese häufig gestellte Frage spielt auf die Fähigkeit von Menschen an Pareidolie zu erkennen: Sie erkennen vertraute Bilder, wo es eigentlich keine gibt. Die strukturierte Oberfläche des irdischen Vollmondes ist Basis vieler kultiger Objekte, nicht nur in modernen westlichen Kulturen, sondern weltweit in Sagen aller Zeiten.

Typische Beispiele, die von der wahrgenommenen Ausrichtung des Mondes abhängen, sind die Frau im Mond und der Hase im Mond. Der Umriss eines Gesichtes, das oft als Mann im Mond gedeutet wird, sieht die beiden dunklen, runden Regionen – zwei Mondmeeren, hier direkt über der Mondmitte – die Augen.

Überraschenderweise ist auf diesem Bild tatsächlich ein Mann im Mond. Ein genauer Blick zeigt eine echte Person – mit Teleskop – als Silhouette vor dem Mond. Dieses gut geplante Bild wurde 2016 in Cadalso de los Vidrios in Madrid (Spanien) fotografiert.

Welches Bild im Mond ist euer Lieblingsobjekt?

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Ein Juwel am Blumenmond

Blumenmond mit Juwel - am Vollmond der Mondfinsternis leuchtet noch ein Stückchen in der Sonne im Halbschatten der Erde.

Bildcredit und Bildrechte: Tomas Slovinsky

Ein bewölkter Himmel plagte am Sonntag einige Himmelsbeobachtende, als der Blumenvollmond im Mai bei einer totalen Mondfinsternis durch den Erdschatten glitt. Doch dieser Schnappschuss mit Teleobjektiv vom Himmel über der chilenischen Atacamawüste zeigt das atemberaubende Schauspiel.

Durch dünne, hohe Zirruswolken seht ihr den letzten Splitter der sonnenbeleuchteten Sichel kurz vor Beginn der Totalität, er funkelt wie ein verschwommenes Juwel auf der großteils beschatteten Mondscheibe.

Der Vollmond war nahe am Perigäum, das ist der erdnächste Punkt seiner elliptischen Bahn. Während der 90-minütigen totalen Finsternisphase wanderte er fast mitten durch den dunklen Kernschatten der Erde. Dieser war zart von Sonnenlicht beleuchtet, das in der Atmosphäre gestreut wurde. Dieses Licht verlieh dem verfinsterten Mond seine rötliche Erscheinung und die sehr dramatische, aber gängige Bezeichnung Blutmond.

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Die Farben des Mondes

Von der Erde aus gesehen erhält der Mond viele verschiedene Farben, die in der Atmosphäre entstehen. Eine Astrofotografin sammelte Bilder des Vollmondes in ganz Italien.

Bildcredit und Bildrechte: Marcella Giulia Pace

Welche Farbe hat der Mond? Das hängt von der Nacht ab. Außerhalb der Erdatmosphäre erscheint der dunkle Mond, der durch reflektiertes Sonnenlicht leuchtet, in einem prächtigen, bräunlichen Grau. Doch innerhalb der Erdatmosphäre kann der Mond ganz unterschiedlich aussehen.

Dieses Bild betont eine Sammlung an scheinbaren Farben des Vollmondes, die eine Astrofotografin im Laufe von 10 Jahren an unterschiedlichen Orten in Italien fotografierte. Rot oder Gelb bedeutet normalerweise, dass der Mond in der Nähe des Horizonts steht. Dort wurde ein Teil des blauen Lichts gestreut, weil das Licht einen langen Weg durch die Erdatmosphäre, die manchmal feinen Staub enthält, zurücklegen muss.

Ein blau gefärbter Mond ist seltener und kann einen Mond zeigen, der durch eine Luftschicht mit größeren Staubteilchen zu sehen ist. Was den Mond violett gefärbt hat, ist unklar – möglicherweise eine Kombination aus mehreren Effekten. Das letzte Bild zeigt die totale Mondfinsternis vom Juli 2018, als der Mond im Erdschatten in mattem Rot leuchtete. Dabei wurde das Licht in der Luft um die Erde gebrochen.

Heute gibt es nicht nur einen weiteren Vollmond, sondern auch eine totale Mondfinsternis, die in Nord- und Südamerika zu beobachten ist – dieses Ereignis könnte zu einigen unerwarteten Mondfarben führen.

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Mond in invertierten Farben

Der Mond der Erde in invertierten Farben.

Bildcredit und Bildrechte: Dawid Glawdzin

Beschreibung: Welcher Mond ist das? Es ist der Erdmond – aber in invertierten Farben. Die Pixelwerte, die hellen und dunklen Bereichen entsprechen, wurden hier umgekehrt beziehungsweise invertiert, sodass eine Falschfarbendarstellung entstand, die an ein Schwarz-Weiß-Negativ erinnert.

Es handelt sich jedoch um ein invertiertes Farbbild. Die gedämpften Farben des Mondes sind echt, wurden aber vor der Invertierung digital verstärkt. Die eigentlich hellen Strahlen des großen Kraters Tycho sind markante Strukturen im Süden (unten). Die dunkelgrünen Linien, die vom 85 Kilometer großen Einschlagsort ausgehen, sind leicht erkennbar. Die sonst dunklen Mondmeere erscheinen hell und silbrig.

Das Bild wurde in Southend-on-Sea in England (Großbritannien) fotografiert. In der Vergangenheit wurden astronomische Bilder, die auf Fotoplatten aufgenommen wurden, direkt auf Farbnegativen untersucht, weil darauf mit den Augen die Details besser erkennbar waren.

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Projektion: Der Mond in meinen Händen

Projizierter Vollmond am Observatorium von Saint-Véran in den französischen Alpen.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Graphy

Beschreibung: Man muss nicht durch ein Teleskop sehen, um zu wissen, wohin es zeigt. Mit einem Teleskop kann man ein Bild auf eine große Fläche projizieren. Das kann nützlich sein, weil es die intensive Lichtfülle sehr heller Quellen abschwächt. So eine Abdunklung hilft, um die Sonne zu betrachten, zum Beispiel bei einer Sonnenfinsternis.

Bei diesem Einzelbild wird jedoch ein heller Vollmond projiziert. Vor zwei Wochen war der Vollmond im Februar, den manche nördlichen Kulturen Schneemond nennen. Das Projektionsinstrument ist das 62-Zentimeter-Hauptteleskop des Observatoriums von Saint-Véran hoch oben in den französischen Alpen.

Einen Vollmond direkt zu sehen ist einfach, weil er nicht zu hell ist, doch dann seht ihr nicht diesen Detailreichtum. Die nächste Gelegenheit kommt am 17. März.

Wien, Ladenkonzept Nähe Votivkirche: Kostenlose Kalender (leichte Mängel)

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Die Mondphasen 2022


Videocredit: Daten: Lunar Reconnaissance Orbiter; Animation: Wissenschaftliches Visualisierungsstudio der NASA; Musik: Baue die Zukunft (Universal Production Music), Alexander Hitchens

Beschreibung: Welche Phase hat der Mond dieses Jahr an deinem Geburtstag? Das ist schwer zu sagen, weil sich die Erscheinung des Mondes jede Nacht ändert. Während der Mond um die Erde kreist, wird zuerst immer mehr von seiner sonnenbeleuchteten Hälfte sichtbar, dann verschwindet sie wieder.

Dieses Video animiert Bilder, die vom Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA im Mondorbit aufgenommen wurden, um alle 12 Lunationen dieses Jahres – 2022 – zu zeigen. Jede Lunation beschreibt einen vollen Mondzyklus und all seiner Phasen. Eine volle Lunation dauert etwa 29,5 Tage, das ist etwas weniger als ein Monat (Mond).

Im Lauf jeder Lunation reflektiert der Mond das Sonnenlicht in verschiedenen Winkeln, daher werden einzelne Strukturen unterschiedlich beleuchtet. Dabei zeigt natürlich immer dieselbe Seite des Mondes zur Erde. Weniger offensichtlich von Nacht zu Nacht ist, dass sich die scheinbare Größe des Mondes leicht ändert, und dass der Mond auf seiner elliptischen Bahn leicht wackelt, was als Libration bezeichnet wird.

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Vollmond und Tänzer

Vollmond über der sardinischen Hauptstadt Cagliari und ein Vogelschwarm.

Bildcredit und Bildrechte: Elena Pinna

Beschreibung: Am Montag ging bei Sonnenuntergang der Vollmond im Januar auf. Dieses Foto entstand in der Nähe von Cagliari, der Hauptstadt der italienischen Insel Sardinien. Es zeigt seine warmen Farbtöne über dem östlichen Horizont.

Die vertrauten Muster auf der Vorderseite des Mondes aus Licht und Schatten entstehen durch helle, zerklüftete Hochländer und glatte dunkle Mondmeere. Die Muster entstehen durch Pareidolie, sie ruft die visuelle Illusion eines menschlichen Gesichts wie dem Mann im Mond oder eines vertrauten Tieres wie dem Mondhasen hervor.

Für einen Augenblick fügte der schwirrende Formationsflug eines Schwarms von Staren, der auf dem Schnappschuss eingefroren wurde, der Szene ein weiteres Pareidolie-Element hinzu. Manche erkennen darin die zarte Figur eines vom Mondlicht verzauberten Tänzers.

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Der Vollmond des Jahres 2021

Die zwölf Vollmonde des Jahres 2021.

Bildcredit und Bildrechte: Soumyadeep Mukherjee

Beschreibung: Jeder Vollmond des Jahres 2021 leuchtet auf diesem jahresumfassenden Astrofotoprojekt. Es ist ein Kompositporträt der vertrauten Mondvorderseite bei jeder hellsten Mondphase. Der Jahresablauf verläuft nach Mondtagen geordnet in Streifen von oben nach unten.

Die Streifen stammen aus Vollmondbildern, die allesamt mit derselben Kombination aus Kamera und Objektiv aufgenommen wurden, alle Bilder haben denselben Pixelmaßstab. Trotzdem passen die Streifen scheinbar nicht zusammen, doch sie zeigen, dass sich die Winkelgröße des Vollmondes im Laufe des Jahres ändert, je nach seiner Entfernung zu Kalkutta in Indien auf dem Planeten Erde. Bei jedem Streifen sind Kalendermonat, Vollmondname, Entfernung in Kilometern und die Winkelgröße gelistet. Die Winkelgröße ist in Bogenminuten angegeben, eine Bogenminute entspricht dem Sechzigstel eines Grades.

Der größte Vollmond fand im Mai nahe einem Perigäum statt, das seine größte Annäherung an die Erde. Am kleinsten war der Vollmond im Dezember nahe einem Apogäum, als er am weitesten von der Erde entfernt war. Die Vollmonde im Mai und November tauchten außerdem bei den beiden Mondfinsternissen 2021 in den Erdschatten.

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Am Rand des Schattens

Komposition aus fünf Bildern der Mondfinsternis von 18. auf 19. November.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Gout

Beschreibung: Der dunkle Kernschatten der Erde („Umbra“) hat die Form eines Kegels mit einem kreisförmigen Querschnitt, der sich ins All verjüngt. In der Entfernung der Mondbahn ist er jedoch immer noch größer als der Mond.

Während der Mondfinsternis von 18. auf 19. November blieb ein kleiner Teil des Mondes außerhalb des Kernschattens. Die fünf nacheinander aufgenommenen Bilder dieser Komposition der fast totalen Mondfinsternis wurden in einem Zeitraum von 1,5 Stunden fotografiert. Die Serie ist so angeordnet, dass sie einen Teil vom Kreisbogen des Schattenquerschnitts nachzeichnet. Das zentrale Bild entstand zum Höhepunkt der Finsternis, es zeigt eine helle, schmale Sichel der Mondscheibe, die außerhalb des runden Schattenrandes liegt.

Auch im Schatten ist die Mondoberfläche nicht ganz dunkel, sondern sie reflektiert die rötlichen Farbtöne des gefilterten Sonnenlichtes, das von der Erdatmosphäre in den Schatten gestreut wird.

Interessante APOD-Einreichungen: Mondfinsternis vom 19. November 2021
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