Die lange Gasspur der Spiralgalaxie D100

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Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA, Hubble, Subaru-Teleskop, W. Cramer (Yale) et al., M. Yagi, J. DePasquale

Beschreibung: Warum hängt an dieser Galaxie ein langer roter Streifen? Der Streifen besteht großteils aus leuchtendem Wasserstoff, der systematisch abgestreift wurde, während sich die Galaxie durch das umgebende heiße Gas in einem Galaxienhaufen bewegte. Diese Galaxie hier ist die Spiralgalaxie D100 im Coma-Galaxienhaufen.

Der rote Pfad ist mit dem Zentrum von D100 verbunden, weil das äußere Gas, das gravitativ schwächer gebunden war, durch den Staudruck bereits abgestreift wurde. Der ausgedehnte Gasschweif ist ungefähr 200.000 Lichtjahre lang, enthält etwa 400.000 Sonnenmassen und bildet Sterne. Die Galaxie D99, die links unter D100 sichtbar ist, erscheint rötlich, weil sie vorwiegend im Licht alter roter Sterne leuchtet – junge blaue Sterne können nicht mehr entstehen, weil das Sternbildungsgas in D99 abgestreift wurde.

Dieses Falschfarbenbild ist ein digital verstärktes Komposit aus Bildern des erdumkreisenden Hubble und des bodengebundenen Subaru-Teleskops. Untersuchungen auffälliger Systeme wie diesem verbessern unser Verständnis davon, wie sich Galaxien in Haufen entwickeln.

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IC 342, die verborgene Galaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Arturas Medvedevas

Beschreibung: IC 342 hat ein ähnliches Format wie große, helle Spiralgalaxien in unserer Nachbarschaft. Sie liegt um die 10 Millionen Lichtjahre entfernt im langhalsigen nördlichen Sternbild Giraffe. IC 342 ist ein ausuferndes Inseluniversum und wäre eigentlich eine markante Galaxie an unserem Nachthimmel, doch sie ist vor direkter Sicht verborgen und kaum durch den Schleier aus Sternen, Gas und Staub in der Ebene unserer Milchstraße zu sehen.

Das Licht von IC 342 ist durch dazwischenliegende kosmische Wolken gedämpft und gerötet, dennoch zeigt dieses scharfe Teleskopbild den galaxieneigenen undurchsichtigen Staub, junge Sternhaufen und leuchtende rosarote Sternbildungsregionen in den Spiralarmen, die sich weit vom Galaxienkern winden. In IC 342 könnte es kürzlich einen Ausbruch an Sternbildungsaktivität gegeben haben, und sie ist nahe genug, um die Entwicklung der Lokalen Gruppe und der Milchstraße gravitativ beeinflusst zu haben.

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M100: Eine prächtige Spiralgalaxie

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble

Beschreibung: M100 ist majestätisch in einem wahrhaft kosmischen Maßstab. Sie ist eine große, prächtige Galaxie mit mehr als 100 Milliarden Sternen und zwei klar definierten, symmetrischen Spiralarmen. Insgesamt ist sie unserer Galaxis, der Milchstraße, sehr ähnlich.

M100 (auch NGC 4321) ist eines der hellsten Mitglieder des Virgo-Galaxienhaufens, sie liegt 56 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices). Dieses Bild des Weltraumteleskops Hubble von M100 wurde mit der Wide Field Camera 3 fotografiert, es betont helle blaue Sternhaufen und komplexe, verschachtelte Staubbahnen, beide sind Merkmale dieser Galaxienklasse. Untersuchungen veränderlicher Sterne in M100 spielten eine wichtige Rolle bei der Ermittlung von Größe und Alter des Universums.

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M31: Die Andromedagalaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Robert Gendler

Beschreibung: Welche große Galaxie kommt unserer Milchstraße am nächsten? Andromeda. Unsere Galaxis sieht Andromeda wahrscheinlich sogar sehr ähnlich. Die beiden Galaxien sind die mächtigsten in der Lokalen Gruppe. Das diffuse Licht von Andromeda stammt von den Hunderten Milliarden Sternen, aus denen sie besteht. Die wenigen Einzelsterne, die das Bild von Andromeda umgeben, liegen in unserer Galaxis und sind viel näher als die Objekte im Hintergrund.

Andromeda wird häufig als M31 bezeichnet, weil sie das 31. Objekt auf Messiers Liste diffuser Himmelsobjekte ist. M31 ist so weit entfernt, dass Licht ungefähr zwei Millionen Jahre braucht, um von dort zu uns zu gelangen. M31 ist zwar ohne optische Hilfsmittel sichtbar, doch dieses Bild von M31 ist ein digitales Mosaik aus 20 Bildern, die mit einem kleinen Teleskop fotografiert wurden. Vieles an M31 ist unbekannt, zum Beispiel, wie lange es genau dauert, bis sie mit unserer Galaxis kollidiert.

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Walfischgalaxien und Supernova

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Bildcredit und Bildrechte: Massimiliano Veschini

Beschreibung: Auf dieser kosmischen Ansicht im Wasser bewohnenden Sternbild Cetus schließt sich die große Spiralgalaxie NGC 1055 links oben der Spirale Messier 77 rechts unten an. Die schmale staubige Erscheinung der Spiralgalaxie NGC 1055, die von der Seite sichtbar ist, steht in hübschem Kontrast zu der Aufsicht auf den hellen Kern und die Spiralarme von M77. Beide sind größer als 100.000 Lichtjahre und markante Mitglieder einer kleinen, ungefähr 60 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxiengruppe. In dieser geschätzten Entfernung ist M77 eines der fernsten Objekte in Charles Messiers Katalog und mindestens 500.000 Lichtjahre von seinem Begleituniversum NGC 1055 entfernt.

Das Sichtfeld ist am Himmel ungefähr so groß wie der Vollmond und enthält auch farbenprächtige Sterne im Vordergrund der Milchstraße sowie noch weiter entfernte Hintergrundgalaxien. Dieses scharfe Bild wurde am 28. November aufgenommen und zeigt auch die neu entdeckte Supernova SN2018ivc, ihre Position in den Armen von M77 ist markiert. Das Licht der Explosion eines der massereichen Sterne in M77 wurde nur wenige Tage zuvor am 24. November mit Teleskopen auf dem Planeten Erde entdeckt.

Update zum 5. Dezember 2018 – deutsche Grafik mit Ereignissen in Europa

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Meteor vor Galaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Beschreibung: Was ist der grüne Streifen vor der Andromedagalaxie? Ein Meteor. Beim Fotografieren der Andromedagalaxie 2016 zum Höhepunkt des PerseïdenMeteorstroms zog ein sandkorngroßer Stein aus dem Weltraum direkt vor der weit entfernten Begleiterin unserer Milchstraße vorbei. Der kleine Meteor brauchte nur den Bruchteil einer Sekunde, um dieses 10-Grad-Feld zu durchqueren.

Der Meteor flammte mehrmals auf, als er beim Eintritt in die Erdatmosphäre stark abgebremst wurde. Die grüne Farbe entstand – zumindest teilweise -, weil das Gas des Meteors beim Verdampfen leuchtete. Die Aufnahme war zwar zeitlich auf Perseïden-Meteore abgestimmt, doch die Ausrichtung dieser Leuchtspur scheint eher von einem Meteor der südlichen Delta-Aquariiden zu stammen. Dieser Meteorstrom hatte seinen Höhepunkt einige Wochen zuvor erreicht. Nicht zufällig erreicht der Meteorstrom der Perseïden heute Nacht wieder seinen Höhepunkt.

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Der Blick auf M101

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Bildcredit und Bildrechte: Joonhwa Lee

Beschreibung: Die große, schöne Spiralgalaxie M101 ist einer der letzten Einträge in Charles Messiers berühmtem Katalog, aber sicherlich nicht der Unwichtigste. Diese Galaxie ist riesig – sie misst ungefähr 170.000 Lichtjahre und ist somit fast zweimal so groß wie unsere Milchstraße. M101 war einer der ursprünglichen Spiralnebel, die mit Lord Rosses großem Teleskop aus dem 19. Jahrhundert, dem Leviathan von Parsontown, beobachtet wurden.

Auf diesem aktuellen Teleskopsichtfeld ist M101 zusammen mit gezackten Vordergrundsternen der Milchstraße und einer begleitenden Zwerggalaxie NGC 5474 (rechts unten) abgebildet. Die Farben der Sterne in der Milchstraße sind auch im Sternenlicht des großen Inseluniversums zu finden. In seinem Kern dominiert das Licht kühler gelblicher Sterne. Die stattlichen Spiralarme sind von den blauen Farben heißer, junger Sterne geprägt, gemischt mit undurchsichtigen Staubbahnen und rosaroten Sternbildungsregionen.

M101 ist auch als Feuerradgalaxie bekannt und liegt etwa 23 Millionen Lichtjahre entfernt an den Grenzen des nördlichen Sternbildes Ursa Major. NGC 5474 wurde wahrscheinlich bei früheren gravitativen Wechselwirkungen mit der größeren M101 verzerrt.

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Blick auf NGC 3344

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Bildcredit: ESA/Hubble und NASA

Beschreibung: An unserem Aussichtspunkt in der Milchstraße sehen wir NGC 3344 von oben. Die große, schöne Spiralgalaxie ist fast 40.000 Lichtjahre groß und steht nur 20 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Kleiner Löwe.

Diese mehrfarbige Nahaufnahme des Weltraumteleskops Hubble von nahen Infrarot- bis Ultraviolettwellenlängen zeigt erstaunliche Details von NGC 3344. Der Bildausschnitt umfasst etwa 15.000 Lichtjahre der Zentralregion der Spirale. Vom Kern auswärts wechseln die Farben der Galaxie vom gelblichen Licht alter Sterne im Zentrum zu jungen blauen Sternhaufen und rötlichen Sternbildungsregionen, die entlang der losen, bruchstückhaften Spiralarme angeordnet sind. Die hellen, gezackten Sterne sind natürlich näher als NGC 3344 und liegen weit innerhalb unserer Milchstraße.

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NGC 289: Strudel am südlichen Himmel

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Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, ChileScope

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie NGC 289 ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt und größer als unsere Milchstraße. Sie ist fast genau von oben zu sehen. Der helle Kern und die bunte zentrale Scheibe gehen in auffallend schwache, bläuliche Spiralarme über. Die ausgedehnten Arme reichen mehr als 100.000 Lichtjahre über das Galaxienzentrum hinaus.

Rechts unten auf diesem scharfen Teleskopporträt der Galaxie begegnet der Hauptspiralarm anscheinend einer kleinen, verschwommenen elliptischen Begleitgalaxie, die mit der gewaltigen NGC 289 wechselwirkt. Die gezackten Sterne liegen natürlich im Vordergrund der Szene, und zwar innerhalb der Milchstraße im südlichen Sternbild Bildhauer.

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Nahaufnahme von NGC 7331

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Bildcredit und Lizenz: ESA/Hubble und NASA/D. Milisavljevic (Purdue University)

Beschreibung: Die große schöne Spiralgalaxie NGC 7331 wird häufig als Analogon zu unserer Milchstraße gesehen. NGC 7331 ist etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt und steht im nördlichen Sternbild Pegasus. Sie wurde früh als Spiralnebel erkannt und ist sogar eine der helleren Galaxien, die nicht in Charles Messiers berühmtem Katalog aus dem 18. Jahrhundert enthalten sind.

Da die Scheibe der Galaxie zu unserer Sichtlinie geneigt ist, haben lang belichtete Teleskopaufnahmen häufig eine starke Tiefenwirkung. Diese Nahaufnahme des Weltraumteleskops Hubble zeigt die prachtvollen Spiralarme der Galaxie mit ihren dunklen, undurchsichtigen Staubbahnen, hellen bläulichen Haufen massereicher junger Sterne und dem verräterischen rötlichen Leuchten aktiver Sternbildungsregionen. In den hellen gelblichen Zentralregionen befinden sich Populationen älterer, kühlerer Sterne. Wie bei der Milchstraße liegt im Zentrum der Spiralgalaxie NGC 7331 ein sehr massereiches Schwarzes Loch.

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Leo-Trio

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Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: Diese Gruppe ist im nördlichen Frühling beliebt. In diesem Sichtfeld versammeln sic drei prächtige Galaxien, die als Leo-Triplett berühmt sind. Sogar mit kleinen Teleskopen fotografiert sind sie Publikumslieblinge, einzeln werden sie vorgestellt als NGC 3628 (links), M66 (rechts unten) und M65 (oben).

Alle drei sind große Spiralgalaxien, sehen aber tendenziell verschieden aus, weil ihre galaktischen Scheiben in verschiedenen Winkeln zu unserer Sichtlinie geneigt sind. NGC 3628 ist von der Seite sichtbar, durch die Ebene der Galaxie schneiden undurchsichtige Staubbahnen. Die Scheiben von M66 und M65 sind ausreichend geneigt, um ihre Spiralstruktur zu zeigen. Gravitationswechselwirkungen zwischen den Galaxien dieser Gruppe haben vielsagende Spuren hinterlassen, darunter die gekrümmte und aufgeblasene Scheibe von NGC 3628 sowie die herausgezogenen Spiralarme von M66.

Diese prächtige Ansicht der Region umfasst am Himmel etwa einen Grad (zwei Vollmonde). Das Feld bedeckt in der geschätzten Entfernung des Trios von 30 Millionen Lichtjahren mehr als 500.000 Lichtjahre.

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