Andromeda – ein Inseluniversum

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Credit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Das am weitesten entfernte Objekt, das mit bloßem Auge leicht zu sehen ist, ist M31, die etwa zweieinhalb Millionen Lichtjahre entfernte große Andromedagalaxie. Doch ohne Teleskop erscheint diese gewaltige Spiralgalaxie mit einem Durchmesser von mehr als 200.000 Lichtjahren als blasse, nebelhafte Wolke im Sternbild Andromeda. Im Gegensatz dazu enthült dieses digitale Teleskopbild Details eines hellen gelblichen Kerns und dunkler, sich windender Staubstraßen. Schmalband-Bilddaten, welche die Emissionen von Wasserstoffatomen aufzeichnen, zeigen die rötlichen Sternbildungsregionen, die die großartigen blauen Spiralarme sprenkeln, und junge Sternhaufen. Während heutzutage sogar Gelegenheits-Sterngucker von dem Wissen inspiriert werden, dass es viele ferne Galaxien wie M31 gibt, diskutierten Astronomen zu Beginn des 20. Jahrhunderts ernsthaft dieses fundamentale Konzept. Waren diese „Spiralnebel“ einfach entlegene Komponenten unserer eigenen Milchstraßen-Galaxis, oder waren sie stattdessen „Inseluniversen“ – ferne Sternsysteme, vergleichbar mit der Milchstraße selbst? Diese Frage stand im Mittelpunkt der berühmten Shapley-CurtisDebatte von 1920, welche später durch Beobachtungen von M31 zugunsten des Inseluniversums Andromeda entschieden wurde.

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