Im Herzen des Virgohaufens

Das Bild zeigt den zentralen Teil des Virgo-Galaxienhaufens, darunter die hellen Galaxien M84 M84, M86 und Markarians Augen.

Bildcredit und Bildrechte: Saulius Adomaitis

Der Virgo-Galaxienhaufen ist der nächstgelegene Galaxienhaufen in der Umgebung der Milchstraße. Er ist so nahe, dass er am Himmel einen Winkel von mehr als 5 Grad einnimmt – das ist etwa der 10-fache Winkeldurchmesser eines Vollmondes. Sein Zentrum ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt.

Der nahe Virgohaufen ist ein Galaxienhaufen, der mehr als 2000 Galaxien enthält, er übt eine spürbare Anziehungskraft auf die Galaxien der Lokalen Gruppe in der Umgebung unserer Milchstraße aus. Der Haufen enthält nicht nur Galaxien voller Sterne, sondern auch Gas, das so heiß ist, dass es im Röntgenlicht leuchtet. Die Bewegungen von Galaxien in und um den Haufen lassen vermuten, dass sie mehr Dunkle Materie enthalten als jegliche Materie, die wir sehen können.

Das hier abgebildete Zentrum des Virgo-Galaxienhaufens enthält helle Messier-Galaxien sowie Markarians Augen links oben, M86 über der Mitte, M84 ganz rechts und die Spiralgalaxie NGC 4388 rechts unten.

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Deutsche Texte ab 2007
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M51: Hubble zeigt die Strudelgalaxie

Messier 51, auch bekannt als NGC 5194, ist eine der malerischsten Galaxien am Himmel im Sternbild Jagdhunde.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung und Bildrechte: Bernard Miller

Die Strudelgalaxie ist eine klassische Spiralgalaxie. M51, auch bekannt als NGC 5194, ist nur 30 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von 60.000 Lichtjahren. Sie ist eine der hellsten und malerischsten Galaxien am Himmel.

Dieses Bild zeigt viele scharfe Details, es wurden Aufnahmen digital kombiniert, die das Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit in unterschiedlichen Farben aufnahm. Mit einem guten Fernglas könnt ihr diesen Strudel im Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici) sehen.

M51 ist eine SCSpiralgalaxie und ein markantes Mitglied einer ganzen Galaxiengruppe. Forscherinnen und Forscher vermuten, dass die Spiralstruktur von M51 vor allem auf ihre gravitative Wechselwirkung mit der kleineren Galaxie links im Bild entsteht.

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Verlorene Milchstraße: Kollision mit Andromeda steht bevor

Das Bild ist ein Grafik-Komposit, es zeigt die Andromeda-Galaxie Messier 31 im Anflug auf unsere Milchstraße, mit der sie in etwa 4,5 Milliarden Jahren kollidieren wird.

Bildcredit: NASA, ESA, Z. Levay und R. vun der Marel (STScI), T. Hallas und A. Mellinger

Kollidiert unsere Milchstraße eines Tages mit ihrer größeren Nachbarin, der Andromedagalaxie? Ja, wahrscheinlich. Wenn man auf aktuellen Bildern des Weltraumteleskops Hubble leichte Verschiebungen der Sterne in M31 vor den Hintergrundgalaxien sorgfältig vermisst, lässt das vermuten, dass das Zentrum von M31 auf direktem Kollisionskurs mit dem Zentrum unserer Heimatgalaxie sein könnte.

Die Abweichungen der Seitwärtsgeschwindigkeit reichen anscheinend für eine gute Chance, dass die zentralen Teile der beiden Galaxien einander geringfügig verfehlen, doch sie kommen einander nahe genug, dass ihre äußeren Halos gravitativ verbunden werden. Wenn das geschieht, werden die beiden Galaxien verbunden, tanzen umeinander, verschmelzen schließlich und werden – im Laufe von Milliarden Jahren – zu einer großen elliptischen Galaxie.

Diese Kombination an Bildern zeigt den Himmel einer Welt (der Erde?) in ferner Zukunft, wenn die äußeren Teile der Galaxien zu kollidieren beginnen. Die genaue Zukunft unserer Milchstraße und der ganzen umgebenden Lokalen Gruppe bleibt wohl in den nächsten Jahren ein aktives Forschungsthema.

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Das dynamische Zentrum des Lagunennebels

Der Lagunennebel, auch Messier 8, ist ein Gebiet mit heftiger Sternbildung im Sternbild Schütze.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Mehmet Hakan Özsaraç

Das Zentrum des Lagunennebels ist ein Wirbelsturm spektakulärer Sternbildung. Nahe der Bildmitte seht ihr mindestens zwei lange trichterförmige Wolken, die jeweils etwa ein halbes Lichtjahr lang sind. Entstanden sind sie durch extreme Sternwinde und intensives energiereiches Sternenlicht.

Der ungemein helle Stern Herschel 36 in der Nähe beleuchtet die Region. Riesige Staubwälle verdecken und röten andere heiße junge Sterne. Während die Energie dieser Sterne in den kühlen Staub und das Gas strömt, können große Temperaturunterschiede in angrenzenden Regionen entstehen und Scherwinde hervorrufen, welche dann die Trichter verursachen können.

Dieses etwa 10 Lichtjahre große Bild kombiniert Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble im Erdorbit, die in sechs Farben aufgenommen wurden. Der Lagunennebel ist auch als M8 bekannt, er liegt etwa 5000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schütze (Sagittarius).

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Andromedas vergangene und künftige Sterne

Das Bild zeigt M31, die Andromedagalaxie, in orange gefärbtem Infrarotlicht und im sichtbaren Licht, das weiß und blau gefärbt ist.

Bildcredit: NASA, NSF, NOAJ, Hubble, Subaru, Mayall, DSS, Spitzer; Bearbeitung und Bildrechte: Robert Gendler und Russell Croman

Dieses Bild von Andromeda zeigt nicht nur, wo es jetzt Sterne gibt, sondern auch, wo bald Sterne sein werden. Die große, schöne Andromedagalaxie M31 ist eine etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Spiralgalaxie. Für dieses faszinierende Kompositbild von Andromeda in Wellenlängen innerhalb und außerhalb des sichtbaren Lichts wurden Aufnahmen von weltraum- und bodenbasierten Observatorien kombiniert.

Sichtbares Licht zeigt, wo die Sterne von M31 jetzt sind. Sie leuchten weiß und blau und wurden von den Teleskopen Hubble, Subaru und Mayall abgebildet. Infrarotlicht zeigt, wo in M31 in naher Zukunft Sterne entstehen. Es ist orangefarben abgebildet und wurde vom Weltraumteleskop Spitzer der NASA aufgenommen.

Das Infrarotlicht zeigt gewaltige, von Sternen erwärmte Staubbahnen entlang der Spiralarme von Andromeda. Der Staub ist ein Indikator für die gewaltige Menge an interstellarem Gas in der Galaxie, es ist Rohmaterial für künftige Sternbildung. Diese neuen Sterne entstehen wahrscheinlich im Laufe der nächsten hundert Millionen Jahre, lange bevor Andromeda in etwa fünf Milliarden Jahren mit unserer Milchstraße verschmilzt.

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Erstes Bild vom Horizont eines Schwarzen Lochs

Das Event Horizon Telescope EHT zeigt erstmals den Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie M87

Bildcredit: Event Horizon Telescope Arbeitsgemeinschaft

Beschreibung: Wie sieht ein Schwarzes Loch aus? Um das herauszufinden koordinierten Radioteleskope auf der ganzen Welt Beobachtungen von Schwarzen Löchern mit den größten bekannten Ereignishorizonten am Himmel. Schwarze Löcher sind zwar einfach nur schwarz, doch die riesigen Attraktoren sind von leuchtendem Gas umgeben.

Dieses erste Bild zeigt den Bereich um das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie M87 in einem Maßstab unterhalb des Ereignishorizonts. Die dunkle Region im Zentrum ist nicht der Ereignishorizont, sondern der Schatten des Schwarzen Lochs – die zentrale Region des leuchtenden Gases, das durch die Gravitation des zentralen Schwarzen Lochs verdunkelt wird. Die Größe und Form des Schattens wird durch helles Gas in der Nähe des Ereignishorizonts, durch stark ablenkende Gravitationslinsen und durch die Rotation des Schwarzen Lochs bestimmt.

Mit der Auflösung des Schattens dieses Schwarzen Lochs zeigte das Event Horizon Telescope (EHT), dass die einsteinsche Gravitation auch in extremen Regionen funktioniert und dass sich im Zentrum von M87 ein rotierendes Schwarzes Loch mit etwa 6 Milliarden Sonnenmassen befindet.

Seit der Veröffentlichung dieses Bildes im Jahr 2019 wurde das EHT um mehrere Teleskope erweitert, es beobachtet mehr Schwarze Löcher, erfasst polarisiertes Licht und versucht derzeit, die unmittelbare Umgebung des Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Milchstraße zu beobachten.

Jetzt ist Woche der Schwarzen Löcher
Neue EHT-Ergebnisse werden am Donnerstag nächste Woche veröffentlicht

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M44: Praesepe

Der Sternhaufen M44 im Sternbild Krebs ist auch als Praesepe oder Bienenkorb bekannt.

Bildcredit und Bildrechte: Drew Evans

Beschreibung: M44 ist an die 600 Lichtjahre entfernt und damit einer der nächstliegenden Sternhaufen unseres Sonnensystems. Er ist auch als Praesepe oder Bienenkorb-Sternhaufen bekannt. Seine Sterne sind etwa 600 Millionen Jahre alt, verglichen mit den 4,5 Milliarden Jahren unserer Sonne sind sie jung. Aufgrund des ähnlichen Alters und der Bewegung im Raum wird vermutet, dass M44 und der sogar noch nähere Sternhaufen der Hyaden im Stier in derselben großen Molekülwolke entstanden sind.

M44 ist ein 15 Lichtjahre großer offener Haufen, er enthält ungefähr 1000 Sterne und bedeckt am Himmel etwa 3 Vollmonde (1,5 Grad) im Sternbild Krebs. Der Sternhaufen ist mit bloßem Auge sichtbar  und ist seit der Antike bekannt. Schon lange bevor er an 44. Stelle in Charles Messiers Katalog aus dem 18. Jahrhundert eingetragen wurde, beschrieb man ihn als blasse Wolke oder Himmelsdunst, doch erst nach der Erfindung von Teleskopen wurde der Haufen in seine Einzelsterne aufgelöst. Heute ist er ein beliebtes Ziel für Himmelsbeobachtende mit Fernglas.

Die wenigen gelb getönten, kühlen roten Riesensterne des Haufens sind auf diesem Teleskop-Gruppenbild über das Feld der helleren, heißen blauen Hauptreihensterne verstreut. Markante Beugungsspitzen betonen die helleren Haufenmitglieder, sie stammen vom Fadenkreuz vor dem Teleskopobjektiv.

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Porträt von NGC 3628

Porträt der Spiralgalaxie NGC3628, auch bekannt als Hamburger-Galaxie im Leo-Triplett im Sternbild Löwe.

Bildcredit und Bildrechte: Wilhelm Michael Kasakow, Olaf Guillaume

Beschreibung: Scharfe Teleskopansichten von NGC 3628 zeigen eine flauschige galaktische Scheibe, die von dunklen Staubbahnen geteilt wird. Das Porträt der prächtigen, von der Kante sichtbaren Spiralgalaxie erinnert manche an ihren landläufigen Spitznamen: Hamburgergalaxie.

Das Bild zeigt auch eine kleine Galaxie in der Nähe (unten) – wahrscheinlich eine Begleitgalaxie von NGC 3628 – und einen sehr blassen, ausladenden Gezeitenschweif. Der hinausgezogene Schweif reicht etwa 300.000 Lichtjahre weit – über den linken oberen Bildrand hinaus. NGC 3628 teilt ihre Nachbarschaft im lokalen Universum mit den großen Spiralgalaxien M65 und M66, diese Gruppe ist auch als Leo-Triplett bekannt. Gravitations-Wechselwirkungen mit ihren kosmischen Nachbarn führten wahrscheinlich zu dem Gezeitenschweif sowie zu der Auffächerung und Verformung der Spiralscheibe.

Das reizende Inseluniversum selbst ist ungefähr 100.000 Lichtjahre groß und 35 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Frühlingssternbild Löwe.

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Messier 104

Die Spiralgalaxie M104 im Sternbild Jungfrau am Rand des Virgo-Galaxienhaufens erinnert an einen Sombrero.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble-Vermächtnisarchiv; Bearbeitung und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie Messier 104 ist berühmt für ihr seitliches Profil mit dem breiten Ring aus undurchsichtigen Staubbahnen. Die Schneise aus kosmischem Staub ist als Silhouette vor einer ausgedehnten zentralen Wölbung aus Sternen zu sehen. Das verleiht der Galaxie das Aussehen eines breitkrempigen Huts, was zu ihrem bekannten Namen führte: Sombrerogalaxie.

Diese scharfe Ansicht der bekannten Galaxie entstand aus Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble mit mehr als 10 Stunden Belichtungszeit, die so bearbeitet wurden, dass zarte Details zum Vorschein kamen, welche oft im hellen Licht der zentralen Wölbung von M104 verloren gehen.

Die Sombrerogalaxie ist auch als NGC 4594 bekannt und leuchtet im ganzen Spektrum. Sie enthält ein sehr massereiches zentrales Schwarzes Loch. M104 ist eine der größten Galaxien am südlichen Rand des Virgo-Galaxienhaufens – sie ist etwa 50.000 Lichtjahre groß und 28 Millionen Lichtjahre entfernt. Die gezackten Sterne im Vordergrund dieses Sichtfeldes liegen weit innerhalb unserer Milchstraße.

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Messier 96

Messier 96 ist eine Spiralgalaxie in der Leo 1-Galaxiengruppe im Sternbild Löwe.

Bildcredit und Bildrechte: Mark Hanson und Mike Selby

Beschreibung: Auf diesem farbenprächtigen, detailreichen Porträt eines schönen Inseluniversums wirbeln Spiralarme um den Kern von Messier 96. Natürlich ist M96 eine Spiralgalaxie, und wenn man die blassen Arme mitzählt, die über die hellere Zentralregion hinausreichen, umfasst sie etwa 100.000 Lichtjahre, das ist ungefähr die Größe unserer Milchstraße.

M96 ist 38 Millionen Lichtjahre entfernt und ein markantes Mitglied der Leo I-Galaxiengruppe. Bei genauer Betrachtung des Bildes seht ihr Hintergrundgalaxien und kleinere Gruppenmitglieder von Leo I.

Die faszinierendste davon ist ebenfalls eine Spiralgalaxie, ihr seht sie hinter den äußeren Spiralarmen auf der Ein-Uhr-Position vom Zentrum fast von der Seite. Die helle zentrale Wölbung wird von ihren dunklen Staubwolken gekreuzt. Der scheinbare Durchmesser der seitlich sichtbaren Hintergrundspirale beträgt etwa ein Fünftel von M96. Falls diese Hintergrundgalaxie ähnlich groß ist wie M96, dann ist sie etwa fünfmal weiter entfernt.

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Messier 24: Sternwolke im Schützen

Die Sternenwolke M24 im Sternbild Schütze.

Bildcredit und Bildrechte: Gabriel Rodrigues Santos

Beschreibung: Anders als die meisten Einträge in Charles Messiers berühmtem Katalog blasser Himmelsobjekten ist M24 keine helle Galaxie, auch kein Sternhaufen oder Nebel. Es ist eine Lücke in den nahen, undurchsichtigen interstellaren Staubwolken, die einen Blick auf die fernen Sterne im Sagittarius-Spiralarm unserer Galaxis ermöglicht.

Wenn ihr die Sternwolken mit dem Fernglas oder einem kleinen Teleskop betrachtet, erkennt ihr durch dieses Fenster, das mehr als 300 Lichtjahre breit ist, Sterne, die 10.000 Lichtjahre oder mehr von der Erde entfernt sind. Die leuchtstarken Sterne von M24 auf dieser prächtigen Sternenlandschaft werden manchmal die Kleine Sagittarius-Sternwolke genannt. Sie decken im Sternbild Schütze mehr als 3 Grad oder die Weite von 6 Vollmonden ab.

Das Teleskopsichtfeld zeigt auch die dunklen Markierungen B92 und B93 über der Mitte sowie weitere Wolken aus Staub und leuchtenden Nebeln im Zentrum der Milchstraße.

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