Galaxie NGC 474: Hüllen und Sternströme

Die Galaxie mitten im Bild ist von schalenförmigen Hüllen umgeben. Sie wirkt kaum noch wie eine Spiralgalaxie. Daneben ist eine Spirale, die ebenfalls von Sternströmen umgeben ist.
Bildcredit und Lizenz: CFHT, Coelum, MegaCam, J.-C. Cuillandre (CFHT) und G. A. Anselmi (Coelum)

Was passiert in der Galaxie NGC 474? Die mehrschichtigen Hüllen der Galaxie wirken seltsam komplex. Auf Bildern, die weniger lang belichtet sind, wirkt die elliptische Galaxie im Vergleich zu diesem relativ strukturlos.

Wie die Schalen entstehen, wird immer noch erforscht. Möglich ist, dass sie durch Gezeiten entstehen. Geröll, das übrig blieb, nachdem die Galaxie in der Vergangenheit viele kleinere Galaxien verschlungen hat, spielt wohl auch eine Rolle.

Alternativ sind die Schalen vielleicht ähnlich wie Wellen auf der Oberfläche eines Teiches. Es könnten Dichtewellen sein, die bei Kollisionen mit der Spiralgalaxie NGC 474 (rechts) entstanden sind. Jedenfalls zeigt dieses Bild, dass die Halos einiger elliptischer Galaxien überraschend komplex aufgebaut sind. Auch der Halo unserer Milchstraße enthält derlei Strukturen.

Die Galaxie NGC 474 ist etwa 250.000 Lichtjahre breit und an die 100 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie liegt im Sternbild Fische.

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Drei Galaxien im Sternbild Pfau

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby

Diese drei Galaxien sind etwa 190 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Damit liegen sie weit jenseits der hellen Sterne und Nebel der Milchstraße. Sie werden durch die Schwerkraft in einem fesselnden kosmischen Tanz zueinander hingezogen.

Wir schauen von oben auf die großen Spiralgalaxien NGC 6769 und NGC 6770. Ihre leuchtenden galaktischen Scheiben sind von verdunkelnden interstellaren Staubbahnen durchzogen. Sie sind durch gravitative Wechselwirkungen von galaktischem Ausmaß deutlich verzerrt. Durch die Kollision massereicher Molekülwolken entstehen in Sternentstehungsgebiete mit jungen blauen Sternhaufen entlang der langgestreckten Spiralarme .

Die Spiralgalaxie NGC 6771 darunter sehen wir von der Seite. Ihr kastenförmiger Zentrabereich ist durch Gezeitenkräfte verursachte Sternströme entstanden. In ferner Zukunft ist eine Verschmelzung der drei Galaxien unvermeidlich.

Dieses Galaxientrio wird manchmal auch als Teufelsmaske bezeichnet. Bei der genannten Entfernung erstreckt sich das Bildfeld über 300.000 Lichtjahre. Es liegt sich im Sternbild Pavo am südlichen Himmel.

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Longmore 8, der Hamsterrad-Nebel

Mitten im Bild ist eine kompakte rosatote Struktur, die an zwei Kreise erinnert, die mit Speichen verbunden sind. Dahinter zieht eine türkisblaue Nebelstruktur. Rechts ist eine helle Spiralgalaxie.
Bildcredit und Bildrechte: Mazlin, Parker, Forman, Magill, Hanson; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Wie kam das Hamsterrad ins All? Der Hamsterrad-Nebel heißt auch Longmore 8. Andrew Longmore entdeckte ihn im Jahr 1976, als man den südlichen Himmel genau kartierte. Bei diesem Projekt kamen verbesserte Techniken der Fotografie zum Einsatz. Zum Beispiel bannte man mit sehr lichtempfindlichen Filmen blasse Objekte auf Platten. Diese untersuchte man mit bloßem Auge und katalogisierte die Objekte darauf.

Das Bild entstand am El-Sauce-Observatorium in Chile. Es zeigt die komplexe Struktur eines Rades aus schimmerndem Wasserstoff. Ein vergehender Stern stieß das Gas aus. Der übrig gebliebene Weiße Zwerg beleuchtet und ionisiert den Hamsterrad-Nebel. Auf der ursprünglichen Platte war die Struktur kaum zu erkennen. Dieses Bild zeigt den Fortschritt bei der Entwicklung moderner Teleskope und Kameras. Zwei Sicheln aus rötlichem Wasserstoff liegen sich gegenüber. Sie sind von einem blauen Schleier aus ionisiertem Sauerstoff umgeben. Die Form des Hamsterrades deutet an, dass der Weiße Zwerg im Zentrum einen Begleiter hat.

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Der Hydra-Galaxienhaufen

Links unten und rechts oben strahlen zwei helle Sterne mit Zacken. Dahinter sind viele Galaxien verteilt, etliche davon sind sehr klein.
Bildcredit und Bildrechte: Rafael Sampaio

Zwei Sterne in der Milchstraße leuchten auf diesem kosmischen Schnappschuss. Es sind helle Lichter mit Zacken, die wie Wächter wirken. Hinter den Sternen tummeln sich Galaxien, sie gehören zum Hydra-Galaxienhaufen. Die Sterne sind nur wenige Hundert Lichtjahre von uns entfernt. Dagegen beträgt die Distanz zu den Galaxien über 100 Millionen Lichtjahre!

Drei große Galaxien prägen den Zentralbereich: die beiden gelben elliptischen Galaxien NGC 3311 und NGC 3309 sowie die blaue Spiralgalaxie NGC 3312. Jede dieser Galaxien misst etwa 150.000 Lichtjahre. Links über NGC 3312 sind zwei Galaxien, die einander überlappen. Sie sind als NGC 3314 katalogisiert.

Der Hydra-Galaxienhaufen hat auch den Namen Abell 1060. Er ist einer der drei größten Galaxienhaufen in der Umgebung von 200 Millionen Lichtjahren. Im nahen Universum bindet die Gravitation große Galaxienhaufen aneinander. Die Haufen gehören zu noch größeren Strukturen. Man nennt sie Superhaufen. Selbst diese gewaltigen Strukturen sind anscheinend über noch größere Distanzen gebunden.

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Andromeda hinter Gas und Staub

Die Andromeda-Galaxie wirkt hier anders als auf den meisten Bildern. Der Hintergrund ist mit rötlichen Schleiern und Nebeln bedeckt. Die Spiralarme sind von rötlichen Sternhaufen gesäumt.
Bildcredit und Bildrechte: Nick Fritz; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Vor mehr als 1000 Jahren veröffentlichte der persische Astronom Abd al-Rahman al-Sufi sein Buch der Fixsterne (Bodleian Library MS. Marsh 144 p. 167). Es enthält die älteste bekannte Aufzeichnung der Andromeda-Galaxie. 800 Jahre später wurde Andromeda der 31. Eintrag im Katalog der Nebel und Sternhaufen von Charles Messier. Er beschrieb sie als „kleine Wolke“ oder „Nebel“. Heute wissen wir, dass sie die nächste große Nachbargalaxie ist.

Dieses Bild wurde 202 Stunden lang belichtet. Es zeigt, wie gut wir unsere Nachbarin mittlerweile beobachten können. Die diffusen roten und blauen Wolken sind zum Großteil ionisierter Wasserstoff und Sauerstoff. Sie liegen in unserer Milchstraße. Rosa Wolken aus Wasserstoff säumen die staubigen Spiralarme von Andromeda. Das energiereiche Licht junger Sterne ionisiert sie. Zwei kleine Satellitengalaxien kreisen um die größere Andromeda. Es sind M32 und M110.

Wir beobachten Andromeda nun schon seit der Antike mit bloßem Auge und mit modernen Teleskopen. Trotzdem stecken noch viele Geheimnisse in ihr, die wir weiter erforschen, zum Beispiel, wie Galaxien miteinander verschmelzen und sich entwickeln. Auch die Dunkle Materie, in die Galaxien wie Andromeda eingebettet sind, ist ein Rätsel.

Aufgepasst! Die Bewerbung beim NASA/IPAC-Forschungsprogramm für Lehrkräfte ist offiziell eröffnet!

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Die Sombrerogalaxie Messier 104

Die Galaxie M104 schwebt hier mitten im Bild. Sie ist von einem breiten Staubring umgeben, daher erinnert ihr Aussehen an einen Sombrero.
Bildcredit: CTIO, NOIRLab, DOE, NSF, AURA; Bildbearbeitung: T. A. Rector (U. Alaska Anchorage), D. de Martin (NOIRLab / NSF) und M. Zamani (NSF, NOIRLab)

Die prachtvolle Spiralgalaxie Messier 104 ist berühmt für ihren breiten Ring aus dunklem Staub, den wir beinahe von der Kante her sehen. Die Silhouette der Staubscheibe zeichnet sich vor dem ausgedehnten Zentralbereich aus Sternen ab. Die Galaxie ähnelt dadurch einem Hut mit einer breiten Krempe. So ist auch ihr beliebter Spitzname zu erklären: Sombrerogalaxie.

Die Galaxie wird auch NGC 4594 genannt und wird in allen Farben des Spektrums beobachtet. Außerdem enthält sie ein extrem massereiches Schwarzes Loch in ihrem Zentrum. Sie ist etwa 50.000 Lichtjahre groß und 28 Millionen Lichtjahre von uns entfernt.

M104 ist eine der größten Galaxien am südlichen Rand des Virgo-Galaxienhaufens. Doch die Sterne liegen im Vordergrund in unserer Milchstraße. Die Nahaufnahme der altbekannten Galaxie entstand mit der Dark Energy Camera (DECam) am Blanco-Teleskop. Dieses hat eine Öffnungsweite von 4 m und gehört zum Cerro Tololo Inter-American Observatory (CTIO).

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NGC 3660 und Burçins Galaxie

In diesem Sternenfeld liegen zwei markante Galaxien. Oben ist eine helle Spiralgalaxie mit mehreren blauen Spiralarmen und einer Supernova. Unten ist eine blassere, runde Galaxie mit einem hellen Zentrum, die zwei Ringe aus Sternen hat.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, El Sauce Obs.

Die obere Galaxie NGC 3660 mag vielleicht fotogener sein. Dafür ist die untere Galaxie umso ungewöhnlicher. Die obere Spiralgalaxie ist unserer Milchstraße sehr ähnlich. Beide haben mehrere blaue Spiralarme und einen zentralen Balken aus Sternen, Staub und Gas.

Als kleine Überraschung entpuppte sich die Supernova SN 2026cff rechts neben dem Balken. Sie wurde zufällig entdeckt, als diese farbige Aufnahme mit vielen Details entstand.

Burçins Galaxie ist weiter unten. Sie ist als LEDA 1000714 katalogisiert. Ihr Zentrum sieht wie eine alte elliptische Galaxie aus. Eigenartig ist, dass diese Galaxie nicht von einem, sondern sogar von zwei Ringen aus Sternen umgeben ist. Doch wie ist Burçins Galaxie entstanden? Dieses Rätsel wird nach wie vor erforscht. Wahrscheinlich hat sie eine oder mehrere kleinere Galaxien aufgenommen.

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NGC 3169 ergründen

Das Galaxienpaar NGC 3169 und NGC 3166 wechselwirkt miteinander durch Gravitation.
Bildcredit und Bildrechte: Simone Curzi und das ShaRA-Team

Die Spiralgalaxie NGC 3169 (links) wirkt, als würde sie sich wie ein kosmisches Garnknäuel entwirren. Sie ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt südlich des hellen Sterns Regulus im lichtschwachen Sternbild Sextant.

Die Gezeiten zerren an den eng gewundenen Spiralarmen. So entstehen die weit geschwungenen Schweife. Denn NGC 3169 und ihre Nachbarin NGC 3166 wechselwirken miteinander durch Gravitation. Auf lange Sicht verschmelzen sie zu einer einzigen Galaxie. So ein Schicksal ist im lokalen Universum sogar bei hellen Galaxien üblich. Das farbige Gruppenfoto zeigt lang gezogene Sternbögen. Sie sind klare Zeichen für eine Wechselwirkung durch Gravitation.

Der Bildausschnitt im Teleskop ist etwa 20 Bogenminuten breit. Bei der geschätzten Entfernung der Gruppe entspricht dies einer Breite von etwa 400.000 Lichtjahren. Rechts im Bild leuchtet zudem die kleinere, bläuliche Galaxie NGC 3165. NGC 3169 leuchtet nicht nur im sichtbaren Licht. Sie strahlt im ganzen Spektrum, von Radiowellen bis hin zu Röntgenstrahlen. In ihrem aktiven galaktischen Kern (AGN) lauert ein sehr massereiches Schwarzes Loch.

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