Nahaufnahme von Messier 66

Die Spiralgalaxie Messier 66 ist auch bekannt als NGC 3627 bekannt, sie ist nur 35 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Leo Shatz

Beschreibung: Die große, schöne Spiralgalaxie Messier 66 ist nur 35 Millionen Lichtjahre entfernt. Das prächtige Inseluniversum hat einen Durchmesser von ungefähr 100.000 Lichtjahren, es ist ähnlich groß wie die Milchstraße.

Diese überarbeitete Nahaufnahme des Weltraumteleskops Hubble umfasst eine etwa 30.000 Lichtjahre breite Region um den galaktischen Kern. Sie zeigt die Scheibe der Galaxie, die auf dramatische Weise zu unserer Sichtlinie geneigt ist. Rund um den hellen Kern, der wahrscheinlich Heimat eines sehr massereichen Schwarzen Lochs ist, winden sich undurchsichtige Staubbahnen, und junge blaue Sternhaufen schweifen die Spiralarme entlang, die vom vielsagenden Leuchten rosaroter Sternbildungsregionen gesprenkelt sind.

Messier 66 ist auch bekannt als NGC 3627, sie ist die hellste der drei Galaxien im gravitativ wechselwirkenden Leo Triplett.

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Das vertikale Magnetfeld von NGC 5775

Die Spiralgalaxie NGC 5775 wurde bei der CHANG-ES-Durchmusterung (Continuum Halos in Nearby Galaxies) beobachtet, zeigt besitzt Ausläufer von Magnetfeldlinien.

Bildcredit: NRAO, NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Text: Jayanne English (U. Manitoba)

Beschreibung: Wie weit reichen Magnetfelder aus Spiralgalaxien hinaus und nach oben? Jahrzehntelang wussten Astronom*innen nur, dass einige Spiralgalaxien Magnetfelder besitzen. Doch nachdem die NRAORadioteleskope des Very Large Array (VLA) (bekannt aus dem Film Contact) im Jahr 2011 aufgerüstet wurden, entdeckte man wie erwartet, dass diese Felder von der Scheibe aus senkrecht mehrere Tausend Lichtjahre hinaus reichen.

Dieses Bild der von der Seite sichtbaren Spiralgalaxie NGC 5775, die im Rahmen der CHANG-ES-Durchmusterung (Continuum Halos in Nearby Galaxies), zeigt auch Ausläufer von Magnetfeldlinien, wie sie in Spiralgalaxien üblich sein können. Ähnlich wie Eisenfeilspäne um einen Stabmagneten zeichnet die Strahlung von Elektronen galaktische Magnetfeldlinien nach, indem sich die Elektronen fast mit Lichtgeschwindigkeit um diese Linien schrauben.

Die Fasern im Bild wurden aus solchen Spuren in den VLA-Daten konstruiert. Das Bild in sichtbarem Licht wurde aus Daten des Weltraumteleskops Hubble konstruiert. Es zeigt rosarote, gashaltige Regionen, in denen Sterne entstehen. Anscheinend tragen Winde aus diesen Regionen zur Ausbildung der prächtigen ausgedehnten galaktischen Magnetfelder bei.

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Die massereiche nahe Spiralgalaxie NGC 2841

Die 150.000 Lichtjahre große Spiralgalaxie NGC 2841 liegt an die 46 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Ursa Major.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, Subaru; Gestaltung und Bildrechte: Roberto Colombari

Beschreibung: Sie ist eine der massereicheren Galaxien, die wir kennen. Die Spiralgalaxie NGC 2841 ist an die 46 Millionen Lichtjahre entfernt, ihr findet sie im nördlichen Sternbild Ursa Major. Diese scharfe Ansicht des prächtigen Inseluniversums zeigt den Kern und die galaktische Scheibe in einem markanten Gelb.

In die fleckigen, eng gewundenen Spiralarme sind Staubbahnen, kleine, rosarote Sternbildungsregionen und junge blaue Sternhaufen eingebettet. Im Gegensatz dazu besitzen viele andere Spiralgalaxien prächtige, ausladende Arme mit großen Sternbildungsregionen. NGC 2841 ist mit einem Durchmesser von mehr als 150.000 Lichtjahren sogar größer als unsere Milchstraße.

Dieses Kompositbild wurde aus Aufnahmen des 2,4-Meter-Weltraumteleskops Hubble im Orbit und dem am Boden stationierten 8,2-Meter-Subaru-Teleskop zusammengesetzt. Röntgenbilder deuten darauf hin, dass durch Winde und Sternexplosionen heiße Gasschwaden entstehen, die sich in einen Halo um NGC 2841 ausbreiten.

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Das Magnetfeld der Strudelgalaxie

Dieses Bild entstand aus Daten des Weltraumteleskops Hubble und dem Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA). Es zeigt Magnetfelder in der Strudelgalaxie M51.

Bildcredit: NASA, SOFIA, HAWC+, Alejandro S. Borlaff, JPL-Caltech, ESA, Hubble; Text: Jayanne English (U. Manitoba)

Beschreibung: Fließen Magnetfelder immer entlang von Spiralarmen? Unser Blick von oben auf die Strudelgalaxie M51 bietet eine spektakulär klare Sicht auf das spiralförmige Wellenmuster in einer scheibenförmigen Galaxie.

Bei Beobachtung mit einem Radioteleskop folgt das Magnetfeld anscheinend den Kurven der Arme. Doch mit dem fliegenden Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie (SOFIA) der NASA wirkt das Magnetfeld, als wäre es am äußeren Rand der Scheibe von M51 über die Spiralarme hinweg verflochten. Die Magnetfelder werden durch ausgerichtete Staubkörnchen erkennbar, weil sie auf Infrarotlicht wie polarisierende Brillen wirken.

Auf diesem Bild wurden die Feldausrichtungen, die aus diesem polarisierten Licht ermittelt wurden, algorithmisch miteinander verbunden, sodass Stromlinien entstehen. Die Begleitgalaxie am oberen Bildrand übt einen Gravitationszug auf das staubhaltige Gas in der rötlichen Sternbildungsregionen aus, die ihr im Bild des Weltraumteleskops Hubble seht. Möglicherweise verstärkt dieser Zug die Turbulenzen und wirbelt den Staub auf, dabei entstehen vielleicht die unerwarteten Feldmuster in den äußeren Armen.

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Porträt von NGC 1055

Die Spiralgalaxie NGC 1055 ist ein markantes Mitglied einer kleinen Galaxiengruppe, die ungefähr 60 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Walfisch (Cetus) liegt.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Die große, schöne Spiralgalaxie NGC 1055 ist ein markantes Mitglied einer kleinen Galaxiengruppe, die ungefähr 60 Millionen Lichtjahre entfernt im bedrohlichen Wassersternbild Walfisch (Cetus) liegt. Wir sehen das Inseluniversum von der Seite, es ist mehr als 100.000 Lichtjahre groß, also etwas größer als unsere Milchstraße.

Die bunten, gezackten Sterne, die dieses kosmische Porträt von NGC 1055 schmücken, stehen im Vordergrund, weit innerhalb der Milchstraße. In den gewundenen Staubbahnen der fernen Galaxienscheibe sind verräterische rosarote Sternbildungsregionen verteilt.

Das detailreiche Bild enthält auch ein paar noch weiter entfernten Galaxien im Hintergrund. Es zeigt außerdem einen kastenförmigen Hof, der weit über und unter die zentrale Wölbung und Scheibe von NGC 1055 hinausreicht. Der Halo ist von blassen, schmalen Strukturen durchzogen, es handelt sich dabei vielleicht um die vermischten, ausgebreiteten Teile einer Begleitgalaxie, die vor etwa 10 Milliarden Jahren von der größeren Spirale zerrissen wurde.

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Gewellte Spiralgalaxie M63

M63 ist auch als NGC 5055 katalogisiert, fast 100.000 Lichtjahre groß, also etwa so groß wie unsere Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: Fabian Neyer, Rainer Spani; Credit Arbeitsgruppe: I.D. Karachentsev, F. Neyer, R. Spani, T. Zilch

Beschreibung: Messier 63 ist eine nahe helle Spiralgalaxie am nördlichen Himmel, sie liegt ungefähr 30 Millionen Lichtjahre entfernt im treuen Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici). Das majestätische Inseluniversum, auch als NGC 5055 katalogisiert, ist fast 100.000 Lichtjahre groß, also etwa gleich groß wie unserer Milchstraße. Der helle Kern und die majestätischen Spiralarme verleihen der Galaxie ihren landläufigen Namen Sonnenblumengalaxie.

Diese außergewöhnlich detailreiche Aufnahme folgt auch den blassen, bogenförmigen Sternströmen, die weit in den Halo der Galaxie reichen. Die Sternströme reichen vom Zentrum der Galaxie bis in eine Entfernung von fast 180.000 Lichtjahren. Sie sind wahrscheinlich die Überreste der Begleiterinnen von M63, die durch Gravitation zerrissen wurden.

Auch andere Begleitgalaxien von M63 sind auf diesem bemerkenswerten Weitwinkelbild erkennbar, das mit einem kleinen Teleskop fotografiert wurde, darunter fünf erst kürzlich entdeckte blasse Zwerggalaxien, die in wenigen Milliarden Jahren zu den Sternströmen von M63 beitragen könnten.

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Andromeda über Patagonien

Das Licht unserer Nachbargalaxie Messier 31, der Andromedagalaxie, ist das älteste Licht, das wir mit bloßem Auge sehen können.

Bildcredit und Bildrechte: Gerardo Ferrarino

Beschreibung: Wie weit können wir sehen? Die Andromedagalaxie mit einer Entfernung von 2,5 Millionen Lichtjahren ist das fernste Objekt, das wir leicht mit bloßem Auge sehen können. Die meisten anderen sichtbaren Stammgäste des Nachthimmels – Sterne, Sternhaufen und Nebel – sind typischerweise wenige hundert bis tausend Lichtjahre entfernt und liegen weit innerhalb unserer Milchstraße. Angesichts dieser Entfernung ist das Licht von Andromeda wahrscheinlich auch das älteste Licht, das wir sehen können.

Die Andromedagalaxie, auch als M31 bekannt, leuchtet markant in der Mitte dieses gezoomten Bildes, es wurde in den Dünen von Bahía Creek in Patagonien im Süden von Argentinien fotografiert. Das Bild wurde aus 45 Hintergrundaufnahmen und einer Vordergrundaufnahme kombiniert, alle Fotos wurden in einem Zeitraum von 90 Minuten mit derselben Kamera am selben Ort fotografiert.

Links unter dem Kern von M31 sehen wir M110, eine Begleitgalaxie von Andromeda. Natürlich ist es toll, diese Nachbargalaxie unserer Milchstraße mit eigenen Augen zu sehen, doch lang belichtete Kameraaufnahmen zeigen noch viele blasse, atemberaubende Details. Aktuelle Daten lassen den Schluss zu, dass unsere Milchstraße in wenigen Milliarden Jahren mit der ähnlich großen Andromedagalaxie kollidieren und verschmelzen wird.

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Die von der Seite sichtbare Galaxie NGC 5866

Die von der Kante sichtbare, sehr dünne Galaxie NGC 5866 liegt ungefähr 44 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Drache (Draco).

Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble-Vermächtnisteam (STScI/AURA); Danksagung: W. Keel (U. Alabama)

Beschreibung: Warum ist diese Galaxie so dünn? Viele Scheibengalaxien sind genauso dünn wie die hier abgebildete NGC 5866, doch wir sehen sie aus unserer Perspektive nicht von der Seite. Eine Galaxie, die wir von der Seite betrachten, ist unsere Milchstraße.

NGC 5866 ist als linsenförmige Galaxie klassifiziert, sie besitzt zahlreiche komplexe Staubbahnen, die dunkel oder rot erscheinen, während viele der hellen Sterne in der Scheibe ihr einen bläulicheren Grundton verleihen.

Die blaue Scheibe aus jungen Sternen reicht sichtlich über den Staub in der extrem dünnen galaktischen Ebene hinaus. Hingegen wirkt die Wölbung in der Mitte der Scheibe durch die älteren, röteren Sterne, die dort vermutlich vorhanden sind, stärker orange getönt.

Ihre Masse ist zwar ähnlich wie die unserer Milchstraße, doch Licht braucht ungefähr 60.000 Jahre, um von einem Ende in NGC 5866 zum anderen zu gelangen – das ist etwa 30 Prozent weniger als die Zeit, die Licht braucht, um unsere Galaxis zu durchqueren. Allgemein sind viele Scheibengalaxien sehr dünn, weil das Gas, das sie bildete, mit sich selbst kollidierte, während es um das Gravitationszentrum rotierte.

Die Galaxie NGC 5866 liegt ungefähr 44 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Drache (Draco).

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator
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Supernova in NGC 2525

In der Balkenspiralgalaxie NGC 2525 im Sternbild Achterdeck des Schiffs (Puppis) wurde im Januar 2018 wurde die Supernova SN 2018gv entdeckt.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA, A. Riess (STScI/JHU) und das SH0ES-Team; Danksagung: M. Zamani (ESA/Hubble)

Beschreibung: Die große, schöne Balkenspiralgalaxie NGC 2525 liegt 70 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Am Nachthimmel der Erde leuchtet sie innerhalb der Grenzen des südlichen Sternbildes Achterdeck des Schiffs (Puppis). Sie hat einen Durchmesser von ungefähr 60.000 Lichtjahren, ihre Spiralarme, die von dunklen Staubwolken, massereichen blauen Sternen und rötlichen Sternbildungsregionen gesäumt sind, winden sich durch diesen prächtigen Schnappschuss des Weltraumteleskops Hubble.

Im Januar 2018 wurde die Supernova SN 2018gv im Randbereich von NGC 2525 entdeckt, sie ist der hellste Stern links unten im Bild. Eine einjährige Serie an Hubble-Beobachtungen folgte der Sternexplosion in Zeitraffer – es war die Kernexplosion eines weißen Zwergsterns, die ausgelöst wurde, nachdem er Material von einem Begleitstern angesammelt hatte und langsam verblasst war. Wie wird als Typ-Ia-Supernova eingestuft, Ihre Helligkeit dient als kosmische Standardkerze. Mithilfe von Typ-Ia-Supernovae werden Entfernungen zu Galaxien vermessen und die Expansionsrate des Universums bestimmt.

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Die nahegelegene Spiralgalaxie NGC 5643 von Hubble

NGC 5643 ist nur 55 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von zirka 100.000 Lichtjahren.

Bildcredit: ESA/Hubble und NASA, A. Riess et al.; Danksagung: Mahdi Zamani

Beschreibung: Was passiert im Zentrum der Spiralgalaxie NGC 5643? Die Erscheinung von NGC 5643, einer wirbelnden Scheibe aus Sternen und Gas, wird von blauen Spiralarmen und braunem Staub geprägt, wie wir auf diesem Bild sehen, das mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurde.

Der Kern dieser aktiven Galaxie leuchtet hell in Radiowellen und im Röntgenspektralbereich, in dem Zwillingsstrahlen entdeckt wurden. Ein ungewöhnliches zentrales Leuchten macht NGC 5643 zu einer am nächsten liegenden Seyfertgalaxie, in der vermutlich riesige Mengen leuchtendes Gas auf ein massereiches zentrales Schwarzes Loch fallen.

NGC 5643 ist nur 55 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von zirka 100.000 Lichtjahren. Wir sehen sie mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Wolf (Lupus).

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Arp 78: Merkwürdige Galaxie in Widder

Die merkwürdige Spiralgalaxie Arp 78 ist ungefähr 100 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt.

Bildcredit und Bildrechte: Bernard Miller

Beschreibung: Die merkwürdige Spiralgalaxie Arp 78 liegt ungefähr 100 Millionen Lichtjahre außerhalb der Sterne und Nebel unserer Milchstraße im dickköpfigen Sternbild Widder. Das Inseluniversum ist auch als NGC 772 bekannt. Es hat einen Durchmesser von mehr als 100.000 Lichtjahren und stellt auf diesem detailreichen kosmischen Porträt einen einzelnen, markanten äußeren Spiralarm zur Schau.

Rechts über der größeren Galaxie liegt ihre hellste Begleitgalaxie, die kompakte NGC 770. Die verschwommene, elliptische Erscheinung von NGC 770 bildet einen hübschen Kontrast in passenden gelblichen Farbtönen zu einem gezackten Stern, der im Vordergrund in der Milchstraße liegt.

Der große Spiralarm von Arp 78 wahrscheinlich auf gravitationsbedingte Gezeiten-Wechselwirkungen zurückzuführen. Er verläuft entlang ausladender Staubbahnen und ist von jungen blauen Sternhaufen gesäumt. Zarte Materieströme verbinden scheinbar Arp 78 mit ihren nahe gelegenen Begleitgalaxien.

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