Phobos, der verlorene Marsmond

Der Mars Reconnaissance Orbiter zeigt den verlorenen Marsmond Phobos, der in etwa 50 Millionen Jahren zerfallen wird.

Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Dieser Mond ist dem Untergang geweiht. Mars, der Rote Planet, benannt nach dem römischen Kriegsgott, hat zwei winzige Monde, Phobos und Deimos, deren Namen aus dem Griechischen für Angst und Schrecken abgeleitet sind. Diese Marsmonde sind vielleicht eingefangene Asteroiden aus dem Hauptasteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter oder vielleicht aus noch weiter entfernten Bereichen im Sonnensystem.

Dieses atemberaubende Farbbild des robotischen Mars Reconnaissance Orbiter zeigt Phobos, den größeren der beiden Monde, die kleinsten sichtbaren Details im Bild sind nur 10 Meter groß. Er ist tatsächlich ein von vielen Kratern übersätes, asteroidenähnliches Objekt. Doch Phobos kreist so nahe um Mars – etwa 5800 Kilometer über der Oberfläche im Vergleich zu 400.000 Kilometer für unseren Mond -, dass die Gezeitenkräfte ihn hinunterziehen. In vielleicht 50 Millionen Jahren zerfällt Phobos vermutlich zu einem Ring aus Trümmern.

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Die Planeten des Sonnensystems

Alle Planeten und der abnehmende Sichelmond stehen vor Sonnenaufgang in einer Reihe über den östlichen Horizont bei Marina di San Nicola in Italien.

Bildcredit und Bildrechte: Antonio Canaveras, Chiara Tronci, Giovanni Esposito, Giuseppe Conzo, Luciana Guariglia (Gruppo Astrofili Palidoro)

Gleichzeitig fotografierte Bilder von vier Kameras wurden zu dieser stimmungsvollen Himmelslandschaft in der Dämmerung kombiniert. Das gemeinsam erstellte Astro-Panorama vom 24. Juni zeigt alle Planeten des Sonnensystems kurz vor Sonnenaufgang.

Der innerste Planet Merkur stand am nebeligen Morgen nahe am Horizont, er war in der Dämmerung links unter der gleißenden Venus gerade noch sichtbar. Der abnehmende Sichelmond und die anderen hellen, mit bloßem Auge sichtbaren Planeten – Mars, Jupiter und Saturn – leuchten nahe der Ekliptik und verteilen sich über das weite Sichtfeld nach rechts oben.

Für die viel blasseren Planeten Uranus und Neptun hätte man ein Fernglas gebraucht, doch auch sie standen am Himmel in der Ekliptik. Im Vordergrund befinden sich Ausgrabungen einer antiken römischen Villa bei Marina di San Nicola in Italien auf dem Planeten Erde.

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Felsenfinger auf dem Mars

Siehe Beschreibung. XXX; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS

Was ist das Ding gleich neben der Mitte? Die Marsoberfläche bietet immer wieder neue Überraschungen, wiese diese kürzlich entdeckten fingerähnlichen Felsnadeln. Der Roboter-Rover Curiosity auf dem Mars fotografierte letzten Monat diese kleinen, fast senkrechten Felsnasen.

Ihre Form und Größe ist ähnlich wie die von kleinen Schlangen. Die gängigste Erklärung für ihre Entstehung lautet, dass Wasser durch Felsspalten floss und dabei Konglomerate aus kleinen Mineralien zurückließ. Nachdem diese relativ dichten Mineralien die Spalten gefüllt hatten, blieben sie zurück, als das umgebende Gestein erodierte.

Auf der Erde gibt es berühmte Felsnasen mit einem ähnlichen Ursprung, sie werden als Hoodoos bezeichnet. Der NASA-Rover Curiosity sucht weiterhin nach neuen Hinweisen auf urzeitliches Wasser im Krater Gale auf dem Mars und liefert wichtige geologische Daten für eine künftige Erforschung durch Menschen.

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Marsfinsternis: Phobos quert die Sonne

Videocredit: NASA, JPL-Caltech, ASU MSSS, SSI

Was zieht hier vor der Sonne vorbei? Es sieht aus wie ein Mond, aber es kann nicht der Erdmond sein, weil es nicht rund ist. Es ist der Marsmond Phobos. Dieses Video wurde vor einem Monat vom Rover Perseverance auf der Marsoberfläche gefilmt.

Phobos ist mit einem Durchmesser von 11,5 Kilometern 150 Mal kleiner als Luna (unser Mond), aber 50 Mal näher an seinem Heimatplaneten. Tatsächlich ist Phobos so nahe am Mars, dass er voraussichtlich in den nächsten 50 Millionen Jahren zerbricht und auf den Mars stürzt.

In naher Zukunft führt der niedrige Orbit von Phobos zu schnelleren Sonnenfinsternissen als auf der Erde. Dieses Video läuft in Echtzeit – der Transit dauerte tatsächlich wie gezeigt etwa 40 Sekunden. Der Kameramann war der Roboter-Rover Perseverance (Percy). Dieser erforscht weiterhin den Krater Jezero auf dem Mars. Dabei sucht er nicht nur nach Hinweisen auf die wässrige Vergangenheit der nun trockenen Welt, sondern auch nach urzeitlichem mikrobiellen Leben.

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Planeten über einer ägyptischen Pyramide

Planetenparade mit den Planeten Jupiter, Venus, Mars und Saturn über einer ägyptischen Stufenpyramide.

Bildcredit und Bildrechte: Osama Fatehi

Die morgendliche Planetenparade geht weiter. Die Planeten Jupiter, Venus, Mars und Saturn stehen seit Mitte April am Morgenhimmel in einer Reihe und sind auf der ganzen Welt zu sehen.

Dieses Bild wurde letzten Monat fotografiert, es zeigt die Planeten über der Djoser-Stufenpyramide, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Pyramide befindet sich in der ägyptischen Nekropole Sakkara, sie wurde im 27. Jh. v. Chr. erbaut und ist eine der ältesten Pyramiden, die wir kennen. Das Zwei-Bild-Komposit besteht aus einem Vordergrundbild, das am Abend in der Blauen Stunde aufgenommen wurde, und ein Hintergrundbild vom Morgen danach am selben Ort.

Die morgendliche Planetenlinie verändert sich langsam. Ende des letzten Monats tauschten die Planeten Jupiter und Venus ihre Plätze, und Ende dieses Monats tauschen Jupiter und Mars, wenn sie in einem Abstand von einem Grad aneinander vorbeiziehen. Natürlich ist diese malerische Winkelausrichtung der Planeten ein Zufall. Alle dieser Welten ziehen weiterhin um die Sonne, wie schon seit Milliarden Jahren, lange bevor die antike Pyramide von Djoser errichtet wurde.

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Planetenparade über der Oper von Sydney

Die Planetenparade mit Jupiter, Venus, Mars und Saturn über der Oper von Sydney in Australien.

Bildcredit und Bildrechte: Prasun Agrawal

Beschreibung: Eine einzigartige Planetenparade steht derzeit am Himmel, wenn die Welt erwacht. Kurz vor Sonnenaufgang stehen über weiten Teilen der Erde bekannte Planeten am Osthimmel in einer auffälligen Line. Auf der Nordhalbkugel der Erde erscheint diese Planetenlinie meist fast waagrecht, doch auf der Südhalbkugel verläuft die Line beinahe senkrecht.

Vor etwa fünf Tagen wurde die Planetenlinie fast senkrecht über der Oper von Sydney in Südaustralien fotografiert. Die Morgenplaneten sind – von oben nach unten – Saturn, Mars, Venus und Jupiter. Ende April schrumpft der Winkelabstand zwischen Venus und Jupiter allmählich auf weniger als 1 Grad, wenn sie ihre Plätze tauschen. Später – Ende Mai – zieht Jupiter in der Nähe des Mars vorbei, wenn diese beiden Planeten ihre Positionen wechseln. Im Juni erweitert sich die Parade kurzzeitig um den Planeten Merkur.

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Planetenparade über einer Brücke in New York

Planetenparade mit den Planeten Jupiter, Venus, Mars und Saturn hinter der  RFK (Triborough) Brücke in New York.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Beschreibung: Der Himmel vor Sonnenaufgang ist interessant. Am östlichen Horizont stehen vier Planeten in einer Reihe. Die Planeten sind so hell, dass ihr sie sogar am hellen Himmel einer Stadt seht.

Dieses Bild wurde in New York (USA) fotografiert, im Vordergrund steht die RFK (Triborough) Brücke. Die abgebildeten Planeten sind – von links nach rechts – Jupiter, Venus, Mars und Saturn. Die Planeten stehen in einer Reihe, weil sie alle in derselben Ebene um die Sonne kreisen. Diese Ebene, die sogenannte Ekliptik, entstand in den frühen Tagen unseres Sonnensystems und enthält alle Planeten, auch die Erde.

Die morgendliche Planetenparade dauert den ganzen April und Mai, und im Juni kommt sogar noch Merkur dazu.

Wann leuchtet was am Himmel?

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Alligatorrückenfelsen auf dem Mars

Mastcam-Bilder des Marsrovers Curiosity zeigen die Alligatorrückenfelsen am Fuß des Mount Sharp im Krater Gale auf dem Mars.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS

Beschreibung: Diese weite abschüssige Ebene am Fuß des Mount Sharp im Krater Gale auf dem Mars ist von Felsen übersät, die vom Wind geformt wurden, diese werden als Windkanter bezeichnet. Das Bild zeigt die zerklüftete, schuppige Erscheinung dieser sogenannten Alligatorrückenfelsen, es entstand aus Mastcam-Bildern des Rovers Curiosity, die am Missions-Sol 3.415 (16. März 2022) fotografiert und digital zusammengefügt wurden.

Da die Räder des Rovers bei früheren Fahrten über die Alligatorrückenfelsen beschädigt wurden, beschloss das Curiosity-Team umzukehren und für den weiteren Aufstieg des Rovers einen anderen Weg zu wählen. Curiosity erklimmt seit 2014 den 5,5 km hohen Zentralberg des Kraters Gale. Beim Aufstieg untersucht er Schichten, die vor Milliarden Jahren durch Wasser auf dem Mars entstanden sind.

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Mars-Saturn-Konjunktion

Enge Konjunktion von Mars und Saturn am Morgenhimmel.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Beschreibung: In diesem Sichtfeld sind blassere Sterne nahe der Ebene der Ekliptik im Sternbild Steinbock verstreut. Die beiden hellsten Lichter in der Mitte sind jedoch keine Sterne, sondern die Planeten Mars und Saturn.

Der Teleskopschnappschuss wurde am Morgen des 4. April fotografiert, er zeigt ihre besonders enge Konjunktion am Himmel vor der Morgendämmerung. Das Planetenpaar ist nur etwa ein Drittel eines Grades voneinander entfernt, das ist deutlich weniger als der scheinbare Durchmesser eines Vollmondes.

Wisst ihr, welcher Planet welcher ist? Wenn ihr vermutet, dass Mars der Rötere ist, habt ihr Recht. Über Mars leuchtet der etwas schwächere Saturn mit einem blassgelblichen Farbton im reflektierten Sonnenlicht. Sogar bei dieser geringen Vergrößerung ist Saturns größter und hellster Mond Titan erkennbar, der sich links eng an den Planeten kuschelt.

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Venus und Mars: Begegnung in der Nacht

Venus und Mars begegnen einander am Abendhimmel.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Kiko Fairbairn

Beschreibung: Wenn zwei Planeten am Nachthimmel aneinander vorbeiziehen, sind sie normalerweise eine Woche oder länger nahe beisammen. Bei dieser Planetenbegegnung zogen Venus und Mars zu Beginn des Monats in einem Winkel von 4 Grad aneinander vorbei.

Dieses Bild wurde ein paar Tage zuvor fotografiert, als die Venus in der Morgendämmerung aufging, während sie Nacht für Nacht langsam höher stieg, während Mars tiefer sank. Das Bild ist ein vierteiliges Mosaik, es wurde in Brasilien in der kleinen Stadt Teresópolis fotografiert. Neben Venus und Mars ist nun auch der weiter entfernte Planet Saturn am Morgenhimmel zu sehen.

Natürlich sind diese Konjunktionen nur Winkelbegegnungen – Venus, Mars und Saturn ziehen weiterhin in sehr unterschiedlichen Bereichen unseres Sonnensystems um die Sonne. Nächste Woche verringert sich der Winkel zwischen Saturn und Mars auf weniger als einen Viertelgrad.

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Ein blumenförmiger Stein auf dem Mars

Der Marsrover Curiosity fotografierte Ende Februar einen ungewöhnlichen Weltraumstein.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, JPL-Caltech, MSSS

Beschreibung: Er ist einer der ungewöhnlichsten Steine, die bisher auf dem Mars gefunden wurden. Der Stein ist kleiner als ein Centstück und hat mehrere Fortsätze, sodass mache darin eine Blume erkennen. Es wäre zwar eine große Entdeckung, wenn der Stein tatsächlich eine fossile urzeitliche Marsblume wäre, doch es gibt auch weniger spektakuläre – und derzeit bevorzugte – Erklärungen für seine ungewöhnliche Struktur.

Eine Theorie besagt, dass es sich bei dem Stein um eine Art Konkretion handelt, die durch Ablagerung von Mineralien durch Wasser in Rissen oder Spalten im bestehenden Gestein entsteht. Solche Konkretionen können verdichtet werden, härter und dichter sein als das umgebende Gestein und sogar nach der Erosion des umgebenden Gesteins zurückbleiben. Die Blumenstruktur kann auch durch Kristallklumpen entstanden sein. Der kleine Stein mit der Bezeichnung Schlehdorn-Salz hat Ähnlichkeiten mit bereits abgebildeten Marskieseln.

Dieses Bild wurde Ende Februar vom Rover Curiosity auf dem Mars fotografiert. Forschende* untersuchen weiterhin Daten und Bilder, die von diesem – und ähnlichen – seltsamen Marssteinen aufgenommen wurden.

Wien, Ladenkonzept Nähe Votivkirche: Kostenlose Kalender (leichte Mängel)

Rückblick: Das letzte Jahr in Bildern aus dem All
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