Europa und Jupiter von Voyager 1

1979 fotografierte die Raumsonde Voyager 1 den Planeten Jupiter und den großen Roten Fleck sowie seine Monde Io und Europa.

Bildcredit: NASA, Voyager 1, JPL, Caltech; Bearbeitung und Lizenz: Alexis Tranchandon / Solaris

Beschreibung: Was sind diese Flecken auf Jupiter? Der größte und am weitesten entfernte ist der Große Rote Fleck rechts neben der Mitte. Er ist ein riesiges Sturmsystem, das schon lange auf Jupiter wütet – vielleicht seit Giovanni Cassini ihn vor 355 Jahren wahrscheinlich bemerkte. Es ist noch nicht bekannt, warum dieser große Fleck rot ist.

Der Fleck links unten ist einer der größten Jupitermonde: Europa. Voyager-Bilder aus dem Jahr 1979 stützen die aktuelle Hypothese, dass Europa unter der Oberfläche einen Ozean besitzt und daher ein geeigneter Ort ist, um nach außerirdischem Leben zu suchen.

Doch was ist der dunkle Fleck rechts oben? Das ist ein Schatten eines anderen großen Jupitermondes: Io. Voyager 1 fand heraus, dass Ios Vulkanismus so aktiv ist, dass der Mond keine Einschlagkrater besitzt.

Sechzehn Bilder vom Vorbeiflug der Raumsonde Voyager 1 an Jupiter im Jahr 1979 wurden kürzlich neu bearbeitet und zu diesem Bild kombiniert. Vor etwa 43 Jahren verließ Voyager 1 die Erde und brach zu einer der bisher größten Forschungsreisen des Sonnensystems auf.

Kostenlos herunterladen: Voyager-Plakate

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Finsternisstraße, Hongkong

Der Ablauf der ringförmigen Sonnenfinsternis am 21. Juni, fotografiert in der Jordan Street in Hongkong.

Bildcredit und Bildrechte: Gary Chan

Beschreibung: Am 21. Juni kam es kurz nach der Sonnenwende und dem nördlichsten Sonnenuntergang des Jahres 2020 zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis. Zum Höhepunkt der Finsternis leuchtete um die Silhouette des Neumondes ein Feuerring, der auf einem schmalen, höchstens 85 Kilometer breiten Pfad zu sehen war. Der Pfad der ringförmigen Finsternis begann in Zentralafrika, überquerte Südasien und China und endete im Pazifischen Ozean. Doch in einer viel breiteren Region war eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen.

Dieser belebte Abschnitt der Jordan Street in Hongkong blickt nach Nordwesten und fluchtet mit der scheinbaren Bahn der Nachmittagssonne zur Sonnenwende. Die Aussicht auf Straßenhöhe wurde mit einer Finsternisbildfolge kombiniert, die mit einem sicheren Sonnenfilter auf der Kamera fotografiert wurde. An diesem Ort war die Finsternis partiell. Zum Höhepunkt, der in der Mitte des Finsternisverlaufs zu sehen ist, bedeckte der Mond ungefähr 90 Prozent des Sonnendurchmessers.

Galerie: Notable Bilder der ringförmigen Sonnenfinsternis im Juni 2020, die an APOD geschickt wurden
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Mond bedeckt Venus

Der Mond bedeckt den Planeten Venus am Morgenhimmel.

Bildcredit und Bildrechte: Dzmitry Kananovich

Beschreibung: Es sieht wie ein Erdaufgang aus, doch es ist eigentlich ein Venusuntergang. Vor zwei Tagen gingen kurz vor Sonnenaufgang auch Mond und Venus auf. Doch dann erfasste der Mond die Venus. Auf dieser Bilderreihe, die auf den Mond fixiert ist, wird der Winkelabstand der Venus zum Mond immer geringer.

Das Bild des berühmten Erdaufgangs wurde vor etwas mehr als 50 Jahren von der Apollo-8-Besatzung aufgenommen, als diese den Mond umkreiste. Es zeigt, wie die Erde scheinbar über dem Mondrand aufging. Dieses Bild eines Venusuntergangs ist sehr ähnlich und wurde natürlich auf der Erde fotografiert, nämlich in Estland.

Die Venus ist nur als schmale Sichel zu sehen, weil sie letzte Woche von der Erde aus gesehen knapp über der der Sonne vorbeizog. Der Mond ist nur eine dünne Sichel, weil er von der Erde aus gesehen bald vor der Sonne vorbeizieht. Heute – zwei Tage nach diesem Bild – verursachte der Mond eine Sonnenfinsternis, bei der man auf einem schmalen Pfad auf Erde eine ringförmige Sonnenfinsternis beobachten konnte.

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Nördlicher Sommer auf Titan

Heute beginnt mit der Sommersonnenwende auf der Nordhalbkugel der Erde der Sommer. Auf dem Saturnmond Titan (im Bild) begann der Sommer vor 3 Jahren.

Bildcredit und Bildrechte: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Die heutige Sonnenwende bringt den Sommer auf die Nordhalbkugel der Erde. Doch den Ringplaneten Saturn erreichte die nördliche Sommersonnenwende am 24. Mai 2017, vor mehr als drei Jahren.

Der Saturnmond Titan, der den Gasriesen umkreist, durchläuft die Jahreszeiten Saturns. Titan ist größer als der innerste Planet Merkur. Dieses Bild der Raumsonde Cassini entstand etwa zwei Wochen nach Beginn des nördlichen Sommers.

Die Ansicht im nahen Infrarot zeigt helle Methanwolken, die durch Titans dichte, dunstige Atmosphäre treiben, aus einer Entfernung von etwa 507.000 Kilometern. Unter den Wolken breiten sich dunkle Kohlenwasserstoffseen in der Nähe seines voll beleuchteten Nordpols aus.

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Grüne Blitze: Sonne, Mond, Venus, Merkur

Grüner Blitz bei Sonne, Mond, Venus und Merkur, fotografiert auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien.

Bildcredit und Bildrechte: Marcella Giulia Pace

Beschreibung: Wenn Sie an einem klaren Tag am fernen Horizont einen Sonnenuntergang beobachten, erspähen Sie vielleicht in dem Augenblick, in dem die Sonne verschwindet, einen grünen Schimmer. Der grüne Blitz entsteht durch die Brechung von Lichtstrahlen, die einen langen Weg durch die Atmosphäre zum Auge zurücklegen. Kürzere Wellenlängen werden stärker gebrochen als lange, und die Trennung von Farben verleiht dem letzten sichtbaren Rest der Sonnenscheibe einen grünen Farbton.

Es ist schwieriger, einen grünen Blitz beim Mond zu sehen, ganz zu schweigen von den winzigen Scheibchen von Venus und Merkur. Doch ein Teleskop oder ein Teleobjektiv und eine Kamera können helfen, dieses faszinierende Ergebnis der Luftbrechung festzuhalten, wenn die Himmelskörper nahe am Horizont stehen.

Die oberen Bildfelder wurden in Sizilien fotografiert – die Sonne am 18. März 2019 und der Mond am 8. Mai 2020. Auch die unteren Bilder von Venus und Merkur in der Nähe des westlichen Horizonts wurden auf der mediterranen Insel fotografiert – am 24. Mai in der Dämmerung.

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Plakate des Sonnensystems

Eine Sammlung von Plakaten mit Objekten des Sonnensystems wie Sonne, Planeten, Monde, Kometen und Kleinplaneten sowie Szenen aus den Tiefen des Weltalls zum Ausdrucken.

Bildcredit: NASA

Beschreibung: Hätten Sie gerne ein Astronomie-Forschungsplakat der NASA? Davon sind Sie nur einen Seitenausdruck entfernt. Jedes Feld in diesem Bild könnte an Ihrer Wand hängen. Außerdem finden Sie auf dieser NASA-Seite meist mehrere Poster der hier abgebildeten Objekte des Sonnensystems.

Die Plakate zeigen viele der Orte, welche die Menschheit mithilfe der NASA in den letzten 50 Jahren erforschte, darunter unsere Sonne und die Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Zu den Jupitermonden, die auf den Plakaten dargestellt sind, zählen Europa, Ganymed, Kallisto und Io. Auch die Saturnmonde Enceladus und Titan können Sie sich einrahmen. Weiters werden Bilder von Pluto, Ceres, Kometen und Asteroiden präsentiert, sowie sechs Szenen aus den Tiefen des Weltraums – weit außerhalb unseres Sonnensystems.

Wenn Sie zu wenig Platz an der Wand oder kein leeres Plakatpapier besitzen, verzweifeln Sie nicht – viele der Entwürfe können Sie auch als Sammelkarten ausdrucken.

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Blumen-Vollmondaufgang

Der Vollmond geht als Blumenmond in der Nähe von Casaleggio Novara in der Region Piemont auf.

Bildcredit und Bildrechte: Tiziano Boldrini

Beschreibung: Als die Sonne am 7. Mai unterging, stieg der Mond auf und stand hell und voll am Himmel des Planeten Erde. Manche kennen ihn als Blumenmond.

In dieser gespiegelten Dämmerungsszene am Horizont nimmt er scheinbar die rosigen Farbtöne des geröteten Sonnenlichts an. Tatsächlich war es einer der helleren Vollmonde dieses Jahres – die volle Phase ereignete sich diesen Monat innerhalb von 32 Stunden nach dem Perigäum, dem erdnächsten Punkt auf der elliptischen Bahn des Mondes.

Das überschwemmte Feld und der verfallene Kirchturm stehen in der Nähe der Gemeinde Casaleggio Novara in der Region Piemont in Norditalien.

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Analemma des Mondes

Mondanalemma aus Mogyoród in der Nähe von Budapest in Ungarn.

Bildcredit und Bildrechte: Gyorgy Soponyai

Beschreibung: Ein Analemma ist die Schleife in Form der Ziffer 8, die man erhält, wenn man ein Jahr lang täglich zur selben Zeit die Position der Sonne markiert. Wenn man ein Analemma des Mondes abbilden möchte, muss man zu einem Trick greifen – und ein bisschen länger warten.

Im Schnitt erreicht der Mond die Position des Vortags am Himmel jeden Tag  etwa 50 Minuten und 29 Sekonden später. Fotografieren Sie daher den Mond am Folgetag 50 Minuten und 29 Sekunden später. Im Laufe einer Lunation – das ist ein Mondmonat – wird dabei eine analemmaförmige Kurve aufgezeichnet, da die Position des Mondes wegen seiner geneigten, elliptischen Bahn wandert.

Für dieses Kompositbild eines Mondanalemmas wählte der Astronom Gyorgy Soponyai den Mondmonat vom 26. März bis 18. April – einen Zeitraum mit gutem Wetter – sowie einen Ort in der Nähe seiner Wohnung bei Mogyoród in Ungarn. Die Sichelmondphasen um Neumond herum, die zu schmal und blass für ein Foto waren, fehlen.

Im Südwesten des Basisbildes, das am 27. März fotografiert wurde, leuchten in der Ferne die Lichter von Budapest.

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Frische Tigerstreifen auf dem Saturnmond Enceladus

Siehe Beschreibung. XXX; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini Imaging Team

Beschreibung: Wie erfährt die Menschheit erstmals von außerirdischem Leben? Eine Möglichkeit ist, dieses unter der eisigen Oberfläche des Saturnmondes Enceladus zu finden. Warum könnte es dort Leben geben?

Ein Grund das zu vermuten sind lange Strukturen, die als Tigerstreifen bezeichnet werden, von diesen ist bekannt, dass sie Eis aus dem frostigen Inneren des Mondes in den Weltraum ausstoßen. Diese Oberflächenrisse erzeugen Wolken aus feinen Eisteilchen über dem Südpol des Mondes und bilden Saturns rätselhaften E-Ring. Hinweise darauf kamen von der Roboter-Raumsonde Cassini, die von 2004 bis 2017 um Saturn kreiste.

Dieses hoch aufgelöste Bild von Enceladus entstand bei einem nahen Vorbeiflug. Die ungewöhnlichen Tigerstreifen auf der Oberfläche sind in Falschfarbenblau abgebildet. Warum Enceladus aktiv ist, bleibt ein Rätsel, da der benachbarte Mond Mimas ungefähr gleich groß ist, aber ziemlich tot erscheint.

Eine aktuelle Analyse der ausgestoßenen Eiskörnchen lieferte Hinweise, dass es im Inneren von Enceladus komplexe organische Moleküle gibt. Diese großen kohlenstoffreichen Moleküle lassen vermuten – beweisen aber nicht -, dass die Ozeane unter der Oberfläche von Enceladus Leben enthalten könnten. Ein weiterer Mond im Sonnensystem, der unter der Oberfläche Leben bergen könnte, ist Europa.

Expertendiskussion: Wie wird die Menschheit erstmals außerirdisches Leben entdecken?

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Cassini nähert sich Saturn


Videocredit und Bildrechte: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA, S. Van Vuuren et al.; Musik: Adagio für Streicher (NY Philharmonic)

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man sich Saturn in einem Raumschiff nähert? Das muss man sich nicht bloß vorstellen – die Raumsonde Cassini tat das 2004. Sie fotografierte auf dem Weg Tausende Bilder und Hunderttausende weitere nach dem Eintritt in den Orbit. Manche von Cassinis frühen Bildern wurden digital justiert und beschnitten und zu diesem faszinierenden Video verarbeitet, das Teil eines größeren IMAX-Filmprojektes mit der Bezeichnung „In Saturns Ringen“ ist, und an dem noch gearbeitet wird.

Im letzten Abschnitt der Annäherung ragt Saturn zunehmend größer auf, während unten der wolkige Titan vorbeizischt. Während Saturn im Hintergrund rotiert, sieht man, wie Cassini als Nächstes über Mimas fliegt, dessen riesiger Krater Herschel deutlich sichtbar ist. Saturns majestätische Ringe übernehmen dann die Schau, als Cassini Saturns dünne Ringebene durchquert. Die Ringe werfen dunkle Schatten auf Saturn. Schließlich taucht in der Ferne der rätselhafte Mond Enceladus mit seinen Eis-Geysiren auf und nähert sich am Ende des Videoclips.

Nach mehr als einem Jahrzehnt der Forschung und Entdeckung ging der Treibstoff der Raumsonde Cassini im Jahr 2017 zur Neige, und sie wurde in die Saturnatmosphäre gelenkt, wo sie mit Sicherheit geschmolzen ist.

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Ein kosmisches Dreieck

Mond, Venus und der Sternhaufen der Plejaden nach Sonnenuntergang über Saskatchewan in Kanada; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Scott Aspinall

Beschreibung: Es war ein astronomisches Dreierspiel. Ende des letzten Monats ging links kurz nach Sonnenuntergang der Mond unter – er zeigte eine helle Sichelphase. Rechts ging die Venus unter, sie war letzten Monat der hellste Planet am Abendhimmel und ist es auch diesen Monat. Mit einem kleinen Teleskop konnte man sehen, dass die Venus ihre Halbphase erreicht hatte, somit lag – von der Erde aus gesehen – nur die Hälfte des Planeten im direkten Sonnenlicht und war hell beleuchtet.

Hoch oben und viel weiter entfernt war der Sternhaufen der Plejaden. Mond und Venus wandern vor den Hintergrundsternen, doch die Plejaden tun das nicht – weil sie Hintergrundsterne sind. Zu Beginn dieses Monats schien die Venus direkt vor den Plejaden vorbeizuwandern – ein seltenes Ereignis, das nur alle acht Jahre zu beobachten ist.

Dieses Bild des kosmischen Dreiecks entstand aus einer Serie an Aufnahmen, die mit derselben Kamera im Laufe von 70 Minuten in der Nähe von Avonlea in Saskatchewan (Kanada) fotografiert wurden. Die Positionen der Himmelsobjekte wurden berechnet. Das einzig Ungeplante war der Baum im Vordergrund – der Astrofotograf weiß immer noch nicht, zu welcher Baumart er gehört.

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