Die Barnardschleife über den Zwillingsvulkanen

In der Ferne stehen zwei schneebedeckte Vulkane. Dahinter breitet sich ein sternenklarer Himmel aus, an dem sich eine rote Nebelschleife wölbt. Sie verbindet scheinbar die beiden Vulkangipfel miteinander.

Bildcredit und Bildrechte: Gonzalo Laserna Vargas

Was verbindet diese beiden Vulkane? In alten Volkssagen stehen die beiden Vulkane Parinacota (links) und Pomerape (rechts) für einen mythischen Prinzen und eine Prinzessin, die eine verbotene Liebesbeziehung führten. Die beiden Gipfel sind aber offenbar nicht unterirdisch durch eine gemeinsame Kammer mit heißem Magma verbunden. Keiner der beiden Vulkane brach in den letzten 1000 Jahren aus.

Normalerweise verbindet die beiden auch am Himmel nichts miteinander – es sei denn, man wählt den richtigen Zeitpunkt und beobachtet an einem bestimmten Standort. Dieses Bild wurde sorgfältig geplant. Es entstand Mitte April in Bolivien und entstand aus einer Reihe von Einzelaufnahmen, die am selben Tag und am selben Standort fotografiert wurden. Darauf verbindet die Barnardschleife scheinbar die Vulkangipfel.

Das Bild zeigt auch den Orionnebel in der Mitte, rechts den Stern Beteigeuze und rechts oben den Rosettennebel.

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Der Komet R3 PANSTARRS im Wandel der Zeit

Der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) zieht auf diesem Kompositbild von unten nach oben an den leuchtenden Nebeln im Sternbild Orion vorbei. Die Barnard-Schleife leuchtet rot, darin befinden sich der Orionnebel und viele weitere ionisierte Staubwolken. Rechts unten ist die markante V-Form der Hyaden im Sternbild Stier.
Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák und Martin Mašek (FZU der Tschechischen Akademie der Wissenschaften)

Wenn ein Komet ins innere Sonnensystem kommt, wird das normalerweise von großen Ankündigungen und Hoffnungen begleitet. Wird er besonders hell und fotogen? Doch was passiert, wenn der Komet das Sonnensystem wieder verlässt? Die Sonne erwärmt den Kometenkern nicht mehr so stark. Er stößt dann weniger Gas und Staub aus. Die Koma um den Kern schrumpft und verliert an Helligkeit, und der Kometenschweif wird kürzer.

Viele Kometen ziehen in die äußeren Bereiche des Sonnensystems. Von dort kehren sie oft erst nach Hunderten oder Tausenden Jahren wieder. Doch manche Kometen schleudert die Gravitation der Planeten hinaus. Sie verlassen dann das Sonnensystem für immer. Zu diesen Kometen gehört Komet C/2025 R3 (PANSTARRS).

Der Komet R3 (PANSTARRS) wurde für diese Aufnahme in vielen Nächten lange belichtet. Die Bilder entstanden in der ersten Mai-Hälfte nahe dem Cerro Paranal in Chile. Die oberen Aufnahmen entstanden später. Der Ionenschweif wird dort immer kürzer.

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C/2025 R3 (PANSTARRS): Ein Komet im Orion

In einem Sternenfeld mit vielen hellen Sternen schimmern rote Nebel und ein Komet. Vorne ragen schneebedeckte Berge auf. Der Komet links oben hat einen Schweif, der nach rechts oben zieht. Dort trifft er auf einen hellen Stern.

Bildcredit und Bildrechte: Chester Hall-Fernandez

Der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) bleibt wohl vor allem als Orion-Komet in Erinnerung. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass der Komet gerade dann am spektakulärsten war – was die Sichtbarkeit seines Schweifs angeht – als er vor dem bekannten Sternbild vorbeizog. Es kommt zwar nur selten vor, aber auch andere helle Kometen haben sich schon in den Orion gewagt. Dazu gehören Lovejoy im Jahr 2015, Hale-Bopp im Jahr 1997 und der große Komet von 1264.

Dieses Bild wurde letzte Woche von der Craigieburn-Bergkette in Neuseeland aus aufgenommen. Im Hintergrund des Bildes stehen der Orionnebel und die Barnardschleife. Der Schweif des Kometen trifft den hellen Stern Saiph. Er ist der sechsthellste Stern im Sternbild Orion. C/2025 R3 (PANSTARRS) wird langsam schwächer. Dabei bewegt er sich weiter nach Süden und tritt in den nächsten Tagen in das Sternbild Einhorn (Monoceros).

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Konjunktion von Komet R3 PANSTARRS und Orionnebel

Das Panorama zeigt links den rosa-lila Orionnebel, rechts fächert sich der Schweif des Kometen PANSTARRS nach unten auf.
Bildcredit und Bildrechte: Julien De Winter, Sascha Ebeler; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Diese Fotomontage zeigt etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes und etwas Blaues.1 Komet R3 PANSTARRS zieht sich rechts durch das Bild. Er kommt vermutlich aus der Oortschen Wolke. Das heißt, er ist ein altes Objekt, das im Sonnensystem vor Milliarden von Jahren entstand. Sein heller, langer Ionenschweif leuchtet blau, weil das Gas, das aus dem Kern des Kometen austritt, vom Sonnenlicht ionisiert wird.

Kometen faszinieren aus mehreren Gründen. Sie sind unberührte Zeitkapseln und enthalten die Bausteine der Planeten im Sonnensystem. Kometen brachten womöglich Wasser auf die junge Erde. Das Verhalten des Kometenschweifs lässt auf Wechselwirkungen mit dem Wind und der Strahlung der Sonne schließen.

Im Hintergrund zeigt das Bildmosaik den Orionnebel (M42). Es wurde im Laufe von zwei Beobachtungsnächten aufgenommen. Der Komet wurde in der dritten Nacht fotografiert. Der Orionnebel ist das uns am nächsten gelegene Gebiet, in dem Sterne entstehen. Es ist mit etwa 2 Millionen Jahren noch relativ neu bzw. jung.

Der Komet R3 PANSTARRS ist nur geborgt. Er ist nun etwa 127,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt und verlässt unser Sonnensystem wieder.

  1. Der Reim lautet:
    Something old,
    something new,
    something borrowed,
    something blue,
    and a sixpence in her shoe.
    ↩︎

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Komet R3 PANSTARRS und Orion

Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) zieht mit einem langen Schweif durch ein Sternfeld. Der Schweif reicht von unten nach links oben. Links neben dem Kometen leuchtet der helle Stern Rigel. Rechts über dem Kometen schimmert der rot-weiße Orionnebel.

Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot (TWAN)

Noch nie hatte Orion so ein Schwert. Der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) zieht nun aus dem inneren Sonnensystem ab. Dabei bietet er ein wahres Spektakel, wenn man ihn lange mit einer Kamera belichtet. Gerade sieht man ihn beim Sternbild des Jägers Orion. Rechts oben schimmert der ferne Orionnebel.

Komet R3 PANSTARRS hat nun zwei getrennte Schweife. Ein kurzer Staubschweif zeigt zum oberen Bildrand und ein langer, sehr welliger Ionenschweif zieht nach links oben. Der Ionenschweif zeigt von der Sonne fort. Er leuchtet blau, weil die Sonne das Kohlenmonoxid darin anregt (ionisiert). Große Teilchen im Staubschweif widerstehen dem Strahlungsdruck, der sie von der Sonne forttreibt. Daher sie folgen dem Kometen kurze Zeit auf seiner Bahn. Der Staubschweif glänzt, weil er Sonnenlicht reflektiert.

Dieses Bild wurde vor ein paar Tagen auf der französischen Insel Reunion fotografiert. Sie liegt im südlichen Indischen Ozean.

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R3 PANSTARRS: Ein Komet im Orion

In einem Sternenfeld leuchten drei große Objekte. Ganz oben ist ein heller Stern. In der Mitte leuchtet ein kleiner hellblauer Nebel. Und ganz unten ist ein Komet, dessen langer Schweif nach links oben ragt. Er zieht vor dem Stern und dem blauen Nebel vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák und Martin Mašek (FZU of the Czech Academy of Sciences)

Wohin zieht der Komet R3 PANSTARRS? Nein, nicht zum hellen Stern oben. Das ist Rigel. Er liegt weit im Hintergrund und hat nichts mit dem Kometen zu tun. C/2025 R3 fliegt auch nicht durch den Hexenkopfnebel mitten im Bild. Auch der ist viel zu weit entfernt, als dass ihm der Komet nahe sein könnte. Er befindet sich in der Nachbarschaft von Rigel!

Auch zum Nordhimmel bewegt er sich nicht: Der Komet C/2025 R3 (PANSTARRS) wanderte im Lauf der letzten Wochen an den Südhimmel der Erde. Inzwischen sieht man ihn am besten auf der Südhalbkugel. Dort steht er kurz nach Sonnenuntergang im Westen. Langsam zieht Komet R3 PANSTARRS nach rechts oben, jede Nacht ein bisschen weiter. Bald steht er im Sternbild Orion.

Langsam verlässt er auch das innere Sonnensystem, bleibt aber wohl noch etwa eine Woche für Kameras sichtbar. Das Bild wurde vorige Woche nahe beim Cerro Paranal in Chile fotografiert.

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Orion über dem Teide

Über dem Teide, einem Vulkan auf der Kanarischen Insel Teneriffa, schimmern die rötlichen Emissionsnebel im Sternbild Orion: der Orionnebel, der Flammennebel, die Barnardschleife und der Nebel, in den der dunkle Pferdekopf gekerbt ist.

Bildcredit und Bildrechte: Marcin Rosadziński

Orion kann man selten so sehen. Für so einen majestätischen Anblick benötigt man eine Kamera, die so lange Belichtungszeiten ermöglicht, dass auch schwache Strukturen am Nachthimmel sichtbar werden.

Zu den bekannten Nebeln im Bild gehören der Orionnebel, der Flammennebel und die Barnardschleife. Für den Kontrast ist es zudem hilfreich, wenn im Vordergrund ein Vulkan steht. In diesem Fall ist es der Vulkan Teide auf Teneriffa, einer der Kanarischen Inseln Spaniens. Wenn der Teide jedoch auch noch schneebedeckt sein soll, dann braucht man auch das richtige Timing. Dies ist in der Regel nur an wenigen Tagen im Jahr der Fall.

Zum richtigen zeitlichen Planung gehört auch, darauf zu warten, dass Orion direkt hinter dem Teide aufgeht. Dies geschah Ende letzten Jahres nach Sonnenuntergang. Dieses Bild ist das Ergebnis einer Serie von Fotos, die nacheinander mit derselben Kamera am selben Standort entstanden sind.

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Erduntergang am iPhone

Videocredit: NASA, Reid Wiseman; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Wie sieht ein Erduntergang aus? Reid Wiseman war Kommandant von Artemis II. Er fing beim historischen Flug um den Mond einen weiteren Blick auf die Erde ein. Kommandant Wiseman nahm sein Video mit 8-fachem Zoom auf einem iPhone auf. Es zeigt, wie unser Planet langsam hinter dem Mond verschwindet.

Auf der Erde sinkt die Sonne jeden Tag unter den Horizont. Das liegt daran, dass sich die Erde in rund 24 Stunden einmal um ihre Achse dreht. Der Erduntergang aus Sicht von Artemis II entsteht aber nicht durch die Drehung des Mondes. Vielmehr flog das Raumschiff hinter den Mond (bei ca. 55 Sekunden in diesem Video).

Früher waren Fotos der Erde aus dem All selten. Heute nehmen viele Satelliten sie mehrmals pro Tag auf. Der Satellit SWOT (Surface Water and Ocean Topography) der NASA ist einer von ihnen. Auch die Satelliten Landsat 8 und 9 der USGS gehören dazu. Letztere helfen in der Landwirtschaft bei der Verwaltung von Wasser. Agenturen für Raumfahrt arbeiten heute weltweit zusammen. Dabei liefern sie einzigartige und immer bessere Blicke auf unsere Erde.

Heute ist Tag der Erde

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