Ein bisschen wie Mars

Dieser kleine Planet befindet sich auf der Erde, am Himmel leuchten die Milchstraße, die Magellanschen Wolken, das Sternbild Orion und der Planet Mars.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Barsa

Beschreibung: Die Oberfläche dieses Planeten sieht ein bisschen wie der Mars aus, doch es ist der Planet Erde. Das 360-Grad-Mosaik, das digital zu einer Kleiner-Planet-Projektion zusammengefügt wurde, entstand in der Nähe von San Pedro in der chilenischen Atacamawüste. Die Teleskope in den Kuppeln am Horizont nützen die berühmten klaren, dunklen Nächte der Region.

Die Aufnahmen stammen von Anfang Dezember. Die prächtige Milchstraße wölbt sich fast 180 Grad um den Horizont des kleinen Planeten. Orion leuchtet markant am Südhimmel. Das vertraute Sternbild steht für Beobachter*innen auf der Nordhalbkugel auf dem Kopf. Orion liegt in dieser südlichen Dezembernacht fast gegenüber der Großen und der Kleinen Magellanschen Wolke. Doch das hellste gelbliche Himmelslicht über diesem kleinen Planeten ist der Rote Planet.

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Eine nördliche Winternacht

Panorama aus Siemiony im Nordosten von Polen mit Kapella, Milchstraße, Orion und dem Wintersechseck.

Bildcredit und Bildrechte: Lukasz Zak

Beschreibung: Schnee bedeckt den Boden dieses friedlichen Wald- und Himmelsbildes. Die Einzelbilder für dieses 360-Grad-Panoramosaik wurden Ende Januar in der Nähe von Siemiony im Nordosten von Polen auf dem Planeten Erde an einer ruhigen Landstraße fotografiert.

Die Nacht war kalt, und zwischen den Bäumen, die in den Himmel ragen, leuchten die Sterne und Nebel der nördlichen Wintermilchstraße. Im Zenit steht der helle Stern Kapella, nur 43 Lichtjahre über den Baumwipfeln. Er ist der Alphastern im Sternbild Fuhrmann (Auriga), Teil des Wintersechseck-Asterismus und ein gut untersuchter Doppelsternsystem. Rechts über Kapella entdeckt ihr entlang der Milchstraße in der nördlichen Winternacht die vertrauten Sterne des Orion.

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Das Kreuz des Südens und ein Vulkan in Chile

Das Kreuz des Südens steht neben dem Vulkan Villarrica in Chile.

Bildcredit und Bildrechte: Tomáš Slovinský

Beschreibung: Habt ihr schon einmal das Kreuz des Südens gesehen? Dieses berühmte Bild aus vier Sternen ist am besten auf der Südhalbkugel der Erde zu sehen. Dieses Bild wurde zu Beginn des Monats in Chile fotografiert. Es zeigt das Kreuz des Südens links neben dem ausbrechenden Villarrica, einem der aktivsten Vulkane in unserem Sonnensystem.

Die Verbindung von Gacrux, dem rötesten Stern im Kreuz des Südens, zum hellsten Stern Acrux zeigt ungefähr zum südlichsten Ort am Himmel: dem Himmelssüdpol, um den scheinbar alle südlichen Sterne kreisen, während die Erde rotiert. In modernen Zeiten steht kein heller Stern in der Nähe des Himmelssüdpols. Anders im Norden: Dort steht der helle Polarstern beim Himmelsnordpol.

Wenn ihr die Linie von Gacrux zu Acrux noch weiter (vom etwa vier- bis zum zirka siebenfachen Winkelabstand) noch weiter verlängert, führt sie in die Nähe der Kleinen Magellanschen Wolke, einer hellen Begleitgalaxie unserer Milchstraße.

Die Sterngruppe Kreuz-des-Südens markiert das Sternbild Crux, eine größere Anordnung von Sternen, zu der auch vier Veränderliche vom Typ der Cepheiden gehören, und die mit bloßem Auge sichtbar sind. Knapp über dem Vulkan steht etwas, das wie eine dunkle Wolke aussieht, es ist der Kohlensacknebel. Links oben ist der große, rote, Sterne bildende Carinanebel zu sehen.

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Der Milchstraßenring

Dieses Bildmosaik zeigt ein Panorama der gesamten Milchstraße, zu einem Ring projiziert, mit Jupiter, Orion, Antares sowie der Großen und der Kleinen Magellanschen Wolke.

Bildcredit und Bildrechte: Alvin Wu

Beschreibung: Eine Menge an kosmischem Staub, Sternen und Nebeln in der Ebene unserer Milchstraße bilden auf dieser projizierten Ganzhimmelsansicht einen schönen Ring. Das kreative Panorama ist ein ambitioniertes 360-Grad-Mosaik. Seine Fertigstellung dauerte zwei Jahre, und es deckt die ganze vom Planeten Erde aus sichtbare Galaxis ab. Die Bilddaten wurden auf der Nordhalbkugel an Orten im Westen von China und auf der Südhalbkugel an Orten in Neuseeland gesammelt.

Die Wölbung des galaktischen Zentrums leuchtet im Milchstraßenring ganz oben wie ein Juwel. Der helle Planet Jupiter ist das Himmelslicht über der zentralen Wölbung, er befindet sich links neben dem roten Riesenstern Antares. Am unteren Ende des Rings, fast 180 Grad vom galaktischen Zentrum entfernt, seht ihr den Bereich um Orion, er ist im Winter auf der Nordhalbkugel ein Bewohner des Abendhimmels. Auf dieser Projektion schließt der Milchstraßenring zwei interessante Galaxien am Südhimmel ein, die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

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Bögen am arktischen Himmel

Der Nachthimmel über Lofoten in Norwegen mit Milchstraße, Polarlicht, Mars, Andromedagalaxie und dem Großen Wagen.

Bildcredit und Bildrechte: Giulio Cobianchi

Beschreibung: Was sind diese beiden riesigen Bögen am Himmel? Der vielleicht Bekanntere links ist das zentrale Band unserer Milchstraße. Diese prächtige Scheibe aus Sternen und Nebeln umfasst anscheinend einen Großteil des südlichen Himmels. Unter dem Sternenbogen seht ihr den rost-orangefarbenen Planeten Mars und die ausgedehnte Andromedagalaxie.

Für wenige Minuten tauchte in dieser kalten arktischen Nacht rechts ein zweiter riesiger Bogen auf, der einen Teil des Nordhimmels umschloss: ein Polarlicht. Nordlichter sind viel näher als die Sterne, sie bestehen aus leuchtender Luft hoch in der Erdatmosphäre. Außerhalb des grünen Polarlichtbogens seht ihr eine Sternengruppe, die im Volksmund als Großer Wagen bekannt ist.

Dieses digitale Komposit aus 18 Bildern wurde Mitte Dezember über Lofoten in Norwegen fotografiert.

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Galaxien und der Himmelssüdpol

Südhimmelspanorama mit dem Kreuz des Südens in der Milchstraße, den Magellanschen Wolken und Sigma Octantis, der den Himmelssüdpol zeigt.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horalek, Josef Kujal

Beschreibung: Der Himmelssüdpol ist auf Strichspurbildern des Südhimmels leicht erkennbar. Er ist die Verlängerung der Erdrotationsachse nach Süden und liegt in der Mitte aller südlichen Strichspurbögen. Doch auf diesem sternklaren Panorama, das 60 Grad des Südhimmels zeigt, liegt der Himmelssüdpol irgendwo nahe der Mitte, flankiert von hellen Galaxien und Schätzen des Südhimmels.

Oben liegen die Sterne und Nebel in der Ebene unserer Milchstraße. Gamma Crucis, ein gelblicher Riesenstern, steht an der Spitze des Sternbildes Kreuz des Südens etwa in der Mitte des oberen Bildrandes. Die dunkle Ausdehnung des Kohlensacknebels ist unter den linken Kreuzarm geklemmt. Eta Carinae und das rötliche Licht des großen Carinanebels leuchten rechts in der galaktischen Ebene. Unten befinden sich die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Sie sind eigenständige externe Galaxien und Begleiterinnen der mächtigen Milchstraße.

Eine gedachte Linie von Gamma Crucis durch Alpha Crucis – das ist der blaue Stern unten im Kreuz des Südens – zeigt zum Himmelssüdpol, doch wo genau ist dieser? Sucht einfach den Südpolstern Sigma Octantis. Ähnlich wie Polaris, der nördliche Polarstern, ist Sigma Octantis nur wenig mehr als einen Grad vom Himmelssüdpol entfernt.

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Leuchtender STEVE und die Milchstraße

Strong Thermal Emission Velocity Enhancements (STEVE) über Childs Lake in Manitoba in Kanada.

Bildcredit: NASA, Krista Trinder

Beschreibung: Wie entstehen diese langen, leuchtenden Schlieren am Himmel? Das ist nicht bekannt. Die leuchtenden, hellvioletten Himmelsbänder sind als Strong Thermal Emission Velocity Enhancements (STEVEs) bekannt. Sie sehen ähnlich aus wie gewöhnliche Polarlichter, doch jüngste Forschungen zeigen deutliche Unterschiede.

Die enorme Länge und die ungewöhnlichen Farben eines STEVE, die man bei genauer Messung feststellt, lassen vermuten, dass das Phänomen mit einem subauroralen Ionendrift (SAID) zusammenhängen könnte – das ist ein überschallschneller Fluss heißer atmosphärischer Ionen. Diese SAIDs wurden zuvor für unsichtbar gehalten. Man vermutet nun, dass einige STEVEs mit grünen Lattenzaunstrukturen einhergehen – einer Serie von Himmelslatten, die außerhalb des Hauptpolarlicht-Ovals auftreten können, und die wenig leuchtenden Stickstoff enthalten.

Dieses Weitwinkel-Kompositbild aus dem Jahr 2017 zeigt einen STEVE am dunklen Himmel über Childs Lake in Manitoba (Kanada), der das zentrale Band unserer Milchstraße kreuzt.

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Licht und Glanz über Kreta

Himmelspracht über Kreta mit den Planeten Jupiter und Saturn, Nachthimmellicht und dem Kometen NEOWISE.

Bildcredit und Bildrechte: Tomáš Slovinský

Beschreibung: Im Juli war der Himmel über der griechischen Insel Kreta spektakulär. Natürlich waren da die üblichen Sterne wie Polaris, Wega und Antares, aber auch ein bekannter Asterismus, den jeder kennt: der große Wagen. Doch der Himmel fing gerade erst an.

Das Band der Milchstraße faszinierte und wölbte sich über die Nacht wie eine Brücke aus Sternen und Staub, gesprenkelt mit roten Nebeln wie Süßigkeiten. Die Planeten Saturn und Jupiter waren so hell, dass man Leute am Strand aufhalten wollte, um sie ihnen zu zeigen. Die Luft leuchtete wie ein Regenbogen.

Doch den meisten Ruhm heimste ein Komet ein. Knapp über dem nördlichen Horizont breitete Komet NEOWISE seine Schweife aus wie nichts, was ihr je zuvor gesehen habt oder je wieder sehen werdet. Außer Staunen und Starren gab es nur eines zu tun: fotografieren.

Berichterstattung: SpaceX-Besatzung-1-Mission der NASA
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Der Nachthimmel über Sardinien

Die Wunder des Nachthimmels am Himmel über Sardinien.

Bildcredit und Bildrechte: Tomáš Slovinský

Beschreibung: Wie viele berühmte Himmelsobjekte findet ihr auf diesem Bild? Dieses Komposit des dunklen Himmels umfasst über 220 Grad und kombiniert mehr als 60 Aufnahmen, um eine wahre Menagerie an Nachthimmelswundern abzubilden.

Zu den sichtbaren Himmelswundern zählt der Gürtel des Orion, der Orionnebel, die Andromedagalaxie, der Kaliforniennebel und die hellen Sterne Sirius und Beteigeuze. Ob ihr sie gefunden habt, könnt ihr prüfen, indem ihr eine beschriftete Version des Bildes aufruft.

Etwas schwieriger ist es, den Polarstern und den Großen Wagen zu finden. Ihr erkennt auch mehrere Sternschnuppen des Meteorstroms der Quadrantiden, weiters rotes und grünes Nachthimmellicht und zwei Freunde des Astrofotografen.

Das Bild wurde im Januar auf Sardinien in Italien fotografiert. Die Himmelswunder könnt ihr heute am Nachthimmel sehen, außerdem mehr Meteore als sonst, weil heute Nacht der jährliche Meteorstrom der Orioniden fast seinen Höhepunkt erreicht.

Aktuell: erfolgreicher Kontakt der NASA-Raumsonde OSIRIS-REx mit dem Asteroiden
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Saturn und Jupiter über italienischen Gipfeln

Begegnung der Planeten Jupiter und Saturn über den Drei Zinnen in den italienischen Alpen.

Bildcredit und Bildrechte: Giorgia Hofer

Beschreibung: Saturn und Jupiter kommen einander näher. In den nächsten zwei Monaten kommen diese beiden hellen Planeten jede Nacht, in der Sie hinausgehen und nachsehen, am Himmel einander immer näher.

Mitte Dezember findet schließlich eine große Konjunktion statt – wenn die beiden Planeten nur noch 0,1 Grad voneinander getrennt erscheinen – nur ein Fünftel des Winkeldurchmessers des Vollmondes. Das ist nicht bloß irgend eine große KonjunktionSaturn (links) und Jupiter (rechts) kamen einander seit 1623 nicht mehr so nahe, und bis 2080 erreichen sie nicht mehr annähernd diese Nähe.

Dieses Himmelsereignis ist ziemlich leicht zu sehen – schon jetzt sind die beiden Planeten im Südwesten knapp nach Sonnenuntergang leicht zu sehen – und schon jetzt stehen sie auffällig nahe beisammen. Auf dem Bild betrachteten der Astrofotograf und sein Partner vor ungefähr zwei Wochen das planetare Duo über den Drei Zinnen des Lavaredo (Tre Cime di Lavaredo)  in den italienischen Alpen.

Aktuell: Live-Berichterstattung des heutigen Aufsetzversuchs von OSIRIS-REx auf dem Asteroiden Bennu

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Die Milchstraße über den Pinnacles in Australien

Die Pinnacles sind ungewöhnliche Steinsäulen im Nambung National Park in Westaustralien, im Hintergrund leuchten der Mond, die Milchstraße und das Zodiakallicht.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Goh

Beschreibung: Was ist das für eine seltsame Welt? Die Erde. Im Vordergrund dieses Bildes sehen wir die Pinnacles – ungewöhnliche Steinsäulen im Nambung-Nationalpark in Westaustralien. Sie bestehen aus urzeitlichen Meeresmuscheln (Kalkstein). Wie diese mannshohen malerischen Felsspitzen entstanden sind, ist nicht bekannt.

Hinter der Spitze des mittleren Felsturms leuchtet im Hintergrund der helle Sichelmond. Das unheimliche Leuchten um den Mond ist großteils Zodiakallicht – Sonnenlicht, das von Staubkörnchen reflektiert wird, die auf Bahnen zwischen den Planeten im Sonnensystem kreisen. Oben wölbt sich das zentrale Band unserer Milchstraße. Im Hintergrund sind am Nachthimmel viele berühmte Sterne und Nebel zu sehen.

Dieses Panorama wurde im September 2015 aus 29 Einzelbildern fotografiert und entstand nach genauer Planung, die den Mond, die Felsnadeln und deren Schatten umfasste. Doch das helle Zodiakallicht war eine angenehme Überraschung.

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