Meteor und Gegenschein


Der Gegenschein als Teil des ausgedehnten Zodiakallichtes über dem Teide-Observatorium auf der Kanarischen Insel Teneriffa.

Bildcredit und Bildrechte: J.C. Casado, StarryEarth, EELabs, TWAN

Beschreibung: Liegt die dunkelste Stelle am Nachthimmel gegenüber der Sonne? Nein. Bei extrem dunklem Himmel ist 180 Grad von der Sonne entfernt ein selten erkennbares, schwaches Leuchten zu sehen, das als Gegenschein bezeichnet wird.

Der Gegenschein ist Sonnenlicht, das von kleinen interplanetaren Staubteilchen zurückgestreut wird. Diese Staubteilchen sind millimetergroße Splitter von Asteroiden, die in der ekliptischen Ebene mit den Planeten kreisen.

Dieses Bild des Gegenscheins vom letzten März ist eines der schönsten, die je fotografiert wurden. Die detailreiche Aufnahme des extrem dunklen Himmels über dem Teide-Observatorium auf den Kanarischen Inseln, die zu Spanien gehören, zeigt den Gegenschein als Teil des ausgedehnten Zodiakallichtes. Zu den interessanten Hintergrundobjekten zählen ein heller Meteor (links), der Große Wagen (rechts oben) und der Polarstern (ganz rechts). Der Meteor zeigt fast genau zum Teide, Spaniens höchstem Berg. Rechts seht ihr das Pyramiden-Sonnenlabor.

Tagsüber gibt es ein dem Gegenschein ähnliches Phänomen, die Glorie. Ihr seht sie als reflektierende Luft oder Wolken in einem Flugzeug gegenüber der Sonne.

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Feuerkugel-Meteore mit Licht und Ton


Bildcredit und Bildrechte: Thomas Ashcraft (Radio-Feuerkugel-Observatorium)

Beschreibung: Habt ihr schon einmal einen Meteor gehört? Normalerweise sind Meteore zu weit entfernt, als dass man sie hören könnte. Doch ein Meteor erzeugt kurzzeitig eine Ionisationsspur, die ein fernes Radiosignal reflektieren kann.

Wenn die Geometrie stimmt, kann es sein, dass ihr einen Augenblick lang in eurem Radio eine ferne Radiostation hört, sogar über das Rauschen hinweg.

In diesem Video wurden mit einem empfindlichen Radioempfänger die Geräusche ferner Radiosender aufgenommen, die von großen Meteorspuren reflektiert wurden. Gleichzeitig wurden ihre hellen Spuren mit einer Ganzhimmels-Videokamera gefilmt.

Im Video seht ihr zuerst die hellen Spuren, die von vier Feuerkugeln am Himmel in der Nähe von Lamy in New Mexico (USA) gezogen wurden. Nach jedem statischen Einzelbild folgt ein Echtzeit-Video jedes Meteors, der über den Himmel zieht, zusammen mit dem Geräusch, das von seiner Radioreflexion aufzeichnet wurde.

Wenn man eine Meteorspur zur Erde projiziert, kann das zu seinem Einschlagsort führen (falls es einen gibt). Wenn man hingegen der Spur rückwärts zum Himmel folgt, kann sie zu seinem Ursprungskometen oder -asteroiden führen.

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Sterne über einem Vulkanausbruch

Der Ätna auf Sizilien in Italien schleudert Lavafontänen mehr als einen Kilometer in die Höhe.

Bildcredit und Bildrechte: Giuseppe Vella

Beschreibung: Der Ätna bricht schon seit Hunderttausenden Jahren aus. Der Vulkan auf Sizilien in Italien schleudert Lavafontänen mehr als einen Kilometer in die Höhe. Der Ätna ist nicht nur einer der aktivsten Vulkane der Erde, er ist mit einer mehr als 50 Kilometer breiten Basis und einer Höhe von fast drei Kilometern auch einer der größten.

Dieses Bild vom Ausbruch letzten Monat zeigt eine Lavaschwade, die nach oben schießt, während außen am Vulkan heiße Lava hinab fließt. Die Spuren oben stammen wahrscheinlich von Satelliten, in der Ferne sprenkeln urzeitliche Sterne den Himmel. Dieser Vulkanausbruch war so heftig, dass Flughäfen in der Nähe geschlossen wurden, damit keine Flugzeuge durch die gefährliche Aschewolke flogen. Vordergrund und Hintergrund wurden nacheinander mit derselben Kamera am selben Ort fotografiert.

Umfrage zu Ästhetik und Astronomie (englisch): Vertonung
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Ein farbenprächtiger Quadrantiden-Meteor

Dieser bunt leuchtende Meteor der Quadrantiden wurde wahrscheinlich vom Asteroiden 2003 EH1 abgesprengt.

Bildcredit und Bildrechte: Frank Kuszaj

Beschreibung: Meteore können farbenprächtig sein. Das menschliche Auge kann zwar normalerweise viele Farben nicht erkennen, doch Kameras können das. Hier wurde Anfang des Monats ein Meteor der Quadrantiden mit einer Kamera über Missouri (USA) fotografiert, der nicht nur eindrucksvoll hell war, sondern auch farbig.

Der strahlende Splitter wurde wahrscheinlich vom Asteroiden 2003 EH1 abgesprengt und bahnte sich seinen Weg durch die Erdatmosphäre. Die Farben in Meteoren stammen normalerweise von ionisierten Elementen, die freigesetzt werden, wenn der Meteor zerfällt. Blau-grün stammt typischerweise von Magnesium, Kalzium strahlt violett und Nickel leuchtet grün. Rot dagegen stammt normalerweise von angeregtem Stickstoff und Sauerstoff in der Erdatmosphäre.

Dieser helle FeuerkugelMeteor verschwand in weniger als einer Sekunde in einem Blitz, doch er hinterließ eine vom Wind verwehte Ionisationsspur, die minutenlang sichtbar blieb.

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Asteroiden in der Ferne

1998 wurde auf diesem Archivbild des Weltraumteleskops Hubble die lange blaue Spur eines Asteroiden entdeckt.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; R. Evans und K. Stapelfeldt (JPL)

Beschreibung: Täglich treffen Gesteinsbrocken aus dem All auf die Erde. Doch je größer der Stein, desto seltener wird die Erde getroffen. Viele Kilogramm Weltraumstaub prasseln täglich auf die Erde. Größere Brocken erscheinen zunächst als heller Meteor.

Tennisballgroße Steine und Eisbrocken streifen täglich durch unsere Atmosphäre, die meisten verdampfen schnell und lösen sich in nichts auf. Felsen mit einem Durchmesser von zirka 100 Metern sind eine veritable Bedrohung, sie treffen ungefähr alle 1000 Jahre auf die Erde. Ein Objekt dieser Größe könnte heftige Tsunamis auslösen, wenn es einen Ozean trifft, und würde wohl sogar weit entfernte Ufer verwüsten. Eine Kollision mit einem mehr als 1 km großen massereichen Asteroiden ist sehr selten und tritt etwa in Abständen von Millionen Jahren auf, könnte aber globale Auswirkungen haben.

Viele Asteroiden bleiben unentdeckt. 1998 wurde auf dem oben gezeigten Archivbild des Weltraumteleskops Hubble die lange blaue Spur eines Asteroiden entdeckt. Eine Kollision mit einem großen Asteroiden würde die Erdbahn kaum beeinflussen, aber sehr viel Staub aufwirbeln, der das Klima der Erde verändern würde. Ein wahrscheinliches Ergebnis wäre das globale Aussterben vieler Lebensarten, das möglicherweise das aktuelle Artensterben in den Schatten stellt.

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Spur des Heimkehrers

Diese Nachthimmelsansicht in der Nähe von Zhangye in der chinesischen Provinz Gansu an der Grenze zur Inneren Mongolei zeigt eine helle Feuerspur zwischen den Zwillingssternen Kastor und Pollux.

Bildcredit und Bildrechte: Zhuoxiao Wang

Beschreibung: Die vertrauten Sterne einer nördlichen Winternacht leuchten auf dieser Nachthimmelsansicht, die in der Nähe von Zhangye in der chinesischen Provinz Gansu an der Grenze zur Inneren Mongolei fotografiert wurde. In den frühen Morgenstunden des 17. Dezembers stand Orion in der Mitte dieser Einzelaufnahme.

Über den Himmel blitzte eine Feuerkugel, sie leuchtete fast so hell wie der gelbliche Mars auf der rechten Seite. Die Feuerkugel teilt Geminis helle Zwillinge Kastor und Pollux am oberen Bildrand. Die Spur und der Zeitpunkt stimmen überein mit einem zweiten sprunghaften Eintritt in die Atmosphäre, nämlich dem der Rückkehrkapsel der Mission Chang’e 5.

Die Rückkehrkapsel wurde nach der Landung in der Inneren Mongolei auf dem Planeten Erde erfolgreich geborgen, mit etwa 2 Kilogramm Mondmaterial an Bord. Die Mondprobe enthält vermutlich relativ junges Material. Es wurde in der Region um Mons Rümker im Oceanus Procellarum (Meer der Stürme) gesammelt.

Die chinesische Mission Chang’e 5 startete am 23. November (Weltzeit), sie ist die erste Mission zur Rückführung von Mondproben seit der sowjetischen Mission Luna 24 im Jahr 1976.

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Die Meteore der Zwillinge

Der Meteorstrom der Geminiden über den verschneiten Dolomiten.

Bildcredit und Bildrechte: Stefano Pellegrini

Beschreibung: Am 13. Dezember entstanden in einer Stunde kurz nach Mitternacht 35 Aufnahmen für diese Postkarte von der Erde. Die montierte Nachtaufnahme zeigt den dunklen Himmel über den verschneiten Dolomiten in Italien während des Meteorstroms der Geminiden, der jedes Jahr auf unseren Planeten trifft.

Sirius, Alphastern im Großen Hund und der hellste Stern der Nacht, wird rechts von einer Meteorspur gestreift. Der Sternhaufen Praesepe (Krippe), der auch als M44 bekannt ist, enthält etwa tausend Sterne und erscheint als Lichtfleck hoch oben über den südlichen Alpengipfeln.

Der Radiant des Stroms liegt außerhalb des oberen Bildrandes in der Nähe von Kastor und Pollux, den hellen Zwillingssternen. Der Radianteffekt entsteht durch die Perspektive, da die parallelen Meteorspuren scheinbar in der Ferne zusammenlaufen.

Während die Erde durch den Staubschweif des Asteroiden 3200 Phaethon zieht, tritt der Staub, der die Geminiden-Meteore verursacht, mit ungefähr 22 Kilometern pro Sekunde 22 in die Erdatmosphäre ein.

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Geminiden-Meteore über dem Xinglong-Observatorium

Meteore des Geminiden-Meteorstroms über dem Xinglong-Observatorium in China.

Bildcredit und Bildrechte: Steed Yu und NightChina.net

Beschreibung: Woher kommen die Meteore der Geminiden? Was den Ort am Himmel betrifft, scheinen die sandkorngroßen Gesteinsstückchen, welche die Strichspuren der Geminiden-Meteore hervorrufen, aus dem Sternbild Zwillinge zu strömen, wie dieses Bildkomposit eindrucksvoll zeigt.

Was den Ursprungskörper betrifft, so führen die Flugbahnen im Sonnensystem zum Asteroiden 3200 Phaethon – doch das gibt ein kleines Rätsel auf, weil dieses ungewöhnliche Objekt ziemlich inaktiv wirkt. Vielleicht gibt es auf 3200 Phaethon Ereignisse, bei denen mehr Staub freigesetzt wird, als wir vermuten.

Zum Höhepunkt des Geminiden-Meteorstroms 2015 wurden mehr als 50 Meteore über dem Xinglong-Observatorium in China fotografiert, darunter auch eine helle Feuerkugel.

Die Geminiden im Dezember sind einer der am besten vorhersehbaren und aktivsten Meteorströme. Heute Nacht erreichen die Geminiden dieses Jahres ihren Höhepunkt. Ihr solltet sie besonders gut sehen, weil unter anderem der fast neue Mond erst kurz vor der Morgendämmerung aufgeht und daher den Himmel nicht aufhellt.

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Mars und Meteor über dem Jadedrachen-Schneegebirge

Mars und ein Meteor der Leoniden über dem Yulong Xueshan (Jadedrachen-Schneegebirge) in der Provinz Yunnan in China.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Mars, ein gleißend gelbliches Himmelslicht, glänzt immer noch in der Nacht. Der wandernde Planet lugt zwischen Wolken hervor, und für einen kurzen Augenblick begleitete ihn am 18. November an dieser mondlosen dunklen Himmel von einem Meteorblitz.

Die Einzelaufnahme entstand, als die Erde beim jährlichen Meteorstrom der Leoniden den Staub des periodischen Kometen Tempel-Tuttle auffegte. Der Blick auf den zerklüfteten westlichen Horizont schweift über das Yulong-Gebirge in der Provinz Yunnan im Südwesten von China. Das verschneite Yulong Xueshan (Jadedrachen-Schneegebirge) liegt unterhalb der Wolken hinter dem Ende der Meteorspur.

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Der Nachthimmel über Sardinien

Die Wunder des Nachthimmels am Himmel über Sardinien.

Bildcredit und Bildrechte: Tomáš Slovinský

Beschreibung: Wie viele berühmte Himmelsobjekte findet ihr auf diesem Bild? Dieses Komposit des dunklen Himmels umfasst über 220 Grad und kombiniert mehr als 60 Aufnahmen, um eine wahre Menagerie an Nachthimmelswundern abzubilden.

Zu den sichtbaren Himmelswundern zählt der Gürtel des Orion, der Orionnebel, die Andromedagalaxie, der Kaliforniennebel und die hellen Sterne Sirius und Beteigeuze. Ob ihr sie gefunden habt, könnt ihr prüfen, indem ihr eine beschriftete Version des Bildes aufruft.

Etwas schwieriger ist es, den Polarstern und den Großen Wagen zu finden. Ihr erkennt auch mehrere Sternschnuppen des Meteorstroms der Quadrantiden, weiters rotes und grünes Nachthimmellicht und zwei Freunde des Astrofotografen.

Das Bild wurde im Januar auf Sardinien in Italien fotografiert. Die Himmelswunder könnt ihr heute am Nachthimmel sehen, außerdem mehr Meteore als sonst, weil heute Nacht der jährliche Meteorstrom der Orioniden fast seinen Höhepunkt erreicht.

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Tausend Meteore


Videocredit und -rechte: Greg Priestley

Beschreibung: Dieses faszinierende Zeitraffervideo zeigt, wie mehr als tausend Meteore durch die Nacht blitzen. Ab 2019 wurden einzelne Videobilder aus 372 relativ klaren Nächten gewählt, die an einem abgelegenen automatisierten Weitwinkel-Observatorium in New South Wales in Australien aufgenommen wurden.

Die Einzelbilder sind nach der lokalen siderischen Zeit geordnet. Dieses Zeitmessungssystem misst die Erdrotation anhand der Sternpositionen. Daher zeigen die Einzelbilder die jährliche Wanderung der Sternbilder durch dieses Weitwinkelfeld auf 33 Grad Südlicher Breite.

Das Video zeigt eine vielfältige Abfolge an Meteoren, darunter sporadische Meteore, helle Feuerkugeln, Meteore, die Strömen zugerechnet werden können, und einen Kobold-Blitz aus diesem Zeitraum. Alle Bilder wurden einheitlich bearbeitet und zeigen daher die tatsächliche Veränderung der örtlichen Himmelsbedingungen.

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