Meteor im Spiegel und die Milchstraße

Im Vordergrund steht ein riesiger Teleskopspiegel, der senkrecht steht und nach rechts weist, daneben eine Turmkonstruktion. Im Hintergrund steigt die helle Milchstraße senkrecht vom Horizont empor, daneben ein heller Meteor. Sternenhimmel und Meteor spiegeln sich im Teleskopspiegel.
Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Dieser Perseid flitzte am 15. August über den Nachthimmel über dem Observatorio del Roque de los Muchachos bei La Palma auf den Kanarischen Inseln. Ihr seht den hellen und farbigen Meteor neben dem Zentrum der Milchstraße. Ihre dunklen interstellaren Staubwolken und das Leuchten der Sterne stehen über dem Horizont. Im Vordergrund dieser spannenden himmlischen Szenerie steht der 23 Meter große Spiegel des Prototyps des Large-Sized Telescope (LST-1). LST-1 ist das erste Teleskop, das am nördlichen Standort des Cherenkov Telescope Array Observatory gebaut wird. Es hat 198 sechseckige Spiegelteile und eine hochempfindliche Kamera. LST-1 soll extrem kurze atmosphärische Blitze sichtbaren Lichts beobachten. Diese Blitze dauern nur eine Milliardstel Sekunde und werden von energiereichen Gammastrahlen ausgelöst. Die stammen von kosmischen Quellen wie fernen aktiven Galaxien und Gammablitzen. Natürlich reflektierten in dieser Nacht einzelne Spiegelteile von LST-1 den atmosphärischen Blitz des hellen Perseiden.

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Eine Zodiakal-Nacht

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit und Bildrechte: Neelam und Ajay Talwar (TWAN)

Entspannen im sanften Schein des Zodiakallichts. Dieses leuchtende Band am dunklen Nachthimmel wird auch oft als falsche Dämmerung bezeichnet. Das Bild wurde im September kurz vor Beginn der astronomischen Dämmerung im abgelegenen Hanle Dark Sky Reserve in Ladakh, Indien, aufgenommen. Jedes Jahr treffen sich dort hartgesottene und begeisterte Astrofotografen zur Sternenparty. Auf einer Höhe von 4 500 Metern bietet das Hanle Dark Sky Reserve ideale Beobachtungsbedingungen.

Am östlichen Horizont ist der hell leuchtende Planet Jupiter im schwachen Glanz des Zodiakallichts zu sehen. Rechts davon zischt ein Meteor durchs Bild. Folgt man dem Band des Zodiakallichts Richtung Zenit, findet man den offenen Sternhaufen M44. Weiter oben, nahe der Mitte des Bildes, sieht man den gelblich leuchtenden Mars.

Mithilfe der NASA-Raumsonde Juno hat man Daten von interplanetarem Staub gesammelt, die eigentlich zufällig entstanden sind. Besonders spannend ist, dass die Untersuchungen darauf hindeuten, dass der Mars selbst die Quelle des Staubs ist. Dieser Staub streut das Sonnenlicht und erzeugt so das Zodiakallicht, das wir nachts auf der Erde sehen können.

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Vorwiegend Perseïden

Zahllose Sternschnuppen blitzen hier am Himmel auf. Das Bild zeigt den ganzen Himmel als Kreis, am Rand liegt der Horizont. Die meisten strömen aus dem Sternbild Perseus und sind Perseïden. Doch einzelne Meteore kreuzen die Bahnen und stammen offenbar aus anderen Quellen. Eine davon ist die Antihelion-Quelle (ANT).
Bildcredit und Bildrechte: Jakub Koukal (Valašské Meziříčí Observatory)

In dieser Nacht zählte man 1706 Meteore. Der Meteorstrom der Perseïden erreichte den Höhepunkt des Jahres 2026. Daher strömen die meisten Sternschnuppen hier scheinbar aus einem Punkt, dem Radianten. Er steht rechts oben im Sternbild Perseus.

Vier spezielle Überwachungskameras für Meteore in einer Sternwarte in Tschechien fotografierten in der Nacht vom 12. auf 13. August den Himmel. Für das Bild oben wurden viele einzelne Aufnahmen ausgerichtet und kombiniert.

Aber auch Meteore anderer Meteorströme ziehen ihre Spuren im Bild. Einer dieser Ströme hat seinen Radianten im Sternbild Schwan (Cygnus). Man kennt seine Sternschnuppen als Kappa-Cygniden. Gegenüber der Sonne liegt die Antihelion-Quelle (ANT), in diesem Fall nahe beim Sternbild Wassermann. Auch sie ist der Radiant eines schwachen Sternschnuppenstroms.

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Der Fall eines mysteriösen möglichen Meteors

Videocredit: Juan Pablo Castañeda; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II); Dank an: William Cooke, David Lee, Peter Brown, Denis Vida, Peter Jenniskens

Was war das? Was ist da verschwunden, während es die teilweise verfinsterte Sonne kreuzte? Schauen wir die Fakten an. Das Video zeigt 24 Aufnahmen pro Sekunde. Es wurde am 12. August 2026 um 20:28 Ortszeit in Spanien gefilmt. Die Koordinaten des Ortes lauten 40°34’30.3″N 1°12’28.8″W. Zu der Zeit erreichte der Meteorschauer der Perseïden gerade seinen Höhepunkt. Ist das also ein Meteor?

Meteore eines Stroms zeigen rückwärts zu einer Region am Himmel, die man Radiant nennt. Dort kreuzt die Erde die Bahn des jeweiligen Kometen. Der Pfad des Objekts könnte zum Radianten der Perseïden zeigen, der im Sternbild Perseus liegt. Der Winkel am Himmel, den die Spur des Objekts zieht, ist kleiner als 0,5 Grad – das ist die Winkelgröße von Sonne und Mond. Und es ist viel weniger, als man bei einem Meteor erwarten würde.

Seine Helligkeit reicht nicht weit über die Sonne hinaus. Doch wenn ein Meteor am Himmel auflodert, braucht man kein Sonnenlicht, um ihn zu sehen. Vielleicht reflektiert das Objekt Sonnenlicht? Man glich also den Ort, die Zeit und die Region am Himmel mit einer Flugdatenbank ab. Dabei zeigte sich: Der Übeltäter war der Kondensstreifen eines Flugzeugs!

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Perseïden aus dem Sternbild Perseus

Der Himmel im Bild ist von dunklen Nadelbäumen gesäumt. Sie umranden das ganze Bild. Mitten durchs Bild verläuft die Milchstraße mit roten Nebeln. Unten steht das Sternbild Perseus, aus dem unzählge Meteore der Perseïden strömen.
Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák

Es war ein gutes Jahr für den Meteorstrom der Perseïden, denn der Mond stand nicht am Nachthimmel der Erde. Weil der Mond den Himmel nicht aufhellte, sahen wir mehr Sternschnuppen als sonst. Wo war der Mond? Er war damit beschäftigt, die Sonne zu besuchen. Kurz vor dem Höhepunkt der Perseïden schob er sich direkt vor die Sonne. In Grönland und Spanien war eine totale Sonnenfinsternis zu sehen.

Die Perseïden entstehen, indem die Erde auf einen Strom von Staubteilchen trifft, die um die Sonne kreisen. Sie stammen vom Kometen Swift-Tuttle. Üblicherweise sind die Meteoroiden der Perseïden nicht größer als Sandkörner. Da die Staubpartikel des Kometen Swift-Tuttle die Sonne teilweise in die entgegengesetzte Richtung zur Umlaufrichtung der Erde kreisen, sind die Sternschnuppen der Perseïden sehr schnell und gleißend hell.

Das Kompositbild entstand über mehrere Nächte in Jizerka in Tschechien. Darauf kann man die Spuren der Meteore der Perseïden zu einem Punkt am Himmel zurückverfolgen. Es ist ihr Radiant im Sternbild Perseus.

Galerie der Perseïden 2026

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Helle Perseïden über Schweden

In der dämmrigen Landschaft im Vordergrund spiegelt sich der Himmel in einem ruhigen Gewässer. Vor der zart erkennbaren Milchstraße und dicht verteilten Sternen zischen einige Meteore über den Himmel. Hinter einem Wald ist der Horizont hell beleuchtet.
Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Der jährliche Meteorstrom der Perseïden ist bekannt für seine hellen und flinken Sternschnuppen. Sie kommen scheinbar aus dem Sternbild Perseus, wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten. Dieses Spektakel am Nordhimmel entsteht durch Staubkörnchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Bahn um die Sonne verliert. Wenn die Staubkörnchen in die Erdatmosphäre eintreten, verglühen sie und ziehen kurze, aber wunderschöne Spuren in der Nacht.

Das Bild entstand zum Höhepunkt des Meteorschauers in der Nacht des 12. August aus mehreren einzelnen Aufnahmen. Zwei besonders helle Perseïden ziehen über den Himmel. Sie sind so hell, dass sie sich sogar im Wasser spiegeln. Die Aufnahme entstand in Grisslehamn, einem Ort an der Küste in Schweden.

Der hellste Stern dieser Szene ist Altair. Er ist nur wenig heller als die beiden hellsten Perseïden. Die Spuren vieler weiterer Sternschnuppen ziehen über das schwache Band der Milchstraße. Da der Höhepunkt heuer mit dem Neumond zusammenfiel, störte kein helles Mondlicht die Beobachtungen. Für viele Leute, die sich für Astronomie begeistern, war der Meteorschauer dieses Jahr der krönende Abschluss eines Beobachtungsabends, der mit der Sonnenfinsternis begann!

Galerie der Sonnenfinsternis am 12. August 2026

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Perseïden über einem kleinen Planeten

Ein kleiner Planet ist von einem hellen Leuchten umgeben. Oben wölbt sich die Milchstraße, und Tausende Meteore blitzen über den Himmel. Die Bahnen der Meteore sind gekrümmt, wegen der Projektion.
Bildcredit und Bildrechte: Marcin Rosadziński; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Es sieht aus wie ein Blick vom Planeten des Kleinen Prinzen. Das Bild ist eine Rückschau auf den Meteorschauer der Perseïden von 2024. Auf dieser Projektion umrahmen ihn die Bieszczady, ein Gebirgszug der Karpaten in Polen. Am Himmel wölbt sich der Bogen der Milchstraße mit mehreren roten Nebeln und über hundert Meteoren. Sie zeigen zum Radianten im Sternbild Perseus.

Die Perseïden sieht man im Sommer auf der Nordhalbkugel gut. Sie sind sehr beliebt. Meteorströme im Winter zu beobachten ist weniger angenehm. Dieses Jahr bieten sie wohl ein noch beeindruckenderes Spektakel als sonst, denn der Höhepunkt fällt auf den Neumond.

Der Meteorschauer der Perseïden 2026 erreicht heute Nacht seinen Höhepunkt. Wir erwarten 50 bis 100 Meteore pro Stunde. Die Erde durchquert dann auf ihrer Bahn die Staubspur, die der Komet Swift-Tuttle hinterlässt. Die beste Zeit, um die Meteore zu beobachten, ist in der Regel zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen. Um die Meteore zu beobachten, braucht man kein Fernglas. Doch ein Liegestuhl und ein Ort mit dunklem Himmel sind sehr hilfreich.

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Meteor verdampft und zieht eine Spur im Eidechsen-Nebel

Eine helle Spur zischt quer durchs Bild. Dahinter leuchten blasse rote Nebelwolken am sternklaren Himmel im Sternbild Eidechse.
Bildcredit und Bildrechte: Tom Burnett

Was passiert mit diesem Meteor? Die helle Meteorspur tauchte blitzschnell auf und verschwand wieder, während eine lang belichteten Aufnahme des großen Eidechsen-Nebels entstand. Der Eidechsen-Nebel leuchtet mitten im Bild in blassem Rot. Er liegt nahe beim Zentrum der Milchstraße.

Der Meteoroid war vermutlich ein kleiner Stein. Er leuchtete auf, weil er die umgebende Luft der Erdatmosphäre aufheizte und anregte. Dabei verdampfte er und hinterließ Gas und Staub, das der Wind verwehte. Die Farben des Nebels liefern Hinweise, woraus er bestand. Das Bild entstand letzten Monat an den Death-Valley-Observatorien in Nevada (USA).

Dieser Monat eignet sich besonders gut, um Meteore zu sehen. Aktuell sind drei Meteorströme aktiv, doch sie wetteifern derzeit mit dem Licht des hellen Dreiviertelmondes um Sichtbarkeit. Die Perseïden sind der aktivste dieser Ströme. Sie erreichen den Höhepunkt in etwa 10 Tagen. Dann ist der Mond sehr viel dunkler. Dieses Jahr fällt der Höhepunkt der Perseïden nämlich nicht nur fast genau auf Neumond. An manchen Orten gibt es sogar eine totale Sonnenfinsternis.

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