Tausend Meteore


Videocredit und -rechte: Greg Priestley

Beschreibung: Dieses faszinierende Zeitraffervideo zeigt, wie mehr als tausend Meteore durch die Nacht blitzen. Ab 2019 wurden einzelne Videobilder aus 372 relativ klaren Nächten gewählt, die an einem abgelegenen automatisierten Weitwinkel-Observatorium in New South Wales in Australien aufgenommen wurden.

Die Einzelbilder sind nach der lokalen siderischen Zeit geordnet. Dieses Zeitmessungssystem misst die Erdrotation anhand der Sternpositionen. Daher zeigen die Einzelbilder die jährliche Wanderung der Sternbilder durch dieses Weitwinkelfeld auf 33 Grad Südlicher Breite.

Das Video zeigt eine vielfältige Abfolge an Meteoren, darunter sporadische Meteore, helle Feuerkugeln, Meteore, die Strömen zugerechnet werden können, und einen Kobold-Blitz aus diesem Zeitraum. Alle Bilder wurden einheitlich bearbeitet und zeigen daher die tatsächliche Veränderung der örtlichen Himmelsbedingungen.

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Die Milchstraße über St. Michael’s Mount

Zu St. Michael’s Mount führt bei Niedrigwasser ein Fahrdamm und am Himmel die Milchstraße.

Bildcredit: Simon R. Hudson

Beschreibung: Wo laufen Land und Himmel zusammen? An jedem Horizont – doch hier führt der Pfad auf der Erde zu St. Michael’s Mount (kornisch: Karrek Loos yn Koos), einer kleinen historischen Insel in Cornwall (England). Der Berg ist normalerweise von seichtem Wasser umgeben, doch bei Niedrigwasser verläuft ein von Menschen errichteter Fahrdamm dorthin.

Die Straße am Himmel ist das zentrale Band unserer Milchstraße, sie führt scheinbar ebenfalls zu St. Michael’s Mount, doch in Wirklichkeit ist sie weit entfernt. Der rote Nebel in der Milchstraße knapp über dem Schloss ist der Lagunennebel, links daneben leuchtet der helle Jupiter, und rechts blitzt ein Meteor auf.

Die Vordergrund- und Hintergrundbilder für dieses Kompositbild wurden in derselben Julinacht am selben Ort fotografiert. Meteore sind flüchtig, und die Scheibe der Milchstraße verschiebt sich im Lauf der Nacht, während sich die Erde dreht, doch Jupiter bleibt bis Dezember markant am Abendhimmel.

Mond bedeckt Mars: Interessante bei APOD eingereichte Bilder
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Perseïden um die Milchstraße

Auf diesem komprimierten Bild aus der inneren Mongolei in China verlaufen die Meteorspuren der Perseïden gekrümmt.

Bildcredit und Bildrechte: Jingyi Zhang

Beschreibung: Warum sind diese Meteorspuren gekrümmt? Dieser Bogeneffekt tritt auf, weil das Bild (fast) den ganzen Himmel künstlich zu einem Rechteck komprimiert. Die Sternschnuppen stammen vom Meteorstrom der Perseïden, der letzte Woche seinen Höhepunkt erreichte.

Dieses Panorama wurde aus mehreren Aufnahmen kombiniert. Die 360-Grad-Projektion kombiniert nicht nur unterschiedliche Richtungen, sondern auch unterschiedliche Zeiten, zu denen helle Perseïden für einen Augenblick über den Himmel flitzten. Alle Meteore der Perseïden können rückwärts zum Sternbild Perseus (links unten) verfolgt werden, sogar die scheinbar gekrümmten Meteorbahnen (die in Wirklichkeit gerade sind). Die Perseïden zeigen zwar hinten immer zu ihrem Radianten im Perseus, doch sie können fast überall am Himmel auftreten.

Das Bild entstand in der Inneren Mongolei in China, wo Grasland auf Sanddünen trifft. Zu den vielen Schätzen, die ihr am dicht gedrängten Nachthimmel ebenfalls seht, gehören der zentrale Bogen unserer Milchstraße, rechts die Planeten Saturn und Jupiter, links in der Mitte ein farbenprächtiges Nachthimmellicht und einige relativ nahe irdische Wolken.

Der Meteorstrom der Perseïden erreicht jeden August seinen Höhepunkt.
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Perseïden aus Perseus

Perseïden vom August 2019 über dem Kolonica-Observatorium in der Slowakei.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Woher kommen all diese Meteore? Was die Himmelsrichtung betrifft, lautet die pointierte Antwort: aus dem Sternbild Perseus. Daher nennt man den Meteorstrom, der morgen Nacht seinen Höhepunkt erreicht, den Meteorstrom der Perseïden – die Meteore scheinen allesamt von einem Radianten im Perseus auszuströmen.

Was den Ursprungskörper betrifft, stammen die sandkorngroßen Teile, aus denen die Meteore der Perseïden entstehen, vom Kometen Swift-Tuttle. Der Komet folgt einer klar definierten Bahn um unsere Sonne, und der Teil der Bahn, der in Erdnähe verläuft, liegt vor dem Sternbild Perseus. Daher liegt der Radiant der Kometenteile, die vom Himmel fallen, wenn die Erde diese Bahn kreuzt, im Perseus.

Dieses Kompositbild wurde letzten August in einem Zeitraum von acht Nächten aufgenommen und zeigt mehr als 400 Perseïden-Meteore. Die hellen Meteore streiften über das Kolonica-Observatorium in der Slowakei.

Die Perseïden dieses Jahres versprechen, einer der besten Meteorströme des Jahres zu werden.

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Das Märchen von NEOWISE

Ein Meteor der Perseiden und Komet NEOWISE über Schloss Neuschwanstein in Bayern (Deutschland).

Bildcredit und Bildrechte: Stephane Guisard (Los Cielos de America, TWAN)

Beschreibung:  In der Dämmerung fällt Kometenstaub vom Himmel, aber diese traumhafte Szene ist nicht aus einem Märchenfilm. Doch Schloss Neuschwanstein in den bayerischen Alpen diente als Vorlage für das Dornröschenschloss in Disneyland.

Der helle Streifen, der am 20. Juli über den Türmen des Schlosses fotografiert wurde, ist wahrscheinlich ein Meteor der Perseïden. Der jährliche Meteorstrom des Sommers erreicht seinen Höhepunkt zwar erst Mitte August, doch er ist bereits aktiv. Die Meteorspur über dem Märchenschloss zeigt rückwärts zum Radianten des Stroms im heroischen Sternbild Perseus, das außerhalb des oberen Bildrandes liegt. Perseïden-Meteore entstehen aus dem Staub des periodischen Kometen Swift-Tuttle.

Die Himmelserscheinung über dem fernen Horizont ist der aktuelle Liebling des Planeten Erde, Komet NEOWISE. Er zieht derzeit mit seinem breiten Staubschweif über den Nordhimmel.

Bilder des Kometen NEOWISE: Juli 21 || 20 || 19 || 18 || 17 || 16 || 15 || 14 || 13 || 12 || 11 || 10 und früher ||
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Komet Halley und Komet SWAN

Der Meteorstrom der Eta-Aquariiden des Kometen Halley und Komet SWAN über den Gipfeln der Insel Reunion.

Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot (TWAN)

Beschreibung: Die Stunden vor der Dämmerung am 3. Mai waren mondlos, als Körnchen aus kosmischem Staub über den Südhimmel der Insel Reunion streiften. Die Erde fegt die staubigen Bruchstücke auf, die der periodische Komet 1/P Halley zurückließ, wenn sie durch diese hindurchpflügt. Dabei beobachten wir den jährlichen Meteorstrom der Eta-Aquariiden.

Diese gelungene Aufnahme zeigt einen hellen Meteor der Eta-Aquariiden, der von links nach rechts über einem Wolkenmeer aufblitzt. Die Meteorspur zeigt rückwärts zum Radianten des Schauers, der – außerhalb des oberen Bildrandes – weit über dem östlichen Horizont im Sternbild Wassermann (Aquarius) liegt. Die Eta-Aquariiden bewegen sich sehr schnell, sie treten mit etwa 66 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein, man sieht sie in einer Höhe von ungefähr 100 Kilometern.

Auf dieser himmlischen Szenerie durfte außerdem der ungefähr 6 Lichtminuten von der Erde entfernte Komet C/2020 F8 SWAN mit seiner blassen grünlichen Koma und dem langen Schweif nicht fehlen, er posiert über den Vulkangipfeln links neben der Mitte.

Komet SWAN steht nun in der Morgendämmerung in der Nähe des östlichen Horizonts. Er wurde jedoch nicht so hell wie erhofft. Dieser Erstlingskomet erreichte erst vor zwei Tagen seine größte Annäherung an den Planeten Erde und erreicht am 27. Mai sein Perihel.

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Lyriden-Meteore aus dem Sternbild Leier

Sternschnuppen des Meteorstroms der Lyriden aus dem Kometen Thatcher über der Talsperre Seč in Tschechien.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Woher kommen all diese Meteore? Was die Richtung am Himmel betrifft, lautet die pointierte Antwort: aus dem Sternbild der kleinen Harfe (Lyra). Daher sind die Meteore des berühmte Stroms, der jeden April seinen Höhepunkt erreicht, als die Lyriden bekannt – sie scheinen alle von einem Radianten in der Leier auszuströmen.

Was jedoch den Ursprungskörper anbelangt, stammen die sandkorngroßen Teilchen des Lyriden-Meteorstroms vom Kometen Thatcher. Der Komet folgt einer klar definierten Bahn um unsere Sonne, und jener Teil der Bahn, der in der Nähe der Erde liegt, befindet sich vor dem Sternbild Leier. Wenn also die Erde diese Bahn kreuzt, erscheint der Radiant – der Ausgangspunkt der fallenden Bruchstücke – in der Leier.

Dieses Kompositbild zeigt mehr als 33 Meteore (finden Sie alle?) des Lyriden-Meteorschauers letzten Monat, darunter mehrere helle Sternschnuppen, die über das Ufer der Talsperre Seč in Tschechien strömten. Man sieht auch die hellen Sterne Wega und Atair, den Planeten Jupiter und das zentrale Band unserer Milchstraße.

Interessante APOD-Einreichungen: Lyriden-Meteorstrom 2020
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Lyriden-Meteorspur

Ein Meteor der Lyriden zischt in der Dämmerung über den Himmel von Brown County in Indiana; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Zolt Levay

Beschreibung: Der jährliche Meteorstrom der Lyriden erreichte auf der Erde gestern vor Sonnenaufgang seinen Höhepunkt, als unser Planet durch Trümmer aus dem Schweif des langperiodischen Kometen Thatcher pflügte. Dieser Streifen aus verdampfendem Kometenstaub teilte für einen kurzen Augenblick ein Teleobjektiv-Sichtfeld des klaren, mondlosen Himmels in der Dämmerung über Brown County in Indiana mit Sternen und Nebeln in der Milchstraße.

Deneb, der Alpha-Stern im Sternbild Schwan, liegt in der Nähe der hellen Meteorspur. Auch die interstellaren dunklen Staubwolken der Region und das erkennbare Leuchten des Nordamerikanebels (NGC 7000) sind zu sehen. Die Spur des Meteors zeigt rückwärts zum Radianten des Meteorstroms – das ist der Punkt am Himmel, von dem er ausschwärmt. Dieser Punkt liegt im Sternbild Leier in der Nähe des hellen Sterns Wega über dem oberen Bildrand.

Feiern wir die Nacht: Internationale Dark-Sky-Woche
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Sternennacht von Jean-Francois Millet

Sternklare Nacht - ein Ölgemälde des Künstlers Jean-Francois Millet aus Barbizon; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yale University Art Gallery

Beschreibung: Dieses Ölgemälde, eine dramatische Nachtlandschaft aus der Zeit um 1850, ist eine Arbeit des französischen Künstlers Jean-Francois Millet. Am dunklen, stimmungsvollen Nachthimmel leuchten Sternschnuppen, auch Meteore genannt, über einer spärlich beleuchteten Landschaft mit den Silhouetten von Bäumen und einem Karren.

Millet ist für seine Gemälde ländlicher Szenen bekannt. Der Künstler malte diese Sternennacht, nachdem er nach Barbizon in Frankreich gezogen war, etwa 30 Kilometer südöstlich jeglicher Lichtverschmutzung aus dem Paris des 19. Jahrhunderts. Millet schrieb an seinen Bruder: „Wenn du nur wüsstest, wie schön die Nacht ist … ihre Ruhe und Pracht sind so atemberaubend, dass ich mich völlig überwältigt fühle.“

Der niederländische Künstler Vincent van Gogh bewunderte Millets Arbeit und malte später ebenfalls sternklare Nächte.

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Quadrantidenmeteore im Orion

Siehe Beschreibung. Orion und Meteore der Quadrantiden am Winterhimmel; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Warum verlaufen diese Meteorspuren fast parallel? Weil sie alle vom selben Weltraumfelsbrocken abgestoßen wurden und daher zu einer gemeinsamen Richtung am Himmel zurückführen: dem Radianten des Meteorstroms der Quadrantiden. Diese Richtung liegt im veralteten Sternbild Mauerquadrant (Quadrans Muralis), daher der Name Quadrantiden, doch als die Internationale Astronomische Union 1922 ihre Liste der neuzeitlichen Sternbilder formulierte, schaffte es dieses Sternbild nicht auf die Liste.

Obwohl die Meteore nun vom anerkannten Sternbild Bärenhüter (Bootes) ausströmen, blieb der alte Name erhalten. Unabhängig von der Bezeichnung wandert die Erde jeden Januar durch einen Staubstrom, und Stücke dieses Staubs leuchten als Meteore auf, wenn sie in der Erdatmosphäre verglühen.

Dieses Bildkomposit wurde am 4. Januar fotografiert, im Vordergrund liegt eine malerisch verschneite slowakische Landschaft, und ein detailreich fotografierter Himmel zeigt das markante Sternbild Orion im Hintergrund. Der rote Stern Beteigeuze erscheint ungewöhnlich matt – sein Verblassen wird seit Monaten von Astronomen verfolgt.

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Quadrantiden über der Großen Mauer

Siehe Beschreibung. Meteore der Quadrantiden am Nachthimmel über der Chinesischen Mauer; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Cheng Luo

Beschreibung: Der Meteorstrom der Quadrantiden ist nach einem vergessenen Sternbild benannt. Für Himmelsbeobachter auf der Nordhalbkugel des Planeten Erde ist das ein jährliches Ereignis. Der Radiant am Himmel liegt im alten, astronomisch veralteten Sternbild Quadrans Muralis, nicht weit vom Großen Wagen entfernt und an der Grenze der heutigen Sternbilder Bärenhüter und Drache.

Der Radiant liegt rechts oben außerhalb des Bildes. Die Meteore der Quadrantiden streifen durch diese Nachthimmelslandschaft, die aus digitalen Einzelbildern zusammengesetzt wurde, welche in den Stunden um den Höhepunkt des Stroms am 4. Januar 2013 fotografiert wurden. Der abnehmende Halbmond beleuchtet eine zerklüftete Landschaft und einen Abschnitt der Chinesischen Mauer in der Provinz Hebei in China.

2003 wurde ein Asteroid als mögliche Quelle für den Staubstrom erkannt, aus dem die Quadrantiden entstehen. Wie gewöhnlich wird 2020 der kurze Höhepunkt des Stroms in der Nacht von 3. auf 4. Januar erwartet. Meteorliebhaberinnen in Nordamerika dürfen sich auf ein schönes Schauspiel freuen, um bei mondlosem Himmel vor der Morgendämmerung das neue Jahr zu feiern.

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