Hubble: Zehneck um Saturns Südpol

Der Südpol des Planeten Saturn ist hell mitten im Bild dargestellt. Ein X markiert den Südpol, der in einer dunklen Struktur mit 10 Ecken liegt. Eine Beschriftung zeigt das Zehneck. Es ist von helleren, beigefarbenen Ringen umgeben.
Bildcredit: NASA, ESA, STScI, HST; A. Sánchez-Lavega (UPV), A. Simon (NASA-GSFC), M. Wong (UC Berkeley); Bearbeitung: A. Pagan (STScI)

Warum sind Saturns Pole geometrisch?

Seit 1987 weiß man, dass der Nordpol des Saturn von einer sechseckigen Wolkenformation (Hexagon) umgeben ist. Entdeckt wurde dieses geometrische Muster in Daten der NASA-Raumsonden Voyager, die Anfang der 1980er-Jahre am Saturn vorbeiflogen. Aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops zeigen nun ein anderes geometrisches Muster am Südpol: ein Decagon (Zehneck).

Die geometrischen Grenzen könnten durch Wellen entstehen, wenn sich schnell bewegendes Gas von den Polen mit langsamerem Gas in Polnähe vermischt. Auf einem zusammengesetzten Hubble-Bild aus dem letzten Jahr ist der Südpol des Saturn zu sehen, markiert durch ein X. Rund um den Pol befinden sich mehrere Bänder aus kreisenden Wolken. Das Zehneck ist besonders gut in den dunklen inneren Bereichen zu erkennen.

Das sechseckige Muster am Nordpol ist seit über 40 Jahren stabil. Ob das Zehneck am Südpol ebenfalls stabil bleibt, wird sicher weiter erforscht.

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