Das Weltraumteleskop Nancy Grace Roman startet

Videocredit: NASA

Ein neues Teleskop startete in den Weltraum, um das Universum zu erforschen. Der Hauptspiegel des Weltraumteleskops Nancy Grace Roman (RST) ist gleich groß wie jener des Weltraumteleskops Hubble (HST). Doch er sieht bei jedem Schnappschuss einen 100-mal größeren Teil des Himmels. Das ist möglich, weil der Hauptspiegel des RST stärker gekrümmt ist als beim HST. Außerdem ist sein Sekundärspiegel näher und die Hauptkamera ist größer. Daher kann RST größere Teile des Himmels schneller untersuchen.

RST entdeckt wahrscheinlich viel mehr Supernovae und kann vieles mehr. So erfahren wir genauer als bisher, wie schnell sich unser Universum ausdehnt und woraus es besteht. Wir finden wohl viel mehr Planeten, die um andere Sterne kreisen. Das soll zeigen, wie wahrscheinlich es Leben anderswo im Universum gibt.

Wie das Weltraumteleskop James Webb kreist RST nicht um die Erde, sondern um die Sonne. Dieses Video zeigt, wie Roman gestern am Raumfahrtzentrum Kennedy in Florida in den USA startete. Der Träger war eine Falcon-Schwerlastrakete von SpaceX.

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M74, eine prachtvolle Spiralgalaxie

Ausschnitt einer Spiralgalaxie, die direkt von oben auf die Ebene fotografiert ist. Links der Mitte der Kernbereich, von dem zwei helle Spiralarme abgehen. In den Armen leuchten dunkle Staubstreifen, bläuliche Sternhaufen und rote Wasserstoffwolken.
Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble-Vermächtnis (STScI / AURA)- ESA / Hubble-Arbeitsgemeinschaft; Danksagung: R. Chandar (U. Toledo) und J. Miller (U. Michigan)

Auch wenn sie nicht die beeindruckendste ist, so gehört diese Spiralgalaxie zu den fotogensten. Die Welteninsel besteht aus rund 100 Milliarden Sternen. Sie ist rund 32 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Fische. M74 bietet einen atemberaubenden Anblick von vorne. Sie ist als Sc-Galaxie klassifiziert. Helle blaue Sternhaufen und dunkle Streifen kosmischen Staubs unterstreichen die typische Form der anmutigen Spiralarme von M74. Dieses scharfe Bild ist aus Archivaufnahmen des Weltraumteleskops Hubble zusammengesetzt. Es zeigt einen rund 30.000 Lichtjahre großen Ausschnitt von M74. Es enthält Bilder, die das Leuchten von Wasserstoffatomen zeigen. Sie betonen den rötlichen Schein der größten Bereiche in der Galaxie, in denen Sterne entstehen.

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Ein Paar Finsternisse

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Bildcredit und Bildrechte: Gwenaël Blanck

Finsternisse treten häufig paarweise auf. Zweimal im Jahr können Sonne, Mond und Erde fast genau auf einer Linie stehen. So eine Finsternis-Saison dauert etwa 34 Tage. In dieser Zeit entstehen eine Sonnenfinsternis und eine Mondfinsternis, denn Neumond und Vollmond liegen knapp über 14 Tage auseinander. Doch nur selten gibt es in einer Finsternis-Saison sowohl eine totale Sonnenfinsternis als auch eine totale Mondfinsternis. Häufiger ist eine der beiden eine partielle Finsternis.

Doch in der vergangenen Finsternis-Saison von 2026 war tatsächlich im Abstand von zwei Wochen eine totale Sonnenfinsternis am 12. August (Bild oben) und eine fast totale Mondfinsternis in der Nacht von 27. auf 28. August (Bild unten) zu sehen. Die Sonnenfinsternis bei Neumond wurde in Peñafiel, Spanien, aufgenommen. Die HDR Fotomontage zeigt das kurze Perlschnurphänomen unmittelbar vor Beginn der Totalität. Auch die goldene Sonnenkorona ist zu sehen. Die partielle Mondfinsternis beim darauffolgenden Vollmond wurde in Sèvres, Frankreich, aufgenommen. Diese HDR Fotomontage zeigt die partielle Finsternis zur Hälfte des 93-prozentigen Maximums. Etwa die Hälfte der sichtbaren Mondscheibe erscheint dunkelrot und liegt im Kernschatten der Erde.

In der nächsten Finsternis-Saison gibt es eine ringförmige Sonnenfinsternis am 6. Februar 2027 und eine darauf folgende Halbschatten-Mondfinsternis am 20. / 21. Februar.

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Der Himmel über dem Paranal rotiert

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Bildcredit und Bildrechte: Osvaldo Castillo

Das Paranal Observatorium der ESO in Chile liegt auf etwa 25 Grad südlicher Breite. Hier bewegt die Rotation der Erde die Oberfläche des Planeten mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1500 Kilometern pro Stunde ostwärts. Obwohl das schneller ist als die Schallgeschwindigkeit auf Meereshöhe, ist die Bewegung nicht wahrnehmbar. Trotzdem zeigt sich die Bewegung in der scheinbaren Rotation des Nachthimmels in Fotos von Sternstrichspuren.

Diese Strichspuraufnahme wurde aus 300 aufeinander folgenden 25 Sekunden Belichtungen zusammengesetzt. Die Kamera war dabei auf einem Stativ fixiert, sodass die Bögen der Strichspuren zu sehen sind. Im Zentrum der konzentrischen Bögen liegt der südliche Himmelspol. Das ist der Punkt am Himmel, an dem die verlängerte Erdrotationsachse die Himmelskugel im Süden durchstößt.

Unterhalb des südlichen Himmelspols ist eines der 1,8 Meter Hilfsteleskope des Observatoriums, das AT 3, zu sehen.

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Farbige Polarlichter über einem isländischen Wasserfall

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Bildcredit und Bildrechte: Victor Lima; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Was für ein Anblick! Ein Nachthimmel voller Farben scheint über den Skógafoss Wasserfall in Island herunterzuregnen. Das Bild entstand im April 2025 in einer einzigen 5 Sekunden Belichtung.

Viele Leute möchten zumindest einmal im Leben eine Aurora sehen. Doch das ist nicht so einfach. Hohe Sonnenaktivität, ein dunkler, klarer Himmel und ein hochgelegener Beobachtungsplatz sind dazu nötig. Nordlichter sind daher leichter zu sehen als ihr Gegenpart, die Südlichter. Denn auf der Südhalbkugel der Erde gibt es weniger Landmassen, besonders um den südlichen Polarkreis.

Aurorae werden durch geladene Teilchen aus dem Sonnenwind verursacht. Diese werden von der Magnetosphäre der Erde eingefangen und durch das Magnetfeld in ein Gebiet nahe der Pole geleitet. Dort kollidieren sie mit Gasteilchen in der Atmosphäre. Verschiedene Farben zeigen die Wechselwirkungen mit verschiedenen Gasen in unterschiedlichen Höhen an. Rot und grün entsteht durch Sauerstoff, blau und rosa durch Stickstoff.

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Der Löwenkopfnebel auf Bildern des JWST

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Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI; Bildbearbeitung: Alyssa Pagan (STScI); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Blicken wir auf die Zukunft unserer Sonne? Das James Webb Weltraumteleskop hat unser heutiges Bild des Löwenkopfnebels (NGC 2392) aufgenommen. Es besteht aus Aufnahmen der Instrumente NIRCam und MIRI. Der Löwenkopfnebel ist das Überbleibsel eines sonnenähnlichen Sterns. Der Stern konnte die Kernfusion in seinem Inneren nicht mehr aufrechterhalten und wurde dadurch instabil. Er begann seine äußeren Schichten aus Gas und Staub in den Weltraum hinaus zu schleudern. So ist dieser planetarische Nebel entstanden. Der extrem heiße Kern des Sterns blieb zurück: ein weißer Zwerg. Er ist in der Nase des Löwen zu sehen. Bitte die Nase nicht anstupsen! Die starke Strahlung des weißen Zwergs bringt das Gas zum Leuchten. Es dehnt sich aus und erzeugt so die unregelmäßigen Blasen, die das Gesicht des Löwen bilden. Eine leuchtende Gaswolke und dichte Staubklumpen, die die Strahlung des weißen Zwergs überlebt haben, bilden die Löwenmähne. Dieser neue und sehr detaillierte Blick auf den Nebel hilft uns, ihn besser zu verstehen. Wir lernen daraus, wie das Gas und der Staub miteinander und mit dem Licht des weißen Zwergs wechselwirken.

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Mondfinsternisse visualisieren den Erdschatten

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Bildcredit und Bildrechte: Tim Martin

Was erzeugt dieses riesige Loch im Weltraum? Das ist kein Schwarzes Loch – es ist ein Schatten. Es ist der Schatten der Erde. Mindestens seit der Zeit von Aristoteles haben die Menschen bemerkt, dass der dunkle Schatten der Erde bei einer partiellen Mondfinsternis rund ist. Es ist allerdings nie ein ganzer Kreis. Mit moderner digitaler Technologie können wir aber viele Bilder von Mondfinsternissen kombinieren. Dadurch wird der gesamte Schatten der Erde sichtbar. Die heutige Bilderserie stammt von einem hartnäckigen Astrofotografen und vereint 22 Jahre von Mondfinsternissen in einem Bild. Der Mond wird nicht jeden Monat verfinstert, da seine Umlaufbahn relativ zur Erdbahn leicht geneigt ist. Bei genauerer Betrachtung sieht man auf manchen Bildern von Mondfinsternissen ein schwaches, bläuliches Band. Es entsteht, wenn die obere Atmosphäre der Erde mehr rotes Licht herausfiltert als blaues. Diese Woche wird eine neue Mondfinsternis stattfinden, die am besten aus Teilen Nord- und Südamerikas, Europa und Afrika zu sehen ist.

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Der Komet 220P bricht aus

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Bildcredit und Bildrechte: Spilios Asimakopoulos

Der Komet 220P ist unerwartet hell. Normalerweise hat der periodische Komet 220P/McNaught nur eine geringe Helligkeit. Um ihn beobachten zu können, benötigt man daher meistens ein Teleskop. Allerdings kam es in diesem Jahr zu gleich zwei Helligkeitsausbrüchen. Der Kometen ist dadurch
20 000-mal heller als sonst. Er ist somit auch mit einem Fernglas und einer Kamera mit Langzeitbelichtung sichtbar.

Die Umlaufbahn des Kometen 220P um die Sonne liegt zwischen den Planeten Mars und Jupiter. Seine Umlaufzeit beträgt 5 Jahre. Die hier gezeigte Langzeitaufnahme wurde vor 10 Tagen in Südafrika gemacht. Sie zeigt den hellen grünen Kopf und den kurzen Staubschweif des Kometen.

Die Ursache für die beindruckenden Helligkeitsausbrüche des Kometen 220P ist unbekannt. Kometenbeben oder die Freisetzung von Gas, das sich unter der Oberfläche angesammelt hat, könnten mögliche Erklärungen sein. Im Oktober fliegt der Komet 220P in einem Abstand, der der Entfernung von der Erde zu Sonne entspricht, an der Erde vorbei. Danach wird er voraussichtlich stark an Helligkeit verlieren, da er sich wieder auf den Weg zum äußeren Teil seiner Umlaufbahn macht.

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