Zwei Bänder leuchten über der Atacama

In einer felsigen Landschaft steht in der Ferne eine Person. Über ihr breitet sich der Sternenhimmel aus. Zu beiden Seiten der Person ragen helle, bogenförmige Lichtbänder vom Horizont auf.

Bildcredit und Bildrechte: Julien Looten

Was sind diese zwei Bänder am Himmel? Relativ häufig sieht man das linke: Es ist der zentrale Bereich unserer Milchstraße. Unsere Sonne kreist um dieses Zentrum unserer Spiralgalaxie. Wenn wir dorthin blicken, sehen wir ein langgestrecktes Band, das relativ gleichmäßig leuchtet und um den ganzen Himmel reicht.

Das zweite Band rechts im Bild sehen wir viel seltener: Es ist das Zodiakallicht. Dieses Band entsteht, weil der Staub im Sonnensystem das Licht der Sonne reflektiert. Am hellsten ist das Zodiakallicht direkt in der Nähe der Sonne. Deshalb sehen wir es am besten, wenn die Sonne gerade untergegangen ist oder bald aufgeht. An manchen Abenden leuchtet das Zodiakallicht sehr klar. Der Staub, der das Leuchten verursacht, stammt von Kometen, die zuvor nahe Jupiter vorbeigezogen sind. Das erkannte man übrigens erst in diesem Jahrhundert. Das Bild entstand vor etwa einem Jahr in der Atacama in Chile.

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Iapetus: Saturns bemalter Mond

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Bildcredit: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini-Bildgebungsteam

Was ist mit dem Saturnmond Iapetus geschehen?

Weite Regionen dieser befremdlichen Welt sind dunkel wie Kohle, während andere hell wie Schnee sind. Um diesen ungewöhnlich getönten Mond besser zu verstehen, hat die NASA 2007 das robotische Raumschiff Cassini dort hingeschickt. Es umkreiste Saturn und stützte bis auf 2000 kilometers auf ihn zu.

Hier abgebildet ist die stets hinten laufende Seite von Iapetus aus einer Entfernung von ca. 75.000 Kilometern. Ein großer Einschlagskrater im Süden durchmisst 500 Kilometer und erscheint einem älteren Krater von ähnlicher Größe überlagert.

Man sieht wie das dunkle Material mehr und mehr von dem östlichsten Teil von Iapetus bedeckt und dort die Krater und Hochländer gleichermaßen abdunkelt. Eine führende Hypothese ist, dass das dunkle Material überwiegend eine Form von kohlenstoffreichem Boden ist. Sie soll übrig geblieben sein, als relativ warmes, dreckiges Eis sublimierte. Eine ursprüngliche Bedeckung dieses dunklen Materials könnte dann durch die Ablagerung von Trümmerteilen aufgemalt worden sein, die von Meteoriten von anderen Monden freigesetzt wurden.

Knobelspiel: Astronomie-Puzzle des Tages

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Pathfinder auf dem Mars

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Bildcredit: Mars Pathfinder, JPL, NASA

Am 4. Juli 1997 landete die Sonde Mars Pathfinder auf dem Mars. Der Abstieg zum Mars gelang mit einem eigenen Feuerwerk, einem Fallschirm und einen schützenden Airbag. Damit hüpfte die Sonde wie ein riesiger Wasserball etwa 15 Mal auf und ab bevor sie schließlich um 19.07 MESZ auf der Marsoberfläche zu liegen kam. Die Landung mit Hilfe von Airbags war damals völlig neu.

Pathfinder übertrug dieses Farbmosaikbild an das Kontrollzentrum auf der Erde. Es ist eine Szene aus einer anderen Welt. Im Vordergrund ist der Marsroboter Sojourner zu sehen. Er sitzt auf dem noch zusammen Pathfinder. Der sechsrädrige, solarbetriebene Sojourner mit der Größe einer großen Hauskatze war der erste erfolgreiche Marsrover. Rund um Pathfinder sieht man die verbrauchten Airbags und die mit Felsbrocken übersäte Überschwemmungsebene des Ares Vallis. Am Horizont heben sich ferne Marshügel gegen den bräunlichen Himmel ab.

Die Pathfinder Landesonde wurde schließlich in Carl Sagan Memorial Station umbenannt.

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Drei Galaxien im Sternbild Pfau

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Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby

Diese drei Galaxien sind etwa 190 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Damit liegen sie weit jenseits der hellen Sterne und Nebel der Milchstraße. Sie werden durch die Schwerkraft in einem fesselnden kosmischen Tanz zueinander hingezogen.

Wir schauen von oben auf die großen Spiralgalaxien NGC 6769 und NGC 6770. Ihre leuchtenden galaktischen Scheiben sind von verdunkelnden interstellaren Staubbahnen durchzogen. Sie sind durch gravitative Wechselwirkungen von galaktischem Ausmaß deutlich verzerrt. Durch die Kollision massereicher Molekülwolken entstehen in Sternentstehungsgebiete mit jungen blauen Sternhaufen entlang der langgestreckten Spiralarme .

Die Spiralgalaxie NGC 6771 darunter sehen wir von der Seite. Ihr kastenförmiger Zentrabereich ist durch Gezeitenkräfte verursachte Sternströme entstanden. In ferner Zukunft ist eine Verschmelzung der drei Galaxien unvermeidlich.

Dieses Galaxientrio wird manchmal auch als Teufelsmaske bezeichnet. Bei der genannten Entfernung erstreckt sich das Bildfeld über 300.000 Lichtjahre. Es liegt sich im Sternbild Pavo am südlichen Himmel.

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Überreste der Supernova-Geschwister

Der Quallennebel ist hier farbcodiert dargestellt. Der größte Teil des Nebels leuchtet gelb. Links ist ein violettes Filament, und im Nebel ziehen blaue Fasern durch die Mitte. Rechts leuchtet ein sehr heller Stern, er heißt Propus.
Bildcredit: Goddard-Raumfahrtzentrum der NASA und M. Michailidis et al. 2026; Optisch: DSS; Infrarot: NASA/WISE/JPLCaltech/UCLA; Ultraviolett: NASA/Swift; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Was passiert, wenn ein Stern in einem Doppelsternsystem zur Supernova wird? Dieses Bild kombiniert sichtbares Licht in Gelb, ultraviolettes Licht in Lila sowie infrarotes Licht in Türkis, Rot und Orange. Es zeigt zwei Supernova-Überreste und ihre Umgebung, die etwa 6000 Lichtjahre entfernt sind. Der jüngere ist der bekannte Quallen-Nebel in der Mitte. Er leuchtet im Bild großteils gelb. Mit bloßem Auge gesehen wäre er am Himmel größer als der Vollmond.

Das lilafarbene Filament gehört zu einem älteren Supernova-Überrest. Er hat die Bezeichnung G189.6+3.3 und überlappt den jüngeren Überrest. Eine neue Studie nutzte Daten des Weltraumteleskops Fermi der NASA, das in Gammastrahlen beobachtet. So will man ihre Geschichte rekonstruieren.

In der Astronomie vermutet man, dass dort ursprünglich ein System aus zwei Sternen war, also ein Doppelsternsystem. Der erste Stern explodierte als Supernova. Dabei schleuderte er seinen Begleiter weg. Der explodierte dann ebenfalls Zehntausende Jahre später als Supernova. So überlagerten sich die beiden Supernova-Überreste, die wir heute sehen.

Der helle Stern rechts ist eigentlich ein System aus drei Sternen, er heißt Propus.

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Wolken wie Zuckerwatte um Rho Ophiuchi

Die Nebel um den Stern Rho Ophiuchi im Sternbild Schlangenträger sind bunt wie Zuckerwatte. Dieses Bild zeigt Reflexionsnebel, Emissionsnebel, Dunkelnebel und den Kugelsternhaufen M4.
Bildcredit und Bildrechte: Ángel Molina; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Diese Wolken sehen aus wie Zuckerwatte, doch man kann sie nicht essen! Das Bild entstand im spanischen Cádiz und zeigt den Komplex um den Stern Rho Ophiuchi. Es ist ein Gobelin mit jungen und alten astronomischen Phänomenen. Der bunte Wolkenkomplex ist eine Region mit Sternbildung in unserer Nähe. Dort gibt es Hunderte junger stellarer Objekte wie Protosterne und T-Tauri-Sterne.

Kleine Staubkörnchen reflektieren das Licht des Dreifach-Sternsystems im Zentrum. So entstehen die blauen Reflexionsnebel. Das ultraviolette Licht der heißen Sterne ionisiert den Wasserstoff, der sie umgibt. Das erzeugt die roten Emissionsnebel. Der rote Überriese Antares ist so groß, dass er den ganzen Asteroidengürtel im Sonnensystem umschließen könnte. Er beleuchtet die gelbe Region. Der dunkle interstellare Staub verdeckt einige Farben im Komplex.

Auch das JWST beobachtete die Region und zeigt, wie verborgene protoplanetare Scheiben um junge Sterne Schatten werfen. Protoplanetare Scheiben nennt man auch Proplyden, sie sind frühe Stadien bei der Entstehung von Planeten. Rechts unten sitzt der Kugelsternhaufen Messier 4. Er ist fast so alt wie das Universum und ist Zeuge eines weiteren chaotischen Ausbruch an Sternbildung in der Milchstraße.

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