Cassini nähert sich Saturn

Videocredit und -rechte: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, NASA, ESA, S. Van Vuuren et al.; Musik: Adagio for Strings (New Yorker Philharmoniker)

Wie würde es aussehen, wenn man sich dem Riesenplaneten Saturn nähert?

Es ist unnötig darüber zu phantasieren – das Raumschiff Cassini hat es 2004 gemacht und tausende von Bildern im Anflug aufgenommen – und einige weitere hunderttausende während des Eintrittsorbits.

Einige von Cassinis frühen Bildern wurden digital nachbearbeitet, zurecht geschnitten und zu einem inspirierenden Video kombiniert. Es ist Teil eines größeren IMAX Filmprojekts mit dem Namen In Saturn’s Rings. In der Sequenz am Ende wird Saturn bei der Annäherung immer größer, während der wolkige Titan unter ihm vorbeirauscht.

Während Saturn im Hintergrund herumwirbelt, sehen wir als nächstes Cassini über den Mond Mimas fliegen und der große Herschel Crater ist klar erkennbar. Saturns majestätische Ringe übernehmen dann die Show, während Cassini die sehr dünne Ringebene durchquert. Dunkle Schatten der Ringe erscheinen auf Saturn selbst. Abschließend kommt der rätselhafte Eis-Geysir-Mond Enceladus mit etwas Abstand ins Bild. Während des Annäherungsmanövers endet der Videoflug.

Nach mehr als einem Jahrzehnt Erforschung und Entdeckungen ging dem Cassini-Raumschiff 2017 der Treibstoff aus und es wurde gezielt in zum Eintauchen in die Atmosphäre von Saturn gebracht, wo es bestimmt zerschmolzen ist.

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Überwiegend Perseiden

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Bildcredit und Bildrechte: Jakub Koukal (Valašské Meziříčí Observatory)

Vier verschiedene Kameras, deren Hauptzweck das Monitoring von Meteoren ist, nahmen dieses Bild in der Nacht vom 12 – 13 August in Tschechien auf. Um das Bild zu erstellen, mussten die vier Einzelbilder ausgerichtet und schließlich vereinigt werden.

In dieser Nacht wurden 1706 Meteore gezählt. Da diese Nacht mit dem Höhepunkt des Perseiden Sternschnuppenschauers im Jahr 2026 zusammenfiel, sind auch die meisten hier abgebildeten Meteore Perseiden. Ihre große Anzahl macht es einfach, sie zu sehen. Die Perseiden scheinen alle aus einem einzigen Punkt, dem Radianten, am oberen rechten Bildrand zu kommen. Dieser Punkt befindet sich im Sternbild Perseus.

Aber auch Meteore anderer Sternschnuppenschauer ziehen ihre Spuren über das Bild: Ein solcher Strom hat seinen Radianten im Sternbild Schwan (Cygnus). Er ist auch bekannt unter dem Namen Kappa Cygnids. Der Antihelion Komplex, eine Gegend nahe dem Sternbild Wassermann und somit gegenüber der Sonne, lässt sich ebenfalls als ein Radiant für einen schwachen Sternschnuppenstrom identifizieren.

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Zeitraffer: Der Stern S301 kreist um das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxis

Videocredit und -rechte: ESO/GRAVITY Collaboration/L. Calçada; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Wie fühlt es sich an, ein rotierendes, supermassereiches Schwarzes Loch zu umkreisen? Dieses Video ist eine Animation. Es zeigt Beobachtungen des Sterns S301, der Sagittarius A* umkreist, über vier Jahre hinweg als Zeitraffer. Sgr A* ist das Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxis und hat eine Masse von vier Millionen Sonnenmassen.

S301 wurde im Jahr 2023 mit dem Very Large Telescope Interferometer der Europäischen Südsternwarte ESO entdeckt, das sich in der Atacamawüste in Chile befindet. Astronom*innen haben kürzlich festgestellt, dass S301 etwa 8,7 Jahre benötigt, um das Schwarze Loch zu umkreisen, und dabei Geschwindigkeiten von 25.000 km/s erreicht. Er nähert sich dem Schwarzen Loch mehr als jeder andere Stern, der zuvor entdeckt wurde – er kommt bis auf eine Entfernung heran, die der vom Saturn zur Sonne entspricht.

Da S301 Sagittarius A* so nahe kommt, kann man mit ihm die Rotationsgeschwindigkeit des Schwarzen Lochs direkt messen und Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie überprüfen. Der Theorie zufolge verzerrt ein rotierendes Schwarzes Loch die Raumzeit um sich herum und beeinflusst dadurch die Umlaufbahnen von Objekten in seiner Nähe.

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Elefantenrüssel in Kepheus

Ein rötlicher Nebel vor einem Sternenhintergrund, in dem sich dunkle Strukturen abzeichnen. Der Nebelkomplex ähnelt einem Elefantenrüssel.
Bildcredit und Bildrechte: Eddie Sgarbossa

Er sieht aus wie eine Illustration aus einer Genau-so-Geschichte. Der Elefantenrüsselnebel schlängelt sich durch einen Emissionsnebel und einen jungen Sternhaufen. Diese Objekte tragen die Katalogbezeichnung IC 1396 und befinden sich im Sternbild Kepheus. Der Elefantenrüsselnebel ist auch unter der Bezeichnung vdB 142 bekannt und mehr als 20 Lichtjahre lang. Dieser detaillierte Anblick durch ein Teleskop zeigt die hellen, verwehten Grate und Bereiche aus kühlem Staub und Gas zwischen den Sternen, von denen es dort viele gibt. Die dunklen, rankenförmigen Wolken enthalten das Rohmaterial für die Sternentstehung. In ihnen verstecken sich Protosterne. Der vergleichsweise lichtschwache Komplex IC 1396 ist rund 3000 Lichtjahre entfernt. Er bedeckt eine großen Bereich am Himmel und erstreckt sich über mehr als 5 Grad. Von oben nach unten misst diese rüsselartige Darstellung fast 1 Grad. Das ist etwas weniger als der Winkeldurchmesser von 2 Vollmonden.

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Der Fall eines mysteriösen möglichen Meteors

Videocredit: Juan Pablo Castañeda; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II); Dank an: William Cooke, David Lee, Peter Brown, Denis Vida, Peter Jenniskens

Was war das? Was ist da verschwunden, während es die teilweise verfinsterte Sonne kreuzte? Schauen wir die Fakten an. Das Video zeigt 24 Aufnahmen pro Sekunde. Es wurde am 12. August 2026 um 20:28 Ortszeit in Spanien gefilmt. Die Koordinaten des Ortes lauten 40°34’30.3″N 1°12’28.8″W. Der Meteorschauer der Perseïden erreichte zu dieser Zeit gerade seinen Höhepunkt. Ist das also ein Meteor?

Meteore eines Stroms zeigen rückwärts zu einer Region am Himmel, die man Radiant nennt. Dort kreuzt die Erde die Bahn des jeweiligen Kometen. Der Pfad des Objekts könnte zum Radianten der Perseïden zeigen, der im Sternbild Perseus liegt. Der Winkel am Himmel, den die Spur des Objekts zieht, ist kleiner als 0,5 Grad – das ist die Winkelgröße von Sonne und Mond. Und es ist viel weniger, als man bei einem Meteor erwarten würde.

Seine Helligkeit reicht nicht weit über die Sonne hinaus. Doch wenn ein Meteor am Himmel auflodert, braucht man kein Sonnenlicht, um ihn zu sehen. Vielleicht reflektiert das Objekt Sonnenlicht? Man glich also den Ort, die Zeit und die Region am Himmel mit einer Flugdatenbank ab. Dabei zeigte sich: Der Übeltäter war der Kondensstreifen eines Flugzeugs!

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Perseïden aus dem Sternbild Perseus

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Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák

Dieses Jahr war ein gutes Jahr für den Meteorstrom der Perseiden. Der Hauptgrund dafür war, dass der Mond nicht am Nachthimmel der Erde stand. Da der Himmel nicht vom Mond aufgehellt wurde, waren mehr Sternschnuppen als gewöhnlich zu sehen.

Wo war der Mond? Er war gerade damit beschäftigt, die Sonne zu besuchen. Kurz vor dem Höhepunkt der Perseiden schob sich der Mond direkt vor die Sonne und verursachte eine totale Sonnenfinsternis, die von Grönland und Spanien aus zu sehen war.

Die Perseiden entstehen dadurch, dass die Erde auf einen Strom von Staubteilchen trifft, die die Sonne umkreisen. Sie stammen vom Kometen Swift-Tuttle. Perseiden-Meteoroide sind üblicherweise nur so groß wie ein Sandkorn. Da die Staubpartikel des Kometen Swift-Tuttle die Sonne teilweise in entgegengesetzter Richtung zur Umlaufrichtung der Erde umkreisen, sind die Perseiden-Sternschnuppen oft auch schnell und hell.

Diese Bildzusammenstellung entstand die über mehrere Nächte hinweg von Jizerka in der Tschechischen Republik aus. Darin lassen sich die Spuren der Perseiden-Sternschnuppen auf einen einzigen Punkt am Himmel zurückverfolgen – ihren Radianten im Sternbild Perseus.

Galerie der Perseïden 2026

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Sonnenfinsternis mit goldener Korona

Die Sonne ist vom Neumond verdeckt. Daher strahlt ihre Korona in der Dunkelheit hell und farbenprächtig hinter dem Mond auf. Links ragt eine rote Protuberanz über den Mondrand.
Bildcredit und Bildrechte: Rui Santos (Living Impressions)

Die totale Sonnenfinsternis war von poetischer Schönheit, und sie war auch wissenschaftlich sehr interessant. Normalerweise ist die Korona der Sonne weiß. Doch einige Beobachter sahen letzte Woche die Korona bei der totalen Sonnenfinsternis in den Farben von Perlen.

In Spanien jedoch strahlte die Korona in ungewöhnlich goldener Farbe. Einerseits liegt das daran, dass die totale Phase der Sonnenfinsternis in Spanien bei Sonnenuntergang stattfand und die Sonne schon nahe am Horizont stand. Das Sonnenlicht legt dort eine längere Strecke durch unsere Atmosphäre zurück. Dadurch wird ein Teil des blauen Lichts an den Teilchen der Luft gestreut. Wegen der Waldbrände in der Umgebung war außerdem ungewöhnlich viel Rauch in der Luft. Das wirkte wie ein zweiter Filter, der den blauen Anteil des Lichts noch stärker streute. Somit erstrahlte die Korona in einem intensiven Goldton.

Dieses Bild entstand aus mehreren Aufnahmen, die als HDR bearbeitet wurden. Es entstand letzte Woche in Benavente in Spanien. Am linken Rand der Sonne schwebt eine glühende Protuberanz aus ionisiertem Wasserstoff. Sie leuchtete nicht golden, sondern behielt ihr ursprüngliches leuchtendes Rosa.

Galerie der Sonnenfinsternis am 12. August 2026

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Milchstraße über Yellowstone

Über dem künstlich beleuchteten Silex Spring, dessen türkise Farbe von Bakterien stammt, wölbt sich die Milchstraße. Aus dem Tümpel steigt Dampf aus, weil das Wasser vom Yellowstone-Hotspot erhitzt wird.
Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane

Die Milchstraße entstand nicht aus diesem dampfenden, farbenfrohen Teich. Er ist etwa zehn Meter breit. Man kennt ihn als Silex-Quelle, er befindet sich im Yellowstone Nationalpark in Wyoming in den USA.

Die heiße Quelle wird künstlich beleuchtet. Ihre Farben stammen von Schichten aus Bakterien. Aus der Quelle steigt Dampf auf, weil unterirdisches Magma, das mit dem Yellowstone-Hotspot in Verbindung steht, sie aufheizt. Unabhängig davon biegt sich in weiter Ferne oben das zentrale Band der unserer Galaxis, der Milchstraße. Der Eindruck eines Bandes entsteht durch Milliarden von Sternen. Das Panorama entstand aus 16 einzelnen Aufnahmen aus dem Jahr 2014.

Vor zirka 640.000 Jahren brach der Yellowstone-Hotspot schon einmal als Supervulkan aus. Wenn das wieder passiert, ist ein großer Teil von Nordamerika davon betroffen.

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