
Finsternisse treten häufig paarweise auf. Zweimal im Jahr stehen Sonne, Mond und Erde fast in einer Reihe. So eine Finsternis-Saison dauert ungefähr 34 Tage. In dieser Zeit kann eine totale Finsternis bei der Sonne oder Mond auftreten. Neumond und Vollmond liegen nämlich nur etwa 14 Tage auseinander. Doch nur selten gibt es bei so einer Gelegenheit sowohl eine totale Sonnenfinsternis als auch eine totale Mondfinsternis. Viel häufiger ist eine der beiden Finsternisse partiell.
Doch 2026 gab es bei der letzten Finsternis-Saison tatsächlich beide Arten im Abstand von zwei Wochen. Am 12. August fand eine totale Sonnenfinsternis statt (oben), und in der Nacht von 27. auf 28. August eine fast totale Mondfinsternis (unten). Bei der Sonnenfinsternis war Neumond. Sie wurde im spanischen Peñafiel fotografiert. Die HDR-Fotomontage zeigt das kurze Perlschnur-Phänomen knapp vor Beginn der Totalität. Außen schimmert die goldene Sonnenkorona.
Bei dem Neumond danach gab es eine partielle Mondfinsternis, die in Frankreich in Sèvres aufgenommen wurde. Beim Maximum war der Mond zu 93 Prozent verdunkelt. Auch dieses Bild ist eine HDR-Montage. Es zeigt die partielle Finsternis zur Halbzeit. Etwa die Hälfte der Mondscheibe erscheint dunkelrot, weil sie in den Kernschatten der Erde getaucht ist.
In der nächsten Finsternis-Saison gibt es am 6. Februar 2027 eine ringförmige Sonnenfinsternis, gepaart mit einer Halbschatten-Mondfinsternis in der Nacht von 20. auf 21. Februar.
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