Webb zeigt den Löwenkopfnebel NGC 2392

Der planetarische Nebel im Bild erinnert an einen Löwenkopf. In der Mitte sitzt sein Gesicht, umgeben von einer strähnigen Mähne aus leuchtendem Gas, das früher abgestoßen wurde. Im Zentrum leuchtet ein Weißer Zwerg, der Überrest eines sonnenähnlichen Sterns.
Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI; Bildbearbeitung: Alyssa Pagan (STScI); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Sehen wir hier die Zukunft unserer Sonne? Das Bild zeigt den Löwenkopfnebel. Es stammt vom Weltraumteleskop James Webb und entstand aus Aufnahmen der Instrumente NIRCam und MIRI. Der Löwenkopfnebel ist auch als NGC 2392 bekannt. Er ist das Überbleibsel eines sonnenähnlichen Sterns, der die Kernfusion in seinem Inneren nicht mehr aufrecht halten konnte. Dadurch wurde er instabil. Er begann, seine äußeren Schichten aus Gas und Staub in den Weltraum zu schleudern. Dabei entstand dieser planetarische Nebel.

Zurück blieb der extrem heiße Kern des Sterns, nämlich ein Weißer Zwerg. Er sitzt in der Nase des Löwen. Bitte die Nase nicht anstupsen! Die starke Strahlung des Weißen Zwergs bringt das Gas zum Leuchten. Es dehnt sich aus und erzeugt so die unregelmäßigen Blasen im Gesicht des Löwen. Eine leuchtende Gaswolke und dichte Staubklumpen haben die Strahlung des Weißen Zwergs überdauert. Sie bilden die Löwenmähne. Dieser neue und sehr detaillierte Blick auf den Nebel hilft uns, ihn besser zu verstehen. Wir lernen daraus, wie das Gas und der Staub miteinander und mit dem Licht des Weißen Zwergs wechselwirken.

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