Die Qualle und der Mars

Links steht der Quallennebel im Sternbild Zwillinge zwischen Mu and Eta Geminorum, rechts der Planet Mars.

Bildcredit und Bildrechte: Jason Guenzel

Beschreibung: Diese reizvolle Szene zeigt den blassen, schwer fassbaren Quallennebel. Im Teleskopsichtfeld sind zwei helle, gelbliche Sterne zu sehen, Mu und Eta Geminorum, sie stehen links über und knapp unter dem Quallennebel. Sie sind kühle Rote Riesen und liegen am Fuß der himmlischen Zwillinge. Der Quallennebel selbst schwebt links unter der unter Mitte, es ist ein heller, gewölbter Emissionsgrat mit baumelnden Tentakeln.

Die kosmische Qualle ist Teil des blasenförmigen Supernovaüberrests IC 443, dieser ist die sich ausdehnende Trümmerwolke eines explodierten massereichen Sterns. Das Licht der Explosion erreichte den Planeten Erde vor mehr als 30.000 Jahren. Wie sein Vetter in astrophysikalischen Gewässern, der Krebsnebel-Supernovaüberrest, enthält bekanntlich auch der Quallennebel einen Neutronenstern, das ist der Überrest des kollabierten Sternkerns.

Dieser Teleskopschnappschuss wurde am 30. April erstellt und zeigt auch Mars. Der Rote Planet wandert derzeit über den frühen Abendhimmel und leuchtet rechts im Sichtfeld in einem gelblichen Licht. Der Quallennebel ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt, während Mars derzeit nur etwa 18 Lichtminuten von der Erde entfernt ist.

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Die Sternhaufen M35 und NGC 2158

Die offenen Sternhaufen M35 und NGC 2158 sind mit einem kleinen Fernrohr im Sternbild Zwillinge (Gemini) in einem einzigen Sichtfeld zu finden

Bildcredit und Bildrechte: CFHT, Coelum, MegaCam, J.-C. Cuillandre (CFHT) und G. A. Anselmi (Coelum)

Beschreibung: Sternhaufen können nahe oder fern, jung oder alt, diffus oder kompakt sein. Dieses Bild zeigt einen starken Kontrast zwischen zwei offenen Sternhaufen im gleichen Sichtfeld. M35 links unten ist mit einer Entfernung von 2800 Lichtjahre relativ nahe und mit einem Alter von 150 Millionen Jahren relativ jung. Außerdem ist er mit ungefähr 2500 Sternen, die in einem Volumen von 30 Lichtjahren verteilt sind, relativ diffus. Helle blaue Sterne kennzeichnen häufig jüngere offene Sternhaufen wie M35.

Im Gegensatz dazu ist NGC 2158 rechts oben viermal so weit entfernt wie M35, mehr als zehnmal älter und viel kompakter. Die hellen blauen Sterne in NGC 2158 habe ihr Lebensende schon hinter sich, daher ist das Licht des Haufens eher von älteren, gelblicheren Sternen geprägt.

Offene Sternhaufen befinden sich allgemein in der Ebene unserer Milchstraße, sie enthalten zwischen 100 und 10.000 Sternen, die jeweils fast zur gleichen entstanden sind. Ihr findet den offenen Haufen M35 und NGC 2158 zusammen mit einem kleinen Fernrohr im Sternbild Zwillinge (Gemini).

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Der Medusanebel

Der Medusanebel, auch Abell 21, ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge.

Bildcredit und Bildrechte: Josep Drudis

Beschreibung: Verschlungene, verworrene Fasern aus leuchtendem Gas führten zum landläufigen Namen des Nebels: Medusanebel. Diese Medusa ist auch als Abell 21 bekannt. Sie ist ein alter, etwa 1500 Lichtjahre entfernter planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge (Gemini).

Wie der mythologische Namensvetter steht auch der Nebel für eine dramatische Transformation. Die Phase eines planetarischen Nebels ist ein Endstadium in der Evolution massearmer Sterne wie der Sonne, wenn sie sich von Roten Riesen in heiße weiße Zwergsterne verwandeln und dabei ihre äußeren Schichten abstoßen.

Die ultraviolette Strahlung des heißen Sterns liefert die Energie für das Leuchten des Nebels. Der transformierende Stern der Medusa ist der blasse Stern nahe der Mitte der hellen, sichelförmigen Form. Auf dieser detailreichen Teleskopansicht reichen die blasseren Fasern rechts über die helle, sichelförmige Region hinaus. Die Größe des Medusanebels wird auf mehr als vier Lichtjahre geschätzt.

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Spur des Heimkehrers

Diese Nachthimmelsansicht in der Nähe von Zhangye in der chinesischen Provinz Gansu an der Grenze zur Inneren Mongolei zeigt eine helle Feuerspur zwischen den Zwillingssternen Kastor und Pollux.

Bildcredit und Bildrechte: Zhuoxiao Wang

Beschreibung: Die vertrauten Sterne einer nördlichen Winternacht leuchten auf dieser Nachthimmelsansicht, die in der Nähe von Zhangye in der chinesischen Provinz Gansu an der Grenze zur Inneren Mongolei fotografiert wurde. In den frühen Morgenstunden des 17. Dezembers stand Orion in der Mitte dieser Einzelaufnahme.

Über den Himmel blitzte eine Feuerkugel, sie leuchtete fast so hell wie der gelbliche Mars auf der rechten Seite. Die Feuerkugel teilt Geminis helle Zwillinge Kastor und Pollux am oberen Bildrand. Die Spur und der Zeitpunkt stimmen überein mit einem zweiten sprunghaften Eintritt in die Atmosphäre, nämlich dem der Rückkehrkapsel der Mission Chang’e 5.

Die Rückkehrkapsel wurde nach der Landung in der Inneren Mongolei auf dem Planeten Erde erfolgreich geborgen, mit etwa 2 Kilogramm Mondmaterial an Bord. Die Mondprobe enthält vermutlich relativ junges Material. Es wurde in der Region um Mons Rümker im Oceanus Procellarum (Meer der Stürme) gesammelt.

Die chinesische Mission Chang’e 5 startete am 23. November (Weltzeit), sie ist die erste Mission zur Rückführung von Mondproben seit der sowjetischen Mission Luna 24 im Jahr 1976.

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Die Meteore der Zwillinge

Der Meteorstrom der Geminiden über den verschneiten Dolomiten.

Bildcredit und Bildrechte: Stefano Pellegrini

Beschreibung: Am 13. Dezember entstanden in einer Stunde kurz nach Mitternacht 35 Aufnahmen für diese Postkarte von der Erde. Die montierte Nachtaufnahme zeigt den dunklen Himmel über den verschneiten Dolomiten in Italien während des Meteorstroms der Geminiden, der jedes Jahr auf unseren Planeten trifft.

Sirius, Alphastern im Großen Hund und der hellste Stern der Nacht, wird rechts von einer Meteorspur gestreift. Der Sternhaufen Praesepe (Krippe), der auch als M44 bekannt ist, enthält etwa tausend Sterne und erscheint als Lichtfleck hoch oben über den südlichen Alpengipfeln.

Der Radiant des Stroms liegt außerhalb des oberen Bildrandes in der Nähe von Kastor und Pollux, den hellen Zwillingssternen. Der Radianteffekt entsteht durch die Perspektive, da die parallelen Meteorspuren scheinbar in der Ferne zusammenlaufen.

Während die Erde durch den Staubschweif des Asteroiden 3200 Phaethon zieht, tritt der Staub, der die Geminiden-Meteore verursacht, mit ungefähr 22 Kilometern pro Sekunde 22 in die Erdatmosphäre ein.

APOD-Einreichungen: interessante Bilder der Geminiden-Meteore 2020
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Geminiden-Meteore über dem Xinglong-Observatorium

Meteore des Geminiden-Meteorstroms über dem Xinglong-Observatorium in China.

Bildcredit und Bildrechte: Steed Yu und NightChina.net

Beschreibung: Woher kommen die Meteore der Geminiden? Was den Ort am Himmel betrifft, scheinen die sandkorngroßen Gesteinsstückchen, welche die Strichspuren der Geminiden-Meteore hervorrufen, aus dem Sternbild Zwillinge zu strömen, wie dieses Bildkomposit eindrucksvoll zeigt.

Was den Ursprungskörper betrifft, so führen die Flugbahnen im Sonnensystem zum Asteroiden 3200 Phaethon – doch das gibt ein kleines Rätsel auf, weil dieses ungewöhnliche Objekt ziemlich inaktiv wirkt. Vielleicht gibt es auf 3200 Phaethon Ereignisse, bei denen mehr Staub freigesetzt wird, als wir vermuten.

Zum Höhepunkt des Geminiden-Meteorstroms 2015 wurden mehr als 50 Meteore über dem Xinglong-Observatorium in China fotografiert, darunter auch eine helle Feuerkugel.

Die Geminiden im Dezember sind einer der am besten vorhersehbaren und aktivsten Meteorströme. Heute Nacht erreichen die Geminiden dieses Jahres ihren Höhepunkt. Ihr solltet sie besonders gut sehen, weil unter anderem der fast neue Mond erst kurz vor der Morgendämmerung aufgeht und daher den Himmel nicht aufhellt.

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NGC 2392: Planetarischer Nebel mit Doppelhülle

Siehe Beschreibung. Das Weltraumteleskop Hubble zeigt den Inuitnebel; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, Chandra; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Beschreibung: Manche sehen in diesem riesigen Nebel einen Kopf, der von einer Kapuze umgeben ist. 1787 entdeckte der Astronom Wilhelm Herschel den ungewöhnlichen planetarischen Nebel NGC 2392. In jüngerer Zeit fotografierte das Weltraumteleskop Hubble den Nebel in sichtbarem Licht, doch der Nebel wurde auch mit dem Röntgenteleskop Chandra in Röntgenlicht abgebildet.

Auf diesem Kompositbild aus sichtbarem Licht und Röntgenstrahlung wird Röntgenlicht, das vom zentralen heißen Gas abgestrahlt wird, rosarot dargestellt. Die Gaswolken im Nebel sind so komplex, dass sie nicht vollständig verstanden werden. NGC 2392 ist ein doppelschaliger planetarischer Nebel.

Das weiter entfernte Gas bildete erst vor 10.000 Jahren die äußeren Hüllen eines sonnenähnlichen Sterns. Die äußere Hülle enthält ungewöhnliche orangefarbene Fasern, die etwa ein Lichtjahr lang sind. Die im Inneren sichtbaren Fasern werden vom starken Teilchenwind des Zentralsterns ausgeworfen. Der Nebel NGC 2392 liegt etwa 3000 Lichtjahre entfernt in unserer Milchstraße im Sternbild Zwillinge (Gemini).

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Geminidenmeteore über Chile

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Beschreibung: Strömen Meteore von einem Punkt am Himmel aus? In gewisser Weise ja. Wenn die Erde einen Meteorstrom kreuzt, der um die Sonne zieht, scheinen die einzelnen Meteore aus der Richtung des Stroms zu kommen, und dieser Richtungspunkt wird als Radiant bezeichnet. Ein Beispiel – der Meteorstrom der Geminiden – ereignet sich immer Mitte Dezember und war auf diesem Bild zu sehen.

Diese Himmelslandschaft wurde 2013 etwa zum Höhepunkt des Stroms aufgenommen, sie zeigt die Sternschnuppen der Geminiden auf einem Vier-Stunden-Komposit vom dunklen Himmel des Las-Campanas-Observatoriums in Chile. Im Vordergrund steht das 2,5-Meter-Irénée-du-Pont-Teleskop und das 1-Meter-SWOPE-Teleskop. Hinter den Meteoren leuchtet Jupiter markant am Himmel, er ist als heller Fleck nahe der Bildmitte zu sehen, links im Bild verläuft senkrecht das zentrale Band unserer Milchstraße und ganz links steht der rosafarbene Orionnebel.

Die Meteore der Geminiden sind Staub des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon, der aus dem Orbit aufgefegt wurde. Sie treten mit etwa 22 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein. Die Geminiden von 2019 erreicht kommendes Wochenende wieder ihren Höhepunkt.

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Ein Regenbogen-Geminid

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Dean Rowe

Beschreibung: Meteore können farbenprächtig sein. Das menschliche Auge kann normalerweise nicht viele Farben erkennen, aber Kameras können das. Hier wurde mit einer Kamera ein Geminid des Meteorstroms von letzter Woche fotografiert, der nicht nur eindrucksvoll hell war, sondern auch farbenprächtig. Der gleißende Kies, der vom Asteroiden 3200 Phaethon abgeworfen wurde, flackerte durch die Erdatmosphäre und zog eine Spur, die länger war als 60 Winkeldurchmesser des Mondes.

Die Farben der Meteore stammen meist von ionisierten Elementen, die freigesetzt werden, wenn sich der Meteor auflöst. Blau-grün stammt typischerweise von Magnesium, Kalzium strahlt violett und Nickel grün. Rot stammt jedoch üblicherweise von angeregtem Stickstoff und Sauerstoff in der Erdatmosphäre. Dieser helle FeuerkugelMeteor löste sich mit einem Blitz auf – in weniger als einer Sekunde -, doch er hinterließ eine vom Wind verwehte Ionisationsspur, die mehrere Minuten lang sichtbar blieb, und deren Ursprung hier zu sehen ist.

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Mars über dem Allalinhorn

Siehe Erklärung. Wenn Sie den Curser über das Bild bewegen, sehen Sie eine alternative Version des Bildes. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Till Credner (AlltheSky.com)

Beschreibung: Was ist das helle Objekt am Himmel? Eine häufig gestellte Frage, bei der die Antworten je nach Uhr- und Jahreszeit variieren; die rasche Antwort kurz nach Sonnenuntergang Mitte letzten Monats auf der Nordhalbkugel war: der Mars.

Das malerische Panorama oben, aufgenommen während einer Schitour in die Schweizer Alpen, zeigt nicht nur den Mars, sondern viel mehr. Im Vordergrund stehen Lärchen, während in der Ferne zahlreiche Schipisten, die zum schneebedeckten Allalinhorn hinaufführen, zu sehen sind.

Sterne sprenkeln den Hintergrund, links unter dem Mars ist der Sternhaufen Praesepe (M44) zu sehen, während die Sterne Castor und Pollux rechts über dem Mars durch die Wipfel lugen. Mars bleibt bis Mitte Mai hell im Sternbild Krebs (Cancer).

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Frühlingshimmel über dem Kloster Hirsau

Siehe Beschreibung. Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild bewegen, sehen Sie eine beschriebene Bildversion. Ein Klick auf das Bild lädt die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: Till Credner, AlltheSky.com

Beschreibung: Was ist heute Abend am Himmel zu sehen? Sollten Sie nach Sonnenuntergang spazieren oder einfach einen Sprung zum Auto gehen, kann ein beiläufiger Blick nach oben einen einen schönen Nachthimmel zeigen, wie ihn auch andere Menschen auf der ganzen Welt sehen.

Um Ihre lokale Version des obigen Bildes zu erhalten, blicken Sie zuerst nach Süden und heben dann den Kopf. Fast genau über Ihnen steht dann, wie immer im Frühling zu Sonnenuntergang auf der Nordhalbkugel, der Große Wagen, Teil des Sternbildes Großer Bär. Der Kasten des Großen Wagens zeigt zum Polarstern – jenem Stern, um den sich scheinbar der ganze Himmel drehen würde, wenn Sie stundenlang zusehen könnten.

Der Polarstern steht am Deichselende des Kleinen Wagens, auch als das Sternbild Kleiner Bär bekannt. Im Laufe der Nacht würden weitere Sternbilder Sternbilder sichtbar, darunter Bootes, Löwe, Zwillinge und Fuhrmann. Das obige Weitwinkel-Bild wurde letzte Woche in Deutschland aufgenommen.

Den Bildrand säumt der Innenhof des Klosters Hirsau, ein ehemaliges Benediktinerstift, das 830 gegründet wurde. Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben, sehen Sie eine beschriftete Version des obigen Bildes, unter anderem mit der Position des Planeten Saturn.

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