NGC 4911: Spirale taucht in einen dichten Haufen

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Credit: NASA, ESA und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA); Danksagung: K. Cook (LLNL) et al.

Beschreibung: Warum verlaufen zarte Ringe um diese Spiralgalaxie? Vielleicht weil die Galaxie, NGC 4911, von ihren Nachbarn gezogen wird, während sie in den riesigen Coma-Galaxienhaufen fällt. Wenn NGC 4911 wie die meisten Galaxien im Zentrum des Coma-Haufens endet, wird sie zu einer gelblichen elliptischen Galaxie, die nicht nur ihre äußeren Schichten verliert, sondern auch Staub, Gas und ihren Grundstock an sie umgebenden Satellitengalaxien.

Dieser Prozess beginnt erst. Das obige detailreiche Bild des Hubble-Weltraumteleskops zeigt den hellen Kern von NGC 4911, verzerrte Spiralarme, die in dunklen Staub geschnürt sind, Haufen neu gebildeter Sterne, ungewöhnliche zarte äußere Ringe, begleitende Zwerggalaxien und sogar zarte Kugelsternhaufen. In weiter Ferne sind viele unzusammenhängende Galaxien aus dem frühen Universum zu sehen, manche sogar durch NGC 4911 selbst hindurch.

Der Comahaufen enthält mehr als 1000 Galaxien – er gehört somit zu den massereichsten Objekten, die wir kennen. NGC 4911 ist links unter der Mitte des großen Haufens zu finden.

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Poster: Raumfähre Endeavour

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Credit: NASA

Beschreibung: Sie gehören zu den komplexesten Maschinen, die je gebaut wurden. Bei einem Start können sie aus dem Stand ein schulbus-großes Objekt so hoch bringen und so stark beschleunigen, dass es nicht wieder zurückfällt. Sie haben zahlreiche revolutionäre Satelliten gestartet, die es uns Menschen ermöglichen rund um den Erdball zu kommunizieren, oder um die Erdatmosphäre besser zu verstehen sowie ins ferne Universum zu spähen. Es geht um die Raumfähren der NASA, und die NASA hat kürzlich große Digitalposter veröffentlichen um diese zu würdigen. Seit dem Jungfernflug 1981 ist die Raumfährenflotte gealtert und steht kurz vor der Stilllegung. Oben ist die Raumfähre Endeavour zu sehen, wie er in den Orbit aufsteigt, sowie die Aufnäher für jede seiner Missionen, die spiralförmig angeordnet sind. Endeavour wurde nach der HMS Endeavour benannt, einem britischen Forschungsschiff, das im 18. Jahrhundert den Südpazifik erforschte und unten rechts abgebildet ist. Oben rechts ist ein Panoramafenster zu sehen, das dieses Jahr von Endeavour zur Internationalen Raumstation geliefert wurde. Oben im Hintergrund steht eine Abbildung des Nebels NGC 602, wie er vom Weltraumteleskop Hubble abgebildet wurde, das 1993 von Endeavour gewartet wurde. Poster für jedes der Shuttles, nämlich Atlantis, Challenger, Columbia, Discovery und Endeavour, sind verfügbar.

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Laserangriff auf das galaktische Zentrum

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Credit: Yuri Beletsky (ESO)

Beschreibung: Warum schießen diese Leute einen mächtigen Laserstrahl ins Zentrum unserer Galaxis? Zum Glück ist das nicht als Erstschlag eines galaktischen Krieges zu verstehen, sondern Astronomen am Very Large Telescope (VLT) in Chile versuchen die Verzerrung der sich verändernden Erdatmosphäre zu messen. Fortwährendes Abbilden von Atomen in großer Höhe, die vom Laserstrahl angeregt werden – was dann wie ein künstlicher Stern erscheint – erlaubt Astronomen die sofortige Messung der atmosphärischen Unschärfe. Diese Information wird in einen VLT-Teleskopspiegel eingespeist, der daraufhin ganz leicht deformiert wird, um diese Unschärfe zu minimieren. In diesem Fall beobachtete das VLT unser galaktisches Zentrum, weshalb die atmosphärische Unschärfe in dieser Richtung benötigt wurde. Was einen intergalktischen Krieg betrifft: vom galaktischen Zentrum aus betrachtet sind keine Opfer zu befürchten, sondern der Strahl dieses mächtigen Lasers wäre mit dem Licht unserer Sonne kombiniert und erscheint mit ihr zusammen nur so hell und zart wie ein ferner Stern.

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GRO J1655-40: Hinweis auf ein rotierendes schwarzes Loch

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Credit: April Hobart, CXC

Beschreibung: In der Mitte eines Strudels aus heißem Gas steckt wahrscheinlich ein Ungeheuer, das noch nie direkt gesehen wurde: ein schwarzes Loch. Untersuchungen des hellen Lichtes, das von dem wirbelnden Gas ausgeht, weisen häufig nicht nur auf das Vorhandensein eines schwarzen Loches hin, sondern auch auf dessen wahrscheinliche Eigenschaften. Das Gas zum Beispiel, das GRO J1655-40 umgibt, weist, wie man herausfand, ein ungewöhnliches Flackern mit einer Frequenz von 450 Mal pro Sekunde auf. Bei einer vorherigen Masse des Zentralobjektes von geschätzten sieben Sonnenmassen kann die Frequenz des schnellen Flackerns durch ein schwarzes Loch erklärt werden, das sehr rasch rotiert. Welche physikalischen Wirkungsmechanismen das Flackern sowie eine langsamere, quasi-periodische Schwingung (QPO) in Akkretionsscheiben schlussendlich verursachen – schwarze Löcher und Neutronensterne bleiben weiterhin Gegenstand zahlreicher Untersuchungen.

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Junge Sonnen in NGC 7129

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Credit und Bildrechte: Ken Crawford (Rancho Del Sol Obs.)

Beschreibung: Im staubhaltigen NGC 7129, an die 3000 Lichtjahre entfernt im königlichen Sternbild Kepheus, befinden sich noch junge Sonnen. Während diese Sterne von relativ zartem Alter sind – nur wenige Millionen Jahre alt -, ist es wahrscheinlich, dass sich unsere eigene Sonne vor einigen Milliarden Jahren in einer ähnlichen Sternenkrippe gebildet hat. Sehr bemerkenswert im scharfen, (vergrößerbaren) Bild sind die lieblichen bläulichen Staubwolken, welche das jugendliche Sternenlicht reflektieren, während die kleineren tiefroten sichelförmigen Formen Hinweise auf energiereiche junge stellare Objekte sind. Ihre Formen und Farben, die als Herbig-Haro-Objekte bekannt sind, sind charakteristisch für leuchtendes Wasserstoffgas, das von den Jets neu gebildeter junger Sterne zusammengedrückt wurde. Am Ende wird der Staub und das Gas, das von der Sterngeburt in der Region übrig geblieben ist, zerstreut, und die Sterne werden auseinandertreiben, während der losen Haufen um das Zentrum der Galaxis kreist. Inder geschätzten Entfernung von NGC 7129 umfasst diese Teleskopansicht etwa 40 Lichtjahre.

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Magellans kleine Wolke

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Credit und Bildrechte: Bogdan Jarzyna

Beschreibung: Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan und seine Besatzung hatten reichlich Zeit um während der ersten Weltumsegelung den südlichen Himmel zu beobachten. Daher sind zwei Himmelswunder, welche Beobachter auf der Südhalbkugel leicht erkennen können, als Magellansche Wolken bekannt. Diese kosmischen Wolken werden nunmehr als irreguläre Zwerggalaxien verstanden – Begleiter unserer größeren Spiralgalaxie, der Milchstraße oder Galaxis. Die Kleine Magellansche Wolke umfasst etwa 15.000 Lichtjahre und enthält mehrere hundert Millionen Sterne. Sie befindet sich etwa 210.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Tukan und ist somit weiter entfernt als andere bekannte Milchstraßen-Begleitgalaxien, darunter die Canis-Major- und die Sagittarius-Zwerggalaxie sowie die Große Magellansche Wolke. Dieses scharfe Bild zeigt auch die beiden Vordergrund-Kugelsternhaufen NGC 362 (unten rechts) und 47 Tucanae. Der eindrucksvolle 47 Tucanae ist ungefähr 13.000 Lichtjahre entfernt und hier links der Kleinen Magellanschen Wolke zu sehen.

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Der Blasennebel

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Credit und Bildrechte: Dave Jurasevich (Mount Wilson Observatory)

Beschreibung: Diese interstellare Erscheinung, aufgeblasen vom Wind eines massereichen Sterns, besitzt eine überraschend vertraute Form. Sie ist als NGC 7635 katalogisiert und auch einfach als Blasennebel bekannt. Obwohl sie filigran aussieht, liefert die 10 Lichtjahre große Blase Hinweise, dass gewaltige Prozesse im Gang sind. Rechts über der Mitte der Blase steht ein heißer O-Stern, der mehrere hundert Mal leuchtstärker und annähernd 45 Mal massereicher ist als die Sonne. Heftige Sternwinde und die intensive Strahlung dieses Sterns haben die Struktur aus leuchtendem Gas in das dichtere Material einer ihn umgebenden Molekülwolke hineingesprengt. Der faszinierende Blasennebel liegt an die 11.000 Lichtjahre entfernt im überheblichen Sternbild Kassiopeia. Um dieses scharfe Bild zu erzeugen, wurde eine Falschfarben-Hubble-Farbskala verwendet, die Emissionen von Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoff in roten, grünen und blauen Farbtönen zeigt. Die Bilddaten wurden mit einem kleinen Teleskop unter einem klaren, ruhigen Himmel am Mount-Wilson-Observatorium aufgenommen.

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Erde und Mond von MESSENGER

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Credit: NASA/JHU APL/CIW

Beschreibung: Wie sieht die Erde beim Planeten Merkur aus? Die robotische Raumsonde MESSENGER fand das heraus, als sie vor zirka drei Monaten bei ihrer größten Annäherung an die Sonne zur Erde blickte. Erde und Mond sind der Doppelpunkt unten links im obigen Bild. Allerdings war MESSENGER nicht bei Merkur, als er das Bild fotografierte, sondern an einem Ort, an dem die Aussicht ähnlich war. Vom Merkur aus werden die Erde und ihr vergleichsweise großer Mond immer als kleine Kreise reflektierten Sonnenlichts erscheinen und niemals eine Sichelphase zeigen. MESSENGER ist seit seinem Start im Jahr 2004 bereits dreimal an Merkur vorbeigeschwirrt und soll planmäßig im März 2011 in den Orbit des innersten Planeten einschwenken.

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