Die dunklen Wolken des Carinanebels

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: NASA, ESA, et al. und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA);
Danksagung: M. Livio (STScI) und N. Smith (UC Berkeley)

Beschreibung: Welche dunklen Formen lauern in den Schleiern des Carinanebels? Diese bedrohlichen Figuren sind in Wirklichkeit Molekülwolken – Knoten aus molekularem Gas und Staub, so dick, dass sie undurchsichtig wurden. Diese Wolken sind normalerweise viel dünner als die Erdatmosphäre. Oben ist ein Teil des detailreichsten Bildes des Carinanebels, das je gemacht wurde, zu sehen – ein Teil, in dem besonders markante dunkle Molekülwolken vorkommen. Das Bild wurde vor kurzem erneut aufgenommen und neu eingefärbt, basierend auf Licht, das von Sauerstoff emittiert wird. Der gesamte Carinanebel umfasst mehr als 300 Lichtjahre und liegt etwa 7500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Carina. NGC 3372, bekannt als der große Carinanebel, beherbergt massereiche Sterne und veränderliche Nebel. Eta Carinae, der energiereichste Stern im Nebel, war in den 1830er Jahren einer der hellsten Sterne am Himmel, verblasste dann aber drastisch. Kommentierte und vergrößerbare Weitwinkelversionen des größeren Bildkomposits sind ebenfalls verfügbar.

Zur Originalseite

Gegenüber der Sonne

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Die Chancen stehen gut, dass der hellste Stern, den Sie in letzter Zeit gesehen haben, in Wirklichkeit der Planet Jupiter war. Jupiter beherrscht auf dieser beschrifteten Ansicht einer sternklaren Septembernacht im iranischen Elburs-Gebirge den Himmel, unten beleuchtet die Spur einer roten Taschenlampe eine Bergstraße. Am 21. September (Weltzeit) steht Jupiter in Opposition, jenem Punkt, der auf seiner Umlaufbahn gegenüber der Sonne liegt, und geht somit auf, wenn die Sonne untergeht. Bei dieser Opposition wird Jupiter etwas heller leuchten und dem Planeten Erde ein wenig näher stehen als in jedem Jahr seit 1963. Viel blasser und ebenfalls kurz vor seiner Opposition am 21. September ist der ferne Planet Uranus. Der blassere Planet, der am Himmel in Jupiters Nähe steht, ist mit einem Fernglas leicht zu finden (ähnlich dem eingefügten Bild) – er steht ein gutes Stück rechts über dem gleißenden Jupiter und leuchtet etwa gleich hell wie einer der galileischen Monde Jupiters. Der Punkt, der am 23. September exakt gegenüber der Sonne und bemerkenswert nahe an der Opposition beider Planeten liegt, ist als Frühlingspunkt (Vernal Equinox) markiert. An diesem Tag gesellt sich der Vollmond zu der himmlischen Szenerie. Natürlich steht jeder Vollmond ebenfalls in Opposition.

Heute Nacht: Internationale Mondbeobachtungsnacht
Zur Originalseite

Polarlichter über dem Prelude Lake

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuichi Takasaka / TWAN / www.blue-moon.ca

Beschreibung: Schleier aus schimmerndem grünem Licht breiten sich über diese herrliche Himmelslandschaft. Im Vordergrund liegt der friedliche Prelude Lake, der etwa 30 Kilometer östlich von Yellowknife in den Nordwest-Territorien in Kanada liegt. In hohen nördlichen Breiten werden diese hypnotisierenden Nordlichter, auch als Aurora Borealis bekannt, ein eher vertrauter Anblick. Wenn am 23. September die Tag- und Nachtgleiche kommt, werden die Nächte länger, und eine günstige Jahreszeit für Nordlichter beginnt. Diese Panoramaszenerie wurde am 11. September aufgenommen und umfasst etwa 180 Grad. Die helleren Sterne, die links durch das Polarlicht durchschimmern, bilden die leicht erkennbare nördliche Sterngruppe Großer Wagen. Der kompaktere Sternhaufen der Plejaden leuchtet weit rechts.

Zur Originalseite

Der Schleiernebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Diese Filamente aus komprimiertem, leuchtendem Gas – eine zarte Erscheinung – sind im Sternbild Schwan an den irdischen Himmel drapiert und bilden dort den Schleiernebel. Der Nebel ist ein großer Supernovaüberrest – eine sich ausdehnende Wolke, geboren aus der Todesexplosion eines massereichen Sterns. Das Licht der ursprünglichen Supernovaexplosion erreichte die Erde vor vermutlich mehr als 5000 Jahren. Der Schleiernebel, auch als Cirrusnebel oder Cygnus Loop bezeichnet, umfasst nun fast 3 Grad oder etwa 6 Vollmonddurchmesser. Das entspricht in seiner geschätzten Entfernung von 1500 Lichtjahren mehr als 70 Lichtjahren. Tatsächlich ist der Schleier so groß, dass seine helleren Teile als einzelne Nebel gesehen werden, etwa der Hexenbesen (NGC 6960) am unteren Ende dieser atemberaubenden Himmelsansicht oder Pickerings Dreieck (NGC 6979) rechts unter der Mitte. Oben steht der gespenstische IC 1340.

Zur Originalseite

Wolken, Vögel, Mond, Venus

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Isaac Gutiérrez Pascual (Spanien)

Beschreibung: Manchmal ist der Himmel ein ziemlicher Anblick. Letzte Woche zum Beispiel näherten Mond und Venus einander und boten Himmelsbeobachtern auf der ganzen Welt einen ziemlich interessanten Anblick. Doch an manchen Orten war der Himmel sogar noch malerischer. In obigen Bild, das letzte Woche in Spanien fotografiert wurde, wurden der Sichelmond und der Planet Venus (weiter rechts) zu Sonnenuntergang fotografiert, als sie vor einem tiefblauen Himmel posierten. Unten im Vordergrund dräuen dunkle Sturmwolken, darüber steht die Gestalt einer weißen Ambosswolke. Schwarze Flecken sprenkeln das Bild – ein flüchtender Vogelschwarm. Kurz nach der Aufnahme dieses Bildes hörte der Sturm auf, die Vögel flogen weg, und Mond und Venus gingen unter. Der Mond und die Venus haben sich nun getrennt, auch wenn die Venus noch den ganzen Monat bei Sonnenuntergang sichtbar bleibt.

Zur Originalseite

Die außergewönhnliche Spirale von LL Pegasi

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: ESA, Hubble, R. Sahai (JPL), NASA

Beschreibung: Was erzeugte die seltsame Spiralstruktur links? Das weiß niemand, wenngleich sie wahrscheinlich mit einem Stern in einem Doppelsternsystem in Bezug steht, der in die Phase eines planetarischen Nebels eintritt, bei der seine äußere Atmosphäre abgestoßen wird. Die riesige Spirale umfasst etwa ein Drittel eines Lichtjahres und besitzt bei immerhin vier oder fünf vollständigen Umdrehungen eine Regelmäßigkeit, die ihresgleichen sucht. Betrachtet man die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Spiralgases, so tritt etwa alle 800 Jahre eine neue Schicht auf, was der Zeit, in der die beiden Sterne umeinander rotieren, etnspricht. Das Sternsystem, das sie erzeugte, ist meist als LL Pegasi bekannt, aber auch als AFGL 3068. Die ungewöhnliche Struktur selbst wurde als IRAS 23166+1655 katalogisiert. Das obige Bild wurde vom Weltraumteleskop Hubble im nahen Infrarotlicht aufgenommen. Warum die Spirale leuchtet, bleibt ein Rätsel, wobei die Beleuchtung wahrscheinlich reflektiertes Licht eines nahe gelegenen Sterns ist.

Zur Originalseite

Zodiakallicht über Namibia

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Rudi Dobesberger (Sternfreunde Steyr)

Beschreibung: Ein ungewöhnliches Dreieck aus Licht ist um diese Jahreszeit auf der Nordhalbkugel kurz vor der Morgendämmerung zu sehen. Dieses Lichtdreieck wurde früher als falsche Dämmerung bezeichnet, ist jedoch das Zodiakallicht – Licht, das von interplanetaren Staubteilchen reflektiert wird.

Das helle reflektierende Dreieck ist deutlich rechts im obigen, waagrecht verkürzten Bild zu sehen, das im Juni 2009 kurz nach Sonnenuntergang in Namibia auf der Südhalbkugel fotografiert wurde. Das zentrale Band unserer Milchstraße links spiegelt erst das Zodiakalband auf der rechten Seite, krümmt sich dann aber um den Himmel. Die zarten Flecken innerhalb des Bogens der Milchstraße sind die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

Zodiakalstaub kreist vorwiegend in derselben Ebene um die Sonne wie die Planeten: der Ekliptik. Das Zodiakallicht leuchtet zu dieser Jahreszeit im Norden so hell, weil das Staubband bei Sonnenaufgang fast senkrecht steht, sodass die dicke Luft nahe dem Horizont den relativ hellen reflektierenden Staub nicht verschluckt.

Für Bewohner der Nordhalbkugel der Erde leuchtet das Zodiakallicht auch im März und April hell, und zwar nach Sonnenuntergang. Auf der Südhalbkugel ist das Zodiakallicht im Spätsommer nach Sonnenuntergang am deutlichsten erkennbar und leuchtet im Spätfrühling vor Sonnenaufgang am hellsten.

Zur Originalseite

Oklo: uralte afrikanische Kernreaktoren

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Robert D. Loss (Curtin U.)

Beschreibung: In den 1970er Jahren wurden in Afrika die Überreste fast 2 Milliarden Jahre alter Kernreaktoren gefunden. Diese Reaktoren entstanden vermutlich auf natürliche Weise. Heute gibt es keine natürlichen Reaktoren mehr, da die relative Dichte spaltbaren Urans inzwischen unter die für die Aufrechterhaltung einer Kernreaktion nötige Dichte gefallen ist. Oben ist der Naturreaktor 15 in Oklo (Gabun) zu sehen. Die Überreste von Uranoxid sind als gelbliches Gestein erkennbar. Die Oklo-Zerfallsprodukte werden heute dazu verwendet um die Stabilität der Feinstrukturkonstante in kosmologischen Zeit– und Entfernungs-Größenordnungen zu prüfen und bessere Möglichkeiten für die Lagerung künstlich geschaffenen Atommülls zu finden.

Zur Originalseite

Sternenströme und die Sonnenblumengalaxie

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: R Jay GaBanyZusammenarbeit: T.S. Chonis (U. Texas), D. Martinez-Delgado (MPIA, IAC), Ray Gralak (New Mexico Skies), Gary J. Hill (McDonald Obs), I. Trujillo (IAC), S. R. Majewski (U. Virginia)

Beschreibung: Messier 63, eine helle Spiralgalaxie am nördlichen Himmel, ist etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt im treuen Sternbild Jagdhunde. Das majestätische Inseluniversum, auch als NGC 5055 katalogisiert, hat einen Durchmesser von fast 100.000 Lichtjahren, was etwa der Größe unserer eigenen Milchstraße entspricht. M63, auch als Sonnenblumengalaxie bekannt, zeigt einen hellen gelblichen Kern und ausschweifende blaue Spiralarme, die von Straßen kosmischen Staubs durchzogen und mit rosaroten Sternbildungsregionen gesprenkelt sind. Diese detailreiche Aunfahme enthüllt auch einen riesigen, aber nur schwach leuchtenden Bogen, der sich weit in den Hof über der helleren galaktischen Ebene hinaus erstreckt. Ein aus Berufs- und Amateurastronomen bestehendes Team hat gezeigt, dass der Bogen aus dem Sternenstrom einer kleineren Satellitengalaxie besteht – herausgerissen durch Gezeiten, als diese im Lauf der letzten 5 Milliarden Jahre mit M63 verschmolz. Ihre Entdeckung ist Teil einer wachsenden Zahl an Beweisen, dass das Wachstum großer Spiralen durch Kannibalisierung kleinerer Galaxien im nahen Universum alltäglich ist.

Zur Originalseite

Vela-Supernovaüberrest

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Marco Lorenzi (Star Echoes)

Beschreibung: Die Ebene unserer Galaxis, der Milchstraße, verläuft durch diese komplexe, schöne Himmelslandschaft. Am nordwestlichen Ende des Sternbildes Vela (Schiffssegel) befinden sich die leuchtenden Filamente des Vela-Supernovaüberrestes, die sich ausdehnende Trümmerwolke der Todesexplosion eines massereichen Sterns, auf die dieses mehr als 10 Grad große Mosaik aus vier Aufnahmen gerichtet ist. Das Licht der Supernovaexplosion, die den Vela-Überrest erzeugte, erreichte die Erde vor etwa 11.000 Jahren. Zusätzlich zu den zusammengedrückten Filamenten aus leuchtendem Gas hinterließ die kosmische Katastrophe auch einen unglaublich dichten rotierenden Sternkern, den Vela-Pulsar. Der Vela-Überrest ist an die 800 Lichtjahre entfernt und wahrscheinlich in einen größeren, älteren Supernovaüberrest eingebettet, den Gum-Nebel.

Zur Originalseite

Kepheus: von Rüssel bis Blase

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo

Beschreibung: Sternhaufen, leuchtende Nebel und dunkle Staubwolken sind im königlichen Sternbild der Nordhalbkugel, dem Kepheus, reichlich vorhanden. Auf dieser weiten Himmelslandschaft, einem Mosaik aus Teleskopbildern, die etwa 17 Grad umfassen, sehen Sie diese in großem Detailreichtum.

Links unten beginnen wir mit dem großen Emissionsnebel, der als IC 1396 katalogisiert ist. Er hat einen Durchmesser von Hunderten Lichtjahren, ist etwa 3000 Lichtjahre entfernt und enthält eine dunkle, sich windende rankenförmige Struktur, die allgemein als Elefantenrüsselnebel bekannt ist. Der helle Nebel oben in der Mitte mit dem eingebetteten Sternhaufen ist NGC 7380. Oben rechts befindet sich NGC 7635 (der Blasennebel) und der Sternhaufen M52.

Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben, sehen Sie eine beschriftete Version des Feldes. Viele der hervorgehobenen Objekte sind in der zweiten Version des Sharpless-Katalogs (Sh2) angeführt sowie im Barnard-Katalog (B) dunkler Nebel. Jene Orte, die mit Sternbildung in Zusammenhang gebracht werden, sind verräterische Markierungen entlang des Komplexes riesiger Molekülwolken der Region.

Zur Originalseite