Das beschriftete galaktische Zentrum

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Jamie Fernandez

Beschreibung: Der Himmel um das Zentrum unserer Galaxis ist mit einer großen Vielfalt kosmischer Wunder geschmückt, von denen viele von einem dunklen Beobachtungsort aus mit einem gewöhnlichen Fernglas zu sehen sind. Zu den Sternbildern nahe dem galaktischen Zentrum gehören Schütze (Sagittarius), Waage (Libra), Skorpion (Scorpius), Schild (Scutum) und Schlangenträger (Ophiuchus).

Unter den Nebeln sind die Messierobjekte M8, M16 und M20, aber auch der Pfeifen– und der Katzenpfotennebel. Auch offene Sternhaufen sind zu sehen, wie etwa M6, M7, M21, M23, M24 und M25, aber auch der Kugelsternhaufen M22.

Ein Loch im Staub nahe dem galaktischen Zentrum, bekannt als Baades Fenster, welches zwischen M7 und M8 zu sehen ist, enthüllt eine helle Region, die mit fernen Sternen gefüllt ist. Wenn Sie den Mauspfeil über das obige Bild schieben, sehen Sie eine nicht beschriftete Version.

Zur Originalseite

Komantschen-Felsnase: Hinweis auf bewohnbare Vergangenheit des Mars

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: Mars Exploration Rover Mission, JPL, NASA

Beschreibung: Könnte es auf dem Mars einst Leben gegeben haben? Heute könnten weder tierische noch pflanzliche Lebensformen von der Erde längere Zeit auf dem Mars überleben, weil mindestens eine Schlüsselzutat – flüssiges Wasser – auf der rostigen Oberfläche des Planeten fehlt. Obwohl es Hinweise der Marsrover gibt, dass es auf der Oberfläche des Mars vor langer Zeit flüssiges Wasser gegeben haben könnte, war das Wasser vermutlich zu sauer für das Gedeihen uns bekannter Lebensformen.

Kürzlich lieferte eine aktuellere, detailreiche Untersuchung eines ungewöhnlichen Vorsprungs aus Fels und Schmutz, auf den der robotische Rover Spirit im Jahr 2005 stieß, ein Indiz, dass nicht der gesamte Mars immer so sauer war. Der fragliche Hügel, welcher Komantschen-Fels genannt wurde und im Bild nahe dem oberen Rand zu sehen ist, scheint ungewöhnlich hohe Konzentrationen an Bestandteilen wie Magnesium-Eisen-Karbonat zu enthalten.

Dieses Bild ist in überhöhten Farben dargestellt, um die unterschiedlichen Zusammensetzungen hervorzuheben. Da Säure diese Karbonate löst, ist die Beständigkeit dieser Hügel ein Hinweis darauf, dass einst vielleicht weniger saures und somit für Leben günstigeres Wasser über den Mars geflossen sein könnte. Detailreichere Auswertungen und Schürfungen nach weiteren Anzeichen werden sicherlich durchgeführt.

Zur Originalseite

Die Lokale Flocke

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Illustrations- und Bildrechte: Linda Huff (American Scientist), Priscilla Frisch (U. Chicago)

Beschreibung: Die Sterne sind nicht alleine. In der Scheibe unserer Milchstraße, der Galaxis, kommt etwa 10 Prozent der sichtbaren Materie in Form von Gas vor, das als interstellares Medium (ISM) bezeichnet wird. Das ISM ist nicht gleichförmig, sondern fleckig – sogar in der Nähe unserer Sonne. Es mag etwas schwierig sein das lokale ISM zu entdecken, weil es so dünn ist und so wenig Licht abstrahlt. Es besteht hauptsächlich aus Wasserstoffgas, das einige der sehr charakteristischen Farben absorbiert, welche im Licht der nächstgelegenen Sterne zu finden sind. Eine Arbeitskarte des lokalen ISM innerhalb von 10 Lichtjahren, basierend auf aktuellen Beobachtungen, ist oben zu sehen. Diese Beobachtungen zeigen, dass sich unsere Sonne durch eine lokale interstellare Wolke bewegt, während diese Wolke von der Scorpius-Centaurus-Assoziation, einer Sternbildungsregion, ausströmt. Unsere Sonne wird wahrscheinlich die nächsten 10.000 Jahre in der lokalen interstellaren Wolke, auch als Lokale Flocke bezeichnet, bleiben. Vieles im Zusammenhang mit dem lokalen ISM, etwa sein Ursprung oder wie es Sonne und Erde beeinflusst, bleibt rätselhaft.

Zur Originalseite

Loch in der Sonne

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: NASA / Goddard / SDO AIA Team

Beschreibung: Diese bedrohliche, dunkle Form, die sich über die Oberfläche der Sonne ausbreitet, ist ein koronales Loch – eine Region mit niedriger Dichte über der Oberfläche, wo sich das Magnetfeld der Sonne frei in den interplanetaren Raum öffnet. Koronale Löcher, die seit den 1960er Jahren vom Weltraum aus im Ultraviolett- und Gammastrahlenlicht umfassend untersucht werden, sind als die Quelle des Hochgeschwindigkeits-Sonnenwindes bekannt – das sind Atome und Elektronen, welche entlang der offenen Magnetfeldlinien ausströmen. In Zeiten niedriger Aktivität bedecken koronale Löcher üblicherweise Regionen über den Sonnenpolen. Doch dieses ausgedehnte koronale Loch dominierte zu Beginn dieser Woche die nördliche Sonnenhalbkugel, was hier von Kameras des Solar Dynamics Observatory im extremen Ultraviolettlicht festgehalten wurde. Der Sonnenwind, der von diesem koronalen Locht ausströmte, löste Polarlichterscheinungen auf dem Planeten Erde aus.

Zur Originalseite

Heller als der Mars

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Obwohl Sie vielleicht gerade ein E-Mail gelesen haben, in dem stand, dass der Mars heute Nacht unglaublich hell sein wird, ist das hellste Objekt am Horizont nicht der Mars. Der hellste Stern, der am 24. August vom Zentral-Iran aus auf dieser Himmelsansicht in der Wüstendämmerung zu sehen ist, ist die Venus, auch als Abendstern bekannt. Doch auch der helle Mars ist im Bild, rechts über der heller leuchtenden Venus. Trotz aller Behauptungen in dem im Internet alljährlich wiederkehrenden Mars Hoax, dass der Mars so groß und hell wie der Vollmond sein wird, ist dieses himmlische Szenario dem westlichen Himmel, den Sie heute Abend sehen können, sehr ähnlich. Zusammen mit dem Mars ist auf der dennoch schönen Aussicht links über der Venus Spica zu sehen, der Alphastern des Sternbildes Jungfrau. Weiter rechts lugt Saturn knapp über den Wolken durch das schwächer werdende Licht des Sonnenuntergangs. Der Vollmond, der von der fast gegenüberliegenden Seite des Horizonts aus die Wüste beleuchtet, ist etwa 400.000 Mal heller als der Mars.

Orion-Artikel über den Mars-Hoax
Zur Originalseite

M27: kein Komet

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Matthew T. Russell

Beschreibung: Während er im 18. Jahrhundert am Himmel Frankreichs Kometen suchte, erstellte der Astronom Charles Messier fleißig eine Liste von Dingen, auf die er stieß, und die definitiv keine Kometen waren. Dies ist die Nummer 27 seiner inzwischen berühmten Keine-Kometen-Liste. Astronomen des 21. Jahrhunderts würden das Objekt als planetarischen Nebel bezeichnen, doch es ist auch kein Planet, obwohl es mit einem kleinen Teleskop planetenähnlich und rund erscheinen mag. Messier 27 (M27) ist ein ausgezeichnetes Beispiel für einen gasförmigen Emissionsnebel, der entstand, als in einem sonnenähnlichen Stern der Nuklearbrennstoff im Kern zur Neige ging. Der Nebel bildet sich, während die äußeren Schichten des Sterns in den Weltraum abgestoßen werden, wobei von den Atomen, die von der intensiven, aber unsichtbaren Ultraviolettstrahlung des sterbenden Sterns angeregt werden, ein Leuchten im sichtbaren Licht ausgeht. Die hübsche, symmetrische interstellare Gaswolke, bekannt unter dem gängigen Namen Hantelnebel, hat einen Durchmesser von mehr als 2,5 Lichtjahren und ist etwa 1200 Lichtjahre entfernt. Sie steht im Sternbild Vulpecula (Füchslein). Dieses eindrucksvole Farbkomposit betont Details in der gut erforschten Zentralregion und und den zarteren, selten abgebildeten Strukturen im äußeren Hof des Nebels. Es entstand aus Schmalbandbildern, die mithilfe von Filtern für Emissionen von Sauerstoff- (blau-grüne Farbtöne) und Wasserstoffatomen (rot) aufgenommen wurden.

Zur Originalseite

HD 10180: das reichhaltigste bisher entdeckte Planetensystem


Künstlerische Animation: ESO, L. Calçada

Beschreibung: Gibt es andere reichhaltige Planetensysteme? Unser Sonnensystem hat die meisten Planeten aller uns bekannten Sterne, sehr wahrscheinlich weil es so schwierig ist Planeten bei anderen Sternen zu entdecken. Genaue Messungen haben nun jedoch ein schwaches, aber komplexes Wackeln des sonnenähnlichen Sterns HD 10180 festgestellt, was den Schluss zulässt, dass er mindestens fünf Planeten oder vielleicht mehr besitzt, was es zum reichhaltigsten bisher bekannten extrasolaren Planetensystem macht. Die Planeten von HD 10180 wurden in jahrelang mit dem empfindlichen HARPS-Spektrographen gesammelten Daten gefunden, der am 3,6-Meter-Teleskop der ESO in La Silla,(Chile) montiert ist. Das Planetensystem scheint sich stark von unserem Sonnensystem zu unterscheiden, da alle bei HD 10180 entdeckten Planeten eine ähnliche Masse wie Neptun besitzen, aber innerhalb der Marsbahn kreisen. Die künstlerische Darstellung eines Fluges in dieses System ist im obigen Video zu sehen. In Zukunft könnten mehr genaue Daten, die über einen längeren Zeitraum hinweg aufgenommen werden, die Perioden für das Aufspüren des Wackelns von Sternen bis in jenen Bereich erweitern, in dem man fernere und erdähnlichere Planeten entdeckt.

Zur Originalseite

Galaxiehnaufen Abell 1689 vergrößert das dunkle Universum

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: NASA, ESA, E. Jullo (JPL), P. Natarajan (Yale) und J.-P. Kneib (LAM, CNRS); Danksagung an H. Ford, N. Benetiz (JHU) und T. Broadhurst (Tel Aviv)

Beschreibung: Was ist mit diesem Galaxienhaufen los? Um herauszufinden, welche Formen an Materie der Haufen Abell 1689 enthält, braucht man nicht nur genaue Bilder von Teleskopen wie dem Weltraumteleskop Hubble, sondern auch detaillierte Computermodelle. Fast jedes verschwommene gelbe Fleckchen im obigen Bild ist eine ganze Galaxie. Eine genaue Untersuchung zeigt, dass viele Hintergrundgalaxien auf seltsame Weise vergrößert und durch die Gravitationslinsenablenkung des Haufens zu langen, gekrümmten Bögen verzerrt sind. Computeranalysen der Platzierung und Glätte dieser Bögen lassen den Schluss zu, dass der Haufen zusätzlich zu der Materie in den Galaxien, die wir sehen, auch eine erhebliche Menge an Dunkler Materie enthalten muss, etwa wie in dem Modell, das in Purpur digital darübergelegt wurde. Abell 1689 bleibt dennoch rätselhaft, weil die Bögen so zahlreich und vielfältig sind, dass es kein Modell für Dunkle Materie gibt, das als einziges sie alle erklären kann und dennoch in Übereinstimmung mit den Modellen für Dunkle Materie bleibt, die für die Einschränkung ihrer Bewegung benötigt werden. Die detailreiche Information, die durch Galaxienhaufen wie Abell 1689 verfügbar ist, lässt hoffen, dass eines Tages eine vollständige Erklärung gefunden wird, die nicht nur die Dunkle Materie in Haufen zur Gänze erklärt, sondern auch den Anteil an Dunkler Energie im Universum, die in der Sichtlinie zu den fernen Bögen benötigt wird.

Zur Originalseite

Milchstraßenschatten bei Loch Ard Gorge

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro)

Beschreibung: Haben Sie je gesehen, wie das Leuchten der Milchstraße Schatten wirft? Dafür müssen die Bedingungen genau richtig sein. Zu allererst muss der Himmel relativ wolkenlos sein, sodass das lange Band der zentralen Scheibe der Milchstraße zu sehen ist. Die Umgebung muss fast völlig dunkel sein, ohne dass irgendwo helles künstliches Licht sichtbar ist. Weiters darf der Mond nicht über dem Horizont stehen, sonst dominiert sein Glanz die Landschaft. Schließlich ist der Schatten am besten mit lang belichteten Aufnahmen zu fotografieren. Für das obige Bild, das im Port-Campbell-Nationalpark in Victoria (Australien) aufgenommen wurde, wurden sieben je 15 Sekunden belichtete Bilder des Bodens und des entrotierten Himmels digital hinzugefügt, um das nötige Licht und Details hinzufügen. Im Vordergrund liegt Loch Ard Gorge, das nach einem Schiff benannt wurde, das 1878 tragischerweise auf Grund lief. Die beiden abgebildeten Felsen sind Überreste eines zusammengebrochenen Bogens, die nach den einzigen Überlebenden des Loch-Ard-Schiffsunglücks Tom und Eva genannt wurden. Ein genauer Blick auf das Wasser vor den Felsen zeigt Schatten im Licht, das von unserer Milchstraße geworfen wird. Niedrige Wolken sind zu sehen, die in diesem Film durch die heitere Szene ziehen.

Zur Originalseite

Hoags Objekt: eine seltsame Ringgalaxie

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: R. Lucas (STScI/AURA), Hubble Heritage Team, NASA

Beschreibung: Ist das eine Galaxie oder sind es zwei? Diese Frage kam 1950 auf, als der Astronom Art Hoag zufällig auf dieses ungewöhnliche extragalaktische Objekt stieß. Außen steht ein Ring, der von hellen, blauen Sternen dominiert wird, während sich nahe der Mitte eine Kugel aus viel röteren Sternen befindet, die wahrscheinlich wesentlich älter sind. Zwischen den beiden liegt eine Lücke, die fast völlig dunkel erscheint. Wie Hoags Objekt entstand, bleibt unbekannt, obwohl inzwischen ähnliche Objekte entdeckt und kollektiv als Ringgalaxien klassifiziert wurden. Zu den Entstehungshypothesen gehören eine Galaxienkollision vor Milliarden Jahren und gravitative Einflüsse auf einen Zentralbalken, der inzwischen verschwunden ist. Das obige Bild wirde im Juli 2001 vom Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Es enthüllt beispiellose Details von Hoags Objekt und könnte ein besseres Verständnis desselben ermöglichen. Hoags Objekt umfasst etwa 100.000 Lichtjahre und liegt etwa 600 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Schlange (Serpens). Zufällig ist durch die Lücke (auf zirka ein Uhr) ist eine weitere Ringgalaxie zu sehen, die wahrscheinlich weit dahinter liegt.

Zur Originalseite

Perseïdensturm

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Robert Arn

Beschreibung: Stürme am fernen Horizont und Kometenstaub, der über den darüberliegenden Himmel regnet, sind auf dieser faszinierenden Nachtlandschaft vereint. Die Szene wurde zu früher Stunde am 13. August bei der Keota Star Party in den Pawnee National Grasslands im Nordosten Colorados (USA) aufgenommen. Wenn man nach Osten über die Prärie blickt, zeigt das Komposit aus 8 aufeinanderfolgenden Aufnahmen, die je 30 Sekunden lang belichtet wurden, das Aufleuchten eines Blitzes und eines hellen Perseïdenmeteors. Rechts können nicht einmal die Wolken das Licht des gleißenden Planeten Jupiter verdecken, dessen mythologischer Namensvetter gennau wusste, wie man mit Blitzen und Meteoren umgeht. Natürlich weist der Streifen dieses Meteors zum Radianten des Stroms im heroischen Sternbild Perseus, wobei er den sternklaren Hintergrund mit dem Sternhaufen der Plejaden teilt, der selbstbewusst über den Sturmwolken steht. Genau über dem hellen Meteorblitz liegt die blasse Andromedagalaxie.

Zur Originalseite