NGC 1365: Majestätisches Inseluniversum

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Credit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Die Balkenspiralgalaxie NGC 1365 ist mit einem Durchmesser von etwa 200.000 Lichtjahre ein wahrlich majestätisches Inseluniversum. NGC 1365, etwa 60 Millionen Lichtjahre entfernt im chemischen Sternbild Fornax, ist ein dominantes Mitglied des gut untersuchten Fornax-Galaxienhaufens. Dieses eindrucksvolle scharfe Farbbild zeigt intensive Sternbildungsregionen an den Enden des Balkens und entlang der Spiralarme sowie Details in den Staubstraßen, die den hellen Kern der Galaxie durchschneiden. Im Kern ligt ein sehr massereiches schwarzes Loch. Astronomen glauben, dass der markante Balken von NGC 1365 eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Galaxie spielt, indem er Gas und Staub in einen Sterne bildenden Sog zieht und schlussendlich auch Materie in das zentrale schwarze Loch speist.

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Nahaufnahme des Pelikannebels

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Credit und Bildrechte: Tony Hallas

Beschreibung: Der markante Grat aus Strahlung, der auf dieser intensiv gefärbten Himmelslandschaft zu sehen ist, trägt die Bezeichnung IC 5067. Dieser Grat ist Teil eines längeren Emissionsnebels mit einer markanten Form, der allgemein Pelikannebel genannt wird. Dieser umfasst etwa 10 Lichtjahre und folgt der Kurve von Kopf und Hals des kosmischen Pelikans. Fantastische dunkle Formen, welche diese Ansicht bevölkern, sind Wolken aus kühlem Gas und Staub, welche von der energiereichen Strahlung heißer, massereicher Sterne geformt wird. Doch Sterne bilden sich auch innerhalb der dunklen Gestalten. Die Zwillingsstrahlen zum Beispiel, die aus der Spitze der dunklen Ranke in der Mitte ragen, sind die vielsagenden Zeichen eines eingebetteten Protosterns, der als Herbig-Haro 555 katalogisiert ist. Der Pelikannebel selbst, auch bekannt als IC 5070, ist etwa 2000 Lichtjahre entfernt. Um ihn zu finden, suchen Sie nordöstlich des hellen Sterns Deneb im hoch fliegenden Sternbild Schwan (Cygnus).

Heute: 3 Jahre APOD in deutscher Sprache
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Sichelmond und Planeten über Portugal

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Credit und Bildrechte: Miguel Claro

Beschreibung: Manchmal macht es Spaß den Himmel zu teilen. Obwohl es so aussieht, als ob zwei Himmelsfreunde auf dem Hügel nur einen Sichelmond untereinander teilen würden, stehen auch drei helle Planeten vor ihnen. Der hellste Punkt am Himmel ist der Planet Venus, während der rötliche Mars darüber schwebt und Saturn rechts davon. Im Vordergrund liegen pittoreske Sandklumpen am Strand der Costa da Caparica vor dem reflektierenden Wasser des Atlantischen Ozeans.

Der Abend, der zum Beobachten der Planeten gewählt wurde, war besonders vielversprechend, da auch der Meteorstrom der Perseïden seinen Höhepunkt erreichte. Zum Glück war dieser Abendhimmel letzten Donnerstag über Alamada in Portugal nicht einzigartig – er war letzte Woche für Himmelsfreunde auf der ganzen Welt zu sehen. Die Planeten bleiben noch diese Woche bei Sonnenuntergang sichtbar, auch wenn die Venus zum Horizont sinkt, da sie sich der untergehenden Sonne nähert.

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NGC 4755: Ein Schmuckkästchen aus Sternen

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Credit und Bildrechte: Dieter Willasch (Astro-Cabinet)

Beschreibung: Die große Vielfalt an Sternfarben in diesem offenen Haufen begründet seinen Namen: das Schmuckkästchen. Einer der hellen Sterne in der Mitte ist ein roter Superriese, der im Kontrast zu den vielen blauen Sternen steht, die ihn umgeben. Der Haufen, auch als Kappa Crucis bekannt, enthält etwas mehr als 100 Sterne und ist etwa 10 Millionen Jahre alt. Offene Haufen sind jünger, bestehen aus weniger Sternen und enthalten einen viel höheren Anteil an blauen Sternen als Kugel sternhaufen. Dieses Schmuckkästchen ist etwa 6400 Lichtjahre entfernt, daher wurde das Licht, das wir heute sehen, vor dem Bau der großen Pyramiden in Ägypten von dem Haufen ausgestrahlt. Das Schmuckkästchen, das oben zu sehen ist, umfasst etwa 20 Lichtjahre und ist mit einem Fernglas im südlichen Sternbild des Kreuzes (Crux) zu sehen.

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Meteore über Québec

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Credit und Bildrechte: Rémi Boucher

Beschreibung: Meteore streiften letzte Woche in vielen Städten der Erde über den Himmel, doch niemand wurde verletzt, und es wurden keine Schäden gemeldet. Der Angriff aus dem All schien von irgendwo im Sternbild Perseus auszugehen und bestand aus Millionen kleiner Projektile, die mit mehr als 200.000 Kilometern pro Stunde zur Erde rasten. Wie oben zu sehen versammelten sich letzten Donnerstag Leute beim ASTROLab du Mont-Megantic im Süden von Québec in Kanada und blickten hilflos zum Himmel, nachdem sie die Meteorangriffe nicht stoppen konnten. Glücklicherweise vernichtete die Verteidigung der Erde, die aus einer planetenweiten mehr als 100 Kilometer dicken Lufthülle besteht, die angreifenden Projektile durch Reibung, die durch ihre eigene Geschwindigkeit entstand, bei der sie bis zum Zerfall aufgeheizt wurden. Das große Dreieck im Vordergrund war, wenngleich eine eindrucksvolle Erscheinung, kein Bestandteil des irdischen Meteorverteidigungssystems. Der Weltraumangriff wurde als Teil des jährlichen Perseïden-Meteorstroms erwartet, als die Erde durch sandkorngroße Teilchen wanderte, die vom die Sonne umkreisenden Kometen Swift-Tuttle zurückgelassen wurden.

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Geschichtete Hügel in Arabia Terra auf dem Mars

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Credit: MSSS, JPL, NASA

Beschreibung: Warum sind manche Hügel auf dem Mars so geschichtet? Die Antwort wird noch erforscht. Wie oben zu sehen ist, umgibt dunkler, vom Wind vertragener Sand zu Tage tretendes helles Sedimentgestein auf dem Boden des Kraters Arabia Terra. Der helle Fels besteht offensichtlich aus vielen Schichten, von denen die am tiefsten liegenden wahrscheinlich sehr alt ist. Obwohl der dunkle Sand Dünen bildet, sind gewellte Dünen aus heller gefärbtem Sand, welche die stufigen Tafelberge umgeben, leichter zu sehen. Verwehter Sand erodierte möglicherweise selbst einstmals größere Tafelberge zu diesen stufigen Hügeln. Die meisten der geschichteten Sockel sind breit genug um darauf mit einem Lastwagen herumzufahren. Das obige Bild, das ein etwa 3 Kilometer großes Areal zeigt, wurde im Oktober 2003 von der Raumsonde Mars Global Surveyor aufgenommen, die den Mars umrundet und inzwischen nicht mehr in Betrieb ist.

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Nacht der Perseïden

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Credit und Bildrechte: Marco Verstraaten

Beschreibung: In der Nacht des 12. August bot sich vom Monduntergang bis zur Dämmerung eine gute Gelegenheit um Meteore zu sehen. Himmelsbeobachter sahen beim jährlichen Meteorstrom der Perseïden Streifen am dunklen Himmel – Sie waren Kometenstaub, der auf den Planeten herabregnete. Der Astronom Marco Verstraaten, der den Höhepunkt des Stroms erwartete, nahm eine Serie von Einzelbildern auf, welche Meteore in einem Zeitraum von 6 Stunden aufzeichneten, wobei er an einem nicht so dunklen Beobachtungsort in den Niederlanden ein Weitwinkelobjektiv verwendete. Durch die Kombination entstand diese dennoch dramatische Nachthimmelsansicht mit vielen farbigen Meteorstreifen. Der sternklare Hintergrund enthält die Milchstraße und rechts von der Mitte sogar die zarte Andromedagalaxie. Obwohl sich die Kometenstaubteilchen parallel zueinander bewegen, scheinen die Meteore des Stroms eindeutig von einem Punkt am Himmel im gleichnamigen Sternbild Perseus auszuströmen. Der Radiant entsteht durch die Perspektive, da parallele Spuren in der Ferne scheinbar zusammenlaufen. Helle Sterne im Perseus reichen bis in die Lücke zwischen den Bäumen im Vordergrund.

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Arp 286: Trio in Virgo

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Credit und Bildrechte: Stephen Leshin

Beschreibung: Diese Szenerie, eine bemerkenswerte Teleskopkomposition in gelb und blau, zeigt ein Trio miteinander wechselwirkender Galaxien, das fast 90 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Virgo steht. Links spiegeln zwei gezackte Vordergrundsterne in der Milchstraße die Farbtöne des Galaxientrios, eine Erinnerung daran, dass Sterne in unserer eigenen Galaxis jenen in den fernen Inseluniversen ähnlich sind. NGC 5566, überwiegend gelb mit weit reichenden Spiralarmen und Staubstraßen, ist riesig und hat einen Durchmesser von etwa 150.000 Lichtjahren. Knapp darunter liegt die kleine blaue NGC 5569. Die dritte Galaxie, NGC 5560 nahe der Mitte, ist mehrfärbig und offensichtlich durch ihre Interaktion mit NGC 5566 gestreckt und verzerrt. Das Galaxientrio ist auch in Halton Arps Atlas of Peculiar Galaxies aus dem Jahr 1966 als Arp 286 enthalten. Natürlich werden solche kosmischen Wechselwirkungen inzwischen als häufiger Abschnitt in der Entwicklung von Galaxien gewertet.

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Perseïdenvorspiel

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Credit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Beschreibung: Jeden August, wenn der Planet Erde durch den Staub in der Umlaufbahn des periodischen Kometen Swift-Tuttle wandert, können Himmelsbeobachter den Meteorstrom der Perseïden bewundern. Dieser Strom sollte jetzt seinen Gipfel erreichen und ist heute nach Monduntergang bis zur morgigen Dämmerung am besten zu sehen, wenn die Erde durch den dichteren Teil des weit gezogenen Staubschweifes zieht. Doch Meteore des Stroms sind schon seit Tagen zu sehen, wie dieser helle Perseïd, der am 8. August über den Himmel nahe dem Balaton in Ungarn streifte. Im Vordergrund steht die Ruine der Kirche Szent András, rechts dominiert der helle Jupiter den Himmel. Zwei Galaxien liegen im Hintergrund dieses Weitwinkelpanoramas aus drei Einzelbildern: der leuchtende Bogen unserer eigenen Galaxis, der Milchstraße, und der zarte Klecks der weiter entfernten Andromedagalaxie gleich über der am weitesten links stehenden Wand der Ruine. Wenn Sie heute Nacht Perseïden-Meteore beobachten möchten, gehen Sie sicher, dass Sie auch den frühabendlichen Himmel sehen, an dem nach Sonnenuntergang helle Planeten und eine junge Mondsichel am westlichen Horizont stehen.

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Dämmerungsstrahlen über dem Michigansee

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Credit und Bildrechte: Kurt Voigts

Beschreibung: Was verursacht solche dunklen Strahlen? Spektakuläre dunkle Himmelsstrahlen wurden letzten Monat in Pentwater in Michigan (USA) mit Blick nach Westen über den Michigansee fotografiert. Die Ursache ist überraschend vertraut: Schatten. Wolken nahe dem Horizont können Sonnenlicht blockieren, sodass es nicht von der Luft reflektiert wird, wodurch von der Sonne ausgehende Säulen ungewöhnlich dunkel erscheinen. Wolkenschatten kann man sich als Gegenstück zu den häufiger hervorgehobenen Dämmerungsstrahlen vorstellen, die ebenfalls oben zu sehen sind, wo Sonnenlicht durch Wolkenlöcher dringt. Manchmal sind auf der der Sonne gegenüberliegenden Seite Gegendämmerungsstrahlen zu sehen.

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Sanddünen auf Titan

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Credit: Cassini Radar Mapper, JPL, JSC, ESA, NASA

Beschreibung: Warum verlaufen manche Dünen auf Titan rückwärts? Die Mitte Titans ist, wie sich herausgestellt hat, mit Sand bedeckt, und ein Teil davon sieht seltsam aus. Bilder der Raumsonde Cassini, die derzeit Saturn umrundet, zeigen lange Reihen riesiger Sanddünen nahe Titans Äquator, die bis zu 300 Meter hoch sind. Ihre Schatten lassen darauf schließen, dass die meisten Dünen von Wind, der aus dem Westen kommt, geformt werden. Allerdings kommt der Wind am Äquator Titans typischerweise aus dem Osten. Eine kürzlich aufgestellte Hypothese könnte dieses körnige Rätsel lösen. Sie besagt, dass jene Winde, die stark genug sind um Sand zu bewegen und Dünen zu formen, während der seltenen Tag- und Nachtgleiche vorkommen und stark aus dem Westen wehen. Die Titans Äquator-Sanddünen, während unten ähnliche Sanddünen zu sehen sind, die sich auf der Erde in Namibia gebildet haben. Warum Titans Mitte so gleichmäßig mit soviel Sand bedeckt ist, wird noch untersucht.

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