Die Planeten des Sonnensystems

Alle Planeten und der abnehmende Sichelmond stehen vor Sonnenaufgang in einer Reihe über den östlichen Horizont bei Marina di San Nicola in Italien.

Bildcredit und Bildrechte: Antonio Canaveras, Chiara Tronci, Giovanni Esposito, Giuseppe Conzo, Luciana Guariglia (Gruppo Astrofili Palidoro)

Gleichzeitig fotografierte Bilder von vier Kameras wurden zu dieser stimmungsvollen Himmelslandschaft in der Dämmerung kombiniert. Das gemeinsam erstellte Astro-Panorama vom 24. Juni zeigt alle Planeten des Sonnensystems kurz vor Sonnenaufgang.

Der innerste Planet Merkur stand am nebeligen Morgen nahe am Horizont, er war in der Dämmerung links unter der gleißenden Venus gerade noch sichtbar. Der abnehmende Sichelmond und die anderen hellen, mit bloßem Auge sichtbaren Planeten – Mars, Jupiter und Saturn – leuchten nahe der Ekliptik und verteilen sich über das weite Sichtfeld nach rechts oben.

Für die viel blasseren Planeten Uranus und Neptun hätte man ein Fernglas gebraucht, doch auch sie standen am Himmel in der Ekliptik. Im Vordergrund befinden sich Ausgrabungen einer antiken römischen Villa bei Marina di San Nicola in Italien auf dem Planeten Erde.

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Sichelneptun und Triton

Die Raumsonde Voyager 2 zeigt Neptun und seinen Mond Triton von hinten in ihrer Sichelphase.

Bildcredit: NASA, Voyager 2

Beschreibung: Die Kamera der leise durchs äußere Sonnensystem gleitenden Raumsonde Voyager 2 fotografierte Neptun und Triton zusammen in ihrer Sichelphase.

Das elegante Bild des Gasriesenplaneten mit seinem wolkenverhangenen Mond wurde kurz nach ihrer größten Annäherung im Jahr 1989 von hinten fotografiert. Von der Erde aus wäre es nicht möglich gewesen, dieses Bild aufzunehmen, weil Neptun von der Sonne aus gesehen niemals eine Sichelphase zeigt.

Der ungewöhnliche Blickwinkel raubt Neptun auch seinen vertrauten blauen Farbton, da Sonnenlicht von hier aus gesehen vorwärts gestreut wird und daher gerötet ist – wie die untergehende Sonne.

Neptun ist kleiner, aber massereicher als Uranus, er besitzt mehrere dunkle Ringe und gibt mehr Licht ab, als er von der Sonne erhält.

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Als Mars Neptun begegnete

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Bildcredit und Bildrechte: Stephen Mudge

Beschreibung: Am 1. Januar unterstützte Mars Himmelsbeobachter mit Fernglas dabei, einen Eisriesen von ihrer Liste zu streichen. Die Sichtlinie zum hellen Roten Planeten reichte am Nachthimmel des Planeten Erde weniger als 0,02 Grad an den blassen Neptun heran.

Diese Bildfelder entstanden in einem zeitlichen Abstand von nur 3 Stunden zur engsten Begegnung, sie zeigen die Erscheinung des seltsamen Paares am Himmel über Brisbane in Australien.

Die Weitwinkelsicht zeigt den schmalen Neujahrs-Sichelmond am westlichen Horizont und Venus als gleißenden Abendstern. Mars und Neptun sind rechts oben markiert. Die beiden vergrößerten Bildeinschübe wurden mit dem gleichen Teleobjektiv fotografiert, daher zeigen sie die Mars-Neptun-Konjunktion und die scheinbare Größe des Sichelmondes im gleichen Maßstab. Diese Woche hängt Neptun im Westen nahe bei der Venus.

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Milchstraße über Schiffswrack

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Bildcredit und Bildrechte: Sergio Montúfar (Planetario Ciudad de La Plata)

Beschreibung: Was ist mit diesem Schiff passiert? Es wurde von einem gewaltigen Sturm, der 2002 auf die Küste von Argentinien traf, fortgetragen. Dieses verlassene Schiff wird Naufragio del Chubasco genannt und havarierte nahe der fast verlassenen Stadt Cabo Raso (1 Bewohner).

Das rostende Schiff liefert einen pittoresken, etwas gruseligen Vordergrund für den schönen Himmel oben. Dieser Himmel ist vom großen Bogen unserer Milchstraße gekrönt und zeigt Galaxien, darunter die Große und die Kleine Magellansche Wolke, weiters Sterne wie Kanopus und Atair, Planeten wie Mars und Neptun sowie Nebel wie die Lagune, Carina und den Kohlensack.

Das Mosaik wurde aus mehr als 80 Bildern erstellt, die Anfang September fotografiert wurden. Ein interaktives 360-Grad-Panorama dieses Bildes ist ebenfalls verfügbar. Der waghalsige Astrofotograf berichtet, dass der gruseligste Teil beim Fotografieren dieses Bildes nicht das verlassene Schiff war, sondern die ungewöhnliche Menge schwarzer, haariger Raupen.

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Vorbeiflug am Neptunmond Triton


Bildcredit: Voyager 2, JPL, NASA; Digitale Zusammenstellung: Paul Schenk (LPI, USRA)

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man an Triton vorbeifliegt, dem größten Mond des Planeten Neptun? Nur eine Raumsonde hat das je getan – nun wurden erstmals Bilder dieser dramatischen Begegnung zu einem Film kombiniert. Am 25. August 1989 schoss die Raumsonde Voyager 2 mit flackernder Kamera durch das Neptunsystem. Triton ist etwas kleiner als der Erdmond, doch er hat Eisvulkane und eine mit gefrorenem Stickstoff angereicherte Oberfläche. Die erste Bildfolge im Video zeigt Voyagers Annäherung an Triton, der trotz seines ungewöhnlichen grünen Farbtons annähernd in Echtfarben erscheint. Das rätselhafte Gelände unter der Raumsonde wurde bald dunkel, als die Schattenlinie der Nacht unten vorbeizog. Nach der engsten Begegnung schwenkte Voyager, um den sich entfernenden, als schrumpfende Sichel sichtbaren Mond zu sehen. Nächsten Juli, wenn alles gut geht, macht die robotische Raumsonde New Horizons einen ähnlichen Vorbeiflug an Pluto, einer Kugel von ähnlicher Größe wie Triton.

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