Mond, vier Planeten und Emu

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Beschreibung: Eine lichtstarke Milchstraße fällt auf dieser detailreichen Nachthimmelslandschaft zum Horizont, sie beginnt beim oberen Bildrand mit den Sternen im Kreuz des Südens und dem dunklen Kohlensacknebel. Auf diesem Bild, das in der Dunkelheit vor der Dämmerung des 2. Februar in Victoria (Australien, Planet Erde) fotografiert wurde, leuchtet der 26 Tage alte abnehmende Sichelmond noch hell am Horizont.

Die zweit- und dritthellsten Himmelslichter sind Venus und Jupiter im unteren Teil der Zentralwölbung der Milchstraße. Saturn liegt fast in einer Linie mit den hellen Planeten und dem Mond, er ist der Nadelstich aus Licht, der rechts unter dem Licht des Mondes gerade so sichtbar ist. Australiens erste Astronomen sahen in der länglichen gewölbten Form der vertrauten Milchstraße einen großen himmlischen Emu. Der Mond und die Planeten wirken in der sternklaren Nacht beinahe wie die Eier des Emus.

Zur Originalseite

Fächer aus Nachthimmellicht vom See zum Himmel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane; überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Warum sieht der Himmel wie ein riesiger Fächer aus? Der Grund ist Nachthimmellicht. Das hier abgebildete zeitweilige grüne Leuchten wurde 2015 in der Nähe des Bryce Canyon in Utah (USA) fotografiert und schien von einem See durch den Bogen unserer Milchstraße aufzusteigen. Das ungewöhnliche Muster entstand durch Dichtewellen in der Atmosphäre – Wellen mit wechselndem Luftdruck, die mit der Höhe zunehmen können, wenn die Luft ausdünnt, in diesem Fall in einer Höhe von 90 Kilometern.

Anders als Polarlichter, die ihre Energie aus Kollisionen mit energiereichen geladenen Teilchen beziehen, und die in hohen Breiten auftreten, entsteht Nachthimmellicht durch Chemolumineszenz. Dabei entsteht Licht durch eine chemische Reaktion. Nachthimmellicht ist häufig nahe dem Horizont zu beobachten und sorgt dafür, dass der Nachthimmel niemals völlig dunkel wird.

Zur Originalseite

Vom Kreuz des Nordens zum Kreuz des Südens

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Nicholas Buer

Beschreibung: Es gibt eine Straße, die das Kreuz des Nordens mit dem Kreuz des Südens verbindet, doch man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um sie zu sehen. Die hier abgebildete Straße ist das zentrale Band unserer Milchstraße; der richtige Ort ist in diesem Fall die dunkle Laguna Cejar in der Salar de Atacama im Norden von Chile; und die richtige Zeit war Anfang Oktober kurz nach Sonnenuntergang.

Viele Himmelswunder wurden fotografiert, etwa der helle Mond im Bogen der Milchstraße; die Venus knapp über dem Mond; Saturn und Merkur, knapp unter dem Mond; ganz links die Begleitgalaxien Große und Kleine Magellansche Wolke; rotes Nachthimmellicht links im Bild am Horizont; und die Lichter kleiner Städte an mehreren Orten am Horizont. Man könnte vermuten, dass die Erstellung dieses Panoramas aus 30 Bildern eine ruhige Erfahrung war, doch hier hätte man Ohrstöpsel gebraucht, um das ständige Kreischen wilder Esel zu ignorieren.

Zur Originalseite

Meteor und Milchstraße über den Alpen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Nicholas Roemmelt

Beschreibung: Das war eine aufregende Aussicht. Auf dem Tschirgant in den Alpen sehen Sie nicht nur nahe Städte und ferne Tiroler Gipfel, sondern auch, je nach Wetter, Sterne, Nebel und das Band der Milchstraße. Was den anstrengenden Aufstieg in dieser Nacht lohnenswert machte, war jedoch ein weiterer Höhepunkt – jener des PerseidenMeteor stroms 2018.

Wie gehofft, zerstreuten sich Wolken und eröffneten eine malerische Himmelsbeobachtung mit vielen blassen Meteoren, während eine sorgfältig aufgestellte Kamera eine Serie Aufnahmen fotografierte. Plötzlich zischte ein brillanter Meteor – hell und farbenprächtig – direkt neben dem fast senkrechten Band der Milchstraße herab. Wie der Zufall es wollte, hielt die Kamera ihn ebenfalls fest. Daher wurde schnell ein neues Serienbild aufgenommen, bei dem einer der Himmelsfreunde auf dem nahen Gipfel posierte. Später wurden alle Bilder digital kombiniert.

Zur Originalseite

Milchstraßenfall

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Beschreibung: Sie kann der trockenste Ort des Planeten Erde sein, dennoch fließt noch Wasser in der chilenischen Atacamawüste hoch in den Bergen. Nach der Entdeckung dieses kleinen Baches mit fließendem Wasser kehrte der Fotograf an den Ort zurück und beobachtete, wie die Milchstraße am dunklen Südhimmel aufging, und berechnete den Zeitpunkt, wann die Milchstraße und das fließende Wasser einander begegnen würden.

Auf dieser Panorama-Nachthimmelslandschaft sind Sterne und Nebel in das Leuchten der Milchstraße getaucht. Sie teilen diesen Augenblick mit den Begleitgalaxien der Milchstraße, der Großen und Kleinen Magellanschen Wolke rechts über dem Horizont. Der helle Stern Beta Centauri posiert genau über dem Wasserfall. Darüber liegen die dunkle Fläche des Kohlensacknebels und die Sterne im Kreuz des Südens.

Zur Originalseite

HESS-Teleskope erforschen den Hochenergiehimmel


Videocredit und -rechte: Vikas Chander, H.E.S.S.-Arbeitsgemeinschaft; Musik: Emotive Piano von Immersive Music

Beschreibung: Sie sehen aus wie moderne mechanische Dinosaurier, doch sie sind gewaltige schwenkbare Augen, die den Himmel beobachten. Das Observatorium High Energy Stereoscopic System (H.E.S.S.) besteht aus vier 12-Meter-Spiegelteleskopen, die ein größeres Teleskop mit einem 28-Meter-Spiegel umgeben. Sie wurden entwickelt, um seltsames Flackern aus blauem Licht – Tscherenkowstrahlung zu erkennen. Diese wird abgestrahlt, wenn geladene Teilchen sich etwas schneller bewegen, als die Lichtgeschwindigkeit in der Luft beträgt. Das Licht wird ausgesendet, wenn ein Gammastrahl von einer fernen Quelle ein Molekül in der Erdatmosphäre trifft und einen Schauer geladener Teilchen auslöst.

H.E.S.S. ist empfindlich für manche der energiereichsten Photonen (TeV), die das Universum durchkreuzen. H.E.S.S. ist seit 2003 in Namibia in Betrieb, suchte nach Dunkler Materie und entdeckte mehr als 50 Quellen, die energiereiche Strahlung abstrahlen, darunter Supernovaüberreste und die Zentren von Galaxien, die sehr massereiche Schwarze Löcher enthalten. Die H.E.S.S.-Teleskope wurden letzten September in Zeitrafferabläufen fotografiert. Während sie schwenkten und starrten, zischten gelegentlich Satelliten in der Erdumlaufbahn vor unserer Milchstraße und den Magellanschen Wolken vorbei.

Offene Wissenschaft: Stöbern Sie in mehr als 1800 Codes der Astrophysics Source Code Library

Zur Originalseite

Der Galaxienbaum

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: César Vega Toledano; Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Zuerst kamen die Bäume. In Salamanca in Spanien fiel dem Fotografen ein Eichenwäldchen auf, das nach dem Stutzen ziemlich unverwechselbar aussah. Als Nächstes kam die Galaxis. Der Fotograf blieb bis 2 Uhr morgens wach und wartete, bis die Milchstraße auf die Höhe einer majestätischen Eiche gestiegen war. An diesem sorgfältig gewählten Standpunkt schienen die Staubbahnen der Galaxis natürliche Fortsätze der Zweige im Baum zu bilden.

Zuletzt kam das Licht. Mit einem Blitzlicht auf der Rückseite des Baumes wurde seine Silhouette sichtbar. Zufällig sehen die Silhouetten der anderen Bäume am relativ hellen Horizont sehr ähnlich aus. Dieses Bild wurde zu Beginn dieses Monats als einzelne 30-Sekunden-Aufnahme fotografiert, die Milchstraße wurde durch digitale Bearbeitung verstärkt.

Zur Originalseite

Sommer- und Wintermilchstraße

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Dong Han

Beschreibung: Dieses Panorama einer Herbstnacht wurde etwa um Mitternacht fotografiert. Es folgt dem Bogen der Milchstraße am nördlichen Horizont im Hohen Venn im Nationalpark Eifel an der Grenze von Belgien und Deutschland.

Wenn Sie den Blick von Westen nach Osten (von links nach rechts) über die Auen schweifen lassen, sehen Sie noch einmal die auffälligen Sterne des nördlichen Sommers, die den Sternbildern weichen, welche bald die Nächte des nördlichen Winters dominieren. Der untergehende Wanderer Mars ganz links leuchtet am hellsten, er leuchtet noch in den fast übermächtigen irdischen Lichtern am südwestlichen Horizont. Die hellen Sterne Atair, Deneb und Wega, auch bekannt als nördliches Sommerdreieck, überspreizen links neben der Mitte die Milchstraße. Kapella und Aldebaran, Teil des nördlichen Wintersechsecks, leuchten beim hübschen Sternhaufen der Plejaden im Nordosten.

Die Sichtlinie entlang des Bretterweges führt fast direkt zum großen Wagen, der in diesen nördlichen Breiten eine Sterngruppe für alle Jahreszeiten ist. Folgen Sie den Zeigersternen des großen Wagens zum Polarstern und dem Himmelsnordpol, der fast genau darüber steht. Andromeda, die andere große Galaxie in der Himmelslandschaft, steht nahe dem oberen Bildrand.

Zur Originalseite

Mont Blanc, Meteor und Milchstraße

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Adrien Mauduit

Beschreibung: In der Mitte dieser stimmungsvollen Nachthimmelslandschaft steht der schneebedeckte Mont Blanc. Doch an der Position des Fotografen mit Blick nach Süden zu Europas höchstem Gipfel in den südlichen Schweizer Alpen vernebelten hohe, dünne Wolken den Himmel. Dennoch zeigt die 13-Sekunden-Aufnahme die blassen Sternfelder und dunklen Teilungen der Milchstraße über dem berühmten weißen Berg.

Der helle Planet Saturn und Antares (rechts), Alphastern im Skorpion, wurden durch den Dunst aufgebläht. Sie leuchten durch die Wolken und flankieren die zentrale Wölbung der Galaxis. Die Hochlandszene entstand in der lohnenden Nacht von 12. auf 13. August, daher streift neben der galaktischen Ebene auch die grüne Spur eines Perseiden-Meteors.

Zur Originalseite

Milchstraße über Trolltunga

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Lizenz: Ruslan Merzlyakov (RMS Photography)

Beschreibung: Sie haben eine lange Reise gemacht, um die Trollzunge zu sehen – zehn Stunden über steiniges Gelände. In diesem Fall waren sogar drei Reisen nötig, um die Geländeform bei klarem Nachthimmel zu fotografieren.

Trolltunga ist ein malerischer Felsvorsprung in der Nähe des Ringedalsvatnet in Norwegen, der in einer Höhe von etwa 700 Meter über gebirgige Klippen hinausragt. Der Überhang ist Milliarden Jahre alt, ein gewachsener Fels aus dem Präkambrium, der vor etwa 10.000 Jahren während einer Eiszeit von Gletschern ausgeschürft wurde. Dieses Bild ist ein Komposit aus zwei Aufnahmen, einem 15-Sekunden-Bild der Erde im Vordergrund, gefolgt von einer 87-Sekunden-Aufnahme des Himmels im Hintergrund, die 40 Minuten später fotografiert wurde.

Tausende erkennbarer Sterne sprenkeln die Sternenlandschaft im Hintergrund, dazu kommen Milliarden nicht aufgelöster Sterne im fast senkrechten Band unserer Milchstraße.

Zur Originalseite

Meer und Himmel leuchten über der Küste von the Oregon

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Rudy Montoya

Beschreibung: Bei jedem Schritt leuchtete der Sand blau auf. Das Licht entstand durch Biolumineszenz – ein blaues Leuchten, das auch die Brandung auf dieser surrealen Szene beleuchtet, die letzten Monat an Meyer’s Creek Beach in Oregon (USA) fotografiert wurde. Im Vordergrund sind vulkanische Hügel im Meer verteilt, am Horizont streut eine leichte Nebelschicht das Licht.

Die Lichtstrahlen links am Horizont stammen von Autoscheinwerfern auf dem Oregon Coast Highway (US 101), das orange Licht rechts am Horizont von einem Fischerboot. In weiter Ferne ist das Band unserer Milchstraße zu sehen, die scheinbar von einer dunklen Felsnase aufsteigt. Sechzehn Bilder wurden kombiniert, um die Milchstraße im Hintergrund herauszuarbeiten und das Rauschen zu reduzieren.

Zur Originalseite