Das magnetische Zentrum unserer Galaxis

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Bildcredit: NASA, SOFIA, Hubble

Beschreibung: Wie sieht das Magnetfeld im Zentrum unserer Milchstraße aus? Um das herauszufinden, fotografierte das NASA-Observatorium SOFIA, das in einer umgebauten 747 fliegt, die Zentralregion mit einem Instrument, das die Bezeichnung HAWC+ trägt. HAWC+ kartiert Magnetismus, indem es polarisiertes Infrarotlicht beobachtet, das von länglichen Staubkörnchen abgestrahlt wird, die am lokalen Magnetfeld ausgerichtet rotieren.

Nun liegt im Zentrum unserer Milchstraße ein sehr massereiches Schwarzes Loch mit der Vorliebe, Gas von Sternen, die es kürzlich zerstörte, zu absorbieren. Das Schwarze Loch unserer Galaxis ist jedoch relativ ruhig, verglichen mit der Absorptionsrate zentraler Schwarzer Löcher in aktiven Galaxien. Dieses Bild könnte zeigen, warum das so ist: Entweder kanalisiert ein umgebendes Magnetfeld Gas in das Schwarze Loch, das sein Äußeres beleuchtet, oder das Magnetfeld zwingt Gas in die Warteschleife um eine Akkretionsscheibe, weshalb es weniger aktiv ist – zumindest vorübergehend.

Dieses Bild wirkt wie ein surreales Mischmasch aus Impasto und Gravitationsastrophysik. Es zeigt bei genauer Betrachtung den aufschlussreichen Hinweis, indem es das Magnetfeld in und um einen staubigen Ring, der Sagittarius A* umgibt, detailreich abbildet. Sagittarius A* ist das Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxis.

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Am Meer mit Mars

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Bildcredit und Bildrechte: Jack Fusco

Beschreibung: Letztes Jahr leuchtete am Ende des nördlichen Sommers der Mars nach seiner glanzvollen Opposition immer noch hell am Nachthimmel. Das Himmelslicht zog die Blicke der beiden Sternengucker auf sich, sie standen eine Weile still – lange genug, um auf dieser Meeres- und Nachthimmelslandschaft von Big Sur auf dem Planeten Erde verewigt zu werden. Die Milchstraße, deren zentrale Wölbung am Südwesthorizont liegt, verläuft senkrecht durch die Szene. Die Langzeitbelichtung zeigt auch eine blassblaue Biolumineszenz, die sich in den Wellen am Pfeiffer-Strand entfaltet.

Mars ist nun viel blasser, man erkennt ihn nach Sonnenuntergang am westlichen Horizont. Diesen Monat ist Jupiter am nächsten und hellsten, er erreicht am 10. Juni seine Opposition. Nachthimmelsbeobachter sehen den gleißenden Jupiter über dem südlichen Horizont, er strahlt gleich neben den Sternen im Zentrum der Milchstraße.

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Ein Feuervulkan unter einer Milchstraße aus Sternen

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Bildcredit und Bildrechte: Diego Rizzo

Beschreibung: Manchmal ist es schwierig, zu entscheiden, was eindrucksvoller ist: Landschaft oder Himmel. In der Landschaft dieses Bildes sieht man zum Beispiel, wie der Feuervulkan (Volcán de Fuego) ausbricht, er ist mit rot glühender, vom Wind getragener Asche bedeckt, und an der Seite laufen Ströme glühender Lava herab. Die Lichter der benachbarten Städte sind unter einem dünnen Schleier zu sehen. Am Himmel verläuft die zentrale Ebene unserer Milchstraße diagonal links oben, darunter ein flüchtiger Meteor und rechts oben eine Satellitenspur. Links oben leuchtet der Planet Jupiter, rechts daneben der helle Stern Antares.

Landschaft und Himmel wurden Mitte April mit einer einzigen, gut geplanten 25-Sekunden-Aufnahme auf der Seite von Fuegos Schwestervulkan Acatenango in Guatemala gemeinsam fotografiert.

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Planet der Natternköpfe

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Bildcredit und Bildrechte: Daniel Lopez (El Cielo de Canarias)

Beschreibung: Von welchem bizarren Planeten stammen diese fremdartigen Wesen? Natürlich nur vom Planeten Erde. Die Heimatgalaxie des Planeten – die Milchstraße – erstreckt sich über den dunklen Himmel dieser Fischaugen-Ganzhimmelsprojektion, die mit einem Weitwinkelobjektiv aufgenommen wurde.

Die imposanten Formen, die himmelwärts blicken, kommen vielen Erdbewohnern vielleicht seltsam vor. Es sind rote Tajinasten auf der Kanarischen Insel Teneriffa im Nationalpark Teide. Diese Bedecktsamer werden bis zu 3 Meter hoch. Die Tajinasten blühen im Frühjahr und Frühsommer zwischen den Felsen des Vulkangeländes und sterben dann nach etwa einer Woche, wenn ihre Samen reifen. Die irdischen Lebensformen sind als Echium wildpretii bekannt und wurden während der Weitwinkelaufnahmen einzeln beleuchtet.

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Dunkler Himmel: Die Nacht aufdrehen

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Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Haben Sie je einen wirklich dunklen Nachthimmel gesehen? Ein alltägliches und doch überraschendes Detail ist das leuchtende Band unserer Milchstraße, die von einem Horizont bis zum anderen reicht. Wenn Sie aber in einer großen Stadt oder in einer städtischen Umgebung leben, kennen Sie sie die Milchstraße vielleicht nicht, weil Sie wegen der Straßen­beleuchtung, die von der Erdatmosphäre reflektiert werden, nur den Mond und einige wenige Sterne sehen können.

Am heutigen Internationalen Tag des Lichtes der UNESCO bittet die Internationale Astronomische Union, die Nacht aufzudrehen, um Lichtverschmutzung besser zu verstehen und künftig zu verringern. Sie können das selbst probieren, sogar jetzt, indem Sie auf der APOD-Website der NASA Ihren Mauspfeil über das Vorher-Bild schieben.

Das Nachher-Bild, das dann erscheint, ist ein Panorama aus vier Aufnahmen, die mit derselben Kamera und am gleichen Standort aufgenommen wurden. Es zeigt, was kürzlich in China passierte, als die Bewohner von Kaihua viele Lichter ausschalteten. Auf dem Vorher-Bild sieht man die Sterne Sirius (links neben der Mitte) und Beteigeuze. Auf dem Nachher-Bild erkennen Sie Tausende Sterne und das gewölbte Band unserer Milchstraße.

Die Menschheit lebte Jahrtausende unter einem dunklen Nachthimmel. Es ist wichtig, sich mit ihm zu verbinden, sowohl für die Natur als auch das kulturelle Erbe.

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Milchstraße, Start und Landung

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Bildcredit und Bildrechte: Devin Boggs

Beschreibung: Die Milchstraße sieht man mit bloßem Auge nicht ganz so farbenprächtig und hell, doch einen Raketenstart schon. Daher wurde eine gesonderte detailreiche Aufnahme mit einer empfindlichen Digitalkamera aufgenommen, um auf dieser Komposit-Himmelslandschaft die zentralen dicht gedrängten Sternenfelder und die kosmischen Staubwolken unserer Galaxis zur Geltung zu bringen. Etwa 20 Minuten, nachdem das Milchstraßenbild im staatlichen Wildtierschutzgebiet von Merritt Island fotografiert wurde, begann die neunminütige Aufnahme eines Raketenstarts und einer Landung.

Die Falcon-9-Rakete, benannt nach der berühmten Millennium Falcon aus Star Wars, startete in den frühen Morgenstunden des 4. Mai, passenderweise mit einem Dragon-Versorgungsschiff, zur Internationalen Raumstation. Die Abgasschwade und das Auflodern an der Spitze des Startbogens markieren die Rückschubzündung der Raketenunterstufe. Zwei kürzere diagonale Streifen stammen von Raketentriebwerken, welche die Falcon-9-Stufe auf dem autonomen Drohnenschiff Of course I Still Love You vor der Küste zur Landung bringen.

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Halleys Staub und die Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Gang Li

Beschreibung: Kosmische Staubkörnchen zogen am 7. Mai über den meist mondlosen Nachthimmel. Sie wurden aufgefegt, als der Planet Erde durch die Ströme aus Teilchen pflügte, die vom periodischen Kometen Halley hinterlassen wurden. Der jährliche Meteorstrom ist unter der Bezeichnung Eta-Aquariiden bekannt. Dieses Kompositbild entstand etwa einen Tag nach dem vorhergesagten Maximum des Stroms, dennoch zeigt es noch 20 Meteore, die in einem Zeitraum von mehr als 2 Stunden aufgenommen und auf einer Hintergrundaufnahme des Himmels montiert wurden.

Die Meteorspuren zeigen rückwärts zum Radianten des Stroms nahe dem gleichnamigen blassen Stern Eta Aquarii, der 100 Kilometer südlich von Sydney in Australien in der Nähe des Horizonts stand. Eta-Aquariiden sind für ihre hohe Geschwindigkeit bekannt, sie treten mit etwa 66 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein. Der gleißende Jupiter leuchtet hoch über dem Horizont in der Nähe der Zentralwölbung der Milchstraße. Das Kreuz des Südens steht in der rechten oberen Bildecke.

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Vom Kreuz des Südens bis zu Eta Carinae

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Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Beschreibung: Dieses schöne Himmelsmosaik, das der Spur der südlichen Milchstraße folgt, wurde unter dem dunklen brasilianischen Himmel aufgenommen. Es ist etwa 20 Grad breit und beginnt mit der dunklen Fläche des Kohlensacknebels links unten, der unter einem Arm im Kreuz des Südens hängt.

An der Spitze dieses kompakten Sternbildes steht der helle gelbliche Stern Gamma Crucis, ein kühler Riesenstern, der ungefähr 88 Lichtjahre entfernt ist. Wenn man eine Linie von Gamma Crucis zu Alpha Crucis zieht – das ist der blaue Stern am unteren Ende des Kreuzes -, dann zeigt diese zum Himmelssüdpol. Wenn Sie der Milchstraße nach rechts folgen, zieht Ihr Blick über IC 2948, der „Running-Chicken„-Nebel genannt wird, bevor er Eta Carinae und den Carinanebel am rechten Bildrand erreicht. Der Carinanebel ist eine etwa 200 Lichtjahre große Sternbildungsregion. Er ist viel größer als der Orionnebel, eine nördlichere Sternkrippe. Der Carinanebel ist etwa 7500 Lichtjahre von der Erde entfernt und liegt in der Ebene der Milchstraße.

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Die Milchstraße im nördlichen Frühling

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Bildcredit und Bildrechte: Taha Ghouchkanlu (TWAN)

Beschreibung: Diese Nachthimmelslandschaft im Frühling ist eine Postkarte vom Planeten Erde mit Blick über den Alandan-See im Elbursgebirge. Sie wurde am 17. April nach der örtlichen Nachtmitte fotografiert. Die zentrale Milchstraße geht über dem südöstlichen Horizont auf, ihre leuchtende Spur aus Sternen und Nebeln in der Ebene unserer Galaxis wird vom spiegelglatten See reflektiert.

Das hellste Himmelslicht – eingebettet in das diffuse galaktische Sternenlicht – ist Jupiter. Der etwas schwächere Saturn steht links darunter über den Bergen. Als der Frühling Blätter auf die Bäume brachte und das galaktische Zentrum in die nördliche Nacht, merkte der Fotograf, dass er auch Fröschen eine Stimme verliehen hatte, die wie eine Melodie über dem ruhigen Wasser klang.

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Himmelsspektakel im Skorpion

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Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard, TWAN

Beschreibung: Wenn der Skorpion mit bloßem Auge betrachtet so gut aussehen würde, würden die Menschen ihn besser kennen. Doch der Skorpion erscheint eher in Form weniger heller Sterne in einem gut bekannten TierkreisSternbild, auf das selten hingewiesen wird. Doch für ein so eindrucksvolles Bild wie dieses braucht man eine gute Kamera, Farbfilter und digitale Bildbearbeitung. Um die Details herauszuarbeiten, wurden für dieses Bild nicht nur lang belichtete Aufnahmen in mehreren Farben verwendet, sondern auch eine Aufnahme in einer sehr speziellen roten Farbe, die von Wasserstoff abgestrahlt wird.

Das Bildergebnis zeigt viele atemberaubende Details. Durch die linke Bildhälfte verläuft senkrecht ein Teil der Ebene unserer Milchstraße. Dort befinden sich gewaltige Wolken heller Sterne und lange Streifen aus dunklem Staub. Aus der Milchstraße ragen in der Bildmitte diagonale dunkle Staubbahnen, die als „Dunkler Fluss“ bekannt sind. Dieser Fluss ist eine Verbindung zu mehreren hellen Sternen rechts, diese sind Teil des Kopfes und der Krallen des Skorpions, unter anderem der helle Stern Antares. Rechts über Antares steht der noch hellere Planet Jupiter. Im ganzen Bild sind zahlreiche rote Emissionsnebel und blaue Reflexionsnebel zu sehen.

Der Skorpion steht in der Mitte des Jahres nach Sonnenuntergang markant am Südhimmel.

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Pan-STARRS am Himmel

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Bildcredit: R. White (STScI) und das PS1 Science Consortium

Beschreibung: Diese astronomische Ansicht zeigt den ganzen Himmel. Sie ist ein Mosaik aus Bildern des Pan-STARRS-Observatoriums, die mit seinem 1,8-Meter-Teleskop aufgenommen wurden, das auf dem Gipfel des Haleakala auf der Insel Maui auf dem Planeten Erde steht. Bei dieser Projektion des ganzen Himmels ist der Himmelsnordpol der Erde zentriert. Der südliche Horizont hat eine Deklination von -30 Grad, er ist von der hawaiianischen Insel Maui aus gesehen die Grenze und definiert den kreisrunden äußeren Rand.

Über die Szenerie breiten sich überfüllte Sternfelder und kosmische Staubwolken in der Ebene unserer Milchstraße aus. Die helle Wölbung des Zentrums unserer Galaxis liegt unten. Die Bilddaten wurden in einem Zeitraum von vier Jahren gesammelt, sie sind die zweite Datenausgabe von Pan-STARRS (Panoramic Survey Telescope & Rapid Response System), der aktuell größten digitalen Himmelsdurchmusterung des Planeten. 2017 wurde mithilfe von Pan-STARRS die erste interstellare Reise von ‚Oumuamua, Besucher unseres Sonnensystems entdeckt.

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